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Wahrnehmung: Wie Pferde ihre Lieblingsmenschen erkennen

CorbisTierfreunde ahnen es schon lange, jetzt scheint es bewiesen: Pferde sind wahre Meister im Erkennen von Menschen. Ein Experiment ergab, dass die Vierbeiner allein anhand von Geruch, Aussehen oder dem Klang der Stimme eine fremde von einer vertrauten Person unterscheiden können.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...828242,00.html
  1. #1

    Warum können Enten schwimmen?

    Zitat: "Wir haben festgestellt, dass Pferde ein cross-modales Erinnerungsvermögen haben ...“

    Schon wieder etwas gelernt. Oder nicht? Cross-modales Erinnerungsvermögen hört sich auf jeden Fall gut an, das kann man gelegentlich elegant unter- und so den Gesprächspartner aus der Fassung bringen. Als Laie fragt man sich unwillkürlich, weshalb eigentlich Pferde dieses Überkreuz-Gedächtnis nicht haben sollten, weshalb mich, wie gesagt als blutiger Laie, der Sinn dieser Untersuchung nicht restlos überzeugt und mich darüberhinaus noch auf einen anderen Artikel bringt, der aktuell im SPIEGEL kursiert, in dem es unter anderem um den wissenschaftlichen Wert von Doktorarbeiten geht, na ja.

    Wir Menschen verfügen zweifellos über ein cross-modales Erinnerungsvermögen. Wenn ich zum Beispiel den großen Zeh einer Bekannten sehe, respektive den meergrün anlackierten Zehnagel, dann weiß ich spontan, dass es sich um diese Person handelt und nicht etwa um eine andere, sie braucht gar nichts zu sagen – und so ist also auch bei den Pferden mit den Hufen. Vor einiger Zeit stand im SPIEGEL ein ähnlicher Artikel, es ging um die Erforschung eines anderen Geheimnisses in der Tierwelt – können Hunde träumen? Ergebnis: Ja. Das allerdings hätte ich den Wissenschaftlern mit geradezu traumhafter Sicherheit voraussagen können. Ich ahne schon, worum es im nächsten animalisch-wissenschaftlichen Artikel gehen wird – warum können Enten schwimmen? Mein Tipp, natürlich unverbindlich: weil sie so schnell mit den Füßen paddeln.
  2. #2

    @Ylex: Mich schockiert immer wieder, wie weit verbreitet wissenschaflicher Analphabetismus in der Bevölkerung ist. Und wie selbstverständlich er zelebriert wird. Dabei zeigt nicht nur die schier unendliche Liste populärer Irrtümer, sondern auch Ihr Enten-Beispiel, dass eine Vermutung zu haben und etwas zu glauben sehr weit von Wissen und Verstehen entfernt ist.
  3. #3

    Das Ergebnis der Studie ist ein weiterer Beweis fuer die geringe Intelligenz von Pferden.
  4. #4

    Die Verbindung verschiedener Sinneseindrücke ist keineswegs selbstverständlich, auch nicht beim Menschen. So gibt es bei kleinen Kindern sensorische Integrationsstörungen, bei denen genau diese Fähigkeit mangelt und zu Entwicklungsverzögerungen und Lernproblemen führen kann. Kinder müssen nämlich erst lernen, dass z.B. ein Knall und ein herunterfallender Gegenstand kausal miteinander verbunden sind. Und nicht alles, was Kinder so lernen, kann man auch bei Tieren als Grundfähigkeit voraussetzen (man denke beispielsweise an Sprache...).
  5. #5

    .

    Zitat von Ylex Beitrag anzeigen
    Zitat: "Wir haben festgestellt, dass Pferde ein cross-modales Erinnerungsvermögen haben ...“


    Wir Menschen verfügen zweifellos über ein cross-modales Erinnerungsvermögen. Wenn ich zum Beispiel den großen Zeh einer Bekannten sehe, respektive den meergrün anlackierten Zehnagel, dann weiß ich spontan, dass es sich um diese Person handelt und nicht etwa um eine andere, sie braucht gar nichts zu sagen – und so ist also auch bei den Pferden mit den Hufen. Vor einiger Zeit stand im SPIEGEL ein ähnlicher Artikel, es ging um die Erforschung eines anderen Geheimnisses in der Tierwelt – können Hunde träumen? Ergebnis: Ja. Das allerdings hätte ich den Wissenschaftlern mit geradezu traumhafter Sicherheit voraussagen können. Ich ahne schon, worum es im nächsten animalisch-wissenschaftlichen Artikel gehen wird – warum können Enten schwimmen? Mein Tipp, natürlich unverbindlich: weil sie so schnell mit den Füßen paddeln.
    Ich muss Ihnen voll und ganz recht geben. Jeder Mensch, der nur ansatzweise über eine gewisse Restempathie gegenüber anderen Lebewesen verfügt, weiss doch seit der Kindheit mit träumerischer, nicht noch erst wissenschaftlich zu untermauernder Selbstverständlichkeit, dass Tiere uns erkennen können, ein Gefühlsleben haben, Intuition, Empathie und emotionellen Scharfsinn besitzen.
    In den Anfängen der medizinischen Studien betrachtete man Tiere als biologische Maschinen, und die fürchterlichen Laute und Schreie, die man beim lebendigen Sezieren hören konnte, wurden als Beweis für die Reibung der mechanischen Teile betrachtet.
    Dass "wissenschaftliches Denken" seit jeher mit der völligen Entkopplung der emotionalen Wahrnehmung und des Fühlens einhergeht, ist ein trauriges Zeugnis der Fähigkeit des menschlichen Geistes, sich vor schmerzhaften existentiellen Tatsachen in den Elfenbeinturm des Intellektes zu flüchten.

    Wie unglaublich abgekoppelt von seinem gesunden Menschenverstand muss man denn sein, um allen Ernstes solche Studien durchzuführen, um zu "beweisen", was jedes Kind weiss und spürt?

    Zitat von minhen Beitrag anzeigen
    @Ylex: Mich schockiert immer wieder, wie weit verbreitet wissenschaflicher Analphabetismus in der Bevölkerung ist. Und wie selbstverständlich er zelebriert wird. Dabei zeigt nicht nur die schier unendliche Liste populärer Irrtümer, sondern auch Ihr Enten-Beispiel, dass eine Vermutung zu haben und etwas zu glauben sehr weit von Wissen und Verstehen entfernt ist.
    Sorry aber wenn ich Ihren Kommentar recht verstehe, liefern Sie gerade den besten Beweis für die unglaublich anmaßende Arroganz von Leuten, die sich durch ihre abgehobene "wissenschaftliche " Weltanschauung dem Leben scheinbar nur analytisch nähern können, und den gesunden Menschenverstand, die Gefühle und intuitives Wissen als "wissenschaflichen Analphabetismus" definieren.
    Sehen Sie doch einfach mal einem Tier in die Augen - wenn Sie dann immer noch nicht mitkriegen dass Sie ein bewusstes, fühlendes Gegenüber haben und keine experimentelle Studie dafür brauchen, das zu verstehen, wird Ihnen besagtes Experiment auch nicht mehr weiterhelfen.
  6. #6

    hm da ging was schief...in meinem Beitrag waren 2 verschiedene Zitate. Ab dem Wort "sorry aber..." bezieht sich mein Text auf den Kommantar von minhen. Komisch, vorhin waren noch beide zitate kursiv vorhanden.
  7. #7

    Zitat von Ylex Beitrag anzeigen
    Zitat: "Wir haben festgestellt, dass Pferde ein cross-modales Erinnerungsvermögen haben ...“............
    Das ist aber schon etwas, denn es gab eine Zeit, in der Forscher Vivisektionen unternommen haben, weil sie der Meinung waren, Tiere besitzen kein Schmerzempfinden und würden eher mechanisch funktionieren.

    Wenn man die über die "Versuche" von Mengele liest und auch über einen ähnlich strukturierten "Forscher" aus Japan, dann wundert man sich über gar nichts mehr, was mit dem Begriff Forschung verbunden ist.

    Oftmals könnte man auch hirnlose Neugier dazu sagen;o).

    MfG. Rainer
  8. #8

    Ein herzliches Wiedererkennen

    Tausende von Jahren haben mit der Domestizierung der Tiere für den beispielhaft intelligenten Menschen nicht gereicht um eine direkte Konversationsgrundlage zu ihren Spiel- und Nutzungsgefährten aufzubauen. Auf ein "Wuff" des Hundes, ein "Miau" der Katze oder ein "Wieher" des Pferdes haben die Menschen bislang noch keine vernünftige Antwort gefunden und die liebreichen Monologe, die als Konversation dem Tier angeboten werden, haben nur in der Einbildung des Menschen Verständigungscharakter. Da haben es Papageien und Spottvögel schon weitergebracht, die können wenigstens schon für den Menschen verständlich artikulieren. Warum sollte ein so herrliches Tier wie das Pferd, das hochentwickelte Sinnesorgane hat, dem wohlgesonnenen Menschen kein Vertrauen entgegenbringen und ihn an vielen spezifischen Merkmalen wiedererkennen. Zwischen Mensch und Tier funktioniert eben speziesübergreifend Zuneigung, der Mensch muss nur fähig sein diese zu zeigen, geradlinig oder über Kreuz.
  9. #9

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Tierfreunde ahnen es schon lange, jetzt scheint es bewiesen: Pferde sind wahre Meister im Erkennen von Menschen. Ein Experiment ergab, dass die Vierbeiner allein anhand von Geruch, Aussehen oder dem Klang der Stimme eine fremde von einer vertrauten Person unterscheiden können.

    Wahrnehmung: Wie Pferde ihre Lieblingsmenschen erkennen - SPIEGEL ONLINE
    Welch eine Erkenntnis! Das hätte ihnen jeder Tierhalter und überhaupt jeder, der schon einmal mit Tieren zu tun hatte, auch vorher sagen können...
    Tierhalter haben das auch nicht geahnt, sondern gewusst!
    Diese Erkenntnis ist ebenso umhauend, wie das Ergebnis einer Untersuchung, dass die Zeit, die Frauen für die Erledigung der Hausarbeit benötigen, proportional zur Anzahl der Kinder zunimmt.

    Ja, isses denn die Möglichkeit!








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