REUTERSEs ist eine peinliche Niederlage für Citigroup-Chef Vikram Pandit: Die Aktionäre der US-Bank haben das Vergütungspaket fürs Top-Management abgelehnt - darunter das 15-Millionen-Dollar-Gehalt des Chefs selbst. Die Bank muss sich nicht zwingend an das Votum halten, das Signal aber ist verheerend.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...828187,00.html
die aktionäre als eigentümer untersagen weitere gehaltssteigerungen, daran halten müssen sich die angestellten aber nicht. wenn das mal kein selbstbedienungsladen ist, was dann?
...das keine präzieseren Zahlen genannt werden. Das Gehalt mit
15 Mio. entspricht 0,5 % des Gesamtgewinnes der Bank.
Über die Höhe der dort üblichen Boni wäre es interessant gewesen,
etwas mehr zu erfahren.
War es nun Neid der Aktionäre, oder hatten sie einen wesentlich höheren Gewinn erwartet? Seltsame neuartige, aber vernünftige Entscheidung allemale.
Tja. In vielerlei Hinsicht sind die Amerikaner schon weiter als hier. In den USA wurde wenigstens ein Teil der Verursacher der Finankrise in der Zockerwirtschaft für ihr Handeln verantwortlich gemacht. Es wurde ermittelt, Anklagen erhoben, sogar Geld- und Gefängnisstrafen für Zocker und Betrüger verhängt. Und in Deutschland ist genau nichts passiert. Die hiesigen Staatsanwaltschaften sehen sich nicht in der Lage, in den ähnliche gelagerten deutschen Fällen zu ermitteln, weil sie überlastet seien ... und wohl auch tatsächlich sind. Die Betroffenen hierzulande hoffen natürlich, dass die Staatsanwaltschaften und Ermittlungsbehörden noch eine Weile überlastet sind, bis dann schließlich die Verjährungsfristen ablaufen (5 Jahre, wie ich vermute). Und 4 von diesen 5 Jahren sind ja seit der Finanzkrise auch schon wieder vorbei. Allmählich könnte man glatt denken, die Amerikaner haben zwar nicht viel aus der Krise gelernt, aber immerhin wesentlich mehr als die Deutschen.