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Wahlprogramm für Schleswig-Holstein: Die Copy-and-Paste-Piraten
DPADie Piraten sind stolz auf die Kraft ihres Netzwerks, in Windeseile stellen sie Landeslisten auf und zimmern Inhalte zusammen. Doch die gelebte Improvisation hat ihre Tücken: Im Wahlprogramm der Piraten in Schleswig-Holstein wurde offenbar ordentlich geschludert. Die Konkurrenz spottet.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...827349,00.html
- #80 13.04.2012 18:41 von
Jaja
ob die nun "beigeordnete" oder was weiß wer wie heissen, mag sicherlich noch die Sesselpuper interessieren, die auf dem Platz seit Jahr(zahnt)en hocken mögen, aber sonst auch niemanden so wirklich.
Zweifellos ist es ein Fehler, der in der Form in dem Bundesland so schnell nicht wieder passieren dürfte, ist allerdings im Endeffekt ungeeignet, diese Partei zu diffamieren. Das ist kleinkariertes Denken, auch wenn dadurch herauskommt, das ihnen Fehler passieren.
Sollen sich daran die Gegner ruhig erfreuen, die potentiellen Wähler werden sich von solchen Kleinigkeiten kaum abschrecken lassen.
Es ist ja wohl kaum so das die Masse an Aussagen der anderen Parteien über die Jahrzehnte hinweg gerade von überragender Korrektheit waren, wenn sich deren Anwälte, Lehrer usw auch in solchen Spitzfindigkeiten besser auskennen, weil sie ja den ganzen Tag sowieso nichts besseres zutun haben und sich wichtig vorkommen möchten.
Was bleibt ist, dass die Neulinge, sich in gewissen Dingen erst richtig einleben müssen. Immer noch besser als aalglatt durch die Politiklandschaft zu rutschen. - #81 13.04.2012 18:41 von
Politikverdrossenheit...
Politikverdrossenheit rührt letztlich von der falschen Erwartung vieler Wähler, dass Programme eins zu eins umgesetzt werden können, ferner von zu geringer Auseinandersetzung der Wähler mit Politik abseits des Wahlkampfes und schließlich von mangelnder Transparenz der etablierten Parteien. Diese müssten stärker auf die Wähler zugehen und erläutern, warum das im Wahlkampf versprochene Anliegen "A" nicht erreicht wurde, sondern nur "B". Vielleicht würden diese dann "B" sogar als Erfolg ansehen, zumindest sollten sie jedoch das Zustandekommen nachvollziehen können. Wähler wiederum müssten sich bemühen, Entscheidungen der Politik nachzuvollziehen.
Wieviel Prozent die Piraten letztlich holen ist egal, an dieser politischen Realität, dass Programme i.d.R. nicht zu 100% umgesetzt werden kommen auch sie nicht vorbei. Man hört förmlich schon die Schreie des Erwachens ihrer Wähler... - #82 13.04.2012 18:43 von
"Copy&Paste" ist geadelt ... gut für Parteiprogramme, schlecht für Dr.-Arbeiten
... noch ein Grund Piraten zu wählen: 'Eigentlich' ist ein schön ausformuliertes Parteiprogramm nur zum Ausdrucken auf Papier geeignet. "Wie in Stein gemeisselt?" - Nein, ähnlich wie die Zeitung von gestern: "Was schert mich mein Geschwätz von gestern?" ...
Die SW-Piraten müssen flexibel auf die vorgezogenen Wahlen reagieren. "WO IST DER ENGPASS?" - Also, das Parteiprogramm als Vorbedingung überhaupt zur Wahl zugelassen zu werden, kann man per COPY&PASTE einfach zusammenkloppen. 'Engpass' ist, überhaupt Kandidaten in jedem Wahlkreis aufzustellen. "Woller se reinlasse?" - "JA!" - #83 13.04.2012 18:48 von
Weitere Wahlwerbung für Piraten
Mal sehen, ob dieser Beitrag es ins dt. SPON-Zensurforum schafft, die Panik in der Medienlandschaft ist unübersehbar.
Jeden Tag gibt es "neue" Meldungen über die Piraten, aber kritische Meinungen zu Artikeln werden hier nicht veröffentlicht. Ist schon genial, dass Russia-Today auf meine Emails geantwortet hat und über die "Schere im Kopf" in dt. Qualitätsmedien kritisch berichten will. - #84 13.04.2012 18:48 von
Vorgeführt
Entscheidend ist letztlich, dass die Piraten mit den eigenen Waffen in ihre (noch?) bestehenden Grenzen verwiesen wurden:
Ausgerechnet ein Blog, Modell für einen offenen und freien Diskurs, legt die gravierenden Mängel und Fehler des Piraten-Programms offen. Wo bleibt die von den Piraten den Wählerinnen und Wählern versprochene kritische Auseinandersetzung mit Themen und Politikformen, wenn es dem Wahlprogramm schon hieran mangelt? Diese Frage stellt sich umso mehr, wenn man hier die vielen an der ursprünglichen, sachlichen Kritik komplett vorbei gehenden und zum Teil unsachlichen Forumsbeiträge liest...
Die Idee, die Parteiprogramme durch eine Plagiatssoftware zu jagen, ist einfach genial. Die Piraten werden mit den den ihnen zugeschriebenen Waffen geschlagen, die - absolut sinnvoll - Betrug und Heuchelei ausgehebelt haben.
Wohl keine Parteiwird künftig einfach aus anderen Papieren abschreiben können. Insofern leistet die Analyse von Swen Wacker zugleich einen Beitrag zur politischen Kultur: Wir dürfen hoffen, dass die Wahlprogramme aller Parteien künftig besser durchdacht werden, bevor sie den Wählerinnen und Wählern vorgestellt werden. - #85 13.04.2012 19:00 von
Bei der Wahl des Koalitionspartner heißt es ...
Bei der Wahl des Koalitionspartner heißt es aufpassen für die Piratenpartei.
Da gibt es eine große Partei, die es bis heute schafft, daß alles negative am jeweiligen Koalitionspartner hängenbleibt.
Also Piraten, seit auf der Hut!
Wir freuen uns schon jetzt auf die Berliner Runde am nächsten Wahltag! - #86 13.04.2012 19:04 von
Wieso eigentlich?
Hat die CDU den ESM im Wahlprogramm aufgeführt? Nein. Schließlich wird man in einer Legislaturperiode von neuen Fakten überrascht.
Wieso machen die Piraten hier eigentlich mit? Weil es alle anderen Parteien machen?
Meine Empfehlung wäre für das Wahlprogramm: "Wir entscheiden im Einzelfall nach der Mehrheitsmeinung unserer Mitglieder." Und das war es dann auch. Ein Satz und mehr nicht. - #87 13.04.2012 19:07 von
- #88 13.04.2012 19:10 von
.
Die Piraten-Nerds, die sich selbst "Software-Developer" oder "ITK-Experte" nennen, lassen sich ja bei der Pflichtenheft-Erstellung und beim Coden heutzutage auch nicht mehr von solchen Kleinigkeiten abschrecken. Nennt sich dann demnächst bestimmt "Schwarm-Präzision" - solange wie sich Kunden und/oder Wähler noch ruhig verhalten.
- #89 13.04.2012 19:11 von
Hehehe...
So? Tun sie das? Wie wird das gleich nochmal bei den Piraten mit den Mandatsträgern gehandhabt? Die sind doch dem Schwarm gegenüber direkt weisungsgebunden und keinesfalls ihrem Gewissens, oder? Wer sich gegen die Beschlüsse der Basis äußert oder handelt, wird doch mit shitstorm nicht unter 10 Wochen bestraft, war doch so.... Wurde mir hier immer wieder erklärt, wenn man fragte warum sich denn die Vorturner zu nichts äußern würden, was noch nicht Beschlusslage ist..
Nur einer von vielen Punkten dieses "Programms" der einem die Haare zu Berge stehen lässt, weil es sich in jedem zweiten Absatz selbst wiederspricht.
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