Nach der Ent-Diabolisierung ihrer rechtsradikalen Formation setzt Marine Le Pen beim zweiten Urnengang der Präsidentenwahl auf Enthaltung. Denn nach der Niederlage Sarkozys soll der weichgespülte Front National zu Frankreichs neuer, konservativen Sammelbewegung aufsteigen.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...830774,00.html
betreffend!!! Nein, der FN ist nicht "rechtsrasdikal". Es ist beschämend, dass in Deutschland, von der Politik manipuliert und von der Presse wiederkäuend, alle, auch hier im Forum schreibende, die es wagen, anders zu denken als von Berlin vorgeschrieben, als Rechtsradikale ungestraft verunglimpft werden dürfen!!!
Ich habe grössten Respekt vor Frau Le Pen und ihrem FN. Das ist gelebte Demokratie, die die Menschenrechte als "Recht" praktiziert, eine Meinungfreiheit zu haben. Von diesem Recht auf freie Meinungsfreiheit, entfernt sich das politische Deutschland unter Merkel immer mehr.
VIVA LA FRANCE!!!
Ob der FN eine legitime demokratische Bewegung ist oder nicht, wird man sehen, wenn er tatsächlich mal Regierungsverantwortung hat. Parteien ähnlicher Coleur neigten in der Vergangenheit immer dazu, Bürgerrechte laufend einzuschränken, stets mit dem Hinweis darauf, dass dies der "freien Nation" diene.
Dies ist freilich eine logische Entwicklung: Wer die Nation als ein festes Gebilde mit strikten Regeln sieht, der wird im Kampf gegen Pluralismus und Liberalismus die Rettung der Nation sehen.
Beider Reden von heute sind austauschbar, außer dass Le Pen natürlich sowohl Sarkozy als auch F. Hollande misstraut und die Regierungsfähigkeit abspricht. Rhetorisch war Le Pen m. E. Sarkozy überlegen. Unabhängig vom Inhalt, ein Genuss wie Le Pen mit der frz. Sprache spielte. Sollte Sarkozy nächsten Sonntag verlieren, wird sein konservativ-rechtes Bündnis UMP auseinanderfliegen, das konservative Frankreich wird sich mit/um Le Pen neu sortieren.
Marine Le Pens Strategie ist interessant. Aus dem guten Artikel wird deutlich daß sie im Prinzip lieber Hollande 'unterstützt'; es nur nicht laut sagen darf. Das Ganze hat auch seine Logik. FN(bzw. die Nachfolgepartei) kann nur wachsen wenn der erste politische Nachbar, die UMP, auseinanderfliegt. Und damit sie das tut muß Sarkozy in die Versenkung verschwinden.
FN pflegt schon seit einer Weile ein moderateres Auftreten und wird wohl einen ähnlichen Weg wie in Italien Gianfranco Fini und sein MSI gehen. Als Faschist politisch großgeworden und 'sdoganato'(aus der politischen Isolation befreit) von Berlusconi; ist er nun als Berlusconis Gegner geendet(und damit potenzieller Bündnispartner der Mitte und Linke). Wird Hollande Frankreichs Präsident wird er sich nach der Wahl auch um die weniger angenehmen Dinge kümmern müssen; Marine Le Pen und ihre 'neue' Bewegung können dann alle Unzufriedenen einsammeln. Solchen Parteien wie der von Fr. Le Pen kann aber, sollten sie jemals Regierungsverantwortung mitübernehmen, das Gleiche wie der UMP widerfahren. Nicht selten zerbricht eine Oppositionspartei fast daran wenn sie in der Regierungsarbeit enttäuscht, bsw. wie die FPÖ nach '99. Es ist ein dünner Spagat. Fr. Le Pen kann es schaffen. Übrigens, hier im Forum wird eine Phantomdebatte darüber geführt ob die FN 'politisch annehmbar' ist oder nicht. Die Franzosen haben darüber längst befunden; und deshalb wird die Partei auch dermaßen umworben...
Schian Gruaß...
die Blockparteien hier sind nur Büttel der Großindustrie und vertreten keineswegs mehr die normal Bevölkerung. Die Franzosen wissen sich halt zu wehren. Wir lassen und lieber in den Arsch treten und bedanken uns dann noch bei den Blockparteien indem wir sie wählen oder uns enthalten was letztendlich auch als Zustimmung zu werten ist.