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Wahlpleiten: Linke spekulieren über Lafontaine-Comeback
Heftige Kritik aus den eigenen Reihen: Die Führungsspitze der Linken hat nach den Wahlpleiten der vergangenen Wochen ihren Kredit verspielt. Die Parteimitglieder fordern einen Kurswechsel - eine wichtige Rolle könnte dabei Oskar Lafontaine spielen.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...754690,00.html
- #70 04.04.2011 17:50 von
Kein Titel
Ich habe ehrlich gesagt keine Lust, mich mit Ihren Ideen auseinanderzusetzen, ich halte mich an gestandene Ökonomen wie Heiner Flassbeck, Rudolf Hickel, Heinz-J. Bontrup, Herbert Schui, Axel Troost, Albrecht Müller und international Stiglitz, Krugman und Gailbraith. Ich möchte meine Freizeit nicht mit irgendwelchen obskuren Ideen vertrödeln.
- #71 04.04.2011 17:57 von
schön wärs....
...aber der deutsche Normalbürger wird sich auch in weiteren 10 Jahren nicht daran erinnern, dass Lafontaine all die Misstände vorausgesagt hat, die dann vorherrschen.
Auch heute noch ist der einzige Vorgang mit dem sich jeder Arxxx als politikbeflissen darstellen möchte, jener Verzicht auf alle politischen Ämter und der Rückzug ins Privatleben. Warum das so war, ist für den Dummschwätzer nicht so wichtig. Er würde es ohnehin nicht begreifen, weil er mit Begriffen wie "Ehrgefühl" und "Charakter" nicht so viel anfangen kann. - #72 04.04.2011 21:24 von
Sarah Wagenknecht soll es machen
Mir ist es egal, ob der Parteivorsitzende der Linkspartei Porsche fährt. Was ist daran anstößig? Ich verstehe das herumgejaule um den "Porsche-fahrenden Klaus Ernst" nicht.
Mir ist es aber nicht egal, wenn ein Parteivorsitzender die Partei nicht führen kann. Und das kann Klaus Ernst nicht. Dagegen ist er ein guter Gewerkschafter und war in der IG Metall ein hervorragender Chef des Oersverbandes Schweinfurt. Jeder und jede soll halt das machen, was er/sie kann. Leider überschätzen sich da einigeLeute und meinen nur, sie könnten, was sie glauben zu machen was sie ihrer Selbsteinschätzung machen müssen. Da täuschen sich viele.
So gesehen wäre Oskar Lafontaine nur eine Verlegensheitslösung. Der Linkspartei fehlt mittel- und langfristige Personalplanung. Und Sarah Wagenknecht - m.E. die einzige "Lichrgestalt" in Partei und Bundestagsfraktion - aufzubuen, traut sich niemand aus Angst vor der dann einsetzenden Medienhetze. Frau Wagenknecht ist eine hervorragende Politikerin mit messerscharfem analytischem Verstand und mit viel Wissen über das Funktionieren des Kapitalismus und Sachverstand in Wirtschafts- und Sozialpolitik. Der "Nachteil" von Frau Wagenknecht: Sie ist Kommunistin. Hat aber keinen Porsche.
Doch selbst eine Porsche-fahrende Kommunistin als Chefin der Linkspartei würde ich begrüßen. Die Kompetenz zählt. Mehr nicht. Und Sarah Wagenknecht wäre eine bereicherung im immer eintönig werdenden politischen Aöötag. Wagenknecht hat das Zeugs, den Berliner Politikbetrieb gehörig aufzumischen. Das müßte auch im Interesse der Parteimitglieder sein. Die müssen jetzt laut nach Sarah rufen. Frua Lötzsch und Herr Ernst wären den eine Randnotiz der Geschichte. - #73 05.04.2011 08:24 von
Die deutsche Ideologie
Ich schon. Das Ganze folgt einem uralten Argumentationsmuster, welches auch Sie kennen: Immer hübsch das Gegenteil von dem behaupten oder fordern, was Linke gerade sagen oder tun:
Fährt der Linken-Chef Porsche, denunziert man ihn als "unglaubwürdig". Hätte er einen 15 Jahre alten Corsa, wäre er hingegen ein verächtlicher "Habenichts".
Fordern die Linken irgendwo Neuwahlen, gilt das als "Attacke auf die verfassungsmäßige Ordnung". Sprechen Sie sich dagegen aus, unterstellt man ihnen "Angst vor freien Wahlen".
Und würden die Linken ernsthaft wärmeres Wetter fordern, ginge ein Aufschrei durchs bürgerliche Lager, dies sei typisch für Verfechter der "sozialen Hängematte". Verlangten Ernst & Co. das Gegenteil, würde man ihnen heuchlerisch unterschieben, sie missachteten die Obdachlosen usw.usf.
DIE LINKE sollte aufhören, ihren Gegnern irgendetwas recht machen zu wollen. Dies Streben ist zum Scheitern verurteilt! - #74 05.04.2011 10:26 von
Mal was selber machen ?
Nun, wie wäre es, wenn diese Millionen einmal durch Leistung ihre persönliche Situation verbessern ?!
Nur ein "Kreuzchen" bei der Linkspartei machen und seine Lebensplanung auf staatliche Alimentierung ausrichten, reicht nicht !
Die soziale Absicherung in diesem Land kostet Milliarden, die durch die erwirtschaftet werden, die eben selbst für ihr Leben sorgen können. In Deutschland ist das soziale Netz viel zu engmaschig. - #75 05.04.2011 11:24 von
Nur ein soziales Land ist ein gutes Land
Was sollen diejnigen denn tun, für die keine Arbeit da ist?
Die vorhandene Arbeit ist ungerecht verteilt. Da arbeiten Menschen bis zum umfallen und auf der anderen Seite sind andere zum Nichtstun verdammt. Arbeitszeitvrkürzung!
Ein Land ohne soziale Absicherung ist ein schlechtes Land. Ich möchte keine Verhältnisse wie in Russland, wo Mnschen in Parks unter freiem Himmel leben und sich vom Abfall ernähren müssen, weil sie für die Allgemeinheit "überflüssig" sind.
Und zur sozialen Absicherung gehören z.B. auch Alten- und Pflegeheime. Und dort müssen menschenwüdige Verhältnisse herrschen. Doch weitgehend findet man nur "Aufbewahungsanstalten". Das zeigt mir, in welchem schlechten Zustand unsere Gsellschaft ist.
Bildungspolitik hat auch sehr viel mit Sozialpolitik zu tun. Die Mittelschicht nagelt "ihre Schulen" zu, damit ja kein "Unterschichtler" ins Gymnasium kommt und später dem eigenen Sprößling eventuell den Job wegnimmt. Dieser Sozialegoismus gehört gebranntmarkt! - #76 05.04.2011 12:11 von
Es gab immer Unterschiede
Nun, alles eine Geldfrage ... es gab seit bestehen der Menscheit unterschiedliche Klassen. In allen politischen Gesellschaften, in allen Staatsformen.
Jeder, der meint unser System sei für ihn persönlich nicht das Richtige, der möge sein persönliches Glück an anderen Orten suchen - die Grenzen sind offen.
Sich hinsetzen, jammern und darauf warten, dass die Wohltaten von allein zu einem kommen, funktionierte nur einmal und hatte auch keinen Bestand - da lag es aber an einer gewissen Eva ... - #77 05.04.2011 18:08 von
Steinzeitkapitalismus
Sie haben zuviel Friedman, Hayek, Mises konsumiert und haben sich daran verschluckt. In Ihren Beiträgen entdecke ich offenen Sozialdarwinismus, das scheint eine Art Trotzreaktion auf den Niedergang der FDP zu sein. Die Marktreligiösen stehen im Begriff, ihre politische Basis zu verlieren, das geht natürlich an die Nieren.
Simple Unternehmerlogik und der naive Kinderglauben an „effiziente, sich selbst regulierende freie Märkte“, wie von Ihresgleichen propagiert, haben uns in die schwerste Krise seit 1929 geführt.
Seit seinem „grandiosen“ Sieg über seinen realsozialistischen Counterpart ist doch der Kapitalismus von der Schwindsucht befallen, in den letzten Jahren hat er sich nur noch von Blase zu Blase gehangelt , von Krise zu Krise, und musste durch den verhassten Staat mit Steuergeldern künstlich beatmet werden. Der viel gescholtene Sozialstaat hat in der jüngsten Krise sogar den Kapitalismus gerettet, weil er sich als „automatischer Stabilisator“ bewährt hat, was ihm sogar von unserem Käptn Ahab des Raubtierkapitalismus, Hans.Werner von Sinnen, konzediert wurde.
Im Grundgesetz gibt es übrigens ein Sozialstaatsgebot, für Ihren Steinzeitkapitalismus ist da kein Platz. - #78 06.04.2011 07:46 von
Alles eine Frage der Sichtweise
Es kommt eben immer auf die Sichtweise an:
Es gibt und gab keine Krise - es gab globale, wirtschaftliche Fehlentscheidungen, die durch den globalen Markt geregelt werden konnten.
Ich habe mehrfach geschrieben, dass ich die staatlichen Subventionen für "systemrelevante Unternehmen und Banken" für falsch angesehen habe.
Nur zwei Beispiele für den Unterschied positiver und negativer Unternehmensführung:
OPEL, ein Tochterunternehmen eines amerikanischen Konzerns, gerät in die Insolvenz und der Mutterkonzern GM erpresst den deutschen Staat und hat teilweise Erfolg damit - hier wurden Managmentfehler durch steuerliche Mittel kompensiert - falsch !
Das positive Beispiel war bei FORD festzustellen - gleiche Konstellation, nicht einen Cent Subventionen, und Ford baut weiterhin Autos, auch in Deitschland.
Das andere Beispiel:
Es wurden Milliarden an Banken aufgrund ihrer Systemrelevanz gezahlt - bei der HSH-Bank drei Milliarden Steuergelder und die Bilanz 2010 schließt erneut mit Millionen-Verlusten. Hier wurden ebenfalls Managmentfehler durch Steuergelder ausgeglichen.
Die Deutsche Bank hat keinerlei öffentliche Gelder in Anspruch nehmen müssen.
Der Markt bereinigt sich immer wieder - ob nun 1929 oder jetzt. Unternehmerische Fehlentscheidungen lassen sich eine gewisse Zeit durch die Bücher ziehen, aber irgendwann kommt die Aufforderung "will sehen" ... da heißt es eben die eigene Bonität nachweisen und ggf. geht eine Firma dann in die Insolvenz und Arbeitnehmer müssen freigestellt werden.
Aber das ist ein natürlicher Kreislauf der Wirtschaft und es wird immer wieder diese sog. Krisen geben.
Was ihre letzte Anmerkung betrifft, einen "Sozialstaat" muß eine Gesellschaft sich leisten können. Durch eine übertriebene Sozialpolitik wurde eine Hängematte geschaffen, die Arbeit in der Tat für gewisse Bevölkerungsschichten unattraktiv macht - das ist der große Fehler, der die Ausgaben für Hartz IV und Co. explodieren läßt. Hier ist die Politik gefordert, aber zu feige unbequehme Entscheidungen zu treffen.
Und nur an diesem Problem "krankt" unser Staat. Schauen Sie ins Ausland und vergleichen Sie ... - #79 06.04.2011 08:51 von
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