Der Zustand der deutschen Wälder bessert sich langsam - doch der neue Waldzustandsbericht der Bundesregierung enthält auch*erschreckende Details. Besonders den Eichen geht es schlecht: Die Hälfte der Bäume sind durch Schädlinge und saure Böden geschädigt.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...742968,00.html
ein Hektat ist ein Hektar! Entspricht 10 000 m² und ist mitnichten die Größe eine Fußballfeldes.
Ansonsten ist es natürlich gut, dass es dem Wald in Teilen besser geht. Wobei er neben den genannten Gründen natürlich auch an den Monokulturen krankt.
Die großen Fichtenforste sind eben nicht natürlich.
http://www.zeit.de/2004/51/N-Waldsterben
Chronik einer Panik
Ein Vierteljahrhundert Waldsterben – oder wie ein deutscher Mythos entstand, sich verfestigte und allmählich zerbröckelt. Beobachtungen aus dem Bundesforschungsministerium
Man merkt, wie schwierig es ist, einen Irrtum einzugestehen: das Waldsterben hält sich so hartnäckig wie eh und je, obwohl die Waldschadensberichte erdrückende Beweise für dessen Nichtexistenz liefern.
Als Frau Angela Merkel mit ihrer riesen Kompetenz noch Umweltministerin war, haben die Eichen sich krankgelacht.
Das sind die politischen Auswirkungen auf Fauna und
Flora.
Der Artikel gibt einen guten Einblick in die Mechanik unserer repräsentativen Demokratie. Unweigerlich fühlt man sich an den sog. "Klimaschutz" erinnert, das wohlfeilste Politikversprechen überhaupt, da die postulierten Ergebnisse ("2-Grad-Ziel") sehr weit in der Zukunft liegen (2100). Dennoch befeuert es Politikerkarrieren von Merkel bis Gabriel. Nun kommen neben den Interessen der notorisch brotlosen Wissenschaft und der Journalisten auch noch mächtige Wirtschaftsinteressen obendrauf und der ganze Zauber wird zur Religion.
Es muss die Frage erlaubt sein, ob unsere Mediendemokratie solchen Herausforderungen überhaupt gewachsen ist oder ob nicht zwangsläufig Schwachsinn beschlossen werden muss.
Und wäre sie den Herausforderungen nicht gewachsen was würden Sie alternativ vorschlagen? Eine Gelehrtenrepublik á la Plato könnte es ja nach Ihrer Meinung auch nicht sein. Schwierig, schwierig, vor allem wenn man bedenkt wie schlau man 25 Jahre später und nach erfolgten Gegenmaßnahmen dahin fabulieren kann.
Tja, war ja vielleicht doch nicht ganz so falsch?
Die Umweltignorierer "vergessen" immer gerne, dass sich die Lage nicht "einfach so" verbessert hat oder - wie sie es am liebsten hätten - nie schlecht war.
Alzheime hat offensichtlich all die vielen Bemühungen weggeschafft:
- Rauchgasentschwefelung (Tip: die ist heute noch nötig)
- Rauchgasentstickung (Tip: die ist heute noch nötig)
- Kalkung von versauerten Waldböden (Tip: die ist heute noch nötig)
Das vergessen die Auftragsschreiber der Viererbande und der Ölmultis nur allzu gerne.
Dann will ich Deiner Bildung ein klein wenig nachhelfen:
"Mehr als die Hälfte aller Eichen zeigt deutliche Kronenverlichtungen - zum Erhebungsstart 1984 waren es lediglich neun Prozent."
Was erkennen wir daraus? Nach Deiner Lesart natürlich eine Verbesserung...
Nett übrigens, wie Du das alte Sprichwort verändert hast.