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Wahl in Georgien: Opposition von Milliardär Iwanischwili baut Vorsprung aus

DPADas Machtmonopol von Präsident Saakaschwili scheint gebrochen: In den ersten Stimmenauszählungen nach den Parlamentswahlen in Georgien liegt das Oppositionslager von Milliardär Iwanischwili klar in Führung. Noch hofft die Regierung darauf, die Mehrheit mit Hilfe von Direktmandaten zu halten.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-859061.html
  1. #1

    Da sieht man die ganze Mysere

    Opposition von Milliardär Iwanischwili baut Vorsprung aus
    Schon wieder ein Milliardär/Millionär an der Macht wie Romney. Langsam muss man sich fragen ob es wirklich sein muss dass so ein Geldsack das Land regiert und über Schicksaal der Menschen bestimmt.
  2. #2

    Wie schafft man es nur, ...

    ... innerhalb von ca. 20 Jahren vom Normalo zum Milliardär? Ohne kriminelle Energie kann ich mir das überhaupt nicht vorstellen. Da ist die Hemmschwelle, Wähler zu kaufen recht niedrig, aber ob das die Demokratie ist, die Georgiens Menschen tatsächlich wollen?
  3. #3

    Zitat von maggi1947 Beitrag anzeigen
    ... innerhalb von ca. 20 Jahren vom Normalo zum Milliardär? Ohne kriminelle Energie kann ich mir das überhaupt nicht vorstellen. Da ist die Hemmschwelle, Wähler zu kaufen recht niedrig, aber ob das die Demokratie ist, die Georgiens Menschen tatsächlich wollen?
    Tatsächlich sind viele superreiche Sefmademilliardäre. Wenn einmal läuft, dann läuft es halt. Siehe Steve Jobs, Bill Gates, Buffet ect.....

    und was den Kauf von Wählern angeht. Glaube nicht das Iwanischwilli das nötig hatte. Jedenfalls wollte keiner von den Georgiern die ich kenne Saakaschwilli seine Stimme geben und die Stimmung im Land war eindeutig: Saakaschwilli muss weg.

    Nur noch eine Kleinigkeit an dei SPON Redaktion. Iwanischwilli ist weder PRO russisch noch ANTI westlich . Er will sich lediglich mit dem großen Nachbarn wieder vertragen. Eine Versöhnung steht nämlich am Anfang einer wirtschaftlichen Entwicklung.
  4. #4

    Beweis für eine Demokratie ist

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Machtmonopol von Präsident Saakaschwili scheint gebrochen: In den ersten Stimmenauszählungen nach den Parlamentswahlen in Georgien liegt das Oppositionslager von Milliardär Iwanischwili klar in Führung. Noch hofft die Regierung darauf, die Mehrheit mit Hilfe von Direktmandaten zu halten.

    Wahl in Georgien: Opposition liegt nach ersten Auszählungen vorne - SPIEGEL ONLINE
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    Beweis für eine Demokratie ist es, dass die Regierenden abgewählt werden/können. In dieser Region einmalig, geschwiegen von dem großen Nachbar.

    Saakaschwili hat vor Jahren eine Diktatur besiegt und eine funktionierende Demokratie hinterlassen.
  5. #5

    Abschlußprüfung

    Die Abwahl des Machthabers ist die Nagelprobe für jede Demokratie. Alles andere ist dagegen zweitrangig. Viele junge Demokratien schaffen diesen Schritt nicht, da gleich der Sieger der ersten Wahl seine Stellung mit allen Mitteln verteidigt. Wenn Saakaschwili tatsächlich abgewählt wird und die Macht übergibt, erst dann ist er wirklich zum Helden der georgischen Demokratiebewegung geworden.
  6. #6

    Grundsätzlich...

    Zitat von jan50 Beitrag anzeigen
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    Beweis für eine Demokratie ist es, dass die Regierenden abgewählt werden/können. In dieser Region einmalig, geschwiegen von dem großen Nachbar.

    Saakaschwili hat vor Jahren eine Diktatur besiegt und eine funktionierende Demokratie hinterlassen.
    ... sehe ich das auch so. Das Problem ist nur, die Wähler in Georgien konnten nun vielleicht tatsächlich einen für diese Regionen fast schon sensationellen Machtwechsel per freier Wahl herbeiführen, haben aber - fürchte ich - damit ähnlich wie wir ja auch - einzig ein Übel durch das folgende ersetzt.

    Es wird spannend zu sehen - wie Iwanischwili das Land mit seinen Leuten künftig regiert - vor allem ob am Ende der Wahlperiode wieder freie Wahlen stehen.
    Ich wünsche den Menschen in Georgien das Wunder eines verantwortungsvollen, vernünftigen Regierungschefs, der nicht seine Milliarden mehren möchte, sondern Freiheit und soziale Gerechtigkeit für die Bürger seines Landes anstrebt.

    Persönlich glaube ich allerdings eher die Oligarchen im Osten stecken sich nun auch politisch ihre Claims ab, aus der einstigen Sovjetunion dürfte in einer Dekade eine Union der freiheitlichen Milliardäre geworden sein - mit Putin als Plutokratenpapst des Geldes.
  7. #7

    Was eine Mysere ist...

    Zitat von donnerfalke Beitrag anzeigen
    Da sieht man die ganze Mysere

    Schon wieder ein Milliardär/Millionär an der Macht wie Romney. Langsam muss man sich fragen ob es wirklich sein muss dass so ein Geldsack das Land regiert und über Schicksaal der Menschen bestimmt.
    ist mir ein Mysterium...
    Ebenso wie die Aussage, wirtschaftlicher Erfolg sei ein Hinweis auf schlechten Charakter und wirtschaftlicher Misserfolg anstrebenswert...
  8. #8

    Putin hilft nageln

    Zitat von Toebbens Beitrag anzeigen
    Die Abwahl des Machthabers ist die Nagelprobe für jede Demokratie. Alles andere ist dagegen zweitrangig. Viele junge Demokratien schaffen diesen Schritt nicht, da gleich der Sieger der ersten Wahl seine Stellung mit allen Mitteln verteidigt. Wenn Saakaschwili tatsächlich abgewählt wird und die Macht übergibt, erst dann ist er wirklich zum Helden der georgischen Demokratiebewegung geworden.
    Sollte sich die Mehrheit für Iwanischvili bestätigen,und Saakaschvili trotzdem nicht weichen,dann hat ja Putin zufälligerweise in sog. Südossetien
    gerade eine große Militärübung am laufen.
    Vermutlich wird der lupenreine Demokrat Putin Iwanaschvili dann beispringen können.
  9. #9

    Die verantwortungslose Politik Saakaschwilis wird jetzt bestraft

    Vielleicht jede zweite georgische Familie hat irgendwelche Verwandte, die in Rußland leben oder arbeiten. Das ist noch das Erbe der Sowjetunion. Und Georgien wäre noch ärmer, wenn das nicht so wäre.

    Diese einseitige pro-amerikanische Politik Saakaschwilis kann man schon jetzt als gescheitert ansehen. Sie hat dem Land enormen wirtschaftlichen Schaden zugefügt. Eine Riesenkatastrophe war z.B. das von Russland erlassene Importverbot für georgischen Wein. Quasi von einem Tag auf dem anderen sind diese Weine verschwunden, die zuvor in jedem russischen Dorfladen erhältlich waren.

    Und was hatten die Amerikaner den Georgiern zu bieten, ausser Waffen, die nur den Staatshaushalt belasten, und ein wenig rethorischen Balsam auf die Nationlistenseele ?
    Wer so eine dumme Politik macht, wird früher oder später bestraft (siehe auch Juschtschenko in der Ukraine).
    Eine zu enge Bindung an Russland dürfte es auch unter Iwanischwili nicht geben. Dafür aber eine Rückkehr zu einer rationalen Politik. Am einträglichsten ist es immer, zwischen beiden Blöcken zu lavieren, und das jeweils beste fürs Land herauszuholen. Aber das Nachbarland durch einen unsinnigen Krieg zu vergrätzen, sämtliche wirtschaftlichen Beziehnungen zu ruinieren, und sich von den mehr als 10 000 km entfernten Amerikaner die Kompensation zu erwarten.... naiver, dümmer und verantwortungsloser ging es kaum.








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