Forum


 

Wahl im Saarland: Die Linke in Lauerstellung

dapdIm Saarland läuft nach der Landtagswahl alles auf eine Große Koalition hinaus, aber die Linke will offenbar einen Keil in die SPD treiben: Die Partei bietet sich den Sozialdemokraten lautstark als Regierungspartner an - weil sie weiß, dass es auch dort Anhänger eines rot-roten Modells gibt.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...823675,00.html
  1. #90

    Erinnerungen an Frau Ypsilanti

    Zitat von irreal Beitrag anzeigen
    mit den Worten: "Ich möchte die SPD noch mal auffordern, das zu tun, was sie vor der Wahl gesagt hat. Sie hat gesagt, sie will den gesetzlichen Mindestlohn, das kann sie nur mit uns. Sie hat gesagt, sie will ein echtes Tariftreuegesetz, das kann sie nur mit uns. Sie hat gesagt, sie will eine Vermögensteuer, das kann sie nur mit uns."

    Es ist genau dass Ergebnis eines Misstrauens was nicht nur Lafontaine hat, sondern auch ganz viele Bürger mitlerweile. Und er fordert das ein, dass Wahlversprechen auch gehalten werden sollten. Ich hätte als Bürger genau das Gleiche gesagt.

    Und ich bin mir sicher, dass Lafontaine nigs dagegen hätte, wenn seine alte Partei die SPD endlich wieder die ganz normalen Bürger und deren rechte unterstützt und der Mindestlohn ist das MINDESTE was endlich passieren muss, auch im Hinblick einer europäischen Gerechtigkeit.

    Ganz unemotional mal gesehen.

    MFG
    Bin auch der Meinung dass die SPD nur mit den Linken koalieren kann. Warum sollen die Grünen nicht auch mit in das Boot? Allerdings, würde die Saar-SPD es wagen, einer große Koalition ein Absage zu erteilen, würde die gesamte SPD von den Medien so niedergemacht, dass kein Wähler mehr auch nur ein Stück Brot von der SPD annehmen würde. Die Medien haben sich, wie ihre Werbekundschaft, sehr gut in dem Merkel - Selbstbedienungsladen BRD eingerichtet und werden zu verhindern wissen, diesen Selbstbedienungsladen auf absehbare Zeit in Gefahr zu bringen. Dafür gibt es dann auch schon mal die Liaison Spiegel -Stern - Bild wie im Fall Wulff, den Merkel aus Konkurrenzangst gerne da hat wo er jetzt ist, nämlich im politischen „Aus“, auch wenn für den Ehrensold die Steuerzahlungen von200 Rentnerfamilien mit einer Rente von je 2000,-Euro im Monat draufgeht.
  2. #91

    Zitat von frank314 Beitrag anzeigen
    an der Sozaldemokratie mit dem französischen Namen macht ein Zusammengehen unmöglich. Diese Selbstachtung hat die Mehrheit der SPD-Mitglieder immerhin noch.

    Rein biologisch düfte es eh die letzte Runde seiner Eitelkeit sein. Man setzt sich auf keinen sterbenden Gaul!
    Wenn Sie schon den Namen symbolisieren, muss ich Ihnen entgegenhalten, dass Lafontaine immer noch eine Quelle geistiger Frische und vielen christlichen Dumpfbacken haushoch überlegen ist. Den sterbenden Gaul sehe ich auch, aber der kriecht inzwischen bei
    1,2 % ins selbstgeschaufelte Grab.
    Einigen können wir uns vielleicht auf die Erkenntnis, dass die SPD einen personellen Cut braucht. Weg mit der Generation 60+ und jüngere Talente nach vorne!
  3. #92

    Zitat von Eliza Beitrag anzeigen
    Die Frage ist eigentlich nicht, wieso es die SPD denn mal nicht auf eine Allianz mit der sog. Linken (de facto, den Erben des DDR-Establishments) ankommen lassen will, sondern das interessante psychologische Problemchen ist, wieso es im Saarland noch immer 16% Unbelehrte gibt, die diesen Verein gewählt haben.
    Genau! 16 Prozent Ex-SEDler im Saarland! Dazu noch all die Wähler in den anderen West-Bundesländern.... Kein Totschlagargument ist blöde genug, um sich nicht mit Inhalten beschäftigen zu müssen

    Ach ja Ypsilanti... die Sarah Palin der SPD sozusagen. Wer sich die und ihre hessische "Strategie" zum Vorbild nähme, der würde vermutlich das eine oder andere erleben, was er lieber nicht erlebt hätte.
    Ypsilantis einziger Fehler war derselbe, den auch Maas ohne Not begangen hat: Sich vor der Wahl festzulegen, nichts mit der Linken zu machen. Was übrigens grob undemokratisch ist. Und zudem dumm ohne Ende!

    Warum, um alles in der Welt, sollten die Saarländer überhaupt noch SPD wählen, wenn die schon vor der Wahl verkündet, den Juniorpartner der CDU spielen zu wollen? Da kann man auch gleich die Rechtskonservativen wählen!
  4. #93

    erst informieren ...

    Zitat von Frans-Daniel Beitrag anzeigen
    Ich kann keinen linken Flügel im Sinne der SPD sehen der an der Saar regieren könnte. Bei aller Kritik an der SPD, aber sie ist eine demokratische linke Partei. Nur weil sie sich ein bischen programmatisch der SPD ähnelt wird die Linke eine immer stramm totalitär ausgerichtete Organisation sein.
    informieren sie sich vielleicht erstmal über programm, satzung und parteiarbeit der linken und ihrer vorgängerparteien seit dem ddr-beitritt, bevor sie derart hanebüchene vorurteile verbreiten.

    aber um ihr argument aufzugreifen: widerlegt wird es von der fdp. nach vereinigung mit ldp und ndpd (die beiden 'liberalen' blockparteien des sed-staats) im zuge der deutschen einheit, nach der die ost-mitglieder eine satte 2/3-mehrheit stellten, scheint vom totalitär-sozialisitischen gedankengut nicht viel übriggeblieben zu sein. ergo scheint es doch kein zwangsläufiges überleben undemokratischer strukturen in parteien zu geben.

    mfg, carsten
  5. #94

    Zitat von bauklotzstauner Beitrag anzeigen
    Genau! 16 Prozent Ex-SEDler im Saarland! Dazu noch all die Wähler in den anderen West-Bundesländern.... Kein Totschlagargument ist blöde genug, um sich nicht mit Inhalten beschäftigen zu müssen



    Ypsilantis einziger Fehler war derselbe, den auch Maas ohne Not begangen hat: Sich vor der Wahl festzulegen, nichts mit der Linken zu machen. Was übrigens grob undemokratisch ist. Und zudem dumm ohne Ende!

    Warum, um alles in der Welt, sollten die Saarländer überhaupt noch SPD wählen, wenn die schon vor der Wahl verkündet, den Juniorpartner der CDU spielen zu wollen? Da kann man auch gleich die Rechtskonservativen wählen!
    Er wollte sicher nicht von vornherein Juniorpartner der CDU werden, sondern Ministerpräsident. Aber als zweimaliger Verlierer erneut anzutreten, lässt doch einiges an Arroganz vermuten. Wo um Himmels Willen ist der SPD-Nachwuchs?
  6. #95

    allerdings

    Zitat von aprilapril Beitrag anzeigen
    Jede Partei sollte klar definieren, wofür sie eintritt, was der Wähler zu erwarten hat.
    danke.

    an parteien, die 'chancen' ergreifen, 'neue wählerpotentiale' zu erschließen, sich 'geänderten wählerwünschen' anpassen, haben wir genug auswahl.

    viel seltener findet man parteien, die für überzeugungen und leitbilder statt inhalten stehen.

    die spd gehört jedenfalls nicht dazu, weder im bund noch an der saar.
    Zitat von aprilapril Beitrag anzeigen
    Da wählt man im Saarland SPD und bekommt CDU-Politik, oder glaubt jemand, der bemitleidenswerte Herr Maas kann SPD-Ziele realisieren?
    mein mitleid mit maas hält sich in grenzen. mit blick auf umfragewerte hat er eine neuwahl jetzt provoziert, um akk als mp abzulösen, nachdem man sich in der folge der jamaika-kündigung schon einig war. der herr bzw. seine berater haben gezockt und verloren.

    und um die einzigen optionen wahrzunehmen, sein erklärtes ziel doch noch zu erreichen (minderheitsregierung mit piraten und grünen oder koalition mit der linken), fehlen ihm politischer mut bzw. kaltblütigkeit.

    mfg, carsten
  7. #96

    Holla ...

    Zitat von own_brain_user Beitrag anzeigen
    Die SPD in einem linken Lager zu verorten, ist nach den Kriegskrediten, dem Verrat an der Novemberrevolution, dem Godesberger Programm, den Notstandsgesetzen und vor allen Dingen nach Schröder und der Uneinsichtigkeit der SPD in dieser Frage einfach nur ein schlechter Witz, man könnte es auch böse Demagogie nennen.
    Für diese Erkenntnis brauchen Sie nicht (unbedingt) so tief in die historische Mottenkiste zu greifen. Es reicht völlig, auf die "Schröder-Ära" hinzuweisen ... und darauf, daß Lafontaine dessen Politik sehr früh genau als das erkannte, was sie schließlich auch war: Nämlich unsozialdemokratisch!
  8. #97

    die SPD stirbt als nächste

    Zitat von Meerkönig Beitrag anzeigen
    Bin auch der Meinung dass die SPD nur mit den Linken koalieren kann. Warum sollen die Grünen nicht auch mit in das Boot? Allerdings, würde die Saar-SPD es wagen, einer große Koalition ein Absage zu erteilen, würde die gesamte SPD von den Medien so niedergemacht, dass kein Wähler mehr auch nur ein Stück Brot von der SPD annehmen würde. Die Medien haben sich, wie ihre Werbekundschaft, sehr gut in dem Merkel - Selbstbedienungsladen BRD eingerichtet und werden zu verhindern wissen, diesen Selbstbedienungsladen auf absehbare Zeit in Gefahr zu bringen. Dafür gibt es dann auch schon mal die Liaison Spiegel -Stern - Bild wie im Fall Wulff, den Merkel aus Konkurrenzangst gerne da hat wo er jetzt ist, nämlich im politischen „Aus“, auch wenn für den Ehrensold die Steuerzahlungen von200 Rentnerfamilien mit einer Rente von je 2000,-Euro im Monat draufgeht.
    Vertrauen in die SPD? Nein, ich als Arbeitnehmer hatte zuletzt in die Regierung Schmid vertrauen. Im Anschluss daran konnte ich keiner Regierung mehr vertrauen. Die Regierung Schröder hat mein Vertrauen in die SPD auf den Nullpunkt gebracht. Das ist bis heute so geblieben. Vor allem deren andauernden ablehnenden Verhaltens gegenüber der Linken treibt mich komplett zu den Linken. Die SPD ist heute nur noch unzuverlässig, verlogen, selbstsüchtig und eitel. Das alles brauche ich nicht. Also brauche ich die SPD nicht. Es wird die Zeit kommen, in der die Linke die SPD stehen lässt. Hoffentlich bald.
  9. #98

    Beispiele

    Zitat von famulus Beitrag anzeigen
    Nicht für regierungsunfähig halten. Sie sind regierungsunfähig und werden es immer bleiben.
    Untermauern Sie Ihre Kommunismus-Phobie (auch gegen die gibt es
    Mittel) doch mal mit konkreten Beispielen.
    Kennen Sie Norwegen. Eines der reichsten Länder der Welt?
    Dort sitzt die sozialistische Linke (SV) mit in der Regierung und
    stellt die Finanzministerin.
    Sie kennen offensichtlich nicht den Unterschied zwischen den
    demokratischen Sozialisten und Kommunisten.
    Wofür tritt die SPD nach ihren Statuten ein? Für einen demo-
    kratischen Sozialismus! In Realität geht sie aber lieber in eine KroKo
    mit der CDU.
  10. #99

    Zitat von irreal Beitrag anzeigen
    mit den Worten: "Ich möchte die SPD noch mal auffordern, das zu tun, was sie vor der Wahl gesagt hat. Sie hat gesagt, sie will den gesetzlichen Mindestlohn, das kann sie nur mit uns. Sie hat gesagt, sie will ein echtes Tariftreuegesetz, das kann sie nur mit uns. Sie hat gesagt, sie will eine Vermögensteuer, das kann sie nur mit uns."

    Es ist genau dass Ergebnis eines Misstrauens was nicht nur Lafontaine hat, sondern auch ganz viele Bürger mitlerweile. Und er fordert das ein, dass Wahlversprechen auch gehalten werden sollten. Ich hätte als Bürger genau das Gleiche gesagt.

    Und ich bin mir sicher, dass Lafontaine nigs dagegen hätte, wenn seine alte Partei die SPD endlich wieder die ganz normalen Bürger und deren rechte unterstützt und der Mindestlohn ist das MINDESTE was endlich passieren muss, auch im Hinblick einer europäischen Gerechtigkeit.

    Ganz unemotional mal gesehen.

    MFG
    Ganz unemotional führt ein Mindestlohn nur zu Vorteilen bei denen, die jetzt weniger als einen Mindestlohn erhalten, zum Teil würden auch ergänzende Hartz4 Bezüge wegfallen.

    Jedoch müßten alle anderen für Dienstleistungen mehr bezahlen und die Unternehmergewinne würden sich reduzieren.

    Die Mehrheitsgesellschaft will eben nicht auf ihre Billiglöhner verzichten, sie will neoliberale Wirtschaftsidiologie und Ami-Gefolgschaft.

    Wenn die Mehrheit im Saarland das so möchte, dann muß man diesen Wunsch respektieren, auch wenn man das persönlich anders sieht.


TOP



TOP