die Umfrageergebnisse sind schon sehr erstaunlich:
Bei Sarkozy:
- der Bonus des Amtsinhabers: nicht nur verpufft, nein, sogar ins Gegenteil verkehrt. Kein Wunder angesichts der selbst für den Dümmsten Wähler überdeutlich sicht- und spürbare Diskrepanz zwischen den größenwahnsinnigen Vorhaben und Sprüchen Sarkozys, der NICHTS von seinen in seiner durchaus beeindruckenden Rede 2007 gehalten hat.
Selbst den Franzosen, die den Präsidenten stets gerne als einen gewählten König ansehen, ist SARKO nur noch peinlich.
Zu offensichtlich seine 180° Wende bei Ghadaffi, seine Instrumentalisierung des Libyenkonflikts, um sich als großer Napoleon zu präsentieren.
Zu offensichtlich sein Versuch, die ultrarechten Front Nationale Wähler durch medienwirksame Vertreibung von Romas aus Frankreich für ihn zu begeistern. Ich möchte nicht wissen, wieviele Franzosen jüdischer, algerischer oder afrikanischer Abstammung da an gewaltsame Vertreibung von eigenen Angehörigen vor einigen Jahrzehnten unter Collaboration oder Occupation denken mussten, als Nachfahren von Unterdrückten der aggressiven Kolonialpolitik Frankreichs, ein sehr unrühmliches Kapitel.
Zudem sehen sicherlich viele arabischstämmige und maghrebinische Bürger wieder die üblen Ausfälle Sarkos als Innenminister vor Augen, wo er bei den Unruhen in den Vorstädten meinte, man Müsse "mit dem Kärcher durch die Stadtviertel ziehen" ... Schon damals ist der versuch, sich mit neonazi-Sprüchen bei den FN-Wählern anzubiedern, gescheitert - aber Sarko wäre nicht Sarko, wenn er daraus lernen würde...
Gleich dreifach Hochnotpeinlich sein durchsichtiger Versuch, die 1-2 Mio Wähler mit armenischen Wurzeln durch ein rasch durchgepeitschtes gesetz zu begeistern, welches das leugnen des Völkermordes an den Armeniern durch die Türken unter Strafe stellt:
1) ist bereits der zeitlich Zusammenhang mit der nahen Wahl entlarvend und entwertet die aktion im besten Fall, im schlechteren erkennt man den hemmungslosen Opportunisten und Populisten
2) macht er sich bei den allermeisten Türkischstämmigen Wählern definitiv unwählbar
3) Wurde das in typischer Sarko-Manier unüberlegt durchgepeitschte Gesetz vom obersten gerichtshof einkassiert, weil es - auch das noch! - "gegen die Meinungsfreiheit verstößt!!" Trara! Tusch!
Bruni, die bereits zuvor serienweise mächtige Männern zugetan war, hilft da auch nicht viel
der letzte Fauxpas war die extrem peinliche Anbiederung an die Kanzlerin. jeder weiß, daß Sarko bei Ihr in der EU als Tiger sprang und als Teppichvorleger landete. DAs Interview hat dazu nur noch die passenden Bilder geliefert.
Ganz Frankreich lachte wochenlang über diesen mißglückten Versuch. Zudem bewundert der Durchschnittsfranzose HEIMLICH ! zwar deutsche Tugenden und erst recht die Stabilität selbst in Krisen - aber er möchte weißgott nicht in seiner nationalen Selbstverliebtheit mit der Nase darauf gestoßen werden.
Zudem werden die Franzosen da eine andere Parallele ziehen:
Hollande, der (auch in diesem Artikel) als Farblos belächelt wird, tritt gegen einen lauten und selbstverliebten Sarko an.
Das erinnert doch stark an den Wahlkampf der "Farblosen" merkel gegen den Sarko sehr ähnlichen (und nach 7 Jahren abgewirtschafteten)Schröder.
wer damals gewonnen hat, wissen wir.
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