SPD und Grüne*hatten in Baden-Württemberg jahrzehntelang wenig zu melden. Nun können die Spitzenkandidaten Schmid und Kretschmann auf eine gemeinsame Regierung hoffen - auch weil beide so gut in die politische Szene im Ländle passen: ein bisschen dröge, aber klug.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...752489,00.html
ich finde es abstossend immer wieder von der Deutschen Presse mit Schwabenwitzen leben zu müssen,
Im Badischen sagt man Badnern denken, Schwaben schaffen,
da ist wohl was dran.
Baden hat meist Grüne oder Rote Stadtoberhäupter (Freiburg, Mannheim), Schwaben CDU-ler. Stammwahlland für die CDU sind nur Bezirke in denen Bildung aus Ausbildung besteht und die Leute am liebsten mit dem Auto zur Arbeit in einem "mittelständischen Betrieb" fahren.
Grün wird meist in gebildeten und modernen Städten mit hoher Lebensqualität gewählt (Konstanz, Freiburg).
Die Frage ist wohin wollen wir?
Meiner Meinung nach ist Lebensqualität wichtiger als dumme Wirtschaftfreundlichkeit, denn Bildung und Lebensqualität zu investieren zahlt sich auf lange Zeit aus, während ein von Börsen und Welthandel abhängiger Industriestandort wie Stuttgart ohne eigene Inovation und Kreativität zu Grunde geht.
Da helfen auch keine Forschungsfabriken, man muss auch mal etwas weiter denken als nur bis zum ersparten Eigenheim mit Daimler vor der Tür.
Dafür war die CDU gut, nur das ein Auto schon lange nicht mehr den Status- und Leistungsvorsprung darstellt ist denen nicht klar.
Heute ist derjenige schnell und erfolgreich, der über gute Netzwerke, höchste Bildung und Kreativität im Umgang mit weltweiten, offenen Strukturen hat.
Aber die Spätzlemafia der CDU denkt immer noch, das es reicht den Chinesen die Erfindung des Dübels zu verkaufen.
Heute aber entsteht Kreativität aus Bildung und Information. Hoffentlich ändert sich in diesem Land bald was.
Ein bisschen langweilig sind die beiden Kandidaten also, aber gescheit. Gscheitle, wie der Schwabe sagt.
Da der Schwabe an sich langweilig ist,fällt das im Ländle auch nicht auf.
Es ist auf jeden Fall besser einen "langweiligen"Ehrlichen und mit Verstand als spritzige Hochstabler und Volksverar..her auf dem Chefsessel.
Das 2.scheint mir schon weit in der politischen Landschaft verbreitet zu sein.Leider.
Es ist keine Atom-Wahl, aber das Thema ist halt das stärkste, weil es die stärksten Auswirkungen hat.
Es geht aber weiter: EnBW-Kauf, Unterschlagung von Unterlagen, Einsatz Wasserwerfer, S21, ...
Die Menschen, welche dafür Sorge tragen, dass Baden und Württemberg so dastehen - und das nicht WEGEN, sondern TROTZ dieser Politiker - denen reicht es offenichtlich.
Und innerhalb kürzester Zeit ein wirtschaftliches Risiko von ca. 9 Mrd. aufzubauen (EnBW und LBBW), das stinkt den Leuten im Ländle. Freiburg und Tübingen sind blühende, zukunftsorientierte und familienfreundliche Städte - auch wegen ihrer GRÜNEN Bürgermeister.
Es braucht Medien wie den Spiegel, denn in der Lokalpresse kommen nur CDU Wahlwerbung und Häme für die Opposition. Da gibt es nur wenige Ausnahmen. Der Schwabo gehört nicht dazu, den haben wir jetzt abbestellt.
Genau wegen dieser Wählerschichten liegt die CDU in Baden-Württemberg doch wohl immer noch bei knapp 40 %, sonst doch wohl eher realistisch bei 20 %!
NUR, da sicher davon auszugehen ist, dass die FDP irgendwo bei 5 % landen wird, benötigt die CDU schon deutlich über 40 %, um gegen Grüne und SPD eine Chance zu haben - und das ist doch wohl sehr unwahrscheinlich, wenn nicht gar ausgeschlossen.
Das sehe ich exakt genauso, von Umfragen gerade in Baden-Württemberg sollte man sich nicht blenden lassen, ich schätze nur wenn ein grösserer Teil der Stammwählerschaft der derzeitigen Regierung im Schwarzwald und uff d'Alb dahoim bleibt, dann könnte es den Wechsel geben. Wenn die Linke ins Parlament kommt, gibts wohl ne grosse Koalition, das gabs schon mal in BaWü und hat der SPD sehr geschadet, die CDU hat davon profitiert. Kommt sie nicht ins Parlament, dann wirds spannend.
Dieses überhebliche Schwaben-Bashing geht mir auf die Nerven. Vor zwanzig Jahren war der SPIEGEL eine sehr bedeutende Zeitung, der man die gelegentliche Häme, mit der Menschen oder Dinge abgemeiert wurden, nachgesehen hat. Man hat im SPIEGEL immer Dinge gelesen, die man anderswo nicht las. Heute ist der SPIEGEL (und damit auch SPIEGEL-Online als Zweitverwertungsplattform) mitunter nur noch hämisch, wie in diesem Bericht über Schmid und Kretschmann, der überprüfbare journalistische Nachrichtenwert fehlt leider seit langem. Sie sind auf Focus-Niveau angekommen, auch das ist eine Art von Provinzialität.