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Wahlkampf in Berlin: Das Wowereit-Prinzip

Seit zehn Jahren regiert Klaus Wowereit die Hauptstadt. Zeit für einen Wechsel, könnte man denken.*Doch die Berliner sind offenbar anderer Meinung. Der Sozialdemokrat schäkert sich seinem dritten Wahlsieg entgegen. Sein einziges Programm: er selbst.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...782482,00.html
  1. #330

    Für die ganz langsamen ...

    Zitat von het Beitrag anzeigen
    Das Magazin FOCUS berichtet also vom Wanderungsgewinn Berlins (+18000) und Hamburgs (+12000)im Jahr 2010.

    Nach ihrer Meinung hat HH aufgrund dieser Zahlen gegenueber der Hauptstadt demografisch Boden gut gemacht, waehrend der unbefangene Beobachter eine Differenz zugunsten Berlins von schlicht der Haelfte des hamburger Wanderungsgewinns herausliest.
    Also mal so erklärt:
    Bevölkerung Hamburgs in Prozent von Bevölkerung von Berlin:

    1990: 48,122
    2009: 51,536
    2010: 51,620

    Kapiert?
  2. #331

    Auge um Auge ...

    Zitat von het Beitrag anzeigen
    Nichts treibt einen doch mehr um, als Gelder, die woandershin fliessen.
    Richtig!

    Zitat von het Beitrag anzeigen
    Was die finanzielle Foerderung des Bundes betrifft, so muss sicherlich nicht unbedingt sein, dass die mittlerweile saturierte "Bundesstadt Bonn" jaehrlich 1,45 Milliarden Euro vertraglich zugesicherte Bundes-Finanzhilfe bekommt, weiterhin hier mal 39 Mio Euro fuer das neue Festspielhaus, hier mal mit Telekom, Post und Postbank gleich drei Konzerne und dort mal ein paar andere Organisationen, wovon allein die Vereinten Nationen 800 Arbeitsplaetze mitbringen.
    Dabei hätte doch ein Logistikunternehmen wie die Post besser ... . Na ja, da wo die meisten großen Logistikunternehmen hin wollen, wenn Sie nicht vom Bund zurück gepfiffen werden ;-) !
    Na ja, immerhin die Postbank wird nun aus Frankfurt geleitet und sollte Mehdorn mit Air Berlin fertig sein und zur Post wechseln ....

    Aber Spaß beiseite, wenn immer noch 1,45 Milliarden/Jahr nach Bonn fließen sollten, wäre das in der Tat etwas, was nicht mehr sein sollte. Ein Tribut an das größte Bundesland?
    Aber die gebärden sich dabei nicht so wie es Herr Wowereit mitunter zu tun pflegt.

    Zitat von het Beitrag anzeigen
    Die laeppischen paar Millioenchen, die der Bund in das (--Achtung, jetzt kommts!--:) "World Conference Center Bonn" investiert hat, sind leider in den Sand gesetzt, weil die bonner Karnevalisten Schwindlern zum Opfer gefallen sind.
    Was Hoffnung macht: der Bund braucht nur eine dreistellige Millionensumme nachzuschiessen, um die Bauruine fertigzustellen.

    Der ganze Schmonzus nennt sich uebrigens faire Arbeitsteilung zwischen der Hauptstadt Berlin und der "Bundestadt" Bonn.

    Mit ihrem detektivischem Talent koennen Sie sicherlich noch mehr verdeckte Verschwendung am Rhein entdecken.

    Nairobi, uebernehmen Sie!
    Ich hätte zwar für Bonn gestimmt, aber wenn man umzieht, dann ganz. Aber ich möchte Behaupten, dass die Einnahmen aus der Hauptstadtfunktion die Belastungen schon heute bei weitem übersteigen. Bei einem Komplettumzug dürfte das allerdings unbestreitbar sein.
    Von daher erübrigt sich jede weitere Förderung des Bundes.
  3. #332

    Siemens war ein Berliner Unternehmen!

    Zitat von pom_muc Beitrag anzeigen
    Der norddeutsche Überfall auf Süddeutschland führte erst dazu dass Firmen wie Siemens in der danach unangefochtenen Hauptstadt des deutschen Kaiserreichs prosperierte weil jede Firma dort Filialen eröffenen musste oder gar ihren Stammsitz dahin velegten.
    Der in Mecklenburg aufgewachsene Werner Siemens und sein in Berlin aufgewachsener Kompangnon Johann Georg Halske gründeten Siemens in Berlin. Nach München wurde die Zentrale als Folge aus dem zweiten Weltkrieg verlegt.

    Der Grund warum die ganzen Banken, die vorher in Berlin (Stichworte Arthur Gwinner und Deutsche Bank seien hier mal erwähnt) nach Frankfurt gingen war einfach dass die Briten in ihrer Besatzungszone nach dem Krieg als erste wieder Banklizenzen vergaben.

    Echt so eine Verdrehung der Tatsachen!
  4. #333

    Frei

    Zitat von Nihil novi Beitrag anzeigen
    Wie verheerend sich CDU Mief in Großstädten auswirkt, kann man z.B.in Frankfurt besichtigen. Das ist wirklich erschreckend dort. Pleite, kleinbürgerlich, miefig und die halbe Stadt dem Mammon geopfert.
    Hast du Recht, Alter! Ich war früher in Bankfurt und bin heilfroh, jetzt im "arm, aber sexy" Berlin zu sein, wo man sich viel freier fühlt.
  5. #334

    Gut

    Zitat von Sublucem Beitrag anzeigen
    Wer liest sich heutzutage auch Parteiprogramme durch? Die auf wenige Seiten verkürzten Pamphlete sind dermaßen verklausuliert und unverfänglich geschrieben, dass die wahren Absichten ein Thema für den Wahlomaten sind.
    Stimmt nicht! Die CDU hat hier in Berlin eine prima Broschüre, mit Problem/Lösung-Texten - alles schön übersichtlich und klar.

    Was die Kandidaten verschiedener Parteien mir vor dem Supermarkt so alles in die Hand drücken, das ist gut gemacht.
  6. #335

    .

    Zitat von wilde Socke Beitrag anzeigen
    Ich war früher in Bankfurt und bin heilfroh, jetzt im "arm, aber sexy" Berlin zu sein, wo man sich viel freier fühlt.
    Die Freiheit ist ein interessanter Aspekt.
    Die vermisst man naemlich ziemlich nachhaltig, wenn man raus ist aus der Stadt.
    Dann ist da noch die unendliche Toleranz, die Laessigkeit und das Legere...ist es das, was durch Wowereit befoerdert wird?
    Meine Stimme haette er.








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