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Waffen-Deal: Deutschland verkauft Saudi-Arabien 200 Kampfpanzer

Mitten im arabischen Frühling liefert Deutschland Hightech-Waffen an ein undemokratisches Regime der Region. Nach SPIEGEL-Informationen sollen 200 "Leopard"-Kampfpanzer an die Saudis verkauft werden. Damit gibt die Bundesrepublik ihre jahrzehntelange zurückhaltende Position auf.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...771989,00.html
  1. #60

    nanu?

    Vor Jahrzehnten hatte man den Saudis den Leopard noch verweigert, da man einen potentiellen Gegner Israels nicht mit einem der leistungsfähigsten Kampfpanzer ausstatten wollte. Woher kommt jetzt der Sinneswandel?
  2. #61

    Bitte?

    Zitat von roester Beitrag anzeigen
    Was ist denn das bitte für eine Argumentation? Also sollten wir auch lieber Waffen an die Taliban liefern, anstatt Weißrussland?
    Ist eigentlich schon oft genug geschrieben worden.
    Um Demonstranten zusammenzuschießen braucht man vor allem eine gut organisierte, skrupellose und regimetreue Stasi. Ob die dann Hightech Panzer oder ältere russische Modelle hat ist vollkommen egal.
    Ob die Saudis nun 1.000, 5.000 oder 100.000 Panzer haben spielt hierfür überhaupt gar keine Rolle.
  3. #62

    Zitat von PeteLustig Beitrag anzeigen
    Die dritte Option ist bedeutend realistischer:
    Gegen den Iran.
    Yep. Allerdings wäre der Deal dann kein Teufelswerk mehr. Diese Option kann also nicht in Betracht kommen.
  4. #63

    .

    Ach Deutschland...

    Nachdem das mit den Füchsen für Saudi Arabien ja nicht so gut geklappt hat, macht Angie es schlauer als ihr dickes Vorbild und geht einfach den gesetzlichen Weg.

    Demokratie scheint echt nur von Bedeutung zu sein, solange dadurch keine finanziellen Interessen in Gefahr geraten...
    In Bezug auf den Einsatz für Demokratisierung macht man sich mit sowas einfach nur lächerlich.

    Es gibt sicher bessere und schlechtere Dikdaturen, gut sind sie aber alle nicht. Und bei der Art von Rechtstaatlichkeit wie Saudi Arabien sie praktiziert, gehören die sicherlich auch nur sehr beschränkt zu den besseren.
  5. #64

    Waffenhändler erste Güte...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mitten im arabischen Frühling liefert Deutschland Hightech-Waffen an ein undemokratisches Regime der Region. Nach SPIEGEL-Informationen sollen 200 "Leopard"-Kampfpanzer an die Saudis verkauft werden. Damit gibt die Bundesrepublik ihre jahrzehntelange zurückhaltende Position auf.

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...771989,00.html
    man muß sich halt neue/alte Märkte neuerschliessen, lautet die Devise, denn die altbewährten Abnehmer bsw. Griechenland können wir uns schlichtweg sparen, indem wir uns selbst U-Boote und Panzer kaufen...

    "Trotzdem hat sich der deutsche Export in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt, der Weltmarktanteil der Deutschen stieg für den Zeitraum 2006 bis 2010 auf rund elf Prozent - darunter viele Rüstungsgeschäfte, die noch von der rot-grünen Bundesregierung durchgewinkt wurden."

    Die rot-grünen werden wohl auch ihre alte Geister nicht so schnell los... auch als Waffenhändler.
  6. #65

    ...

    Zitat von Atheist_Crusader Beitrag anzeigen
    Aber nicht doch! Nehmen Sie den lieben Dampfplauderern doch nicht gleich den Wind aus den Segeln, indem Sie hier mit Fakten und Logik kommen! Sonst könnten Sie auch erzählen, dass die Saudis bereits ca. 1.100 Panzer und über 4.300 gepanzerte Fahrzeuge (Spähpanzer, APCs, IFVs) haben. Oder einfach erklären, dass die Konstruktion und Verschiffung der 200 Leopards wohl eine zweistellige Anzahl von Monaten dauern dürften und dieser tolle arabische Frühling dann bereits Geschichte sein dürfte.
    Jetzt lassen Sie den lieben Nörglern doch etwas Luft...
    Das war auch so ziemlich das erste was mir zu dem Artikel einfiel. Zugegeben waren mir die Daten zur Armee Saudi-Arabiens nicht bekannt aber einige tun hier so als ob die Panzer morgen schon in dem Land eintreffen. Ich versteh diese Pseudo- Gutmenschentum eh nicht. Ich finde absolut unerheblich durch wessen Waffen Menschen sterben. Würde Deutschland die Panzer nicht liefern, kämen sie aus einem anderen Land. Ich finde da nichts Verwerfliches dran, dass das Geld in unser Land geht. Deutschland ist fast traditionell weit vorn was Waffentechnik angeht, wieso also keinen Profit draus schlagen? Es hängen schließlich auch nicht gerade wenige Arbeitsplätze an dieser Industrie.
  7. #66

    die dortigen Sicherheitskräfte

    Zitat von ddkddk Beitrag anzeigen
    Jetzt überlegen wir einmal, für welchen Zweck die Saudis diese Waffen brauchen.

    Mir fallen spontan nur 2 Zwecke ein:

    Erstens vielleicht gegen Israel, was mir aber eher unwahrscheinlich vorkommt. Gleichwohl dürfte sich dieses Land bedroht fühlen und uns daher die Möglichkeit zu weiteren ausgleichenden Waffenlieferungen an Israel bieten.

    Die zweite Möglichkeit kommt mir wahrscheinlicher vor. Vielleicht will man einem Aufstand gegen die 5.000 saudischen Prinzlein, die das Geld des dortigen Volkes verprassen, wirksam begegnen können.
    sind ja schon von uns ausgebildet worden, da mit man Demokratiebewegungen entsprechend begegnen kann. Die letzte wurde zusammengeschossen, wie in Syrien und Libyen nur da sind das halt nicht Kretinstaaten der EU
  8. #67

    Zitat von merapi22 Beitrag anzeigen
    Was wollen Sie damit aussagen?
    Waffen töten, Waffen destabilisieren, Waffen bringen keinen volkswirtschaftlichen Nutzen, außer man exportiert diese und trägt damit zu Konflikten und Kriegen bei, so dass dieser Nutzen zum vielfachen Schaden wird! Warum steht die Bundeswehr in so vielen Krisengebieten - Waffenexporte tragen die Hauptschuld - darum verbieten!
    Ich will damit sagen, dass Handfeuerwaffen/Maschinengewehre in 3. Weltländern mehr Menschen töten, als Panzer, Raketen oder U-Boote. Und wir exportieren nicht in diese Länder. Das machen vor allem die Russen. Oder warum sieht man überall Kalashnikovs und keine G3s/G36s?!

    Ich bin kein Freund von diesen Waffengeschäften, aber ich seh es eben realpolitischer. Wenn wir denen die Panzer nicht verkaufen, macht es ein anderes Land und solange wir keine Maschinengewehre an irgendwelche Rebellen oder nach Afrika liefern habe ich ehrlich gesagt nicht so ein großes Problem mit diesen Geschäften.

    Außerdem kann der Handel mit Handfeuerwaffen schnell "umgeleitet" werden, außer Kontrolle geraten und in die falschen Hände gelangen. Mit einem Panzer kann das nicht "mal eben so" passieren. Klar, ein Panzer an einen Krisenstaat liefern ist nicht gut. Über Saudi-Arabien kann man trefflich streiten.
  9. #68

    Ich erkläre hier,

    dass das nicht in meinem Namen passiert. Die Waffen werden doch nur geordert, um bei späteren Demonstrationen eingesetzt zu werden!!
    Über solch eine Lieferung kann man sich nur fremdschämen für diese Saubande.Man komme mir nicht Arbeitsplätzen...

    Keiner lernt dazu - es wiederholt sich alles immer wieder.
  10. #69

    Anders als man denkt

    Zitat von Herzkasper Beitrag anzeigen
    3. Möglichekeit: Es beginnt ein Wettrüsten im Nahen Osten, wegen der "iranischen Bedrohung".

    Angeblich wollen die Saudis Atombomben bauen.

    Na dann prost ....

    mfg
    Herzkasper
    Den arabischen Potentaten geht doch Israel am Hintern vorbei. Es geht um die geostrategische Stellung und Iran strebt dort die Führung an. Die Palästinenser haben das traurige Schicksal Spielball der Macht zu sein, zwischen den sunitischen Arabern und den schiitischen Iranern und Teilen Libanons.

    Auch ist dies ein strategischer Wettkampf zwischen dem Westen (Europa und die USA) und dem Osten (China und Russland) um die Kontrolle der Rohstoffe am kaspischen Meer.

    Auf gut Deutsch: wir geben unserem Kamphahn dort neue Dornen. Langfristig muß und wird es zwischen den Persern und den Arabern krachen - und dann richtig!


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