dapdAusgerechnet zur Cebit bestreikt die Gewerkschaft Ver.di Busse und Bahnen in Hannover. Doch die Organisatoren der Computermesse stemmen sich mit einem ausgeklügelten Plan gegen das Chaos. Der Ausstand läuft ins Leere.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...820111,00.html
richtig VER.DI kuscht bei privaten Firmen und beim Staat wird alles was in der Kasse ist mit vollen Händen ausgeschöpft von daher finde ich es gut, dass sie von den Bürgern eine Klatsche verpasst bekommen haben. VER.DI ist inzwischen dermaßen träge, dass man sich nicht wundern muss warum so viele ihre Mitgliedschaft unter anderem meine Mama gekündigt haben.
Ab 21.05 Uhr interessiert hier sowieso nur noch eins: Achtelfinale in der Europa League Standard Lüttich vs. Hannover 96. Dann sind die Straßen leergefegt, ob mit oder ohne Streik. ;-)
Das ist es ja was es so lächerlich macht!
Man hätte das ganze als Hannoveraner Angelegenheit handhaben können und sich mehr als genug Aufmerksamkeit gesichert.
Die Cebit war gezielt aus PR-Geilheit ausgewählt um möglichst viel Schaden anzurichten: Die Hannoveraner können sich im Zweifel auch anders helfen, die Messegäste nicht. Deswegen ist man ja so bitter enttäuscht dass das Chaos ausblieb.
Es wird hier ein Arbeitskampf gezielt auf dem Rücken Unbeteiligter ausgetragen um sich die besten Nachrichten-Spots zu sichern, es wird gezielt mit einer DER Veranstaltungen/Einkommensquellen in Hannover gespielt und DAS, mein lieber, ist diplomatisch ausgedrückt unlauter.
Aber mit dem heutigen Streik wollte man bewusst eine wichtige Messe trefen auch wenn VER.DI nun etwas anderes behauptet. Sorry aber da habe ich null Verständnis dafür. Was wäre so schlimm gewesen wo anders zu streiken? Das einzige was Ver.DI nun erreicht hat sie haben sich und ihren Streik bis auf die Knochen blamiert.
Tja, leider ist das Arbeitsrecht immer noch nicht im 21. Jahrhundert angekommen. Allein das Wort "Arbeitskampf" deutet ja schon darauf hin.
Es wäre langsam an der Zeit, die ganze Angelegenheit zu modernisieren. Oder ist wirklich ernsthaft jemand der Meinung, dass Streiks eine gute Idee sind? Immerhin werden gerade im ÖPNV primär Leute getroffen, die gar nichts mit der Sache zu tun haben und meist auch keine Alternative haben.
Wohl wahr, aber dieses Argument bringen ja auch die Streikenden ...
Sowohl die Aktionen der Vorfeld-Crew in Frankfurt wie auch die ver.di-Aktion jetzt in Hannover zeigen, daß es mehr und mehr zum Ziel eines Streiks wird, unbeteiligte zu Geiseln zu machen. Aber dieses Jahr kann man erleben, daß diese Rechnung manchmal nicht aufgeht.
Allerdings muß man auch sehen, daß ein Dutzend Fluglotsen in Frankfurt den Flugverkehr von ganz Europa fast so gründlich beeinträchtigen kann wie irgend so ein unaussprechlicher Vulkan in Island.
Und da kommt mir der Gedanke, daß man womöglich das Streikrecht doch mal neu überdenken müßte. Den Arbeitgeber durch Arbeitsverweigerung unter Druck zu setzen ist eine Sache, aber die Öffentlichkeit in die Sache hereinzuziehen, das gehört eigentlich verboten. Das war ja in alten Zeiten der Grund, warum Beamte und Soldaten kein Streikrecht haben - man stelle sich vor, die Rote Armee hätte die Bundesrepublik überrollt, während die Bundeswehr für mehr Urlaub streikte ...
Viele kritische Berufe sind ja heute nicht mehr im Beamtentum verankert - manche waren es nie, wie zum Beispiel Ärzte. Und da war es ja auch nie erlaubt, wegen eines Streiks Menschen sterben zu lassen.
Piloten und Lokomotivführer waren dieses Mal noch nicht dabei, aber wir erinnern uns recht gut, welche Macht deren Streiks ausüben können.
Da haben Sie Recht. Es gibt sogar Foristen, die Hannoveraner dafür beschimpfen, daß sie mit dem Auto zur Arbeit fahren und dabei jemanden mitnehmen, obwohl gleich mehrere Grundrechte das erlauben. Andererseits steht das Grunzrecht der freien Rede natürlich auch den eher verwirrten unter den Foristen zu.
Das klingt plausibel, wenn Busfahrer zur CeBit streiken, doch muß man bedenken, daß einige von ihnen vielleicht keinen fiesen, sondern nur einen schwachen Charakter haben und von den organisierten Fieslingen in der Gewerkschaft angestiftet wurden.