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Wahlfarce: Facebook-Abstimmung ist gescheitert

Sie lehnen die neuen Regeln ab: Mehrere Hunderttausend Facebook-Mitglieder haben gegen neue Nutzungsbedingungen gestimmt. Weil das Unternehmen aber an Mitbestimmung offenbar kein Interesse hat, betrug die Wahlbeteiligung nur 0,05 Prozent - zu wenig für eine Entscheidung.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...837827,00.html
  1. #1

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    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie lehnen die neuen Regeln ab: Mehrere Hunderttausend Facebook-Mitglieder haben gegen neue Nutzungsbedingungen gestimmt. Weil das Unternehmen aber an Mitbestimmung offenbar kein Interesse hat, betrug die Wahlbeteiligung nur 0,05 Prozent - zu wenig für eine Entscheidung.

    Wahlfarce: Facebook-Abstimmung ist gescheitert - SPIEGEL ONLINE
    Welche 900 Millionen? Das war doch von vorn klar, dass es so ablaufen würde. Ausserdem hat Facebook riesen Anteil von Facebookvoyers die jede Einzelheit ihres Lebens bereitwillig reinstellen.
  2. #2

    Der Wähler an der Börse

    0,05% von 900 Mio sind 450.000. Wenn sich 450 000 an der Abstimmung beteiligen, dann sind das beim Fratzenbuch rund 80% der aktiven Nutzer. Dass die sich aber überhaupt an dieser "Wahl" beteiligen zeigt, wie sehr die sich selbst überschätzen. Und dazu dann dieses hochtrabende Geschwurbel von der "Facebook Governance", das ist nur noch lächerlich.

    Die einzige und Reale Wahl hat diese HTML Klitsche schon hinter sich und die lief an der Börse.

    Fazit: Die Wähler an der Börse finden das nicht gut.
  3. #3

    war vorraus zu sehen...

    Ich habe zu einem sehr frühen Zeitpunkt abgestimmt und war noch verwundert warum nur 35.000 User gevotet haben, aber auf das Votum über 2 Mio Likes gesetzt waren. Da fällt mir nichts zu ein! Der Masse der FB ler scheint es s... egal zu sein, wie man mit ihren Daten umgeht und darauf war das Votum auch ausgerichtet. Allein schon die gesetzte Mindestteilnehmerzahl war ein Witz! Ich hatte auch nur aus der Presse davon erfahren und musste per Google gezielt danach suchen. Naja, nun ist FB ja an der Börse und muss nun endlich Wege finden die wertvollen Nutzerdaten effizient Gewinn maximierend zu nutzen, jetzt hängt das Überleben des Unternehmens davon ab! Das wird also nicht die letzte grenzwertige Aktion von FB sein. Mit fallendem Börsenkurs werden da noch einige Überraschungen auf uns zukommen. I like that...
  4. #4

    Undemokratisch

    1. Alle User, die in ihren "Privacy Settings" Apps verboten haben können nicht an der Wahl teilnehmen, da diese als App von einer Fremdfirma veranstaltet wird.

    2. Diese Firma heißt Wildfire und beschreibt ihr Angebot selber so:
    "Wildfire is an easy-to-use yet powerful tool to grow, engage, and monetize your audience on Facebook, Twitter, YouTube and LinkedIn"
    http://www.wildfireapp.com/
    Auf der Privacysetie von Wildfire steht zur Nutzung von Benutzerdaten[...]
    " For example, we may use the information we collect from you on our Sites and Applications:

    to send you information about new promotions, products, and services offered by Wildfire and our selected partners; and
    to conduct an aggregated analysis of the performance of promotions.[...]"

    Wenn ich es richtig verstehe, können über die Graph API alle "Basic Information" weitergegeben werden( "By default, this includes certain properties of the User object such as id, name, picture, gender, and their locale. Certain connections of the User object such as the Friends connection are also available. If the user has made more of their data public, more information will be available.")
    https://developers.facebook.com/docs/authentication/permissions/#basic_info
    Facebook schreibt zwar, daß diese Firma alle Daten nach der Wahl löschen muß, aber welche Garantien habe ich dafür und was geschieht mit meinen Daten davor?

    Bin ich zynisch, wenn es mir so vorkommt, dass Facebook die Daten seiner "Wähler" zu Marketingzwecken an Fremdfirmen weitergibt?
  5. #5

    Keine 900 Mio User

    es ist doch albern von facebook zu glauben, man haette 900 Mio usern, darunter sind etliche Multis, Fakeaccount und Accounts von inaktiven Usern, weil das Loeschen quasi unmoeglich ist.

    Also vielleicht hat facebook doch nur 100 Mio User.
  6. #6

    Zitat von wadoe2 Beitrag anzeigen
    0,05% von 900 Mio sind 450.000. Wenn sich 450 000 an der Abstimmung beteiligen, dann sind das beim Fratzenbuch rund 80% der aktiven Nutzer.
    Wo genau leben sie? Ich kenne an meiner Uni keinen einzigen, der nicht zumindest alle paar Tage über Facebook zu erreichen wäre. Das wird bei den allermeisten Menschen unter 30 so sein.

    Sie können von dieser Firma denken was sie wollen. Aber die Nutzerzahl auf eine knappe halbe Million zu schätzen zeugt von Ahnungslosigkeit.

    Die Wahl an der Börse verlief übrigens ziemlich gut. Für den lächerlichen Gewinn pro Jahr ist diese HTML Klitsche extrem hoch bewertet. Immernoch.
  7. #7

    Ist das nicht schlimm?

    Zitat von miruwa Beitrag anzeigen
    Wo genau leben sie? Ich kenne an meiner Uni keinen einzigen, der nicht zumindest alle paar Tage über Facebook zu erreichen wäre. Das wird bei den allermeisten Menschen unter 30 so sein.
    Mann kennt sich nur noch über Facebook!

    Naja, wir alten Säcke treffen uns noch zum grillen von dicken Steaks und nicht auf virtuellen Bauernhöfen.

    Wahrscheinlich kennen Sie auf Ihrer Uni niemanden so richtig privat.
  8. #8

    .

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    An echter Mitbestimmung hat der Konzern offenbar kein Interesse.
    Wahlfarce: Facebook-Abstimmung ist gescheitert - SPIEGEL ONLINE
    Könnt ich mal ein Beispiel haben von einem Konzern, der alle 'Kunden' mitbestimmen lässt?

    Damit das nicht falsch verstanden wird, ich heiße das nicht gut. Aber ich kann diese naiven Sätze über Großkonzerne und Monopolisten einfach nicht mehr hören. Großkonzerne sind Großkonzerne weil sie sich wie solche gerieren - das beinhaltet weder demokratisches, noch moralisches Verhalten. Im Besten Fall verhalten sie sich gesetzeskonform. Natürlich nicht, wenn man ihnen aus Gesetzeswidrigkeiten keinen wirklichen Strick drehen kann. Kriminelles Verhalten das nur Geld kostet, wird schlicht wirtschaftlich betrachtet. Wenn sichs rentiert, gibts keinen Grund, es zu lassen. Besonders im Falle von Facebook werden gerne auch vollendete Tatsachen geschaffen, z.B. beim Datenschutz. Mit 900 Mio. Usern fühlt man sich offenbar nicht mehr dem Gesetzbuch verpflichtet, sondern der Masse.

    Wenn mehr Leuten all das endlich mal bewusst würde, könnte evtl. ein Umdenken gegenüber solchen Kraken einsetzen. Sätze wie "An echter Mitbestimmung hat der Konzern offenbar kein Interesse" sind zwar drollig, aber für obiges Ziel leider sinnlos.
  9. #9

    Zitat von aga100 Beitrag anzeigen
    Mit 900 Mio. Usern fühlt man sich offenbar nicht mehr dem Gesetzbuch verpflichtet, sondern der Masse.
    Nicht "der Masse verpflichtet", sondern der wirtschaftlichen Ausbeutung der Chancen, die die Massen bieten mit ihren "freiwillig" angebotenen Daten.

    Viele Konzerne der Medienlandschaft leben heute nachgerade davon, dass "user" den "content" selbst erzeugen, dafür aber nicht bezahlt werden. (Hier übrigens das Gleiche, oder haben Sie schon mal Geld fürs Postingschreiben erhalten?) Sie leben davon, dass Erträge in den Taschen der Macher landen, die "nur die Plattform" bereitstellen..

    Soll heißen: was hier herumliegt an Inhalten, damit haben wir quasi praktisch beinah gar nichts zu tun - aber wenn es Geld zu verdienen gibt, ist das in jedem Falle unseres..

    Wenn es neben der Privatisierung von Erträgen dann auch noch gelingt, die Risiken zu vergesellschaften, dann hat man das Kapitalisten-Paradies: arbeitsarme und risikofreie Erträge.

    Aber dazu müsste man Bänker sein.. .. Oder Politiker. Oder Hoher Beamter.

    Die Halbierung des Initialbörsenpreises habe ich vorausgesehen. Ich habe damals auch schon beim IPO Telekom nichts gekauft. Denn wenn dafür Werbung gemacht wird, dann wird klar etwas verkauft, das überpreist ist. Wäre es wirklich sehr ertragreich, würde einem die Oligarchie das Papier doch nicht verkaufen wolllen.. , sondern das alles selber behalten.

    Also wird etwas anderes getan: man schneidert irgendwelche Spezialkonstrukte, die letztlich im Ergebnis immer einflusslos bleiben sollen, bewirbt die massiv, und haut die dann unters dumme Volk.

    Aktionäre? Sind dumm, und frech. Dumm, dass sie uns ihr Geld geben. Und so frech, dafür auch noch Rendite zu erwarten. (Co Spruch im Industrieclub zu Düsseldorf, derer Haniels, Thyssen, Stinnes, Krupp etc. ). Das hat der Zahnarztsohn Zuckerberg gut gelernt.

    Ich bin auch bei Fratzbock. Ohnehin egal: Man entkommt denen einfach nicht mehr. Ich habe alles vernagelt, alles verboten etc. Egal. Andere erzählen soviel über mich, dass ich allein eh keine Chance habe, das Wissen des Web über meine Person zu kontrollieren. Wenn man seinen eigenen Namen googelt (Pflicht! für den modernen Menschen einmal monatlich. Es sollte unter Strafe gestellt werden, das NICHT zu tun..), dann ist immer wieder interessant, was diese Datenkraken alles sahen, wissen und rückverfolgen konnten.

    Absolut klar, dass sie davon Nutzen generieren wollen.

    Klar, dass sie mich sowohl vom (wirtschaftlichen) Nutzen ausschließen wollen, als auch meine Mitwirkung bei der Bestimmung und Ausgestaltung des Systems nicht wollen. Denn das könnte ja bedeuten, dass sich mein Nutzen mehre.

    Das wollen die aber nicht.

    Die wollen, dass sich deren Nutzen mehre.

    Dass ICH deren Nutzen mehre.


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