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Wahlprogramm für Schleswig-Holstein: Die Copy-and-Paste-Piraten
DPADie Piraten sind stolz auf die Kraft ihres Netzwerks, in Windeseile stellen sie Landeslisten auf und zimmern Inhalte zusammen. Doch die gelebte Improvisation hat ihre Tücken: Im Wahlprogramm der Piraten in Schleswig-Holstein wurde offenbar ordentlich geschludert. Die Konkurrenz spottet.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...827349,00.html
- #70 13.04.2012 18:00 von
dira Netzwerk und Piraten
Ob das dira Netzwerk bald eine ernstzunehmende Alternative zur Piraten Partei dar stellt? Soweit ich informiert bin, erweitern die doch in den nächsten Tagen ihr Parteiprogramm um den Punkt Urheberrecht!?
Das dira Netzwerk ist die einzige Organisation in der politischen Landschaft, die ebenfalls von unten nach oben aufgebaut ist - zumindest die ich so kenne. Dazu kommt dann, dass sich die Basis von ALLEN totalitären Ideologien abtrennt.
Ich lasse mich mal überraschen. - #71 13.04.2012 18:03 von
- #72 13.04.2012 18:08 von
Eben
Genau deshalb haben die Piraten so einen Zuspruch. Die etablierten Parteien gehen eben gar nicht mehr und die Piraten machen im Gegensatz zu anderen Politikern in der Oeffentlichkeit wenigstens noch den Eindruck, vernuenftigen Argumenten zugaenglich zu sein.
Die Diskussion der etablierten Parteien ueber Wahlprogramme halte ich fuer eine ziemliche Heuchelei. Haben diese Parteien in den letzten Jahren ihre Wahlprogramme umgesetzt? Oder wenigstens konsequent darauf hin gearbeitet? War in den letzten 12 Jahren die Politik von rot oder gruen oder der CDU oder der FDP in irgendeiner relevanten Weise aus den Wahlprogrammen vorhersagbar?
Ich finde auch, dass die Piraten sich erst einmal finden muessen, ehe man von ihnen konstruktive Beitraeg erwarten kann. Dass sich aber die anderen Parteien bereits gefunden haetten- das kann ich nicht erkennen. - #73 13.04.2012 18:12 von
Begründung
Die Begründung ist doch ganz einfach. Die Parteiprogramme werden doch seit JAhrzehnten von Wahl zu Wahl abgeschrieben und inhaltlich geringfügig verändert. Das Programm der Grünen können Sie zu 90 % ein Plagiat der vorherigen Wahl nennen. Bei SPD und CDU das gleich Spiel.
Umsetzung = null
Schlimmer noch. Die SPD verweigert selbst bei gleichen Ansichten mit den Linken (Mindeslohn) aus einer Halsstarrigkeit den Menschen die Möglichkeit ausreichend für den LEbensunterhalt zu verdienen.
Was nützt denn da ein Wahlprogramm, wenn ich nicht rein schreibe, dass ich geistig verbrähmt bin..... - #74 13.04.2012 18:14 von
Die Piraten haben von sich selbst kopiert, und die Tatsache, dass Sie Windows nicht mögen, gehört nicht in eine politische Diskussion, sondern in eine kindische Auseinandersetzung Halbwüchsiger MicroSoft-, Apple und Linux-Fans. Wahrscheinlich wollen Sie gleich noch eine Kontroverse über ATI- oder NVidia-Grafikkarten anfangen.
Selten so was Blödes gelesen.
Helmchen - #75 13.04.2012 18:20 von
Skandalös!!!1111
Die Piraten haben nicht für jedes Bundesland ein eigenes Wahlprogramm!
Wenns sonst nichts ist....
Ich bin kein Freund der Piraten, aber mir gehts langsam auf die Nerven, wie hier ständig versucht wird zu betonen, wie Stümperhaft die Piraten doch sind.
Immerhin verschwenden sie nicht tausende von Euros für externe Experten, um die eigene Planlosigkeit in schöne Worte zu verpacken.
Mir sind ehrliche Amateure sympathischer, als verlogene "Profis".
Spott und Häme habe ich nur für die Wähler die seit Jahren dieses inkompetente Pack wählt. - #76 13.04.2012 18:27 von
Nix Titel
Eigentlich haben Sie natürlich recht. Was interessiert es mich was eine Partei für ein Betriebsystem nutzt.
Wenn die Partei aber Freie Software in der Verwaltung fordert (siehe Seite 8) dann interessiert es mich schon. Von einer (fiktiven) Abstinenz-Partei würde man auch erwarten keine Weinflecken auf dem Programm zu haben. - #77 13.04.2012 18:28 von
Grundgesetz
Beim sogenannten "geistigen Eigentum" handelt es sich nicht um Eigentum, sondern um Monopolrechte auf Immaterialgüter.
Einfache Belege:
- Eigentum ist unbefristet. Patent- und rheberrechte sind befristet.
- Eigentum kann man verkaufen. Urheberrechte nicht, die kann man nur vererben.
Wo bitte lesen Sie das? Eine detailliertere Beschreibung der repräsentativen Demokratie findet sich in Art. 38 GG: Die Abgeordneten "sind Vertreter des ganzen Volkes, an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen." Piraten setzen sich ein, dass dieser Artikel tatsächlich wieder Geltung bekommt.der Auflösung der repräsentativen Demokratie
Art. 4 Abs. 1 GG erklärt die Glaubens-, Gewissens- und Bekenntnisfreiheit für unverletzlich. Der Zusammenhang ist mir da nicht klar. Meinen Sie die Aktionen gegen Tanzverbote? GG-Hüter sitzen ja eigentlich in Karlsruhe (BVerfG). Zu klären wäre, ob der Staat in Geschäftsführung für Religionsgemeinschaften auch Menschen, die diesen Gemeinschaften nicht angehören, bestimmte sonst erlaubte Verhaltensweisen (neben dem Tanzen wurde ja auch in Weissenburg eine Schachmeisterschaft abgesagt - wegen Karfreitag) verbieten darf. Die Frage bleibt bis zu gerichtlicher Klärung offen.und der Abschaffung des Geltungsbereichs von Artikel 4 Abs. 1 Grundgesetz für gewählte Volksvertreter ist da nicht viel (Zaunpfahlwink zu den GG-Hütern nach Köln). - #78 13.04.2012 18:37 von
Politische Realität
Anfangs gab es ernsthafte Hoffnungen auf die Piraten, der Artikel dürfte aber viele Wähler dazu veranlassen, von dieser Partei weiter Abstand zu nehmen.
Wenn die Piraten in SH, wie hier anderweitig zu lesen war, nach 5 Jahren kein besseres als ein Copy-&-Paste-Programm zustande gebracht haben, ist das ein gravierender Vorwurf. Darauf kann man von den Piraten eine vernünftige Erklärung erwarten, stattdessen liest man lapidare Entschuldigungen, die nahelegen, dass politische Arbeit auch von den Piraten nicht ernst genommen wird.
Die falschen Begrifflichkeiten als unwichtig abzutun, ist nicht überzeugend. Noch schlimmer als Verwendung falscher Termini scheint es, wenn inhaltlich unsinnige Forderungen/Anliegen formuliert werden. Man gewinnt den Eindruck, dass auch die Piraten wichtige Themen wie etwa die Bürgerbeteiligung, die sie sich auf ihre Fahnen schreiben, nicht in solchem Grade ernst nehmen, dass sie sich damit gründlich genug auseinandersetzen. Immerhin möchte diese Partei die Politik des Landes mitbestimmen, das ist löblich und allemal besser als die weit verbreitete Politikverdrossenheit. Man kann aber auch von dieser Partei Professionalität erwarten, auch, wenn ihr zugestanden wird, nach 5 Jahren noch dazu lernen zu müssen - wie gesagt geht es um die Politik des Landes. Damit geht es um den sinnvollen Einsatz knapper Finanzen zur Finanzierung unserer Zukunft und der unserer Kinder. Die Frage, ob man diese der Piratenpartei anvertrauen möchte, ist also berechtigt. Da sollte man nicht experimentieren und es dann erst nach der Wahl feststellen!
"Ja, aber die anderen sind ja auch nicht besser" wird sicherlich so mancher denken oder schreiben. Mit den Fehlern anderer kann man jedoch seine eigenen nur in seltensten Fällen entschuldigen.
Zudem: ob dem wirklich so ist, ist streitbar. Wer sich mit politischem Geschehen auskennt, würde niemals behaupten, dass Politiker der sogenannten Volksparteien ahnungslos quatschen und entscheiden, sondern weiß, dass Spezialisierungen auf einzelne Gebiete wie Bildung, Umweltpolitik usw. üblich sind. Politiker geben also nicht überall ihren Senf dazu, sondern senfen meist themenorientiert und fachkompetent. Beim Schwarm jedoch kommt im Wesentlichen unkompetenter Senf, da ändert auch die Masse kaum was an der Senfqualität.
Man kann nur von Blauäugigkeit sprechen, wenn man Kritik an nicht umgesetzten Wahlprogrammen hört. Zur Erinnerung: in Deutschland werden politische Entscheidungen nicht diktatorisch von einer Partei allein gefällt, sondern ergeben sich demokratisch, d.h. unter Einflussnahme der an der jeweiligen Regierungskoalition beteiligten Parteien sowie durch Oppositionsparteien. Letztere verhindern allein durch ihre Stimmanteile eine absolute Mehrheit und damit die Durchsetzung des Wahlprogramms einer einzelnen Partei, zugunsten ihrer eigenen Interessen, die wiederum in ihrem Wahlprogramm nachzulesen sein sollten. Ein Wahlprogramm ist eben nicht mehr als eine Ausformulierung der vertretenen Interessen einer Partei. - #79 13.04.2012 18:39 von
Ver hat angst vor dem schwarzen Mann ( den Piraten)
Die Angst der etablierten Parteien und ihrer Presseorgane scheint wirklich sehr groß zu sein. Oder warum wird über die Piraten vor den Wahlen nur noch mit negativen Untertönen berichtet?
Aber keine Angst. Die Piraten werden sich mit ihrer neuen Politik und Diskussionskultur langfristig bei den Wählern durchsetzten, weil sie die Einzigen sind, die die Ideen , Angste und Nöte der Bevölkerung hundertprozentig ernst nehmen.
Die neue Beteiligung an Politik von der Basis gefällt den Politbonzen von den verkrusteten Grünen und anderen Parteien verständlicherweise überhautp nicht. Aber sie werden sich damit abfinden müssen und anfangen sich mit dem neuen Phänomen der transparenten Politik auseinandersetzen müssen, sonst wird man sie zum alten Eisen verammen und früher oder süäter in die Abstellkammer der Geschichte disqualifizieren.
Die Zeiten in denen über die Köpfen der Menschen entschieden wird, um die eigene ideologische Sackgasse politisch durchzusetzen nähern sich zum glück dem Ende.
Es wird Zeit, daß Ströbele und Co in Rente gehen und das Feld den jungen Piraten überlassen.
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