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Wahlkampf in Frankreichs Norden: Duell der Populisten
AFPShowdown bei den Sch'tis: Hoch im Norden Frankreichs tritt Jean-Luc Mélenchon, Chef der hartlinken "Front de Gauche", gegen Marine Le Pen an, die Chefin des "Front National". Es ist ein Zweikampf, der im ganzen Land Aufsehen erregt. Kann der Linke den Vormarsch der Rechten stoppen?
http://www.spiegel.de/politik/auslan...836760,00.html
- #1 05.06.2012 11:17 von
Falsche Fragestellung
Wieso soll der Linke etwas stoppen? Die allgemeine Unzufriedenheit hat doch gerade in Frankreich, wo es massivste Probleme mit Immigranten gibt, seine Ursachen. Da aber alle anderen Parteien diese Probleme ignorieren, rennen jetzt viele zu Le Pen. Stoppen kann diese Entwicklung eigentlich nur eine etwas realistischere, ehrlichere Haltung, auch wenn die politische Korrektheit dann mal für einen Moment vor die Tür muss.
- #2 05.06.2012 11:21 von
rechtsextrem?
die front national wird im artikel rechtsextrem genannt. auf welchen einschätzungen beruht dies? die fn übt islamkritik. ich habe im wahlprogramm keine rassistischen sprüche gefunden. immerhin haben 17,9 % Franzosen die fn gewählt! Falls sie wirklich rechtsextrem sein sollte - wo bleibt da der aufschrei unserer politiker bzw. warum regt sich keiner darüber auf.
- #3 05.06.2012 11:48 von
Rechtsextrem!
Dann schau mal die Geschichte des Front National an, insbesondere die Sprüche ihres Vaters (Jean-Marie LePen), dann solltest auch Du zu dem Schluss kommen => rechtsextrem!
Und über sowohl Vater als auch Tochter LePen haben sich schon genug Politiker aufgeregt, sowohl französische wie deutsche. - #4 05.06.2012 12:14 von
Unwissenheit
Leider zeugen die Kommentare hier (wie leider allzu oft im Netz) von Nichtwissen und Ahnungslosigkeit.
Die FN ist seit Jahrzehnenten im politischen Leben in Frankreich präsent und war auch schon erfolgreicher als heute. Sie wird seit jeher wissenschaftlich als rechtsextrem bzw. rechtsradikal - sowohl in Frankreich, als auch international - definiert. Ein Zeitungsartikel muss nicht beweisen, dass eine Partei dieser oder jener Strömung zuneigt. Und rechtsradikalismus ist nicht gleichzusetzen mit Rassismus, es geht eher - kurzgesagt und vereinfacht - um eine radikale Aufwertung und Abgrenzung des "Nationalen". Die FN auf Islamkritik zu begrenzen ist zu vereinfacht und wird dem, wie schon erwähnt, jahrzehntelangen Erfolg der FN nicht gerecht. Heutzutage nutzen die wenigsten rechtsradikalen Parteien offen rassistische Positionen in offiziellen Verlautbarungen.
Die "massivsten Probleme mit Immigranten" sind in erster Linie soziale Probleme, bei der es um Arbeitslosigkeit und Kriminalität. Und "viele sind schon zu Le Pen gerannt" als die Probleme in den Banlieues nicht so akut waren wie in den letzten Jahren.
Was hat das Ganze mit politischer Korrektheit und "unseren" Politikern zu tun?
Danke für diesen gelungen und sachlichen Artikel, der hoffentlich noch sinnvollere Reaktionen hervorruft! - #5 05.06.2012 12:15 von
- #6 05.06.2012 12:16 von
In Frankreich hat man wenigsten eine Alternative zu wählen!
Ich kenne viele Franzosen. Sie alle klagen über die Probleme, die insbesondere islamische Zuwanderung gebracht hat. Kein Mensch macht in Frankreich Einwanderer für die Problem verantwortlich. Nicht mal Marane Le Pen. Aber Marane Le Pen spricht endlich mal die Probleme an, die fanatische Islamisten in Frankreich verursachen. Wir alle kennen die Bilder von Salafisten die in Bonn auf deutsche Polizisten einstechen. Die französichen Polizisten trauen sich schon lange nicht mehr in Stadtteile, die von noch radikaleren Islamisten beherrscht werden.
- #7 05.06.2012 13:57 von
Nicht berichtet
In Brüssel, geographisch nicht weit von diesem Wahlkreis entfernt und sozial in vielen Vierteln ähnlich strukturiert, gab es am Wochenende massive Unruhen, weil die Polizei es gewagt hatte, das Gesetz anzuwenden. In Belgien ist die Vollverhüllung verboten, und eine Frau war da besonders uneinsichtig.
Das Ergebnis war, dass ein muslimischer Mob die Polizeistation belagerte und stürmen wollte. Die politische Begleitforderung war die Einführung der Sharia in Belgien, anzuwenden natürlich auch auf alle nicht-muslimischen Bürger.
In Frankreich sind die Verhältnisse an vielen Orten noch schlimmer. Die Leute wissen, dass hier vor allem die Linke versagt hat und Md Le Pen wird es zu danken wissen. - #8 05.06.2012 17:48 von
Die Linken, die Linken
Ja ja, die Linken, die ja auch meiner Erinnerung nach in den letzten 60 Jahren pausenlos den Präsidenten und die Regierung stellten. Und die Verbrechen an den Bewohnern ihrer Kolonien, deren freigelassene Nachkommen jetzt in den Vorstädten vor sich hin präkardieren und teilweise die Sau rauslassen, haben sie natürlich auch angerichtet. Oder war das auch in F schon wieder die SPD?
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