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Wallraff bei RTL: Ein jeder trage des anderen Päckchen

RTLEiner trage des anderen Päckchen: In seiner neuesten Undercover-Recherche solidarisiert sich Günter Wallraff mit den Ausgebeuteten der Zustellerbranche - und organisiert dabei einen sonderbaren Zusammenschluss großer Medienmarken. Gewinner dabei ist vor allem einer: Wallraff selbst.

Günter Wallraff undercover als Paketbote für RTL und "Zeit" unterwegs - SPIEGEL ONLINE
  1. #50

    Der Artikel verwirrt mich ein wenig...

    Wieso wird Wallraff bzw. die Sendung derart kritisiert, aber eigentlich gar nicht auf die Recherche- Ergebnisse eingegangen, welche definitiv wichtiger sind, als irgendwelche Verstimmungen gegenüber Wallraff. Wäre das Aufdecken solcher Missstände nicht auch der Job von "Qualitätsmedien" wie dem Spiegel. Nichts für ungut aber ich habe mittlerweile den Eindruck bei etlichen "Qualitätsmedien", das "Investigativ" und "Eigeninitiative" zu großen Teilen einem bloßen Nachplappern und Abschreiben aus Wikipädia und von PR- Texten gewichen ist. Wenn Boulevard-Schundblätter dann mal einen Treffer landen und für die Investigativleistung ausgezeichnet werden ist das nur logisch und die Eklats ("Ich nehm den Preis nicht an wenn die den bekommen") drum rum ziemlich verlogen.
  2. #51

    Zitat von Herr Hold Beitrag anzeigen
    na, Herr Walraff hat da ja nichts sensationell Neues aufgedeckt. ARD/WDR hat eine solche verdeckte Ermittlungs-Reportage auch schon gesendet, nicht über GLs sondern Hermes, wo es ähnlich läuft. Gleiches bei DHL!
    Kann man sich auch ansehen:
    ARD Mediathek: Reportage / Dokumentation - ARD-exclusiv: Das Hermes-Prinzip - Ein Milliardär und seine Götterboten - Mittwoch, 03.08.2011 | Das Erste
    Wie heißt es doch so schön:
    Der Trumpf heißt Hermes
    Wettbewerbsvorteil für Otto im Online-Geschäft: Die 1972 gegründete, eigene Versandflotte Hermes, die deutschlandweit einen flächendeckenden Zustellservice mit 24-Stunden-Garantie bietet. Statt hier auf Fremdanbieter zurückgreifen zu müssen, kann der Konzern die eigenen Kapazitäten für das Online-Geschäft (mit seiner erweiterten Palette) zusätzlich nutzen.
    Otto Versand: Konsumflaute und Umsatzschwund - manager magazin - Unternehmen

    und überhaupt, das Geld muss doch irgendwo rein für:
    Michael Otto Stiftung - Schutz und Erhalt der Lebensgrundlage Wasser
    Werner Otto

    denn, das ist ja wichtiger:
    die „die nicht nur Kapitalmärkte und Gewinnkurven im Sinn haben, sondern ebenso den Schutz der Umwelt und das Elend der Armen in der Dritten Welt“.
    (aus Wiki, Portrait Michael Otto )
    ..als einigermassen sozialverträgliche Jobs im eigenen Laden sicherzustellen.
    Denn damit kann man nach aussen nicht sein dickes Mäzenaten Ego bei diversen Galaveranstaltungen mittels willfähriger Politprominenz und B-Schauspielern zur Schau stellen.
    Geändert von ( um Uhr)
    Mit schönen Grüssen aus Hamburg/Barmbek
    falls diese Nachricht ins Forum gelangt
  3. #52

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Einer trage des anderen Päckchen: In seiner neuesten Undercover-Recherche solidarisiert sich Günter Wallraff mit den Ausgebeuteten der Zustellerbranche - und organisiert dabei einen sonderbaren Zusammenschluss großer Medienmarken. Gewinner dabei ist vor allem einer: Wallraff selbst.

    Günter Wallraff undercover als Paketbote für RTL und "Zeit" unterwegs - SPIEGEL ONLINE
    Eine frage wirft sich mir auf. Wir verschicken täglich dutzende packete mit gls aber die im artikel erwähnten 40 kilo konnten wir noch nie überschreiten. wenn wir mal etwas mit zuviel gewicht verschickt haben ist es am nächsten tag wieder bei uns gelandet. also auch päckchen mit 40,3 oder 40,5 kilo. keine ahnung ob das im umschlagslager automatisch aussortiert wird, aber bei uns hat es einfach noch nie geklappt. zum rest kann ich nix sagen.
  4. #53

    Alle?

    Zitat von hauptsache_dagegen Beitrag anzeigen
    Von außen erinnert mich das an den typischen deutschen Urlauber, der im ersten Asien-Urlaub ganz erstaunt ist, dass die ja alle englisch können...
    Alle bis auf den deutschen....
  5. #54

    Spiegel Artikel verlieren leider an Niveau

    Ich habe die Sendung gestern gesehen und habe eigentlich nichts auszusetzen. Das viele Dinge ein wenig in Szene gesetzt werden ist wohl normal und bedingt auch OK.
    Das der Spiegel hier versucht die Reportage schlecht zu machen deutet einfach darauf hin, dass man ein schlechter Verlierer ist, weil man vorher nichts erfahren hat. Anstatt jetzt hier die Reportage schlecht zu reden sollte man lieber die Paketversender sowie deren Arbeitsbedingungen an den Pranger stellen. Es ist wirklich bedauerlich, dass ein (eigentlich ganz gutes und lesenswertes) Magazin wie der Spiegel immer mehr Bild Zeitung Niveau erreicht. Ich kann nur hoffen, dass die Redaktion zwischendurch mal die Leserbeiträge liest! Ich bin ja nicht der erste, der das bemängelt …
  6. #55

    Statt der Spiegel die Möglichkeit nutzt, mit auf diesen Zug aufzuspringen und Teil einer Veränderung zu sein, liest man diesen Artikel - der vor Neid und Missgunst nur so strotzt.

    Ob Wallraff bei RTL, bei SAT 1 oder bei Tele 5 gesendet wird, ist völlig irrelevant: Es ändert nämlich nichts an der Tatsache, dass Angestellte in der gesamten Speditions- und Paketbranche seit Jahren ausgebeutet werden, nicht nur was Lohn & Gehalt angeht sondern auch was Urlaub & Freizeit betrifft.
    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Einer trage des anderen Päckchen: In seiner neuesten Undercover-Recherche solidarisiert sich Günter Wallraff mit den Ausgebeuteten der Zustellerbranche - und organisiert dabei einen sonderbaren Zusammenschluss großer Medienmarken. Gewinner dabei ist vor allem einer: Wallraff selbst.
    Günter Wallraff undercover als Paketbote für RTL und "Zeit" unterwegs - SPIEGEL ONLINE
  7. #56

    Wer hats erfunden?

    Tja Leute, wer ist denn schuld an der Misere?
    Ich erinnere mich noch daran, wie bei der von der Lobbypolitik durchgesetzten Abschaffung des Postmonopols alle gejubelt haben, hach, jetzt wirds billiger, schneller, besser... Pustekuchen: die Preisunterschiede sind marginal, ein Dutzend verschiedener Zustellfirmen parkt seine überdimensionierten Dieselstinkerkisten(UPS!) in der zweiten Reihe, ständig wechselndes Personal hat keine Ahnung. In der Briefzustellung kommen (z.B. von BW-Post) manchmal alte Leute, die kurz vorm Kollaps stehen. Homo homini lupus est - kann man da nur sagen in unserer Ausbeutergesellschaft - der Mensch ist des Menschen Wolf...
    Wir versenden grundsätzlich nur mit dhl (jaja, ich weiß, auch nicht koscher).
  8. #57

    Schlechte Verlierer

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Einer trage des anderen Päckchen: In seiner neuesten Undercover-Recherche solidarisiert sich Günter Wallraff mit den Ausgebeuteten der Zustellerbranche - und organisiert dabei einen sonderbaren Zusammenschluss großer Medienmarken. Gewinner dabei ist vor allem einer: Wallraff selbst.

    Günter Wallraff undercover als Paketbote für RTL und "Zeit" unterwegs - SPIEGEL ONLINE
    So viel peinliche Selbstfixiertheit hat man ja selten bei SPON erlebt. Wallraff weist auf unzumutbare Beschäftigungsbedingungen hin, und alles was SPON dazu einfällt ist, daß er sich die falschen Medienpartner (nämlich nicht Spiegel) rausgesucht hat. RTL geht gar nicht, die haben wir doch in die Unterschichtenfernsehschublade gesteckt. ZEIT wiederum zu edel, geht auch nicht.

    Ja mag sein, daß Wallraff etwas selbstverliebt ist. Trotzdem habe ich großen Respekt vor jemandem der sich mit dem eigenen Leib Situationen ausliefert, die gesundheitsschädlich bis gefährlich sind, um aus eigener Erfahrung berichten zu können. Dagegen vom Redaktionslaptop anzustänkern, finde ich ein bißchen billig.
  9. #58

    glückliche Bayern!

    Zitat von Palmstroem Beitrag anzeigen
    Wieder mal zeigt sich, daß weder Gesetze noch Mindestlöhne die Ausbeutung verhindern können.
    Wer Arbeit zu angemessenen Löhnen will, braucht einen funktionierenden Arbeitsmarkt - wo man nicht jede Arbeit für jedes Geld annehmen muß. In Bayern funktioniert das weitgehend - bei Arbeitslosenquoten von 3% und weniger.
    Dafür braucht es nicht mehr Gesetze, sondern mehr Innovation und Wachstum!
    Warum hab`ich dann vor einer Woche das arme verschwitzte Mädle von Hermes mit Schwerpaketen im Laufschritt von Haus zu Haus rennen sehen?
    Tat mir so leid, dass ich ihr `nen Zwickel in die Hand gedrückt habe.
    Aber halt - das war ja auch Hermes und bei den Anderen sind die Arbeitsbedingungen natürlich viel angenehmer, und für diese üblelste Art der menschlichen (Arbeits-kraft-)Ausbeutung braucht`s durchaus durchschlagende Gesetze....sie Geistwurst.
  10. #59

    ja, weil

    Es ist schon länger offensichtlich, dass sich die Botenfahrer für einen Hungerlohn abschuften müssen. Daher ist es gut und wichtig das jemand (Wallraff) sich dieser Sache annimmt und einen Arbeitstag und die Bedingungen zeigt.

    es eben schon länger offensichtlich ist und hierüber auch schon berichtet wurde, ist die Sendung komplett überflüssig und dient in meinen Augen lediglich der Selbstbeweihräucherung Wallraffs. Was enthüllt er als nächstes? Bäcker müssen verdammt früh aufstehen? Bei der Müllabfuhr ist nicht alles sauber? Wenn Millionäre schon mal arbeiten gehen.....


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