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Wahlkampfauftakt in Marseille: Sarkozy gibt den starken Mann

REUTERSDynamisch, angriffslustig, in Kämpfer-Pose: Zum Auftakt seiner Wahlkampagne präsentiert sich der französische Präsident Nicolas Sarkozy vor seinen Anhängern in Marseille als Volkstribun und Retter der Nation. Schafft er ein Comeback gegen seinen Herausforderer Hollande?

http://www.spiegel.de/politik/auslan...816259,00.html
  1. #1

    Anfang vom Ende

    Sein Schicksal entscheidet sich in Lybien und Iran. Die Franzosen sind Gefühlsmenschen die Ermordung der Moderatorin wird man ihm zur Last legen ebenso das Ölembargo.
    Frankreich ist wie UK keine Großmacht mehr und Präsident Sarkozy bekommt vom französischen Wähler die Quittung dafür.
  2. #2

    Sarkozy in Wahlkampf !

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Dynamisch, angriffslustig, in Kämpfer-Pose: Zum Auftakt seiner Wahlkampagne präsentiert sich der französische Präsident Nicolas Sarkozy vor seinen Anhängern in Marseille als Volkstribun und Retter der Nation. Schafft er ein Comeback gegen seinen Herausforderer Hollande?

    Wahlkampfauftakt in Marseille: Sarkozy gibt den starken Mann - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Als französischer Präsident Nicolas Sarkozy, so wie auch alle andere Eu-Spitzenpolitiker, hat nicht ganz verstanden, dass er die Europäische Union besonders die EuroZone mit allen Mitteln verteidigen soll! Daher es gibt Heute so viele Krisen und Ungerechtigkeiten in Europa! Die andere Kandidaten sind auch nicht besser! Man soll die EU-Politiker nach ihre Fähigkeiten und Kompetenzen als Europäer beurteilen!
  3. #3

    Sarkozy

    Monsieur Sarkozy ist mit seinem Auftritt doch nur noch albern. Wer oder was hat ihn denn in all den letzten Jahren gehindert, die Sachen anzupacken, die er jetzt vollmundig ankündigt?

    Fürchte aber, das Wahlvolk fällt auf seine Sprüche doch wieder rein....
  4. #4

    ...

    Zitat von RudiLeuchtenbrink Beitrag anzeigen
    ....
    Frankreich ist wie UK keine Großmacht mehr und Präsident Sarkozy bekommt vom französischen Wähler die Quittung dafür.
    Da könnte man boshafterweise schlussfolgern "wie der Herr, so's Gescherr".

    Ich sehe immer noch bei unseren Nachbarn GB und Frankreich eine nostalgische Hybris, die sich aus realen und gefühlten Erfolgen der Vergangenheit speist - Atommacht, Militär, Sitz im Sicherheitsrat verstärken diese Realitätsverweigerung. Es fehlt eine offene und selbstkritische Debatte, wo man heute in der Welt steht und daraus folgend, außer den USA irgendwelche Partner auf Augenhöhe wirklich zu akzeptieren.
    Das Deutschland aufgrund seines derzeitigen relativen (!) wirtschaftlichen Vorsprungs als dominant empfunden wird, wird wie ein Stachel im Fleische empfunden. Das ist an den Leserreaktion sowohl in "Le Monde" als auch im "Figaro" auch deutlich zu lesen.

    Es ist zu befürchten, dass die sogenannte deutsch-französische Achse selbst im Falle eines unwahrscheinlichen Sarkozy-Sieges nach der Wahl wieder deutlich knirschen wird. Frankreich wird alle Register der Politik und seiner weit überlegenen diplomatischen Finesse aufbieten, um in der EU die politische Richtlinienkompetenz zurück zu bekommen. Die Zeiten Merkel werden nicht leichter.
  5. #5

    Wie sage ich es meinem Volk?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Dynamisch, angriffslustig, in Kämpfer-Pose: Zum Auftakt seiner Wahlkampagne präsentiert sich der französische Präsident Nicolas Sarkozy vor seinen Anhängern in Marseille als Volkstribun und Retter der Nation. Schafft er ein Comeback gegen seinen Herausforderer Hollande?

    Wahlkampfauftakt in Marseille: Sarkozy gibt den starken Mann - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Frankreich steht vor großen ökonomischen und gesellschaftlichen Herausforderungen. Gerade in der Eurokrise treten diese mit aller Deutlichkeit hervor. Die reale Einkommensentwicklung seit der Euroeinführung hat sich auch in Frankreich sehr negativ entwickelt, die mangelhafte gesellschaftliche Integration der Einwanderer aus Nordafrika stellt eine große Aufgabe dar, hier werden häufig politische Profilierungsversuche von Parteien unternohmen. Siehe Front Nationale. Marie Le Pen, aber auch Hollande von den Sozialisten, sind für Sarkozy eine wirkliche Herausforderung, auf die er reagieren muss. Seine Wahlchancen für eine Wiederwahl sind allerdings sehr bescheiden.

    Gerade im Rahmen der Eurorettung werden sich die innerfranzösischen Auseinandersetzungen sehr verschärfen, was eine Belastung für die gesamte Eurozone darstellen dürfte. Auch für die deutsch-französische Beziehungen. Und somit auch für die EU.

    Die politische Profilierung der Parteien und der Personen mit provakanten Themen wird in den Vordergrund treten, aber keine wirkliche Problemlösung dürfte damit erzielt werden. Große gesellschaftliche Herausforderungen, wenig Zeit, kaum brauchbare Rezepte und dies alles auf dem Hintergrund der Eurokrise. Welche Programme, welche Zielsetzungen können die Kandidaten und die Parteien den französischen Wählern anbieten? Dies werden sich auch viele Franzosen fragen, fast wie in Deutschland. Dies verbindet die Bürger in beiden Ländern, bietet jedoch keine gemeinsame Lösungsansätze und auch keine Grundlage für neue Lösungskonzepte. Leider.
  6. #6

    Speedy-Sarko

    Gott bewahre die Franzosen vor einer weiteren Amtszeit dieses Polit-Clowns. Ein "starkes Frankreich", "Mann des Zentrums"? Frankreich steht heute so schlecht da wie lange nicht. Und an all dem soll die Finanzkrise 2008 schuld sein? 4 Jahre später ein bißchen billig n'est-ce pas? Die meisten Landsleute schämen sich von diesem geltungssüchtigen Zwerg repräsentiert zu werden. Der letzte, der das würdevoll gemacht hat, war der Sozialist Mitterand. Ein zurückhaltender, aber blitzgescheiter Mann.
    Hollande ist zwar im Vergleich zu ihm ein durchschnittliches Leichtgewicht, aber immer noch besser als dieser "Möchtegern-Napoleon"
  7. #7

    Traumtaenzer mit Machtinstinkt

    Zitat von GerwinZwo Beitrag anzeigen
    Monsieur Sarkozy ist mit seinem Auftritt doch nur noch albern. Wer oder was hat ihn denn in all den letzten Jahren gehindert, die Sachen anzupacken, die er jetzt vollmundig ankündigt?

    Fürchte aber, das Wahlvolk fällt auf seine Sprüche doch wieder rein....

    Durchaus moeglich, dass es so kommt, aber doch nicht sehr wahrscheinlich!
    Franzosen sind leidenschaftliche Verbalakrobaten, wenn es um Politik geht. Und die Medien tun ein Uebriges, um sie darin zu bestaerken (fast so ausgepraegt, wie bei Gluecksspielen)!
    Es duerfte kaum moeglich sein, im Rueckblick in F einen Wahlkampf mit dem vergleichen zu koennen, was jetzt anlaeuft: Luegen, Verleumdungen, ueble Verkuerzungen beim Zitieren des Gegners - kurz, eine Schlammschlacht. Man muss sich besorgt fragen, wie die Nation nach der Wahl ueberhaupt noch Gemeinsamkeiten finden kann.
    Sarko hat nicht umsonst in Marseille begonnen: diese Stadt ist traditionell - wie der gesamte Bereich PACA - neben dem Elsass die wichtigste Hochburg der FN! Wer ihm heute zuhoerte, musste sich auf einem anderen Stern fuehlen. Der Mann deutet die Welt nueancenlos nach seinem Geschmack, wie kaum ein anderer. Beispiel: Alle Laender der Welt seien von der lebensbedrohenden Krise gebeutelt. Nur F haette - dank seiner genialen Steuermannseigenschaften - die schlimmsten Resultate vermieden. (Aussenhandelsdefizit in seinen fuenf Jahren: 75 Milliarden Euro; Arbeitslosikeit bei knapp 10% usw.) Er sieht sich als "Kapitaen im Sturm", wie er nicht aufhoert zu betonen. Waere es nicht so haarstraeubend, koennte man fast lachen. Obwohl sich der Mann als Weltpolitiker (miss-)versteht, hat er offenbar noch nie einen Blick ueber den europaeischen Tellerrand gewagt. In Asien wird man sich - ebenso, wie in einigen Laendern S-Amerikas - auf die Schenkel schlagen, vor Lachen!
  8. #8

    Zitat von celino Beitrag anzeigen
    Da könnte man boshafterweise schlussfolgern "wie der Herr, so's Gescherr".

    Ich sehe immer noch bei unseren Nachbarn GB und Frankreich eine nostalgische Hybris, die sich aus realen und gefühlten Erfolgen der Vergangenheit speist - Atommacht, Militär, Sitz im Sicherheitsrat verstärken diese Realitätsverweigerung. Es fehlt eine offene und selbstkritische Debatte, wo man heute in der Welt steht und daraus folgend, außer den USA irgendwelche Partner auf Augenhöhe wirklich zu akzeptieren.
    Das Deutschland aufgrund seines derzeitigen relativen (!) wirtschaftlichen Vorsprungs als dominant empfunden wird, wird wie ein Stachel im Fleische empfunden. Das ist an den Leserreaktion sowohl in "Le Monde" als auch im "Figaro" auch deutlich zu lesen.

    Es ist zu befürchten, dass die sogenannte deutsch-französische Achse selbst im Falle eines unwahrscheinlichen Sarkozy-Sieges nach der Wahl wieder deutlich knirschen wird. Frankreich wird alle Register der Politik und seiner weit überlegenen diplomatischen Finesse aufbieten, um in der EU die politische Richtlinienkompetenz zurück zu bekommen. Die Zeiten Merkel werden nicht leichter.
    Um auf den Kontext einzugehen, die Franzosen und Engländer haben sich nie so intensiv mit ihrer Geschichte auseinandergesetzt wie wir Deutsche nach dem 2. Weltkrieg. Deshalb konnten sie diese Großmachtphantasien nie hinter sich lassen und wieder vernünftig werden. Dass macht ihnen in den heutigen Zeiten wo ehemalige Teile ihrer Reiche plötzlich Großmachtstatus anstreben und der alte Gegner Deutschland plötzlich zunehmend wichtiger wird, ohne dies je gewollt zu haben, natürlich sehr zu schaffen. Vermutlich liegt das Ego blank und das einzige was ihnen teilweise Befriedigung verschafft ist Heichelei.
    Und deswegen werden die Franzosen solche Mininapoleone wie Sarkozy noch häufiger wählen.
    Ob ihm das im Moment weiterhilft ist allerdings fragwürdig.
  9. #9

    Hehe,... vom Kumpel Wladi abjekiekt?

    Sieht fast so aus, als wenn kleen Niko bei seinem Kumpel Vladi die Posen abjekiekt hat:

    Wie sich die Bilder gleichen!

    Wahl zur Duma: Alter Putin, neues Russland - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik

    Oder die Reuters-Redaktion sucht sich speziell immer dieserart Hüftschüsse aus? Ick schätze ma doch letzteres. Obwohl jeistige allzu große Entfernung bei den selbsternannten Primaten der WTO-Staaten ja nicht mehr festzustellen ist. Zählt ja nu einzich: Profit! Profit! Profit!


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