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Waffen: "Botschafter des Todes"

Weil sie kaum zu entdecken, tödlich und billig sind, droht ein weltweiter Rüstungswettlauf um die stärkste Drohnenflotte. Die Erfolge der USA beim juristisch fragwürdigen Einsatz der unbemannten Flugkörper gegen Terroristen heizen das Geschäft an, Israel und China drängen auf den Markt.

http://www.spiegel.de/0,1518,791992,00.html
  1. #70

    Märchen?

    Zitat von membot Beitrag anzeigen
    Sie glauben also diese Märchen von der "chirugischen Präzision"?
    Die herausragende Präzision moderner Lenkwaffen ist keine Glaubensfrage. Die Metapher von der "chirurgischen Präzision" haben die Journalisten geprägt, nicht die Militärs.
    Es ist pervers, dass gerade Pazifisten diese immer wieder kritisieren, obwohl durch sie ( die Präzisionswaffen, nicht die Pazifisten) die Zahl der Opfer unter der Zivilbevölkerung massiv abgenommen haben.
    Natürlich gibt es immer noch zivile Opfer. Das aber kein Vergleich zu den Opferzahlen, die ein veritables Flächenbombardement nach sich zieht.
    D
  2. #71

    Wenn einer der mit Mühe kaum, geklettert...

    Zitat von renegade51 Beitrag anzeigen
    Sie beziehen also Ihr Wissen aus Wiki. Schwache Leistung !
    Das glauben Sie daraus schliessen zu können, dass ich bezüglich einer Definition von "Neuzeit" auf den entsprechenden wiki Artikel verwiesen habe?
    Wiki ist eine excellente Internet- Enzyklopädie. Das dort angesammelte und frei allen zugängliche Wissen übertrifft bei weitem alle bisher gedruckten Enzyklop.
    Sie glauben das als "schwache Leistung" einordnen zu können?
    Ich habe mir mal einige Ihrer Beiträge angeschaut, deren Zahl ist ja noch gering.
    Deren Qualität allerdings auch.

    Wenn Sie mal was interessantes für ! Wiki schreiben können
    Sie sich ja wieder melden. Ansonsten zum Thema auch Sch...-
    kerle sind nicht unsterblich.
    Wie man schon hier sieht...
    D
  3. #72

    Danke für die sachliche Aufklärung

    Zitat von Atermortuus Beitrag anzeigen
    Diese Aussage ist eine Utopie...
    .
    Ihre Einschätzung möglichen Protestpotentials in D teile ich allerdings nicht. Die Zeiten der sozialen Marktwirtschaft, in denen man sich durch eigener Hände Arbeit wirklich noch zuverlässig etwas aufbauen konnte, fanden im letzten Drittel der Regierung Kohl ihr langsames Ende.
    Nun beginnen die Kinder der Generation der Erben politisches Interesse zu entwickeln und immer mehr auch dieser Erben sehen sich eben der Situation gegenüber, einerseits das Erbe weitgehend verbraten zu sehen, andererseits eben keinerlei, den Ausgaben adäquaten Einkommensmöglichkeiten mehr zu finden. Von den Nichterben ganz zu schweigen.
    insofern wächst - auch im Lichte der Tatsache, daß die Schere der Einkommen immer weiter auseinander geht - zuverlässig das Potential derer, die „ nichts mehr zu verlieren” haben oder Glauben.
    Sehr frei nach Machiavelli motiviert und aktiviert diese Lebensrealität potentielle Protestler.
    Sicherlich wird dies in D noch eine Generation Zeit brauchen ... Aber die Uhr tickt.
    Die Angst der Regierenden vor dem Volke ist schon jetzt sichtbar-auch hier im Forum wird noch vereinzelt aber immerhin der Wunsch nach einer RAF 2.0 klar formuliert. Eine militante Organisation, die eben nicht diffus und unscharf Terror verbreitet, sondern präzise und zielgerichtet gegen „Verantwortliche” (das ist sicher auch diffus, nimmt aber allen Unzufriedenen die Angst, selbst betroffen zu sein) vorgeht, wird sicherlich auf für einige erstaunlich große Zustimmung erfahren....warten SIe es ab! Und dann zähen wir mal die Zahl der Helis und der sichtbaren Drohnen.
  4. #73

    Zitat von der.bergamann Beitrag anzeigen
    Natürlich wünsche ich mir diese Zeiten nicht zurück; wünsche mir grundsätzlich keine Zeit des Krieges!
    Aber damals wie heute, bombt immer der Gute für das Gute und trifft zuverlässig das Böse. Diese Lüge - Mutter aller Kriege - hat sich nicht geändert und deckt immer noch die 'Kollateralschäden', die für die gute Sache geopfert werden.
    Wer gut ist und wer böse, lag, liegt und wird auch weiterhin im Auge des Betrachters liegen. Kriege werden nicht aufhören. Ich habe eher den Eindruck, das der Frieden, den wir hier geniessen durften, erheblich fragiler geworden ist...
    Der chirurgisch präzise Exitus stellt da keinen moralischen Gewinn dar. Auch nicht, wenn er ferngesteuert erfolgt.
    Ändert aber nichts an der Tatsache, dass die heutigen Präzisionswaffen die Zahl der zivilen Opfer von Kampfhandlungen massiv gesenkt haben. Moralisch mag das kein Gewinn sein, aber ein sehr grosser für die "Nicht-Opfer".

    Je mehr Instanzen zwischen Abzug und Mündung liegen, desto mehr Fehler können sich da auch einschleichen. Das gilt für jedes System und je komplexer es ist, desto geringer die Fehlertoleranz.
    Das spricht aber doch eher für, als gegen die Drohnenangriffe. Da ist die Zahl der zwischengeschalteten Instanzen ja deutlich kleiner als bei herkömmlichen Luftangriffen.
    Nimmt man noch die Gefahr einer 'Cyberattacke' mit in die Betrachtung hinein, erscheint die Drohne so unfehlbar, wie die Titanic unsinkbar.
    Niemand hat doch die "Unfehlbarkeit" von Drohnen behauptet. Genauso wenig, wie die Militärs bezüglich der Präzisionswaffen zivile Opfer ausgeschlossen haben. Dieses sind Begriffe der Medien, die aus technischen Meldungen Sensationen machen.
    D
  5. #74

    Zitat von derfflingert Beitrag anzeigen
    Die herausragende Präzision moderner Lenkwaffen ist keine Glaubensfrage. Die Metapher von der "chirurgischen Präzision" haben die Journalisten geprägt, nicht die Militärs.
    Damit haben sie durchaus recht: Moderne Waffen treffen wohl recht präzise ihr Ziel, was aber nicht bedeutet, dass die Zielauswahl auch präzise sein muss. Eine haargenau vernichtete Hochzeitsgemeinschaft wird durch die Treffgenauigkeit nicht geadelt.

    Ihr Verweis aus die Journalisten ist billig. Sie, die Journalisten, sprechen zu uns und erfüllen damit ihre Aufgabe. Wenn sie der Presse unterstellen, sie hätte den Mythos selbst und gegen die Aussage des Militärs erschaffen, ist das heuchlerisch.
    Es ist pervers, dass gerade Pazifisten diese immer wieder kritisieren, obwohl durch sie ( die Präzisionswaffen, nicht die Pazifisten) die Zahl der Opfer unter der Zivilbevölkerung massiv abgenommen haben.
    Natürlich gibt es immer noch zivile Opfer. Das aber kein Vergleich zu den Opferzahlen, die ein veritables Flächenbombardement nach sich zieht.
    D
    Nein, pervers ist das nicht. Pazifisten, zu denen ich mich zähle, rechnen nicht mit Kriegsleid und differenzieren nicht qualitativ zwischen 10 oder 100 zivilen Opfern - es sind mindestens 10 zu viel.

    Pervers, meines Erachtens, ist es - metaphorisch - einem nur acht (bzw. beliebige Zahl), anstelle aller Finger anzuschneiden und das als ethischen Fortschritt zu deklarieren.
  6. #75

    re

    Zitat von der.bergamann Beitrag anzeigen
    Damit haben sie durchaus recht: Moderne Waffen treffen wohl recht präzise ihr Ziel, was aber nicht bedeutet, dass die Zielauswahl auch präzise sein muss. Eine haargenau vernichtete Hochzeitsgemeinschaft wird durch die Treffgenauigkeit nicht geadelt.
    Recht haben Sie.
    Ihr Verweis aus die Journalisten ist billig. Sie, die Journalisten, sprechen zu uns und erfüllen damit ihre Aufgabe. Wenn sie der Presse unterstellen, sie hätte den Mythos selbst und gegen die Aussage des Militärs erschaffen, ist das heuchlerisch.
    Nein, der Verweis ist nicht billig. Die Qualität der Medien ist zum grossen Teil erbärmlich, besonders im technischen Bereich.
    Nein, pervers ist das nicht. Pazifisten, zu denen ich mich zähle, rechnen nicht mit Kriegsleid und differenzieren nicht qualitativ zwischen 10 oder 100 zivilen Opfern - es sind mindestens 10 zu viel.
    Auch wenn Sie nicht mit Kriegsopfern rechnen wollen, es ändert nichts daran, dass Fortschritte in der Waffentechnik zur massiven Verringerung der Zivilopfer geführt haben. Der Unterschied zwischen 10 oder 100 Opfern ist eben nicht nur ein quantitativer, sondern auch ein qualitativer.
    Solange Pazifisten wie Sie nicht in der Lage sind Kriege zu verhindern, solange ist das Ausmass der Verringerung der Kriegsfolgen von höchster Wichtigkeit.

    Pervers, meines Erachtens, ist es - metaphorisch - einem nur acht (bzw. beliebige Zahl), anstelle aller Finger anzuschneiden und das als ethischen Fortschritt zu deklarieren.
    Wer hat in diesem Zusammenhang einen ethischen Fortschritt proklamiert?
    D








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