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Wall-Street-Proteste: Die Rache der Bonus-Rapper

Gegeißelt von der US-Regierung, von Hollywood verachtet: Die Wall Street bezieht zurzeit mächtig Prügel. Jetzt schlagen die Bonusbanker zurück - mit Raps gegen fiese Finanzregulierer und skurrilem Powerpoint-Protest.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...719517,00.html
  1. #1

    oooooh !

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Gegeißelt von der US-Regierung, von Hollywood verachtet: Die Wall Street bezieht zurzeit mächtig Prügel. Jetzt schlagen die Bonusbanker zurück - mit Raps gegen fiese Finanzregulierer und skurrilem Powerpoint-Protest.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...719517,00.html
    Der Rap ist scheinbar nichts wert, aber der Ruf eines Investmentbankers ist in der Tag derzeit nicht der beste. Was mir aber nicht in den Kopf geht, ist dass man sich derart darüber aufregt. Samariter waren die Investmentbanker doch wohl nie gewesen und ein Gordon Gekko war doch wohl eher ein Vorbild, als ein abstoßendes Beispiel, oder ?
    Apropos, wann läuft der 2.Teil in Deutschland an ?
  2. #2

    Jon Stewart triffts

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Gegeißelt von der US-Regierung, von Hollywood verachtet: Die Wall Street bezieht zurzeit mächtig Prügel. Jetzt schlagen die Bonusbanker zurück - mit Raps gegen fiese Finanzregulierer und skurrilem Powerpoint-Protest.
    Wie sagte Jon Stewart:
    "Auf ein Pinata schlägt man so lange ein, bis die Bonbons rausfallen. Wo sind die Bonbons?"
    und
    "Die Wall Street beschwert sich also, dass auf sie mit einem Stock eingeschlagen würde. Und was sagt der Bürger dazu? ein Stock in Form eines Billionen Dollar Bailout um den Industriezweig zu retten? Au ja, bitte schlagt mich auch mit diesem be*******enen Stock!"

    Dem ist nichts hinzuzufügen.
  3. #3

    Back to reality

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Gegeißelt von der US-Regierung, von Hollywood verachtet: Die Wall Street bezieht zurzeit mächtig Prügel.
    Ich kann nur von genau dem Gegenteil berichten:
    Am Freitag hat einer meiner Söhne einige Sektkorken knallen lassen.
    Nach einigen Minuten kam das über den Ticker.
    "Ardagh Glass acquires Impress Metal Packaging for 1.7 billion"
    Die läuft dreht sich weiter, auch wenn es einigen nicht in den Kramm passt, sei es in der US-Regierung, in Hollywood oder im SPON.
    So ein Geschäft wie oben benötigt dafür ausgebildete Menschen. Eine Anne Will, Guido Westerwelle oder Sigmar Gabriel reichen dafür nicht.
  4. #4

    Warum sollte man aufhören auf Banker einzudrechschen?

    Es ändert sich nichts, aber man fühlt sich trotzdem besser.
  5. #5

    Warum?

    Zitat von nahal Beitrag anzeigen
    Ich kann nur von genau dem Gegenteil berichten:
    Am Freitag hat einer meiner Söhne einige Sektkorken knallen lassen.
    Nach einigen Minuten kam das über den Ticker.
    "Ardagh Glass acquires Impress Metal Packaging for 1.7 billion"
    Die läuft dreht sich weiter, auch wenn es einigen nicht in den Kramm passt, sei es in der US-Regierung, in Hollywood oder im SPON.
    So ein Geschäft wie oben benötigt dafür ausgebildete Menschen. Eine Anne Will, Guido Westerwelle oder Sigmar Gabriel reichen dafür nicht.
    Die Frage ist wohl eher ob jedes Geschäft nötig ist und ob die "gut ausgebildeten Menschen" nicht einfach auch was produktives leisten könnten anstatt permanent Kapital zu akkumulieren. Aber man wird sehen wo es hinführt - am Ende lachen vermutlich die chinesischen Marxisten, die das Spiel momentan am besten spielen (und Produktion und Rohstoffe akkumulieren).
  6. #6

    Wallstreetdrachen werfen jetzt PR-Maschine an

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Gegeißelt von der US-Regierung, von Hollywood verachtet: Die Wall Street bezieht zurzeit mächtig Prügel. Jetzt schlagen die Bonusbanker zurück - mit Raps gegen fiese Finanzregulierer und skurrilem Powerpoint-Protest.
    Klar, dass die Wallstreetdrachen jetzt die PR-Maschine anwerfen, Geld genug haben sie ja, das des Steuerzahlers aus den ganzen sogenannten "Bankenrettungen".
    Hier ein von Diomedes herausgesuchtes Zitat Theodor Mommsens über das antike Rom und die künftige Entwicklung in den USA; ein Beispiel dafür, was passiert, wenn die Umverteilung nach oben, auch durch sog. "Bankenrettungen" so weitergeht:

    „Es ist ein grauenvolles Bild, dies Bild Italiens unter dem Regiment der Oligarchie. Zwischen der Welt der Bettler und der Welt der Reichen ist der verhängnisvolle Gegensatz durch nichts vermittelt oder gemildert. Je deutlicher und peinlicher er auf beiden Seiten empfunden ward, je schwindelnd höher der Reichtum stieg, je tiefer der Abgrund der Armut gähnte, desto häufiger ward in dieser wechselvollen Welt der Spekulation und des Glücksspiels der einzelne aus der Tiefe in die Höhe und wieder aus der Höhe in die Tiefe geschleudert. Je weiter äußerlich die beiden Welten auseinanderklafften, desto vollständiger begegneten sie sich in der gleichen Vernichtung des Familienlebens, das doch aller Nationalität Keim und Kern ist, in der gleichen Faulheit und Üppigkeit, der gleichen bodenlosen Ökonomie, der gleichen unmännlichen Abhängigkeit, der gleichen, nur im Tarif unterschiedenen Korruption, der gleichen Verbrecherentsittlichung, dem gleichen Gelüsten, mit dem Eigentum den Krieg zu beginnen. Reichtum und Elend im innigen Bunde treiben die Italiker aus Italien aus und füllen die Halbinsel halb mit Sklavengewimmel, halb mit schauerlicher Stille. Es ist ein grauenvolles Bild, aber kein eigentümliches; überall, wo das Kapitalistenregiment im Sklavenstaat sich vollständig entwickelt, hat es Gottes schöne Welt in gleicher Weise verwüstet. Wie die Ströme in verschiedenen Farben spiegeln, die Kloake aber überall sich gleich sieht, so gleicht auch das Italien der ciceronischen Epoche wesentlich dem Hellas des Polybios und bestimmter noch dem Karthago der hannibalischen Zeit, wo in ganz ähnlicher Weise das allmächtig regierende Kapital den Mittelstand zugrunde gerichtet, den Handel und die Gutswirtschaft zur höchsten Blüte gesteigert und schließlich eine gleißend übertünchte sittliche und politische Verwesung der Nation herbeigeführt hatte.

    Alles, was in der heutigen Welt das Kapital an argen Sünden gegen Nation und Zivilisation begangen hat, bleibt so tief unter den Greueln der alten Kapitalistenstaaten, wie der freie Mann, sei er auch noch so arm, über dem Sklaven bleibt; und erst wenn Nordamerikas Drachensaat reift, wird die Welt wieder ähnliche Früchte zu ernten haben.“
  7. #7

    Das Weltfinanzsystem ade!Lösung:Glass Steagall

    Die Debatten im Bundestag oder hier sind lächerlich, denn die Wall Street hat schon immer den Faschismus unterstützt und das tut sie weiterhin, wenn keine Gesetze, wie z.Bsp.Glass-Steagall ,das Trennbankengesetz umgesetzt wird.
    Obamas Finanzreform? Wer hat das gelesen?Die Spiegel-Autoren? Wir haben es, dort sind viele Schlupflöcher für die Spekulanten. Die US Wirtschaft kracht ein, und der Kampf für eine neue gerechte Weltwirtschaftsordnung geht weiter. Glass Steagall or die!
  8. #8

    Ausgebildeter Sektkorken-Knaller

    Zitat von nahal Beitrag anzeigen
    Am Freitag hat einer meiner Söhne einige Sektkorken knallen lassen.
    ...
    So ein Geschäft wie oben benötigt dafür ausgebildete Menschen.
    Alles klar. :D

    Was Spekulation (also professionalisiertes Glücksspiel) damit zu tun haben, dass die "läuft weiter dreht" (?) hab ich allerdings noch nicht ganz verstanden.
    Vor allem nicht, wenn das noch mit einer Skrupellosigkeit vollzogen wird wie z.B. bei Nahrungsmitteln.
  9. #9

    Ah, da sind sie ja wieder. Die Hobby-Ökonomen und Weltverbesserer. Dann bitte schnell Weltfinanzsystem neu erfinden und total uneigennützige Banken gründen. Ach nein, Moment, aus der hinteren Reihe zu bashen macht mehr laune. Viel Spaß noch!








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