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Wahlkampf der US-Republikaner : Santorum baut seinen Vorsprung aus
APRick Santorum ist im Präsidentschaftswahlkampf der Republikaner der Mann der Stunde: Der Ex-Senator und Erzkatholik liegt in Umfragen jetzt klar vor dem bisherigen Favoriten Mitt Romney. Die anderen beiden Bewerber folgen weit abgeschlagen.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...816541,00.html
- #1 20.02.2012 17:56 von
- #2 20.02.2012 18:16 von
Sollte Santorum nominiert werden, ist Obama der Wahlsieger. Er wird moderat konservative, sozial liberale, unabhängige, Frauen und sämtliche Minderheiten in Scharen zu Obama (zurück)treiben und viele Konservative von der Urne fernhalten. Natürlich wird er auch unfassbar viel logistische und finanzielle Unterstützung von den entsprechenden Interessengruppen bekommen.
- #3 20.02.2012 18:33 von
- #4 20.02.2012 19:19 von
Paul liegt vorne
Vorsicht. So einfach ist das nicht.
Einer der Gründe, warum Santorum so weit vorne liegt ist, dass Santorum bislang hinten lag, und sich deshalb die TV-Attacken auf Gingrich konzentrierten (der bislang weit vorne lag).
Das ganze kann sich schnell ändern.
Im übrigen sind Umfragen nichts und Delegierte alles. Und da dürften wohl Romney und Paul vorne liegen und vorne bleiben, weil Gingrich und Santorum es nicht geschafft haben auf vielen zukünftigen Wahlzetteln zu erscheinen (haben nicht die nötigen Unterschriften zusammengekriegt).
Es ist delegiertentechnisch fast unmöglich, dass Santorum oder Gingrich gewinnen.
Santorum stiehlt aber viele Stimmen von Romney und so könnte Paul als der strahlende Gewinner hervorgehen. - #5 20.02.2012 19:25 von
Ob er vorne bleibt,
ist keineswegs sicher.
Als Frontrunner wird ihm auch mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Und, was da alles zum Vorschein kommt, das wird sogar einige Konservative dazu bringen, sich abzuwenden, von den Unabhaengigen gar nicht zu reden.
Ob Protestanten (die nicht-evangelikalen Nicht-Katholiken) erbaut sein werden, wenn sie lesen, dass sie in Santorums Sicht sich vom echten Christentum abgewendet haben, auf dem absteigenden Ast sind, ist kaum anzunehmen.
Seine Ablehnung von Verhuetungsmitteln (weil diese dem eigentlichen Sinn des Geschlechtsverkehrs widersprechen) wird ihm bei Frauen kaum helfen, schon gar nicht der "Witz" seines Financiers (Wenn les cons dumme Bemerkungen machen, werden sie spaeter immer zu Witzen), dass eine Aspirin zwischen den Knien die beste Verhuetung ist.
Praenatale Untersuchungen fuehren laut Santorum zu mehr Abtreibungen.
Santorum ist so von seinen Ansichten so ueberzeugt, dass ihm gar nicht der Gedanke kommt, er koenne damit auch Waehler vor den Kopf stossen.
Die Republikaner stehen halt vor einem Dilemma: Wer soll's sein, der Ultrareligioese oder der Wendehals, oder?
In Michigan jedenfalls schmilzt Santorums Vorsprung bei den Umfragen schon wieder, denn Romney erscheint zwar als sehr flexibel, aber auch als nicht ganz so grosser Spinner.
Aber Santorum hat dort sogar noch Reserven. 10% der Republikaner in Michigan sind der Meinung, der ehemalige Senator sei zu liberal. Man muss schon mehr als spinnen, wenn man Santorum fuer liberal haelt. - #6 20.02.2012 20:37 von
Das waren aber andere Umstände. Gore war nicht der Amtsinhaber, die Lewinsky Affäre war gerade vorbei, Hillary Clintons Senatswahlkampf hat viele Spenden gekostet und Bush trat als Washington-Outsider an, der den Laden gründlich aufräumen wollte. Ausserdem war Gore ein schwacher Kandidat.
- #7 20.02.2012 22:12 von
..
Beim letzten mal,wurde mein Post zensiert und nicht zu gelassen.
Versuch ich es halt nochmal...
Fidel Castro:
“The selection of a Republican candidate for the presidency of this globalised and expansive empire is – and I mean this seriously – the greatest competition of idiocy and ignorance that has ever been.”
Fasst den ganzen Vorgang perfekt zusammen. - #8 21.02.2012 07:03 von
Bittebitte liebe US-Amerikaner, nominiert Santorum! In einer zweiten Amtszeit kann Obama vielleicht endlich mal was durchsetzen, ohne im Kongress auf Granit zu beißen...
- #9 22.02.2012 10:04 von
Also von den Delegierten liegt Paul auch nicht vorn. Er hat zwar 3 mehr als Santorum aber 7 weniger als Gingrich. Und da Romney mehr Delegierte hat als alle 3 zusammen besteht da eigentlich keine Gefahr aktuell.
Die Gefahr für Romney ist lediglich das evt. die konservativen ihre Delegierten auf einem Kandidaten vereinigen und dann Santorum/Gingrich als Präsident und Vize ins Weise Haus einziehen. Paul hat solche Unterstützer nicht, da ich bezweifle, dass die Konservativen ihn auf dem Parteitag unterstützen.
Momenten klauen sich vor allem Santorum und Gingrich gegenseitig stimmen. Aber wahrscheinlich ist der Wählbarkeitseffekt letztlich am größten, sodass wohl doch Romney das Rennen macht.
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