DPARöttgen, Künast, Wowereit, Lindner, Gysi: Angesichts dieser Gäste war bei Günther Jauch keine tiefsinnige Wahlanalyse zu erwarten, sondern die üblichen Politiker-Klischees. So kam es auch - für Abwechslung sorgten nur der Pirat Johannes Ponader und ein aufgeregter Mann im Publikum.
Talk bei Jauch: Röttgen, Künast, Wowereit, Lindner, Gysi und Ponader zur Wahl in Schleswig-Holstein - SPIEGEL ONLINE
Die Verärgerung über den ALG2-Bezug von Herrn Ponader kann ich nicht nachvollziehen. Die anderen Teilnehmer werden doch ebenfalls direkt oder indirekt vom Steuerzahler alimentiert! Von den Figuren ist doch keiner mit eigenen Beiträgen am Bruttosozialprodukt beteiligt.
Herr Linder, hat zwei Pleiten hinter sich, ja toll, also muss er ein Versager sein?
Wussten Sie übrigens, das Ludwig Erhard seinerseits den eigenen Familienbetrieb nach drei Jahren vor die Wand gefahren hat? Übrigens noch vor dem schwarzen Freitag.
Ach so, und ich behaupte hier nicht, Herr Lindner sei der neue Erhard, das sei angemerkt um den ,,Gegenargumente durch Übertreibung lächerlich Machern" schon im Vorfeld den Wind aus den Segeln zu nehmen.
Das ist doch reinste Wortklauberei. Die Piraten sprechen selbst immer wieder von "kostenlosem Nahverkehr". "Fahrscheinlos" bedeutet, dass die Kosten einkommensabhängig auf alle abgewälzt werden, also auch auf jene, die die Öffentlichen gar nicht nutzen. In der Praxis unterscheidet sich das nicht von einem kostenlosen steuerfinanzierten Modell. Daran ändern auch neue Wortschöpfungen nichts.
... nur so aussieht, dass und Beamte, Juristen und Fachleute regelmäßig zu Deppen erklären, dem Wahlvolk absprechen wollen, einen Sachverhalt zu beurteilen .. um dann mit den negaitven Folgen leben zu müssen, dann ist ein Wechsel überfällig.
Leider stoßen die Medien in das selbe Horn und kritische Stimmen werden entweder garnicht erst verbreitet, oder aber gänzlich ignoriert. Hierbei kann man über das Internet sagen was man will, aber die Verbreitung von Meinungen, auch (oder gerade) neben der Meinung der sogenannten intellektuellen Politikermeinung, wird hier einhalt gebietet. Das führt mitunter zu merkwürdigen Konstellationen, aber offenbart auch, dass dieses "Gutmennschendenken" im Wahlvolk nur bedingt ankommt. Ich vage die Behauptung, dass die großen Parteien mit ihrem Programm so nahe beieinander sind, dass es nur darum geht sich die Posten zu sichern. Weiterhin haben alle vier großen Parteien an der Finanzmisere mitgewirkt, keiner ist frei von Schuld. Zur Zeit sieht es leider so aus, dass bereits weniger Schulden aufzunehmen als Erfolg verbucht wird, anstatt einmal die Vernunft wallten zu lassen. Wenn die 70 Millarden Tilgungsbelastungen im Haushalt nicht wäre, würden die Parlamente mit Plus arbeiten können. Aber wer weiß welche Seilschaft dann gefährdet ist.