DPADie Besetzung bei Jauch war hochkarätig, aber die Elefanten wirkten müde. Noch-FDP-Chef Rösler wich aus, reihte Textbausteine aneinander. Ursula von der Leyen gab sich mitfühlend und besorgt. Und kurz vor Schluss sagte Sigmar Gabriel doch noch etwas Bemerkenswertes.
http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,832965,00.html
Wenn einige hier schwadronieren, die LINKE sei nie etwas anderes als eine Protestpartei gewesen, ignorieren sie vorsätzlich die gegebenen sozialen Verhältnisse und die hierarchisch soziale Zusammensetzung der Gesellschaft in Deutschland. Ebenso ist es eindeutig, dass sich die SPD als Vertretungsmacht des unteren Fünftels der Gesellschaft bzw. der sogenannten "kleinen Leute" eindeutig verabschiedet hat. Selbst gestandene SPD Mitglieder beschönigen diesen Umstand schon nicht mehr.
Andererseits ist klar geworden, - obwohl es die tatsächlich typische und gehypte Protestpartei "Die Piraten" gibt, bleibt der Nichtwähleranteil dennoch bei ca. 40 % ziemlich konstant.
Also ist doch wohl klar nachvollziehbar was hier tatsächlich Fakt ist, natürlich nur für denjenigen der über einen logischen Verstand verfügt und diesem vor irgendwelchen verbohrten Ideologieaversionen den Verzug gibt.
Das abgehängte Fünftel der Gesellschaft befindet sich überwiegend im Nichtwählerpool, die wählen überwiegend noch nicht einmal den angeblichen "Protest". Wenn also geschrieben würde, dieses Fünftel der Gesellschaft ist in seiner Mehrheit geistig zu unterbelichtet um zu erkennen wer den überhaupt noch die eigenen Interessen für sie vertritt, dann könnte ich dem, weil ja tatsächlich wahr, zustimmen. Aber wer die LINKE als reine Protestpartei verunglimpft und nicht als Interessenvertetung der sogenannten "kleinen Leute" bezeichnet, äußert nur auf maßlose ignorante und arrogante Art und Weise seine ideologische Aversion gegen die LINKE oder ist ebenfalls geistig unterbelichtet !
Es kommt sehr oft auf die Person an, die ihr Programm vertritt. Einige Politiker kommen ganz einfach bei den Leuten nicht so gut an, weil sie nicht so sympathisch sind. Übrigens, Jauch's Sendung in der ARD schaue ich mir immer an, weil er mit seinen Fragen sehr gut vorbereitet und eben, jetzt haben wir es, sehr sympathisch ist.
Aber erst mal werden sie ein rot-grünes Chaos anrichten, wie beim letzten Mal.
Denn erstaunlicherweise nutzen Oppositionsparteien ihr Auszeit nicht zur Runderneuerung, zur Programmarbeit und zur Ausarbeitung von stichhaltigen Regierungskonzepten, die am Tag Eins der Regierungsübernahme nur fix und fertig aus der Schublade gezogen werden müssten, sondern starten erst dann mit dem NAchdenken, was man zu tun gedenkt. Natürlich sind die Wahlversprechen dann schon längst vergessen.
Wer bekommt welchen Posten, wer ist wem nicht grün, wo rollen Köpfe, wer will "durchstechen"? Kommt nur mir das so vor, oder sind die Medien wirklich derart überkandidelt, dass sie sich mit politischen Inhalten um Gottes Willen nicht mehr befassen wollen, sondern nur noch das möglichst blutige Gemetzel auf der Bühne zählt? So kann man Politik auch kaputtmachen.
D a s ist langweilig, weil jeder längst weiß: Merkel drückt Röttgen wieder an ihre Brust, Kraft will nicht den Beck machen und Rösler ist schon seit Wochen ein "dead man walking", Trittin mag Roth nicht, begnügt sich aber damit Künast zu beerdigen, während er Angst vor Özdemir hat. Wo ist bei all dem Personaldusel und den Hetzorgien der Erkenntnisgewinn? Wann sprechen wir mal über das, worüber gestern der Wähler entschieden hat? Ist der Spiegel wirklich so weggetreten jenseits von Gut und Böse?
[Noch-FDP-Chef Rösler wich aus, reihte Textbausteine aneinander. Ursula von der Leyen gab sich mitfühlend und besorgt. Und kurz vor Schluss sagte Sigmar Gabriel doch noch etwas Bemerkenswertes.
Seit Beginn der Finanzkrise bräuchten wir Untertitel mit dem was derjenige wirklich denkt.Es wird mit den Märkten gesprochen, nicht mit uns. Rößler gibt immer den Eindruck, Textbausteine vorzusagen.