Vor Jahrzehnten hatte man den Saudis den Leopard noch verweigert, da man einen potentiellen Gegner Israels nicht mit einem der leistungsfähigsten Kampfpanzer ausstatten wollte. Woher kommt jetzt der Sinneswandel?
Mitten im arabischen Frühling liefert Deutschland Hightech-Waffen an ein undemokratisches Regime der Region. Nach SPIEGEL-Informationen sollen 200 "Leopard"-Kampfpanzer an die Saudis verkauft werden. Damit gibt die Bundesrepublik ihre jahrzehntelange zurückhaltende Position auf.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...771989,00.html
Vor Jahrzehnten hatte man den Saudis den Leopard noch verweigert, da man einen potentiellen Gegner Israels nicht mit einem der leistungsfähigsten Kampfpanzer ausstatten wollte. Woher kommt jetzt der Sinneswandel?
Ist eigentlich schon oft genug geschrieben worden.
Um Demonstranten zusammenzuschießen braucht man vor allem eine gut organisierte, skrupellose und regimetreue Stasi. Ob die dann Hightech Panzer oder ältere russische Modelle hat ist vollkommen egal.
Ob die Saudis nun 1.000, 5.000 oder 100.000 Panzer haben spielt hierfür überhaupt gar keine Rolle.
Ach Deutschland...
Nachdem das mit den Füchsen für Saudi Arabien ja nicht so gut geklappt hat, macht Angie es schlauer als ihr dickes Vorbild und geht einfach den gesetzlichen Weg.
Demokratie scheint echt nur von Bedeutung zu sein, solange dadurch keine finanziellen Interessen in Gefahr geraten...
In Bezug auf den Einsatz für Demokratisierung macht man sich mit sowas einfach nur lächerlich.
Es gibt sicher bessere und schlechtere Dikdaturen, gut sind sie aber alle nicht. Und bei der Art von Rechtstaatlichkeit wie Saudi Arabien sie praktiziert, gehören die sicherlich auch nur sehr beschränkt zu den besseren.
man muß sich halt neue/alte Märkte neuerschliessen, lautet die Devise, denn die altbewährten Abnehmer bsw. Griechenland können wir uns schlichtweg sparen, indem wir uns selbst U-Boote und Panzer kaufen...
"Trotzdem hat sich der deutsche Export in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt, der Weltmarktanteil der Deutschen stieg für den Zeitraum 2006 bis 2010 auf rund elf Prozent - darunter viele Rüstungsgeschäfte, die noch von der rot-grünen Bundesregierung durchgewinkt wurden."
Die rot-grünen werden wohl auch ihre alte Geister nicht so schnell los... auch als Waffenhändler.
Das war auch so ziemlich das erste was mir zu dem Artikel einfiel. Zugegeben waren mir die Daten zur Armee Saudi-Arabiens nicht bekannt aber einige tun hier so als ob die Panzer morgen schon in dem Land eintreffen. Ich versteh diese Pseudo- Gutmenschentum eh nicht. Ich finde absolut unerheblich durch wessen Waffen Menschen sterben. Würde Deutschland die Panzer nicht liefern, kämen sie aus einem anderen Land. Ich finde da nichts Verwerfliches dran, dass das Geld in unser Land geht. Deutschland ist fast traditionell weit vorn was Waffentechnik angeht, wieso also keinen Profit draus schlagen? Es hängen schließlich auch nicht gerade wenige Arbeitsplätze an dieser Industrie.
Ich will damit sagen, dass Handfeuerwaffen/Maschinengewehre in 3. Weltländern mehr Menschen töten, als Panzer, Raketen oder U-Boote. Und wir exportieren nicht in diese Länder. Das machen vor allem die Russen. Oder warum sieht man überall Kalashnikovs und keine G3s/G36s?!
Ich bin kein Freund von diesen Waffengeschäften, aber ich seh es eben realpolitischer. Wenn wir denen die Panzer nicht verkaufen, macht es ein anderes Land und solange wir keine Maschinengewehre an irgendwelche Rebellen oder nach Afrika liefern habe ich ehrlich gesagt nicht so ein großes Problem mit diesen Geschäften.
Außerdem kann der Handel mit Handfeuerwaffen schnell "umgeleitet" werden, außer Kontrolle geraten und in die falschen Hände gelangen. Mit einem Panzer kann das nicht "mal eben so" passieren. Klar, ein Panzer an einen Krisenstaat liefern ist nicht gut. Über Saudi-Arabien kann man trefflich streiten.
dass das nicht in meinem Namen passiert. Die Waffen werden doch nur geordert, um bei späteren Demonstrationen eingesetzt zu werden!!
Über solch eine Lieferung kann man sich nur fremdschämen für diese Saubande.Man komme mir nicht Arbeitsplätzen...
Keiner lernt dazu - es wiederholt sich alles immer wieder.
Den arabischen Potentaten geht doch Israel am Hintern vorbei. Es geht um die geostrategische Stellung und Iran strebt dort die Führung an. Die Palästinenser haben das traurige Schicksal Spielball der Macht zu sein, zwischen den sunitischen Arabern und den schiitischen Iranern und Teilen Libanons.
Auch ist dies ein strategischer Wettkampf zwischen dem Westen (Europa und die USA) und dem Osten (China und Russland) um die Kontrolle der Rohstoffe am kaspischen Meer.
Auf gut Deutsch: wir geben unserem Kamphahn dort neue Dornen. Langfristig muß und wird es zwischen den Persern und den Arabern krachen - und dann richtig!