geht nicht.
"... der mit der Verarbeitung riesigen Kadaver einherging."
Aua!
Andreas DrouveFrüher brachten tote Wale den Bewohnern der Azoren gutes Geld, heute sind die riesigen Tiere lebend wertvoller: Anstelle von Harpunieren gehen jetzt Touristen mit der Kamera auf Jagd. Doch manch ein Insulaner trauert der alten Zeit nach.
http://www.spiegel.de/reise/fernweh/...-a-861306.html
geht nicht.
"... der mit der Verarbeitung riesigen Kadaver einherging."
Aua!
Da fragt mann sich doch glatt wie die Inselbewohner vorher Jahrtausende lang überlebten ohne Wale zu jagen, wo dieser Industriezweig doch erst in der zweiten Hälfte des 18 Jahrhunderts entstand.
Zumal der Autor am Anfang des Textes noch eindeutig Zubrot schreibt, warum dem Autor diese Widersprüche nicht auffallen bleibt sein Geheimnis.
Bin mir nicht sicher, warum das Whale Watching als derart aufregendes, naturnahes Schauspiel gefeiert wird. Nach zweimaligem zweifelhaftem Genuß eines solchen Ausfluges kann ich sagen: Absolut unspektakulär (wohl zumeist). Sehen kann man kaum etwas, und über den Stress, den man bei den Tieren verursacht, darf man auch nur spekulieren. Immerhin nähern sich die Boote mit voller Geschwindigkeit, um möglichst nahe an die Tiere heranzukommen, die dann nicht grundlos meist schnell abtauchen. Natürlich ist das Whale Watching dem Walfang vorzuziehen, aber das Ausnehmen von sensationshungrigen Touristen wird auch nicht ewig weitergehen. Und irgendeiner wird dann schon wieder auf die Idee kommen, Wale "nachhaltig" zu nutzen, wie auch immer das aussehen sollte.
Ich frag mich ja wie der Walfang entstanden ist. Welcher Urzeitmensch kam auf die brilliante Idee ausseiner kleinen Nussschale heraus so einen Behemoth zu harpunieren?
Und wer hat es ihm dann immer wieder nachgemacht obwohl doch alle ersten Versuche sicher in einer Katastrophe endeten?
Bei der Mammutjagd greift man die Riesen ja wenigstens auf vertrauten Terrain an, aber sobal der Wal das Bot umwirft ist man im Waffer ziemlich verloren.
Tja, max mustermann,
die azoren wurden erst im 15. 16.Jahrhundert besiedelt. davor waren sie absolut unbewohnt
Der Kontakt mit diesen wundervollen Tieren überwasser ist häufig eher langweilig und unspektakulär und für Menschen, die sich nicht wirklich für Wale interessieren auch nicht zu empfehlen. Zumeist ist es die rasante Fahrt auf offenem Meer, die "Spaß" macht. Dagegen ist das Tauchen bspw. mit Delfinen häufig ein "unvergessliches Erlebnis".
Wir können sehr froh sein, dass das Abschlachten der Wale zumindest auf den Azoren ein Ende hat. Die angesprochene Tötungsromantik dürfte mit den letzten Walfängern a la Carlos Natal Serpa oder Manuel Homem da Silva auch aussterben, denn keinem "jüngeren" Azoreaner ist mehr daran gelegen am unglaublichen Gestank der verwesenden Körper fast zu ersticken, bzw. nicht mehr im Meer baden zu können, weil es blutrot und dann voller gefrässiger Haie ist.
Apropos Haie: Da der Mensch nicht lange ohne Ausbeutung und Unterdrückung seiner Umwelt leben kann, sind seit neuem die Blauhaie und Mantarochen vor Faials Küste dran. Insbesondere die Chinesen (als Großabnehmer) sind dabei auch dieses Paradies zu zerstören. Die Finnen (Flossen) werden den Blauhaien und ersatzweise auch Mantas bei lebendigem Leibe abgeschnitten und aus mangelndem Interesse am Rest des Körpers wird der kurzerhand wieder ins Meer geschmissen. Unglaublich? Nein, das gibt es leider wirklich und auch vor den Azoren.
Wann lernen wir endlich mal die Finger von der Natur zu lassen und uns auf das bloße Beobachten (bspw. solch wunderbarer Kreaturen wie Wale) zu beschränken.
Was nur mal wieder zeigt, dass die Spezies Mensch ein Räuber ist, deren unkontrollierte Vermehrung in Abwesenheit natürlicher Feinde das Ökosystem zerstört. Das einzige, was ihn mehrheitlich dazu bringt, von zerstörerischen Gewohnheiten abzulassen, ist seine Trägheit in Abwesenheit von Not.