Wahlkampf in Londoner Arbeiterviertel: Angriff der Rattenfänger

Jahrzehntelanger Labour-Klüngel, hohe Einwanderung und Wohnungsmangel sorgen im Londoner Arbeiterbezirk Dagenham für miese Stimmung. Erstmals könnte dort die rechtsradikale British National Party die Macht übernehmen - auch wegen der Fehler der Labour-Partei.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...690678,00.html
  1. #1

    Vorurteil oder Urteil durch Erfahrung?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der pensionierte Tischler zeigt keinerlei Hemmungen, seine Vorurteile auszubreiten. "In den letzten zehn Jahren sind die Farbigen hier eingefallen," sagt er.
    Vorurteil oder Urteil durch Erfahrung?
    "Die Vorzüge einer multikulturellen Gesellschaft werden meist von einer gebildeten und wohl situierten Mittelschicht gepriesen. Deren Angehörige aber werden durch die Gnade gespaltener Arbeits- und Wohnungsmärkte gerade davor bewahrt, in ihrem Alltag das zu praktizieren, was sie predigen"
    Häußermann/Siebel “Stadtsoziologie. Eine Einführung."
  2. #2

    Herr Volkery hat mit dem Titel voll daneben gegriffen,

    denn was fangen Rattenfänger?
  3. #3

    Ratten

    Die Rattenfänger sind bekannt. Wer aber, bitteschön, sind die Ratten? Doch nicht etwa die Arbeiter, die in dem Viertel wohnen.
  4. #4

    Warum Rattenfänger?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Jahrzehntelanger Labour-Klüngel, hohe Einwanderung und Wohnungsmangel sorgen im Londoner Arbeiterbezirk Dagenham für miese Stimmung. Erstmals könnte dort die rechtsradikale British National Party die Macht übernehmen - auch wegen der Fehler der Labour-Partei.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...690678,00.html
    Warum ist rechts immer schlecht und links immer gut? Jede Kultur hat,und das ist auch gut so, ihre Berechtigunge zu existieren. Aber Mulitkulti funktioniert nicht, weil die Menschen der ärmeren Kulturen uns nicht als Partner sehen, sondern als denjenigen den man ausbeuten muss. Es wird versucht, eine Kultur durch eine andere zu ersetzen. Das ist das schlimme und das ist das, was auch im dritten Reich geschehen sollte. Dagegen streubt sich die konservative Partei, den die will die englische Kultur behalten und beispeilsweise nicht durch Gewalt der Migranten verrohen lassen. Was ist daran schlimm? Schlimme ist das Verhalten der Labour Partei, die die eigene Kultur verleugnet hat.

    Nochmal: Die Welt ist Multikulti und soll auch so bleiben. Wenn aber von Einwanderen aggressiv versucht wird, eine Kultur zu deren Nachteil und zum eigenen Vorteil aufzuweichen, muss dieses untersagt werden.

    Keiner hat etwas gegen eine Weiterentwicklung der eigenen Kultur, wenn dies zum wohle der Kultur im Sinne derer ist, die diese Kultur über Generationen aufgebaut haben. Alles andere ist ein sehr langfristiger, kalter Völkermord!
  5. #5

    Keine Überraschung

    Auch den Engländern, besonders der Mittel-und Unterschicht
    fliegt Multi-Kulti mit gewissen Zuwanderergruppen um die Ohren. Überraschend allerdings dass der Spiegel überhaupt darüber berichtet.

    Die Probleme sind unübersehbar und verschärfen sich eher als sich zu mildern. Da hilft alles relativieren und beschönigen seitens der Meinungsmacher und der linksgrünen Verursacher nicht mehr.
    Wobei ich hoffe die Engländer ergeben sich nicht so leicht
    und widerstandslos dem Meinungsdiktat wie die Masse hierzulande.
  6. #6

    Untere Schichten tragen die Lasten

    Ich bin selbst in einer Arbeitersiedlung aufgewachsen, wo sich eine ähnliche Entwicklung vollzogen hat. Alle freiwerdenden Wohnungen wurden mit Zuwanderern, hauptsächlich aus der Türkei belegt, die Härtefälle waren. Die Alteingesessenen ging bei der Vergabe leer aus. Den Zuwanderern waren die Strukturen und Regeln in der Gegend schnurzegal und sie blieben unter sich. Genau wie in Großbritannien haben auch in Hamburg die Sozialdemokraten jede Diskussion darüber als rassistisch unterdrückt. Die unteren Schichten tragen die Lasten der Zuwanderung und haben keine Lobby.
    Wie jetzt in Großbritannien konnte man dann auch noch die Nase über sie rümpfen, weil sie rechten Parolen folgen.
    Die Diskussion über die Zuwanderung wurde erst 20 Jahre später begonnen, als auch die Mittelschichten allmählich von der Entwicklung betroffen wurden.
  7. #7

    früher Sozialwohnung, heute KiTa

    Zitat von Martha Beitrag anzeigen
    Ich bin selbst in einer Arbeitersiedlung aufgewachsen, wo sich eine ähnliche Entwicklung vollzogen hat. Alle freiwerdenden Wohnungen wurden mit Zuwanderern, hauptsächlich aus der Türkei belegt, die Härtefälle waren. Die Alteingesessenen ging bei der Vergabe leer aus. Den Zuwanderern waren die Strukturen und Regeln in der ....
    Was früher die Sozialwohlungen waren, sind jetzt Betreuungsplätze für Kinder! Die Krönung dieser Entwicklung war der Fall einer Mutter, der man nach dem Baby-Jahr in verschiedenen Einrichtungen einen Platz mit dem Hinweis verweigerte, sie hätte keinen Migrationshintergrund und ihr einen anderen Platz für 6,50 Euro pro Stunde anbot!
  8. #8

    Zu einfach

    Der Autor macht es sich etwas zu einfach, indem er immerfort von "Schwarzen" spricht. Die Einwanderung, um die es sich hier wie anderswo in London und GB handelt, nährt sich in erster Linie aus dem islamischen Kulturkreis statt, das hat mit der Hautfarbe relativ wenig zu tun, umso mehr mit Kopftuchmädchen, reaktionären kulturellen Ansichten und einem immer aggressiver eingeforderten Primat der Religion in unserer sekulären Gesellschaft. Man muss nicht weiss und arbeitslos sein, um das zu kritisieren. Die Ressentiments der einheimischen englischen Bevölkerung sind nachvollziehbar und eine etwas differenziertere Betrachtung des Problems seitens des SPIEGEL als auch der britischen Medien wäre hilfreich. Die Ironie ist doch, dass hier eine reaktionäre Gruppe eine andere reaktionäre Gruppe zu verdrängen sucht.
  9. #9

    Jepp

    Zitat von hausmeister hempel Beitrag anzeigen
    Vorurteil oder Urteil durch Erfahrung?
    "Die Vorzüge einer multikulturellen Gesellschaft werden meist von einer gebildeten und wohl situierten Mittelschicht gepriesen. Deren Angehörige aber werden durch die Gnade gespaltener Arbeits- und Wohnungsmärkte gerade davor bewahrt, in ihrem Alltag das zu praktizieren, was sie predigen"
    Häußermann/Siebel “Stadtsoziologie. Eine Einführung."
    Ist genau wie bei uns hierzu Lande. Die stärksten Vefechter sind seltsamerweise von den Problemen immer am wenigsten betroffen, sei es Schule, Soziales, Auslandseinsätze, Staatshilfen oder Renten. Es ist doch immer wieder schön zu sehen wie schnell und hart Politiker gegen etwas sind wenn es gerade pc ist, aber wie selten sie mal für etwas sind und vor allem wie wenig sie dafür leisten. Warum sollten also die Leute die BNP nicht wählen, was macht die Labourpartei denn besser?