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Wahlkampf-Eröffnung bei "Hart aber fair": Lügendetektor für Politiker

WDRDie SPD hat ihren Kandidaten gekürt - und in die politischen Talk-Sendungen hält der Wahlkampf Einzug. Einen Vorgeschmack auf das kommende Jahr lieferte "Hart aber fair" - die üblichen Verdächtigen lobten sich selbst. Gemeinsames Bekenntnis: Eine große Koalition? Niemals!

http://www.spiegel.de/kultur/tv/reze...-a-859076.html
  1. #1

    ...

    Tja. Witzfigurenkabinett. Das eigentlichgrößte Armutszeugnis unserer Demokratie sind die Wähler. Da kann man wahweise die größten Kalauer oder einfach gar keine Meinung durch den Äther jagen, die Leute wählen ohnehin fast immer das gleiche. Und die Mitte definiert sich selbst als solche und die eigene Politik erklärt man per Dekret "alternativlos".

    Eigentlich unterscheiden wir uns nur in Nuancen von China. Nicht der Staat schreibt den Bürgern mehr vor, was Sie zu wählen haben. Das macht der Bürger mittlerweile einfach selbst, da er ja weiß, daß es alternativlos ist. Klasse, da könnten sich auch manche autoritäre Regime ne Scheibe abschneiden ;)
  2. #2

    schwarz/grün

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die SPD hat ihren Kandidaten gekürt - und in die politischen Talk-Sendungen hält der Wahlkampf Einzug. Einen Vorgeschmack auf das kommende Jahr lieferte "Hart aber fair" - die üblichen Verdächtigen lobten sich selbst. Gemeinsames Bekenntnis: Eine große Koalition? Niemals!

    Rezension des Plasberg-Talks "Hart aber fair" zum eröffneten Wahlkampf - SPIEGEL ONLINE
    Stimmt, eine große Koalition wird es 2013 nicht geben. Für Frau Merkel wird es viel einfacher, wenn sie schwarz/grün wählt. Es gibt nur eine Schwierigkeit, welche Job bekommt Frau Roth.
  3. #3

    Vollkommen überflüssig!!!

    Talkshows sollten abgeschafft werden, die Moderatoren verdienen ein fettes Vermögen, die Gäste sind immer die selben Gestalten und das Gelaber ist mittlerweile nicht mehr zum aushalten, da es sich wöchentlich wiederholt! Schade um das schöne Geld!
  4. #4

    Steinbrück wird griechischer Finanzminister?

    Soso, da wird Steinbrück also "lieber Finanzminister in Griechenland als Mitglied in einem Kabinett Merkel".
    Hoffentlich ist dann die 7. Kavallerie von Fort Yuma rechtzeitig aus Zürich zurück und kann zum nächsten Angriff ausreiten, damit unser Schattenverteidigungs-/angriffsminister dieses Amt auch antreten kann. Nach dem Griff in die Kiste der Kriegsrhetorik musste ja zwangsläufig der in die des ewigen Besserdeutschen folgen.
    Gerade jetzt wäre etwas weniger Selbstdarstellung und etwas mehr Inhalt wünschenswert.
  5. #5

    Erschreckende Einfältigkeit

    Schlimmer kann es nicht mehr kommen, da sitzen zwei Möchtegern-Politiker (Nahles - Özdemir) gegenüber 2 sachkundigen Politikern (Brüderle - Gröhes) dazwischen der Oberlehrer Jörges und reden wie im Kindergarten, wenn man den Kindern ein Spielzeug wegnimmt. Diese Oberflächlichkeit ist nicht zu übertreffen. In keinem Moment war erkennbar, wie die einzelnen Parteien Wähler akquirieren wollen, da alle kein Konzept zu haben scheinen. Hohle Schlagworte wie soziale Gerechtigkeit (was ist das genau?) wechselten sich mit gegenseitigen Vorwürfen ab, wer was zuerst zu einem aktuellen Thema in seiner Partei gemacht habe.
    Dann noch den gekürten Kanzleranwärter Steinbrück zu charakterisieren, als kantigen Menschen, das war allzu primitiv, da ohne Inhalt. Seine eingeforderte Beinfreiheit wäre im Flugzeug am Notausgang, aber niemals im Cockpit.
    Guten Flug!
  6. #6

    Die Richtlinien der Politik bestimmt das Pentagon

    Zitat von Niehen Beitrag anzeigen
    Tja. Witzfigurenkabinett. Das eigentlichgrößte Armutszeugnis unserer Demokratie sind die Wähler. Da kann man wahweise die größten Kalauer oder einfach gar keine Meinung durch den Äther jagen, die Leute wählen ohnehin fast immer das gleiche. Und die Mitte definiert sich selbst als solche und die eigene Politik erklärt man per Dekret "alternativlos".

    Eigentlich unterscheiden wir uns nur in Nuancen von China. Nicht der Staat schreibt den Bürgern mehr vor, was Sie zu wählen haben. Das macht der Bürger mittlerweile einfach selbst, da er ja weiß, daß es alternativlos ist. Klasse, da könnten sich auch manche autoritäre Regime ne Scheibe abschneiden ;)
    Ich stimme Ihnen zu, drückte ich Ihre Analyse im August 2009 noch mit folgenden Worten aus:

    "Angesicht der auf diese Weise vom spekulativen Finanzkapital provozierten “Staatsverschuldung” ist es nunmehr absolut egal, wer im Bundestag, wer im Landtag oder wer in einem Stadtrat “regiert”, haben doch unsere „Volksvertreter“ ab 2010 ff. noch weniger zu bestellen, als je zuvor!" Wer würde das in 2012 noch bestreiten. Ich fuhr fort:

    "Ihr (der Politiker) Job wird (auch) in den kommenden Jahren darin bestehen, für die veröffentlichte Meinung – je nachdem – die Lachnummer, den Hotzenplotz, den Dorfdepp, die Skandalnudel oder den Blitzableiter abzugeben, eine für den Abgeordneten frustrierende Angelegenheit, die man persönlich wohl noch am leichtesten erträgt, wenn man sich dafür dann wenigstens (wie ein Beamter) alimentieren lassen kann.

    Doch werfe – an dessen Stelle – der den ersten Stein, der anders handeln würde!"

    Jürgen Habermas hat diese Erkenntnise in 2011 auf seine Weise aus seiner Demokratietheorie sehr anschaulich abgeleitet: Neue Koalitionsoptionen: Die Alles-ist-möglich-Republik - Seite 5
  7. #7

    optional

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die SPD hat ihren Kandidaten gekürt - und in die politischen Talk-Sendungen hält der Wahlkampf Einzug. Einen Vorgeschmack auf das kommende Jahr lieferte "Hart aber fair" - die üblichen Verdächtigen lobten sich selbst. Gemeinsames Bekenntnis: Eine große Koalition? Niemals!
    Schauspiel ohne Wert.

    Diese Sendungen unterstützen nur den fatalen Trend weg vom Politiker hin zum Polit-Schauspieler. Politiker die arbeiten wollen statt schauspielern und lügen haben in diesem System doch überhaupt keine Chance mehr.
  8. #8

    QuotenFrau Nahles

    die mit Abstand schlechteste Figur hat ja wohl wieder mal Frau Nahles gemacht.

    Keinen geraden Satz hingekriegt, sämtliche Steilvorlagen komplett versemmelt, der Gesichtsausdruck ständig wechselnd zwischen pännälerhaftem Grinsen und schlecht gespielter Entrüstung. Tauscht lange verliebte Blicke mit Sitznachbarn Cem Özdemir aus. Auf entscheidende Fragen anwortete sie nur mit gestammelten "ja.." oder "nein.." Oh Gott - und sowas will Politiker sein?

    Dann auch noch schlecht im Lügen: "eine große Koalition lehnt sie rundheraus ab"..usw. Da wurde es selbst Jörges zuviel...
  9. #9

    Faktencheck?

    Schade, daß ein Fernsehformat, daß für sich den Anspruch erhebt die Menschen hart aber fair zu informieren - was natürlich steht und fällt mit der Wahl der Gäste - so wenig Erhellendes über Steinbrück zutage befördert. Dabei gäbe es so unendlich viel zu diskutieren: http://www.nachdenkseiten.de/?s=steinbrück&Submit.x=28&Submit.y=8








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