Wallraff bei RTL: Ein jeder trage des anderen Päckchen

RTLEiner trage des anderen Päckchen: In seiner neuesten Undercover-Recherche solidarisiert sich Günter Wallraff mit den Ausgebeuteten der Zustellerbranche - und organisiert dabei einen sonderbaren Zusammenschluss großer Medienmarken. Gewinner dabei ist vor allem einer: Wallraff selbst.

Günter Wallraff undercover als Paketbote für RTL und "Zeit" unterwegs - SPIEGEL ONLINE
  1. #40

    ja der wachstumsglaube

    Zitat von Palmstroem Beitrag anzeigen
    Wieder mal zeigt sich, daß weder Gesetze noch Mindestlöhne die Ausbeutung verhindern können.
    Wer Arbeit zu angemessenen Löhnen will, braucht einen funktionierenden Arbeitsmarkt - wo man nicht jede Arbeit für jedes Geld annehmen muß. In Bayern funktioniert das weitgehend - bei Arbeitslosenquoten von 3% und weniger.
    Dafür braucht es nicht mehr Gesetze, sondern mehr Innovation und Wachstum!
    sagen sie einem "erwachsenen" der nicht an die keksdose hinten im schrank kommt, wachstum sei die lösung?

    gesetzte könnten sehr wohl ausbeutung verhindern, einen natürlichen funktionierenden arbeitsmarkt wird es nämlich nicht mehr geben, auch nicht in bayern, wo es im übrigen auch ausgebeutete gls mitarbeiter gibt.
    warum? weil die produktivität durch maschinen derart fortgeschritten ist dass man das mit dienstleistungen nicht mehr ausgleichen kann.
    also wir sollten uns langsam damit beschäftigen, wie wir eine gesellschaft ohne wachstum, betreiben können.
  2. #41

    Wäre der Spiegel mit im Boot gewesen

    Zitat von paul spears Beitrag anzeigen
    ... so hat er in diesem Fall dennoch mehr getan, als ein SPON, aus dessen Artikel man auch lesen kann: "Nänänä... Wir hätten alles viel besser gemacht." Tatsache aber ist, dass der SPON sich der Annahme dieses Themas noch nicht erniedrigt hat... Aber dafür sämtlicher anderer Schubdthemen, die die Welt nicht braucht. Ich fand, trotz der Antipathie RTL gegenüber, die Sendung gestern WIRKLICH erschreckend und gut umgesetzt und werde in Zukunft überlegen, ob ich meine Pakete wirklich via PRIME bestellen muss.
    wäre der Artikel nicht so geschrieben worden. Ein bisschen "beleidigte Leberwurst".

    Im Kern war die Geschichte wirklich gut dargestellt. Und um die Leute wach zu rütteln, muss man manchmal eben ungewöhnliche Wege gehen.
  3. #42

    Wallraff forever

    Wenn man sieht was aus ehemals angeblich sozial Engagierten und Ex-Progressiven wie Joschka Fischer & Co. geworden, ganz zu schweigen von einem Herr Fleischhauer (der soll mal "links" gewesen sein?), dann ist man sehr dankbar für diesen wackeren Wallraff.
    Ob der jetzt mal dusselig in die Kamera guckt, oder ein bisschen mit seiner Sportlichkeit prahlt ist doch so etwas von fünftrangig.
    Unendlich viel wichtiger ist immer wieder zu sehen wie es läuft in diesem Land. Es ist schlicht ein permanenter Kampf unter Ausnutzung aller schmutzigen Tricks von "Oben" gegen "Unten". Die Anführungszeichen deshalb weil in diesen Begriffen auch immer eine Wertung mitschwingt die irre führt.
    Die Ausbeuter ruhen nie, weil die Gier nie ruht, und weil es einen soliden Anteil von Soziopathen gibt die mit Ausbeutung überhaupt kein Problem haben. Da kann nur der Staat, also die Gesellschaft helfen. Aber gerade jetzt quakt der "Sozialdemokrat" Schröder wieder sein Plädoyer für Abbau von Arbeitnehmerrechten in die Welt. Es ist fast zum Verzweifeln...
  4. #43

    Ich war auch ueberrascht

    Wallraff bei RTL zu sehen. Hat er aber gut gemacht. Obwohl seine Eitelkeit schon seit Jahren zunimmt war der Beitrag wichtig. Wenn es ginge muesste so ein Drecksladen wie GSL dicht gemacht werden. Aber im Prinzip ein Unternehmen wie von Schroeder, Clement, Muentefering und Florian Gerster propagiert: Arbeit zu und um jedem Preis und unter allen, auch menschenunwuerdigen Bedingungen. Ich erinnere mich noch gut an die Talk Show in der Florian Gerster einem jungen Mann, der nicht mehr die Ausbeutermethoden der PIN Firma mitmachen wollte, mit strengem Blick riet die Arbeit auf keinen Fall aufzugeben. Moderne Sklavenhaltung mehr nicht. Wo ist die RAF wenn man sie braucht ?
  5. #44

    Neid

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Einer trage des anderen Päckchen: In seiner neuesten Undercover-Recherche solidarisiert sich Günter Wallraff mit den Ausgebeuteten der Zustellerbranche - und organisiert dabei einen sonderbaren Zusammenschluss großer Medienmarken. Gewinner dabei ist vor allem einer: Wallraff selbst.

    Günter Wallraff undercover als Paketbote für RTL und "Zeit" unterwegs - SPIEGEL ONLINE
    Der Artikel klingt für mich als sei da jemand ziemlich neidisch nicht selbst solchen Scoop gelandet zu haben.

    Aber Wallraff war schließlich schon eine Reporterlegende als der Autor des Artikels noch nicht mal sprechen konnte.
    Mit ein bisschen Übung und weniger Neid kann es also noch was werden mit dem Herrn Buß.
  6. #45

    und ewig grüßt das Murmeltier

    ... was lernen wir daraus.... Nichts !!
    Die Politik, die was tun könnte, tut nichts. Es wird die Politik der ruhigen Hand gemacht, bei viel Spektakel auf der poltischen Bühne.
    Aufgeschreckt durch solche Artikel, wird einem klar es tut sich nix es wird sich nix tun.
    Nach einer Schrecksekunde geht alles wieder seinen Gang. Nachricht folgt auf Nachricht.
    Ich schaue schon die Tagesschau vor 20 Jahren die ist tagesaktuell, bis auf das Wetter.
    Der gute Herr Wallraff legt nur den Finger in die Wunde mehr und nicht weniger und was lernt man daraus auch wieder nichts ?!
    Eigentlich schade. Anstelle Probleme zu lösen wird jeden Tag eine neue Sau durchs Dorf getrieben.
  7. #46

    so scheint´s zumindest...

    Zitat von sprechweise Beitrag anzeigen
    Christian Buss verschwendet nicht einen Gedanken an ausgebeutete Mitarbeiter.
    Geht es ihm darum die mediale Konkurrenz nieder zu schreiben?
    Ich fragte mich ebenfalls beim Lesen des Headers, was SPON jetzt konkret zu mäkeln hat.
    Offensichtlich scheint hier redaktioneller Neid eine nicht unwesentliche Rolle zu spielen; nicht das "Enthüllungsmagazin" Spiegel, nein, RTL,WELT und SternTV haben die Exklusivrechte bekommen.
    Und dies muß aus Wallraffs Sicht nur legitim sein:
    Macht er seine Undercoverrecherchen bei den Öffentlich-Rechtlichen publik, landen diese zu Sendezeiten um 23 Uhr bei ARD & ZDF, gähn...
    Oder zu nur leicht besseren Sendezeiten (Rund um 22 Uhr) bei irgendwelchen Dritten.
    Um eine breite Masse an Publikum zu erreichen, mußte Wallraff diesen Schritt gehen, Punkt.
    Und warum soll er die körperliche Belastung nicht relativieren (ich, ich, ich)?
    Eine Frau v.d.L. stellt sich nun mal leider nicht zur Verfügung, um die Belastungen eines Paketboten aus ihrer Sicht zu Schildern.
    Und selbst dann würde es heißen "ich, ich, ich".
    So bleibt beim lesen des Artikels der fade Beigeschmack, daß der Spiegel sich gerne selbst mit dem Thema und der Recherche des Herrn W. geschmückt hätte, leider aber durch RTL, Welt und SternTV ausgebootet wurde...
  8. #47

    Brennpunkt

    Das ist doch ein alter Hut! Hej Günnie wie sind denn die Arbeitsverhältnisse bei RTL & Co? In meiner Heimatstadt haben es gerade die lokalen Journalisten schwer mit der hiesigen Zeitung einen Tarifvertrag abzuschliesen.
  9. #48

    Nun ja,

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Einer trage des anderen Päckchen: In seiner neuesten Undercover-Recherche solidarisiert sich Günter Wallraff mit den Ausgebeuteten der Zustellerbranche - und organisiert dabei einen sonderbaren Zusammenschluss großer Medienmarken. Gewinner dabei ist vor allem einer: Wallraff selbst.

    Günter Wallraff undercover als Paketbote für RTL und "Zeit" unterwegs - SPIEGEL ONLINE
    RTL und Walraff mögen eine seltsame Kombination sein. Aber warum macht der Spiegel so etwas nicht?

    Da liest man seit Jahren zunehmend das "in der Mitte werden die Wahlen gewonnen" Zeugs mit fast neoliberalen Zügen. Dann müssen es halt andere machen!
  10. #49

    Kann Nr 18 nur voll zustimmen

    Der ganze Artikel ist negativ. Man sollte dankbar sein, dass es noch Menschen wie Herrn Wallraff gibt, anstatt die neuen hollywoodisierten und egozentrischen Menschen, de4ren Anzahl sich häuft.