mehr als Tempo 30 ist in Ihren Augen "halsbrecherisch", oder wie habe ich Sie zu verstehen? Wenn man den Verkehr und die Verkehrsteilnehmer beobachtet, erkennt man deutlich, daß bei nachlassender Geschwindigkeit allzuoft eben auch die Aufmerksamkeit des Fahrers nachläßt. Achten Sie mal beispielsweise einmal darauf, womit sich Autofahrer so in "verkehrsberuhigten" Zonen befassen. "Nebenbei" fahren sie auch noch Auto. DAS ist gefährlich.
nein, das liegt in der "menschlichen Natur". Wer sich sagt, "ich bin so langsam, daß kann gar nicht viel passieren", verlagert den Schwerpunkt seiner Aufmerksamkeit oft genug auf andere Dinge, vom allgemeinen Talk mit den Mitfahrern, übers Handy bis hin zum Makeup.Das hat nichts mit der Geschwindigkeit zu tun, sondern mit der persönlichen Einstellung. Vielen Leuten ist die Verantwortung, die sie beim Führen eines Kfz tragen, nicht mehr bewusst. Für mich kein Argument gegen Tempo 30
... was in erster Linie darauf zurückzuführen sein dürfte, daß Sie darüber noch nicht nachgedacht haben.Das ist aber ziemlich weit an den Haaren herbei gezogen. Ich musste kurz schmunzeln.
genau. Aber auch Sie stellen fest: Grau ist alle Theorie. Die Menschen (schon schon gar die GRÜNEN und deren Klienteil) verhalten sich eben nicht diszipliniert.Was lernen wir daraus: Wenn alle sich disziplinierter verhalten würden, käme ein besserer Verkehrsfluss zustande.
Soso. Ich bin gerade Zeuge, wie GRÜNE Gesinnungspolitik eine liebenswürdige kleine Stadt um ihren Lebenswert für ihre Bewohner bringt. Erst fallen in der (noch - dicht mit Wohnbevölkerung besiedelten) Innen- resp. Altstadt die Parkplätze weg. Zum einen fatal für die ansässige Wohnbevölkerung, denn Hausgaragen gibt es kaum, und die öffentlichen sind sakrisch teuer) zum anderen fatal für die eingesessenen Gewerbe und Geschäfte, die deswegen von ihren Kunden aus dem Umland nicht mehr angesteuert werden, weil es einfacher ist, in die außerhalb gelegenen Supermärkte zu fahren. Nach und nach geben sie auf, und werden durch das Einerlei der immer gleichen Billigläden ersetzt, der Innenstadtbereich fängt allmählich an zu veröden.Es geht darum, die Stadt wieder lebenswert zu machen und nicht als Kulisse für Blechkolonnen zu entfremden.
Und um die städtische Qualität noch zu "steigern", soll die eine Einfallstraße, die auch nicht wirklich groß aber immerhin gerade ist, für den Autoverkehr gesperrt und dieser zukünftig durch die winkeligen engen Nebenstraßen geführt werden, prächtig für die unglücklichen Anwohner und Lieferverkehr. Zwangsläufige Folge: es kommen noch weniger Leute in die Innenstadt - wer nicht muß, tut sich das nicht mehr an. Langfristige Folge? Otto-Normalbewohner zieht schweren Herzens dorthin, wo er einkaufen kann, es setzen sich an Geschäften die üblichen Handyshops, Billigklamotten und Cafés durch. Die Mieten (privat und gewerblich) werden sinken, es wird weniger in den Erhalt der Gebäude investiert, sie fangen an, herunterzukommen, was dann den Rest der Alteingesessenen vertreibt.
Aber: die Innenstadt wird autobefreit sein. Welch ein Erfolg! [/ironie]

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