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Wahlversprechen: SPD und Grüne fordern Tempo 30 in Städten

DPAIm Falle eines Wahlsieges wollen SPD und Grüne einen umstrittenen Plan durchboxen: Tempo 30 soll zur Regelgeschwindigkeit in allen Städten werden. Umweltverbände und gestresste Großstädter applaudieren - passionierte Autofahrer hingegen sind entsetzt.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...839338,00.html
  1. #560

    Zitat von franneck Beitrag anzeigen
    Also was schlagen Sie vor: Tempo weiter erhöhen, bis jedem durch sein halsbrecherisches Tempo die Gefahr vor Augen geführt wird?
    mehr als Tempo 30 ist in Ihren Augen "halsbrecherisch", oder wie habe ich Sie zu verstehen? Wenn man den Verkehr und die Verkehrsteilnehmer beobachtet, erkennt man deutlich, daß bei nachlassender Geschwindigkeit allzuoft eben auch die Aufmerksamkeit des Fahrers nachläßt. Achten Sie mal beispielsweise einmal darauf, womit sich Autofahrer so in "verkehrsberuhigten" Zonen befassen. "Nebenbei" fahren sie auch noch Auto. DAS ist gefährlich.
    Das hat nichts mit der Geschwindigkeit zu tun, sondern mit der persönlichen Einstellung. Vielen Leuten ist die Verantwortung, die sie beim Führen eines Kfz tragen, nicht mehr bewusst. Für mich kein Argument gegen Tempo 30
    nein, das liegt in der "menschlichen Natur". Wer sich sagt, "ich bin so langsam, daß kann gar nicht viel passieren", verlagert den Schwerpunkt seiner Aufmerksamkeit oft genug auf andere Dinge, vom allgemeinen Talk mit den Mitfahrern, übers Handy bis hin zum Makeup.
    Das ist aber ziemlich weit an den Haaren herbei gezogen. Ich musste kurz schmunzeln.
    ... was in erster Linie darauf zurückzuführen sein dürfte, daß Sie darüber noch nicht nachgedacht haben.
    Was lernen wir daraus: Wenn alle sich disziplinierter verhalten würden, käme ein besserer Verkehrsfluss zustande.
    genau. Aber auch Sie stellen fest: Grau ist alle Theorie. Die Menschen (schon schon gar die GRÜNEN und deren Klienteil) verhalten sich eben nicht diszipliniert.
    Es geht darum, die Stadt wieder lebenswert zu machen und nicht als Kulisse für Blechkolonnen zu entfremden.
    Soso. Ich bin gerade Zeuge, wie GRÜNE Gesinnungspolitik eine liebenswürdige kleine Stadt um ihren Lebenswert für ihre Bewohner bringt. Erst fallen in der (noch - dicht mit Wohnbevölkerung besiedelten) Innen- resp. Altstadt die Parkplätze weg. Zum einen fatal für die ansässige Wohnbevölkerung, denn Hausgaragen gibt es kaum, und die öffentlichen sind sakrisch teuer) zum anderen fatal für die eingesessenen Gewerbe und Geschäfte, die deswegen von ihren Kunden aus dem Umland nicht mehr angesteuert werden, weil es einfacher ist, in die außerhalb gelegenen Supermärkte zu fahren. Nach und nach geben sie auf, und werden durch das Einerlei der immer gleichen Billigläden ersetzt, der Innenstadtbereich fängt allmählich an zu veröden.
    Und um die städtische Qualität noch zu "steigern", soll die eine Einfallstraße, die auch nicht wirklich groß aber immerhin gerade ist, für den Autoverkehr gesperrt und dieser zukünftig durch die winkeligen engen Nebenstraßen geführt werden, prächtig für die unglücklichen Anwohner und Lieferverkehr. Zwangsläufige Folge: es kommen noch weniger Leute in die Innenstadt - wer nicht muß, tut sich das nicht mehr an. Langfristige Folge? Otto-Normalbewohner zieht schweren Herzens dorthin, wo er einkaufen kann, es setzen sich an Geschäften die üblichen Handyshops, Billigklamotten und Cafés durch. Die Mieten (privat und gewerblich) werden sinken, es wird weniger in den Erhalt der Gebäude investiert, sie fangen an, herunterzukommen, was dann den Rest der Alteingesessenen vertreibt.

    Aber: die Innenstadt wird autobefreit sein. Welch ein Erfolg! [/ironie]
  2. #561

    Zitat von AndyDaWiz Beitrag anzeigen
    Die Wegekosten sind niemals die des Unternehmers (des Produkts), sondern des Anbieters (des Arbeitnehmers).
    Als Unternehmer kann man seine Fahrtkosten absetzen, das dürfte allgmein bekannt sein! Mit pauschal 30 Cent je km oder exakt nach Einzelaufstellung. Mache ich ejdenfallsbei meinem Gewerbebetrieb schon seit vielen Jahren so! Bei der Gewinnermeittlung werden diese von den Ausgaben abgezogen!
  3. #562

    Zitat von BeitragszahlerwiderWillen Beitrag anzeigen
    Wer es sich leisten kann, wohnt dort wo das Wohnen noch lebenswert ist, also auf dem Land oder am Stadtrand im Speckgürtel. ...
    In Kirchheim bei München werden Sie durch die Autobahn eine sehr deutliche Einschränkung der Lebensqualität erfahren, weil der Autobahnring weithin dröhnt. Ganz analog in vielen Gemeinden der Autobahn und Fluglärm. Den bekommt man zum Beispiel Mitten in München kaum mit. So lebenswert ist das Leben im Speckgürtel auch wieder nicht

    Zitat von BeitragszahlerwiderWillen Beitrag anzeigen
    Wer es sich nicht leisten kann, wohnt weiterhin in der Stadt....
    Gerade in München gib es viele schöne Wohnungen in der Innenstadt, die sich kaum ein Landbewohner leisten kann. ;-)

    Es ist schon sehr viel eingeschränkt, es gibt viele 30er Zonen. In Wohngebieten macht das auch Sinn, aber in der ganzen Stadt wäre das ziemlich dämlich, ganz zu schweigen, von den Kosten, die ganzen Beschilderungen zu ändern.
  4. #563

    Also mich würde das aggressiv machen

    Ich bin keine Heizerin, aber ich fahre gern zügig. Und es kostet schon Nerven, wenn man auf toll ausgebauten Autobahnen 100 fahren "darf". Dass die sechspurige B1 hier in Dortmund ein Tempolimit 50 km/h hat ist die totale Zumutung. Ja, in Tempo 30-Zonen halte ich mich natürlich an die Begrenzung bzw. fahre teilweise deutlich langsamer, wenn es sich um enge und unübersichtliche Strassen handelt. Aber Hauptstraßen? Die Politiker sollten wissen, dass sie sich damit in diesem Land sicher ins Abseits manövrieren. Ich glaube nicht, dass die Diskussion lange aufrecht erhalten wird.
  5. #564

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Im Falle eines Wahlsieges wollen SPD und Grüne einen umstrittenen Plan durchboxen: Tempo 30 soll zur Regelgeschwindigkeit in allen Städten werden. Umweltverbände und gestresste Großstädter applaudieren - passionierte Autofahrer hingegen sind entsetzt.

    SPD und Grüne versprechen Tempo 30 in Städten - SPIEGEL ONLINE

    Genauso hilfreich, wie die nächtlichen Tempobeschränkungen.
    Wenn ich 30 fahren will, schalte ich auf den zweiten Gang mit mehr Umdrehungen, was nicht nur mehr Lärm verursacht als, den dritten Gang mit wenigen Umdrehungen.

    Aber wem sage ich das, wir haben hier sogar einen Tunnel, der nichts untertunnelt, ausser dem Schall und dafür aber, eine Stange Geld gekostet hat.
    Und wenn die Stadt vorgestellt wird, wird es unter der Hand mit einem Schildbürgerstreich verglichen/bewertet.

    Glaube kann Berge versetzen, das Denke nicht.
  6. #565

    öpnv

    Mit Tempo 30 wird der Straßen-ÖPNV genauso ausgebremst wie der Individualverkehr. Das kostet. @SPD und Grüne: Wenn ihr nicht gewählt werden wollt, dann sagt das doch direkt und nicht so durch die Hintertür!
  7. #566

    Zitat von fortelkas Beitrag anzeigen
    SPD und Grüne: Lasst euch nicht beirren, viele werden euch wählen, weil ihr eine solche Politik vertretet!

    Erwin Fortelka
    die Mehrheit allerdings nicht. Und das ist auch gut so ;)
  8. #567

    Zitat von BeitragszahlerwiderWillen Beitrag anzeigen
    Als Unternehmer kann man seine Fahrtkosten absetzen, das dürfte allgmein bekannt sein! Mit pauschal 30 Cent je km oder exakt nach Einzelaufstellung. Mache ich ejdenfallsbei meinem Gewerbebetrieb schon seit vielen Jahren so! Bei der Gewinnermeittlung werden diese von den Ausgaben abgezogen!
    Bis 12.000km ist das richtig, danach müssen die tatsächlichen Kosten angesetzt werden.

    Die Fahrkosten sollte jeder Angestellte, Freiberufler und Selbstständige von der Steuer absetzen können. Egal mit welchen Verkehrsmittel er unterwegs ist. Aber dann könnte man ja die einzelnen Gruppen nicht mehr gegeneinander auf bringen... ;-)
  9. #568

    Protest

    Zitat von franneck Beitrag anzeigen
    Mit was für Autos fahren Sie denn bitteschön? Schalten ist in Deutschland übrigens erlaubt und auch erwünscht!
    Tatsächlich? Erstaunlich, wo doch in diesem Land fast alles verboten ist. Gut, dann gibt es hier Gestaltungsspielraum und man kann das Erlaubte als Protestpotenzial nutzen. Hier also indem man demonstrativ darauf verzichtet.

    Ich würde es zwar nicht machen wegen Verbrauch, aber verdenken kann ich es keinem.
  10. #569

    Zitat von Wofgang Beitrag anzeigen
    Bis 12.000km ist das richtig, danach müssen die tatsächlichen Kosten angesetzt werden.

    Die Fahrkosten sollte jeder Angestellte, Freiberufler und Selbstständige von der Steuer absetzen können. Egal mit welchen Verkehrsmittel er unterwegs ist. Aber dann könnte man ja die einzelnen Gruppen nicht mehr gegeneinander auf bringen... ;-)
    Entfernungspauschale

    Im Gegensatz zur früher geltenden Kilometerpauschale kann die Entfernungspauschale unabhängig vom benutzten Verkehrsmittel geltend gemacht werden. Das heißt, sie gilt nicht nur für Auto- und Motorradfahrer, sondern auch für Nutzer der Eisenbahn, der Straßenbahn, des Omnibusses, eines Bootes, des Fahrrades und für Fußgänger. Eine Ausnahme besteht für die Nutzung eines Flugzeugs oder Taxis.

    gar nicht gewusst? Da freut sich Ihr zuständiges Finanzamt.


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