Wahlkampf-Spender: Wall Street wendet sich von Obama ab

AFPBarack Obama war im vergangenen Wahlkampf der Favorit der Wall Street. Mit Millionenspenden halfen die Geldprofis ihm ins Präsidentenamt. Jetzt wenden sie sich ab: Aus Empörung über Washingtons Finanzpolitik setzen sie auf den wahrscheinlichen Widersacher - Mitt Romney.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...824434,00.html
  1. #10

    Demokratie?

    Zitat von eisbaerchen Beitrag anzeigen
    ...klar. nicht der Wähler sondern die Wirtschaft entscheidet indirekt die Wahlen, hier wie "drüben"...traurig, traurig...
    Oligarchie! Und damit stehen eben die USA von ihrer inneren Struktur Russland und Iran näher als West Europa.
  2. #11

    Die Macht der Konsumenten

    Zitat von eisbaerchen Beitrag anzeigen
    ...klar. nicht der Wähler sondern die Wirtschaft entscheidet indirekt die Wahlen, hier wie "drüben"...traurig, traurig...
    Und wer wählt die Wirtschaft? Wir Konsumenten! Also verzichten sie bitte in Zukunft auf alles, mit dem die "Bonzen uns knechten"...
  3. #12

    Kapitalismus

    Zitat von eisbaerchen Beitrag anzeigen
    ...klar. nicht der Wähler sondern die Wirtschaft entscheidet indirekt die Wahlen, hier wie "drüben"...traurig, traurig...
    Was haben sie denn gedacht wo sie leben denn, in einem kapitalistischen System entscheidet immer das Kapital über die Grundzüge der politischen und gesellschaftlichen Entwicklung, wer an die Macht der Wähler glaubt der ist nur ein Fantast.
    Wer die Wall Street kritisiert, oder ihnen Probleme bei der Ausübung ihrer Macht bereitet, der ist sehr schnell abgemeldet, aber das müsste auch Barak Obama selbst wissen.
    Auch bei uns in Deutschland regiert das Fianzakapital, das können wir gerade mit den vielen sogenannten Rettungsschirmen erleben.
    HR
  4. #13

    Weg der Besserung

    Gratuliere, Pitzke.

    Das ist der erste Artikel ueber Obama in den letzten drei bis vier Jahren mit einem Hauch von Realitaetssinn.

    Ach so, ja. Die beiden Punkte zu Obama:

    1.) Wenn man in die Hand beisst, die einen fuettert,
    2.) wenn man seine Sympathisanten mit polarisierender Rhetorik, Marke Chicago Street Level vergraetzt,

    dann ist die Klippe nicht mehr weit.
  5. #14

    Es ist ohnehin ein perverses Wahlsystem, welches den US-Präsidenten fast ein halbes Jahr lang komplett lähmt, weil er von Wahlveranstaltung zu Wahlverantstaltung tingeln muss. Die zig-Millionen, die dabei verbrannt werden, gehen zu großen Teilen für "negative campaigning" drauf, welches den Gegenkandidaten mit einer Schmutzschicht überzieht, die selbst die lotusglatte reine Weste nicht unbeschadet überstehen.

    Die US-Amerikaner sollten sich mal fragen, ob dieses System nicht langsam eingedämmt gehört, ob der Zirkus nicht zu weit geht. Kernfragen bleiben auf der Strecke, Parolen statt Inhalte. So war es immer, aber sollte es deswegen für immer so bleiben? Mal ganz davon abgesehen, hat Romney einige der schlechtesten Umfragewerte eines Gegenkandidaten überhaupt. Wenn Obama da ansetzt, wird es ihm eventuell gelingen, die "Unterschichtenwähler", die ihn ins Amt brachten, erneut zu mobilisieren.
  6. #15

    Hier könnte ein Titel stehen

    Zitat von bene_lava Beitrag anzeigen
    Gruselig wird mir beim Gedanken, dass es vor allem die Spenden der Geldindustrie sind, die den Präsidentschaftskandidaten den Wahlkampf ermöglichen. Besonders demokratisch wirkt das nicht....gilt übrigens auch für Deutschland.
    Da gehören aber auch immer zwei dazu. Neben Kandidaten, die mit teuer Geld Wahlkampf machen, auch ein Wahlvolk, dass sich von so einer Werbekampagne tatsächlich beeinflussen lässt.
  7. #16

    Zukunft

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Barack Obama war im vergangenen Wahlkampf der Favorit der Wall Street. Mit Millionenspenden halfen die Geldprofis ihm ins Präsidentenamt. Jetzt wenden sie sich ab: Aus Empörung über Washingtons Finanzpolitik setzen sie auf den wahrscheinlichen Widersacher - Mitt Romney.

    Wahlkampf-Spender: Wall Street wendet sich von Obama ab - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    So wird es dann 2013 auch bei uns sein, CDDCSUFDP werden ganz bestimmt mit dicken Beträgen über alle offiziellen und inoffiziellen Kanälen bedient. Außerdem werden sie dann auch von einem großen Teil der Presse angefeuert.

    Denn eines ist klar, das dumme Wahlvolk vergisst so leicht.
  8. #17

    Nun - der Mensch ist nahrhaft!

    Zitat von hotzenplotz5 Beitrag anzeigen
    Es reicht !

    Ich bin für einen Zwangsdienst für Banker im Pflegeheim !
    Ohne mindestens ein Jahr lang Dienst am Menschen zu leisten
    für 280 Euro im Monat, sollten die nie wieder für eine Bank arbeiten dürfen.

    Was das ganze mit der Wall Street zu tun hat ?
    Einiges.
    Die Exposées liegen doch schon in den Schubladen.
    Erste Testanlagen werden in China und Indien gebaut werden.

    Das Prinzip - vorne kommt Überfluss hinein - hinten kommt Zeug raus, um den Rohstoff am Leben zu erhalten.
    Der perfekte Kreislauf!
    Was man davon hat?
    Nun - noch braucht man Menschen - noch können nicht Maschinen alleine den Lebenshaltungsaufwand der relevanten Menschenklasse bereitstellen - noch sind Geldkreislauf und Rendite Begriffe über die man nachdenkt - die gelbt werden müssen.

    Ein Mensch - geboren in Kalkutta - ist etwas wert!

    Er ist ein potentieller Arbeitssklave, er ist ein potentieller Organlieferant, er ist ein potentielles Sexobjekt, er ist ein potentieller Rohstofflieferant als Grundprodukt von Soylent Green - letzteres ist - noch dyspotisch - oder?
  9. #18

    Ist es tatsächlich so einfach?

    Zitat von maximillian64 Beitrag anzeigen
    Ein gutes Zeichen, wenn auch nicht für den Wahlkämpfer Obama.
    Würde die Bankenindustrie immer noch auf seiner Seite stehen würde das ja bedeuten, das er seinen Job nicht gmacht hat - insofern ein gutes Signal.

    Frägt sich nur ob er auch von anderer Seite genügend Funds "raisen" kann. Ggf. helfen ihm ja die Bürger die ja genau merken wer auf Ihrer oder auf der Seite der wenigen Reichen steht.
    Obama hat (zugegebenermaßen) das Land mit riesiger Verschuldung übernommen. Inzwischen ist die Verschuldung desaströs - monströs geworden. Vom gut gemachten Job kann da wirklich keine Rede mehr sein, helfen kann ihm nur noch die Gesundheitsreform, die quasi nicht finanzierbar ist. Was die Spenden anbetrifft: das versteht man in Deutschland nicht, weil es hierzulande weder eine Lobby, noch irgendwelche andere Interessenvertretung gibt...
  10. #19

    Schade nur, dass

    die deutschen SPON-Leser an der US- Presidentenwahl nicht teilnehmen können und alle SPON- Anteilnahme somit für die Katz ist.