Waffen-Deal: Deutschland verkauft Saudi-Arabien 200 Kampfpanzer

Mitten im arabischen Frühling liefert Deutschland Hightech-Waffen an ein undemokratisches Regime der Region. Nach SPIEGEL-Informationen sollen 200 "Leopard"-Kampfpanzer an die Saudis verkauft werden. Damit gibt die Bundesrepublik ihre jahrzehntelange zurückhaltende Position auf.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...771989,00.html
  1. #70

    Endlich noch mal ne vernünftige Entscheidung dieser Regierung. Die Dinger für gutes Geld an die Saudis zu verticken ist besser als sie an Israel zu verschenken. Die Arbeiter in den Produktionsstätten in Deutschland werden sich freuen, das ist aktive Wirtschaftspolitik vom Allerfeinsten. Wir können die Kohle genau so gut gebrauchen wie die Amis, Engländer, Franzosen etc., denn die hätten mit Freuden zugegriffen wenn Deutschland gepaßt hätte.

    Allen linksgrünen Wählern dieser Republik wünsch ich einen recht guten Appetit beim wutentbrannten Biß in die Tischplatte...
  2. #71

    Auweia

    Zitat von Alias_aka_InCognito Beitrag anzeigen
    Wenn man mal das linke, grüne Gedöhns weglässt, dann sieht man doch ganz klar, dass weltweit der Kampf um die knappen Resourcen begonnen hat, und alle Groß- und Mittelmächte kämpfen für sich allein.

    In Zukunft ist es nur noch wichtig, ob man den Zugang zu den Resourcen hat, die aus einer stabilen Region kommen.

    Die deutsche Regierung geht völlig falsche Wege. Mit dem Atomausstieg hat man sich einer zuverlässigen Energiequelle entledigt, während ringsherum noch andere AKWs weiterlaufen.

    Mit dem Schuldendienst und dem Sparprogramm und der EURO-Rettung macht man die eigenen Leute arm, während die anderen weiter Schulden machen, wohl wissend, dass sie so oder so in naher Zukunft nichtig werden, aber durch sinnvolle Investitionen dann sehr viel bessere Ausgangsbedingungen haben.

    Die klugen Mächte stellen sich jetzt schon für eine neue Ära auf, während hier der Michel weiter vor sich rumdöst und wegen seinem antiquierten Denken am Ende ohne Energieversorgungssicherheit, ohne Geld und einer verlotterten Infrastruktur und wütenden Bürgern dasteht.
    Wenn die realpolitisch "klugen Mächte" in ferner Zukunft sie vielleicht einfach über den Haufen schiessen wird das ja für sie mit ihrer absurden Logik kein Problem sein...
    gute Nacht Homo Sapiens
  3. #72

    Iran

    Zitat von ddkddk Beitrag anzeigen
    Jetzt überlegen wir einmal, für welchen Zweck die Saudis diese Waffen brauchen.

    Mir fallen spontan nur 2 Zwecke ein:

    Erstens vielleicht gegen Israel, was mir aber eher unwahrscheinlich vorkommt. Gleichwohl dürfte sich dieses Land bedroht fühlen und uns daher die Möglichkeit zu weiteren ausgleichenden Waffenlieferungen an Israel bieten.

    Die zweite Möglichkeit kommt mir wahrscheinlicher vor. Vielleicht will man einem Aufstand gegen die 5.000 saudischen Prinzlein, die das Geld des dortigen Volkes verprassen, wirksam begegnen können.
    Haben Sie mit Ihren hervorragenden Kenntnissen vielleicht mal an den Iran gedacht?
  4. #73

    ohne

    Zitat von Florian Geyer Beitrag anzeigen
    Vollkommen in Ordnung, sind wir hier die Weltrichter? Saudi-Arabien wünscht diesen Panzer, wir liefern, so ist das. Schließlich hätten die Saudis dann eben von einem anderen Staat Waffen gekauft und Schluß mit diesem furchtbaren Gutmenschengehabe.

    Wir treiben mit soviel Staaten auf der Welt Handel und Wandel, darunter viele, die keine demokratischen Regierungssysteme haben, ist doch in Ordnung.

    Es steht gerade uns Deutschen nicht zu, uns in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten einzumischen und Regierungssysteme zu implantieren, die bei uns auch nicht funktionieren.
    Dann haben wir aber auch keinerlei Recht, den Mund aufzutun und Menschenrechte einzufordern, nirgendwo auf der Welt. Man muss schon konsequent sein.
  5. #74

    Waffen gegen die Feinde?

    Zitat von ddkddk Beitrag anzeigen
    Jetzt überlegen wir einmal, für welchen Zweck die Saudis diese Waffen brauchen.

    Mir fallen spontan nur 2 Zwecke ein:

    Erstens vielleicht gegen Israel, was mir aber eher unwahrscheinlich vorkommt. Gleichwohl dürfte sich dieses Land bedroht fühlen und uns daher die Möglichkeit zu weiteren ausgleichenden Waffenlieferungen an Israel bieten.

    Die zweite Möglichkeit kommt mir wahrscheinlicher vor. Vielleicht will man einem Aufstand gegen die 5.000 saudischen Prinzlein, die das Geld des dortigen Volkes verprassen, wirksam begegnen können.
    Wozu schon?
    Natürlich um ihre Feinde in Schach zu halten und bekanntlich steht der Feind immer im eigenem Land, so könnten sie also gegen die eigene Bevölkerung gerichtet werden.
    HR
  6. #75

    Teufel und Beelzebub

    Zitat von shokaku Beitrag anzeigen
    Yep. Allerdings wäre der Deal dann kein Teufelswerk mehr. Diese Option kann also nicht in Betracht kommen.
    Beides gleich schlimm.
  7. #76

    Warum gerade die Saudis?

    Man muss sich doch ernsthaft mal fragen, warum in dieser aktuell sehr kritischen Zeit gerade die Saudis durch Panzerlieferungen gestärkt werden.
    Es ist doch lächerlich zu glauben, dass diese Aufrüstung eine Bedrohung für Israel sein könnte oder gegen Israel gerichtet ist / wird.
    Die Saudis haben kein Problem mit den Israelis, sondern mit den schiitischen Mächten in der Umgebung. Warum hätten sie sonst die schiitischen Aufstände in Bahrain niedergeschlagen? Die Saudischen Prinzen sind doch gerade durch die USA und Israel da wo sie gerade sind.
    Warum haben die tollen demokratischen Westmächte die Niederschlagung in Bahrain hingenommen, warum wurden keine Sanktionen gegen die Saudis beschlossen?
    Warum wird momentan mit allen Mitteln (größtenteils durch absichtlich falsche Propaganda durch die Medien) versucht Bashar Essad in Syrien zu Fall zu bringen. Muslimbrüder aus Saudi-Arabien werden nach Syrien eingeschleust um die Alawatische Bevölkerung einzuschüchtern und Provokationen zu erzeugen...Fragt die Sunniten in Syrien ob sie sich wirklich die sunnitischen Muslimbrüder an der Regierung wünschen.
    Ziel ist wohl eine neue "Achse der islamischen Demokratie", von Ägypten über die Türkei nach Saudi-Arabien zu gründen. Der Iran soll geschwächt werden, dazu muss Essad fallen, und dazu ist jedes Mittel recht. Dass die muslimische Bevölkerung so krank ist und dieses Spiel mitspielt ist bedauernswert, aber um an der Macht zu bleiben und die eigene Vorstellung des Islam durchzukriegen (siehe Saudi, siehe Türkei und die AKP) sind die Westmächte willkommen.
  8. #77

    ...

    Heuchlerische Argumente. Wir unterstützen das Regime dort seit Jahrzehnten in dem wir für Milliardensummen Öl einkaufen. Aber darüber redet niemand, wenn es um Öl geht machen wir immer gerne mit denen Geschäfte.
  9. #78

    Rom gegen Parthien Teil III

    Zitat von yomow Beitrag anzeigen
    Ich will damit sagen, dass Handfeuerwaffen/Maschinengewehre in 3. Weltländern mehr Menschen töten, als Panzer, Raketen oder U-Boote. Und wir exportieren nicht in diese Länder. Das machen vor allem die Russen. Oder warum sieht man überall Kalashnikovs und keine G3s/G36s?!

    Ich bin kein Freund von diesen Waffengeschäften, aber ich seh es eben realpolitischer. Wenn wir denen die Panzer nicht verkaufen, macht es ein anderes Land und solange wir keine Maschinengewehre an irgendwelche Rebellen oder nach Afrika liefern habe ich ehrlich gesagt nicht so ein großes Problem mit diesen Geschäften.

    Außerdem kann der Handel mit Handfeuerwaffen schnell "umgeleitet" werden, außer Kontrolle geraten und in die falschen Hände gelangen. Mit einem Panzer kann das nicht "mal eben so" passieren. Klar, ein Panzer an einen Krisenstaat liefern ist nicht gut. Über Saudi-Arabien kann man trefflich streiten.
    Wenn wir denen unsere Panzer nicht verkaufen, verkauft China den Iranern bessere Panzer als die Saudis haben. Hier gehen Interessenpolitik und rücksichtsloses Kalkül Hand in Hand mit guten Geschäften. So ist die Welt.
  10. #79

    -

    auftraege fuer die deutsche wirtschaft. das ist doch super. im gegensatz zu griechenland wird saudiarabien dafuer wohl auch zahlen koennen.
    deutschland stellt praezisionstechnik her. dadurch setzen wir uns vom rest der welt ab. wir waeren schoen bloed unser know how nicht zu vermarkten. nachfrage besteht, besser wenn diese von uns befriedigt wird.