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Wahl-Talk bei Jauch: Dampfplauderer mit Pirat

DPARöttgen, Künast, Wowereit, Lindner, Gysi: Angesichts dieser Gäste war bei Günther Jauch keine tiefsinnige Wahlanalyse zu erwarten, sondern die üblichen Politiker-Klischees. So kam es auch - für Abwechslung sorgten nur der Pirat Johannes Ponader und ein aufgeregter Mann im Publikum.

Talk bei Jauch: Röttgen, Künast, Wowereit, Lindner, Gysi und Ponader zur Wahl in Schleswig-Holstein - SPIEGEL ONLINE
  1. #20

    Geht's noch?

    Also viele scheinen hier unter Wahrnehmungsstörungen zu leiden.

    Wo war denn bitteschön "Substanz" bei dem Pirat? Da war GAR NIX. Im Gegenteil: er war derjenige, der herrlich unkonkret und ausweichend auf Fragen geantwortet hat. Genau das, was man den einem Röttgen oder Lindner vorwirft.

    Es war doch so, dass Röttgen (bin kein Freund von ihm) derjenige war, der Sachthemen und die unterschiedlichen Haltungen von Mama Hannelore und ihm dargelegt hat. Ausweichend war er nur bei der Frage nach dem Verbleib im Landtag NRW nach einer Wahlniederlage. Dies ist jedoch egal und weitaus weniger wichtig wie Sachfragen.

    Und Lindner war auch derjenige, der bpsw. bei der Frage der Finanztransaktionssteuer klar dargestellt hat, was eine solche Symbolpolitik bringt bzw. nicht bringt, wenn man es nur in Deutschland einführt.

    Fazit: 2 hatten einigermassen Substanz im Gegensatz zu denen, die der etablierten Politikwelt "Substanzlosigkeit" vorwerfen.
  2. #21

    Mit und ohne Anzug

    Es ist natürlich nur ein oberflächliches Detail, aber die Verlogenheit der politischen Klasse kann man durchaus auch am Outfit ablesen. Die blütenweißen Hemden, die edel schimmernden, geschmackvollen Krawatten, die gut sitzenden Anzüge, Frisuren und Brillen. Man kann es einfach nicht mehr sehen. Und nicht mehr hören wie dann aus den garantiert Zahnlücken-freien Mündern geschickt gedrechselte Halbwahrheiten kommen. Auch gerne sehr "betroffen" verkündetet, soziale Grausamkeiten als Sachzwänge formuliert.
  3. #22

    Zitat von themistokles Beitrag anzeigen
    Mit Verlaub: Das Verhalten von Herrn Ponander, das ewige Handtieren mit dem Smartphone, war ziemlich daneben und respektlos der Sendung und den Mitdiskutanten. In der Schule hätte man ihm das Telefon abgenommen...
    Okay, ich mag hoffnungslos altmodisch sein, aber eben dies gefiel mir auch nicht sonderlich. Gut, ich saß ja selbst nicht in der Runde, aber würde mein Gegenüber bei einem privaten Gespräch ständig mit seinem Spielzeug spielen (ja, eben diese Assoziation, die jetzt bei dem einen oder anderen aufkommt, ist bezweckt), so empfände ich dies als Unhöflichkeit.
  4. #23

    Zitat von OlGa Beitrag anzeigen
    Ponader hat seine Sache gut gemacht und war der Einzige, der ansatzweise etwas Substanz zur Diskussion beigetragen hat - wenn man ihn denn ließ.
    Also für mich war das eine Erstbegegnung mit einem echten Piraten. Wow war das spannend! Tut mir leid, aber der Mensch strahlte schon durch seine Haltung eine Aura der Langeweile aus. Daran änderte auch das ständige Rumhantieren mit dem Handy nichts. Und Substanz??? Ich hätte ja wirklich gern was zu den Kernthemen der Piraten: bedingungsloses Grundeinkommen, kostenloser öffentlicher Transport und Schulsystem gehört.
    Aber: Da kam NICHTS. Ponader machte noch nicht mal den Eindruck, dass ihn diese Themen interessieren. Zu Afganistan kam die Mitteilung, dass die Mehrheit der Mitglieder den Einsatz ablehnen. Wow! Sehr überraschend. Aber was dann? Die Menschen dort sich selbst überlassen? Den Talibis ausliefern?
    Anscheinend hatte sein Handy nichts dazu gesagt.
    Also bei einem echten Piraten stellt man sich doch Leidenschaft und Einsatzwille vor, aber nicht Käßfüße.

    Ich bleib bei den anderen Parteien!
  5. #24

    Lebenskünstler

    Über Ponader habe ich mich zunächst angesichts des nerdigen Äußeren lustig gemacht - er sollte sich auch mal einen zweiten Pullover zulegen -, muss ihm aber eine angenehme Rhetorik und analytische Schärfe zugestehen. Dennoch sollte sich der Wähler ganz genau die Frage stellen, ob man politische Verantwortung für ein Land Leuten überlassen sollte, deren Lebensentwurf darauf angelegt ist, von Sozialtransfers (sprich: dem Geld anderer Leute, die dafür arbeiten müssen) zu leben. Es wäre überhaupt wünschenswert, wenn die Debatte in diesem Land sich einmal wieder mehr um das Kuchenbacken drehen könnte, als um das Verteilen der verbleibenden Plätzchen...
  6. #25

    Bitte mal nachdenken...

    Zitat von OlGa Beitrag anzeigen
    Es muss nicht zu allen Themen eine Parteiposition geben. Ganz im Gegenteil: einzelne Abgeordnete sollten unabhängiger werden und keine zu Stimmvieh degradierte Parteisoldaten sein, die nur die Linie der Parteispitze absegnen.
    Wenn ein Pirat sagt, er hole sich immer und permanent Feedback aus seiner Basis (über Twitter, LiquidFeedback etc.) ein und repräsentiert dann dies... Ist das nicht genau als "Stimmvieh" ohne eigene Meinung zu bezeichnen? Also genau das, was Sie den anderen Politikern vorwerfen?

    Ich möchte Leute in der Politik haben, die ganzheitlich und selbstständig denken und auch mal dafür (im Sinne des Ganzen) unpopuläre Entscheidungen treffen. Und nicht bei jeder einzelnen Fragestellung sich die (anonyme) Mehrheit einholen von einer Gruppe, zu deren Motivationen, Wissen etc. man nichts weiss...
  7. #26

    generation twitter & facebook...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Röttgen, Künast, Wowereit, Lindner, Gysi: Angesichts dieser Gäste war bei Günther Jauch keine tiefsinnige Wahlanalyse zu erwarten, sondern die üblichen Politiker-Klischees. So kam es auch - für Abwechslung sorgten nur der Pirat Johannes Ponader und ein aufgeregter Mann im Publikum.

    Talk bei Jauch: Röttgen, Künast, Wowereit, Lindner, Gysi und Ponader zur Wahl in Schleswig-Holstein - SPIEGEL ONLINE
    das vermeintliche soziale netzwerk ist in wahrheit asozial und herr ponader scheint sein gehirn austricksen zu können weil er sich des wirksamen multitasking wähnt.
    mag ja sein, doch wer ernst genommen werden will darf sich gerne dieser pubertären spielsachen im bedarfsdfall entledigen.

    und was war von den etablierten hohlköpfen zu erwarten: sprechblasen, die die physik auf den kopf stellten, denn es war nur geistiges vakuum.
  8. #27

    Welche Sendung gesehen?

    Zitat von endbenutzer Beitrag anzeigen
    Jemand, der in einer Gesprächsrunde vorrangig damit beschäftigt ist, auf das Display seines Mobiltelefons zu starren, kann einerseits dem Thema nicht richtig folgen, noch zollt er seinen Gesprächspartnern in irgendeiner Weise den erforderlichen Respekt. Schon im privaten Umfeld nervt es, wenn jemand ständig irgendwelchen Mist in sein Handy tippt. Auf solche „Politiker“ kann ich jedenfalls verzichten.

    Was ich mich schon seit einiger Zeit frage: Wenn sich jemand bei der Piratenpartei engagieren will und weder ein Laptop, noch ein Smartphone besitzt, wie weit wird derjenige in dieser Partei wohl kommen bzw. wie lange wird er/sie in dieser Partei eigentlich überleben können?
    Das verwunderliche ist doch das er trotz Handy (aktuelle Fakten eingeholt) quasi der Einzige war, der inhaltlich etwas zu den Themen beitragen konnte. Die anderen haben doch nur ihre gewohnten Floskeln, Parolen von sich gegeben, ausweichend geantwortet, auf Fragen Antworten zu einer ganz anderen Frage erwidert - das übliche, unterirdische Verhalten, die Politikerrhetorik, die nicht mehr zu ertragen ist.
  9. #28

    Einen SteiN...

    ...für die große Verwunderung, dass Herr Ponader das "Klischee" Nachhaltigkeit sprachlich verwendet, um anschließend im Text "das verbreitete Unbehagen an ihr noch einmal nachhaltig" bestätigen zu lassen. Wer die Verwässerung dieses Begriffes nicht möchte, sollte auch nicht darauf hinarbeiten ;-) (für mehr Infos siehe nachhaltigkeitszeug.de)
  10. #29

    Zitat von themistokles Beitrag anzeigen
    Mit Verlaub: Das Verhalten von Herrn Ponander, das ewige Handtieren mit dem Smartphone, war ziemlich daneben und respektlos der Sendung und den Mitdiskutanten. In der Schule hätte man ihm das Telefon abgenommen...
    Respekt gegenüber den Mitdiskutanten?
    Die haben doch keinerlei Respekt gezeigt und haben sich ständig unterbrochen und gleichzeitig geredet. Lindner hat in der 'argumentativen' Mottenkiste gegrubelt (Welpenschutz, Blah, die üblichen offensichtliche Unwahrheiten...), Kühnast ständig fürchterlich gekeift und sich beschwert, dass eine Sendung über die Piraten tatsächlich das Thema Piraten thematisiert und nicht etwa Wahlwerbung der Grünen, ...

    Ponader hat das extra vorher angekündigt und gefragt ob das jemanden in der Runde stört. Also wo sehen Sie das Problem?








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