DPADie Besetzung bei Jauch war hochkarätig, aber die Elefanten wirkten müde. Noch-FDP-Chef Rösler wich aus, reihte Textbausteine aneinander. Ursula von der Leyen gab sich mitfühlend und besorgt. Und kurz vor Schluss sagte Sigmar Gabriel doch noch etwas Bemerkenswertes.
http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,832965,00.html
>>Als Jauch erwähnte, Ex-Kanzler Gerhard Schröder habe sich für Peer Steinbrück starkgemacht, wurde Gabriel entlarvend sarkastisch: "Gut, dass es nicht Putin war."<<
An diesem Thema sollte die SPD weiter und vor allen Dingen offener arbeiten, wenn Sie auf Bundesebene das Vertrauen ehemaliger Wähler zurückgewinnen will. Kraft erschien meilenweit entfernt von der Bundes-SPD und den Steinbrücks und Steinmeiers und hat vielleicht auch deshalb Wähler gewonnen.
"Ehrlich gesagt, ich bin richtig froh, dass der Röttgen das versiebt hat", sagt eine strahlende Ursula von der Leyen. "Mir kann das schließlich nur recht sein, wenn Muttis Bester sich selbst aus dem Weg räumt."
beginnen und weiter unten sagen: April, April! - Ich fass' es nicht! :-(
Frage an @das Känguru:
Von welcher Partei werden typisch soziale Themen wie z. B. soziale Gerchtigkeit, AN Interessen etc. belegt oder die interessensgeleitete Rolle der Banken als die Wahre Macht im Staate (in den Staaten) nicht nur verbal, sondern durch aktive parlamentarische Oppositionsarbeit auch durch Taten getragen.
Genauso, wie die Verschiebung der (Neo)Liberalen FDP nach rechts erfolgte, ist die SPD längst in der Mitte angekommen.
Allein als Gegenpol hierzug ist die LINKE wichtig.
Was sich die Protestwähler nun inhaltlich von der Piratenpartei versprechen, ist mir schleierhaft.
Durch technokratische EU-Politik wird in den Parteien die Kluft zwischen EU/Bundes- und volksnahe Länderpolitik immer größer.
Wo wäre die FDP ohne Kubicki und Lindner?
Hätte die SDP ohne Kraft auch so gut abgeschnitten - wohl kaum.
In NRW regiert nun mit Rot/Grün das kleinere Übel.....
Ich wollte gerade einen Kommentar verfassen, aber sie haben mir die Arbeit erspart.
Allerdings muss man sich nicht wundern in Zeiten, in denen Politik immer weiter medialisiert und Medien immer stärker entpolitisiert werden. Einmal seine Meinung versehentlich kundgetan, und schon stürzt die eigene Partei bei Wahlen ein Stückchen weiter ab (Stichwort Röttgen: "Leider entscheiden die Wähler...")
Ich vermisse die Zeiten, wo Politiker richtige Polterer waren, anstatt aalglatte Schmierenkomödianten.
"Warum spricht man von Elefantenrunde, wenn der richtige Elefant, Gregor Gysi, nicht dabei ist. Hätte der vielleicht mal wieder kurz und bündig die Wahrheit gesagt? Hätte das einigen weh getan? Sicherlich, auch ein Jauch schaut nur auf die Quote."
Ist das jetzt Ironie?
Der Sprachmüll, den sich die Spitzenpolitiker bei solchen Gelegenheiten immer wieder leisten, ist kaum auszuhalten. Und zeigt deren Ferne vom Volk. Die (noch) normalen Piraten brauchen eigentlich gar nichts zu tun (was sie ja auch beherzigen), das erledigen die anderen schon für sie.
Welche Taten soll eine 8% Oppositionspartei denn vollbringen ? Ein voll durchdachtes, durchgerechnetes Wahlprogramm zur Lösung ALLER Probleme etwa ?
Das gibts doch nicht einmal bei "den Großen". Warum von einer neuen Bewegung mehr erwarten als von den Etablierten, zumal diese, siehe aktuelle Koalition, selbst mit nichts als Absichtserklärungen an die Macht gekommen sind - man erinnert sich an die letzte Koalitionsvereinbarung mit Grausen. Wieviel wurde davon umgesetzt ? und wen interessiert das wirklich ?
Geben wir den Piraten Zeit, ob sie dies nutzen liegt an ihnen. Wenn nicht wird diese neue politische Kraft schnell wieder verschwinden. Aber verlangen wir nicht mehr als von anderen Parteien.