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Wall-Street-Lobbyismus: Republikaner hebeln Obamas Finanzreform aus

Die große Finanzmarktreform sollte ein zentrales Projekt der Präsidentschaft Barack Obamas werden - nun steht fest: Republikaner und Lobbyisten haben das Mammutgesetz mit Tricks Stück für Stück zu Fall gebracht. Die Wall-Street-Banker freuen sich und machen wieder Riesenprofite.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...754173,00.html
  1. #140

    Konkrete Vorschläge !

    Zitat von Medien-Kritiker Beitrag anzeigen
    Interessante und ehrbare Ansicht, aber wie bitte soll das in der Praxis funktionieren.Ich bin auch für einen "starken Staat", aber es gibt nun mal.....
    Ich bin nicht für einen starken Staat, im Gegenteil. Er soll aber die richtigen Regeln aufstellen, das ist seine Aufgabe und sich sonst raushalten. Unser Staat regelt nicht richtig, ist aber in viel zu vielen Bereichen selbst Akteur. Er sollte also nicht Mitspieler sein, sondern eher Schiedsrichter.

    Konkreter Vorschlag, Manager haben nicht nur die Chance viel Geld zu verdienen, sondern sie müssen für Verluste auch pers. haften.

    Natürlich stimmt das mit den Landesbanken nur für Deutschland, woanders gibt es sie auch nicht (wobei in USA Fanny Mae und die andere auch am meisten gestützt werden mußten, ist also auch in anderen Ländern zu beobachten). Aber das zeigt wieder einmal, der Staat ist ein schlechterer Marktteilnehmer, als die privaten. Gibt auch Gründe dafür. Dort haftet keiner und der Staat springt immer ein, um seine Unternehmen zu retten. Man kann also ganz andere Risiken eingehen.

    Bspw. kann er das Volumen beschränken oder auch die Institute aufteilen, wie früher in den USA. Investment- und Geschäftsbanken. Hatte sich dort bewährt.
  2. #141

    ...

    Zitat von Hank Calloway Beitrag anzeigen
    Sie haben Recht. Und wer macht die ganzen Schulden, will jetzt die Obergrenze noch erhoehen? Und wer stemmt sich dagegen?
    Sie meinen jetzt aber nicht die republikanischen Schuldenkönige des letzten Jahrzehnts, oder?
    Dass die gesamte Staatsverschuldung der USA unter Obama auf einem Höchststand ist, kann man ihm nur bedingt anlasten, nachdem, was sein Vorgänger da in seinen 8 Jahren Regierungszeit angerichtet hat.
    Der Posten, wo die USA am meisten sparen könnten ist der Militäretat.Aber ich glaube kaum, dass da in den nächsten Jahren entscheidendes passieren wird.Vieleicht bin ich ja zu pessimistisch.


    Zitat von elster2 Beitrag anzeigen
    Konkreter Vorschlag, Manager haben nicht nur die Chance viel Geld zu verdienen, sondern sie müssen für Verluste auch pers. haften.

    Bspw. kann er das Volumen beschränken oder auch die Institute aufteilen, wie früher in den USA. Investment- und Geschäftsbanken. Hatte sich dort bewährt.

    Bei der persönlichen Haftung der Manager bin ich sofort bei Ihnen.Zumindest in einem gewissen Maße (z.B. bei einer Firmenpleite) sollte man Manager persönlich haftbar machen können.Die Gefahr ist allerdings, dass Firmen dann kaum mehr Risiken (auch keine überschaubaren) eingehen und es (eben weil nichts riskiert wird) weniger innovative Produkte geben wird.Wissen Sie, ob es Staaten gibt in denen es eine begrenzte persönliche Haftung von Managern gibt?


    Dass es in der Vergangenheit Beschränkungen des Volumens von Banken gab wusste ich nicht.Das ist ebenfalls ein sehr interessanter Ansatz.Bisher dachte ich solche Maßnahmen würden höchstens von Sarah Wagenknecht und Co befürwortet ^^
  3. #142

    Erfolgreiche Staaten !

    Zitat von elster2 Beitrag anzeigen
    Ich bin nicht für einen starken Staat, im Gegenteil. Er soll aber die richtigen Regeln aufstellen, das ist seine Aufgabe und sich sonst raushalten. Unser Staat regelt nicht richtig, ist aber in viel zu vielen Bereichen selbst Akteur. Er sollte also nicht Mitspieler sein, sondern eher Schiedsrichter.
    Je mehr der Staat es zulässt, dass Geld bei der Ausbildung
    und dem Aufstieg von Kindern eine Rolle spielt, desto mehr hat er auch die Verpflichtung anschliessend dafür zu sorgen dass mehr Chancengleichheit für Kinder, die dieses Geld
    nicht haben, herzustellen ist. Hier muss der Staat regulieren,
    weil sonst ein ungerechter und unfairer Staat seine
    zukünftigen Probleme vorprogrammiert. Staaten die dieses
    Optimum erreichen werden erfolgreicher sein.
  4. #143

    träumen...

    Zitat von Hank Calloway Beitrag anzeigen
    ... Tja, aber der chinesische Arbeiter will irgendwann auch mal ein Stueck vom Kuchen abbekommen, und dann ist's irgendwann mal aus mit dem 'competitive advantage', den die Chinesen noch geniessen, und meine Hoffnung geht dahin, dass wir dann wieder einen gesunden manufacturing sector bekommen.
    Mein lieber Herr Calloway, wo wir doch vorher schon von "träumen" schrieben... Wer träumt denn jetzt?
  5. #144

    Wall-Street- Lobbyismus

    Zitat von mauskeu Beitrag anzeigen
    Je mehr der Staat es zulässt, dass Geld bei der Ausbildung
    und dem Aufstieg von Kindern eine Rolle spielt, desto mehr hat er auch die Verpflichtung anschliessend dafür zu sorgen dass mehr Chancengleichheit für Kinder, die dieses Geld
    nicht haben, herzustellen ist. Hier muss der Staat regulieren,
    weil sonst ein ungerechter und unfairer Staat seine
    zukünftigen Probleme vorprogrammiert. Staaten die dieses
    Optimum erreichen werden erfolgreicher sein.
    Zum 20.mal : Jeder, dessen Leistungen gut genug sind, an einer Uni angenommen zu werden, kann dieses Studium auch finanzieren. Es gibt Darlehn mit Niedrigzinsen, die erst Jahre nach dem Studienende monatlich zurückbezahlt werden müssen. Es gibt auch Stipendien, die gar nicht zurückgezahlt werden müssen. Daneben gibt es viele private und kommerzielle Quellen, die Gelder vergeben.
    Und nicht zuletzt verdient sich Jeder in den Semesterferien eine oft nicht unerhebliche Summe.
    Also bitte : ist die BRD "erfolgreicher" als die USA ?








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