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Währungsunion: Wir bekämpfen die falsche Krise

Standard & Poor's hat Recht. Ich rede nicht von der*Benotung Frankreichs, sondern von ihrer Begründung. Europa leidet nicht an zu hohen Haushaltsdefiziten, sondern an den krassen Unterschieden in der*Leistungsfähigkeit der einzelnen Staaten.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...809769,00.html
  1. #230

    @ Rio

    Zitat von RioTokio Beitrag anzeigen
    Na klar wird gerangelt.
    Man meint, dass besonders die Franzosen darin gut sind.
    Denn die wesentlichen Institutionen (bis auf die EZB) stehen in frankoph. Ländern. Übrigens, ist es ja auch seltsam das neben englisch ausgerechnet die Exotensprache Französisch Amtssprache ist und die Sprache der meisten EU Bürger deutsch nicht..

    Eine Sozialunion ist übrigens nicht gewollt - die Italiener z.B. sollen für Ihren Mezzogiorno schon selbst zahlen. Na ja, jetzt kommt es ja anders....
    Ich stimme Ihnen da recht weit zu , die Grand Nation hat ein wirkliches Europa schon immer verhindern wollen , vor Jahren ging es nur um Agrarsubventionen , heutzutage gehts eben ans Eingemachte .
    Ach noch was , die Briten meinen ja auch noch in Viktorialen Zeiten zu leben , das genau ist Europa im Jahre 2012 , ich schäme mich !

    Matthias
  2. #231

    genialer Kommentar

    Zitat von Einweckglas Beitrag anzeigen
    Genau....allerdings exportieren wir bereits nur 40% in die restliche EU, denn die restlichen 60% kommen durch die wachsenen Exporte in den rest der Welt zustande. Vornehmlich in Wachstumsländer. Auch , bzw. gerade weil wettbewerbsfähig durch Lohnrückhaltung der vergangenen Jahre. Den Euroländern bescherte der Euro ein Wirtschaftswachstum, der z.T. weit über dem Deutschlands lag. Wird auch immer gerne vergessen, wenn es wieder heisst , dass gerade deutschland vom EURO so profitiere. Die anderen Euroländer haben durch Schulden "aufgewertet", und dabei reichlich ihr Geld verfeiert, verkonsumiert und verspekuliert...ganz nebenbei bemerkt die Gehälter stetig nach oben angepasst und den Beamtenapparat aufgeblasen, dass z.B. heute in Spanien noch immer jeder arbeitslose Akademiker mit einem Job im öffentlichen Dienst liebäugelt. Na...Realität trifft halt hart...und daher auch die schmerzhafte Anpassung an die Wirklichkeit.
    Ihr Kommentar trifft genau den Kern des Übels ansich .
    Man konnte es sich eben so leisten und hat es auch gemacht , schon deswegen ist das Maastricht Konstrukt gescheitert ..
    Wir Deutschen haben ja auch gern dagegen mal verstoßen und es nicht so genau genommen und die Auswüchse zugelassen , deswegen muß sich auch niemand wundern am Ende .
    Wir selber haben es zugelassen und vorgemacht und Maastricht selbst aufgeweicht , nun stehen wir selbst vor den Trümmern dieser Fehler .

    Ich selbst hab schon einmal eine Währungsumstellung erlebt , ich wette , ich werde bald noch einmal eine weitere erleben .

    Matthias
  3. #232

    in der Falle

    Zitat von Endlager Beitrag anzeigen
    die die EZB und nationale Notenbanken gegenüber der Deutschen Bundesbank angehäuft haben, und sie belaufen sich inzwischen auf über 600 Milliarden Euro!

    Sie resultieren auch keineswegs nur aus der besseren Wirtschaftsleistung Deutschlands, sondern schlichtweg daraus, dass die EZB und die nationalen Notenbanken dank Target 2 bei der Deutschen Bundesbank Geld leihen.

    Eine EU-weite Angleichung der Wirtschaftsleistung ist nicht möglich, da Staaten wie Griechenland ganz einfach nicht konkurrenzfähig sind gegenüber Deutschland, da sie keine vergleichbaren Produkte anbieten und anbieten können.

    Dass größte Problem ist, dass die dt. "Überschüsse" nicht sofort in Sachwerte umgewandelt wurden, indem z.B. Immobilien, Häfen, Autobahnen, Schiffe, etc. in den Schuldenländer gekauft wurden, oder als Sicherheit gefordert wurden.
    wichtig bleibt zu erwähnen, daß die Bundesbank sich dagegen nicht wehren kann.
  4. #233

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Standard & Poor's hat Recht. Ich rede nicht von der*Benotung Frankreichs, sondern von ihrer Begründung. Europa leidet nicht an zu hohen Haushaltsdefiziten, sondern an den krassen Unterschieden in der*Leistungsfähigkeit der einzelnen Staaten.

    S.P.O.N. - Die Spur des Geldes: Wir bekämpfen die falsche Krise - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Ich denke, das Problem ist der Regierung schon bewußt und mit der Forderung nach längerfristiger Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit auch adressiert. Mir ist auch klar, daß das zu wenig ist und auch zu lange dauert, bis sich da eine Verbesserung einstellt.

    Ich habe mich deswegen auch mehrfach an die Bundesregierung gewandt und Vorschläge unterbreitet, wie trotzt Einheitswährung Auf- und Abwerungen innerhalb der Euroländer herbeigeführt werden könnten, denn dies ist m. E. der Ausweg, wenn man den Euro beizubehalten gedenkt.
    Die Antworten waren jedoch wenig ermutigend. Man hat mich entweder nicht verstanden oder so getan, als ob. Vor alllem der geliebte Exportüberschuß ist für unsere Regierung ein Fetisch, gegen den jedes noch so gute Argument verpufft.

    Die jetzt von Teilen der Opposition propagierte Wachstumsstrategie für die Schuldenländer wird m. E. scheitern, denn u. a. eben deswegen hatten ja die Regierungen der Defizitländer sich so hoch verschuldet. Das Wachstum ist ausgeblieben und es gibt keinen Grund denselben Fehler zu wiederholen.

    Deshalb bleibt der einzige Weg der, den Lebensstandard in diesen Ländern soweit zu senken, bis sie wieder in der Lage sind, ihre Importe durch Exporte voll zu verdienen. Alles andere ist Augenwischerei.
  5. #234

    Lol

    Zitat von E0Neun Beitrag anzeigen

    Ich habe mich deswegen auch mehrfach an die Bundesregierung gewandt und Vorschläge unterbreitet...
    Die Antworten waren jedoch wenig ermutigend. Man hat mich entweder nicht verstanden oder so getan, als ob.
    Da haben sie aber Glück gehabt das ihre Vorschläge nicht gleich in den Papierkorb gelandet sind. Sondern bei der Sekretärin welche allenfalls ökonomische Grundkenntnisse hat und ihnen und allen anderen sowieso nur eine Standardantwort zukommen lässt.
  6. #235

    Dank für Ihren Beitrag

    Zitat von TvanH Beitrag anzeigen
    Da haben sie aber Glück gehabt das ihre Vorschläge nicht gleich in den Papierkorb gelandet sind. Sondern bei der Sekretärin welche allenfalls ökonomische Grundkenntnisse hat und ihnen und allen anderen sowieso nur eine Standardantwort zukommen lässt.
    Es war schon der Richtige, der sich zurückgemeldet hat. Insofern lohnt es sich schon, mal Kontakt aufzunehmen.

    Meine Vorschläge zielten darauf ab, den nötigen Aufwerungseffekt entweder mit fiskalischen Mitteln herbeizuführen oder aber ein geeignetes Standardverfahren für für eine richtige Abwerung einzuführen. Für letzteres wäre allerdings immer die vorübergehende Einführung einer Transitwährung nötig.
    Man wolle meine Vorschläge im Rahmen der Weiterentwicklung des Stabilitätspakts prüfen, hieß es.
    Ich denke, daß Problem ist eher die Lobby unserer Exportwirtschaft, die ihre Erfolge letztlich ja zulasten der gesamten deutschen Volkswirtschaft betreibt.

    Dagegen ist schwer an zu argumentieren, denn die Exportstärke sorgt bei der Mehrheit unserer Bevölkerung für glänzende Augen und sie merken nicht oder können nicht begreifen, welche negativen Effekte ständige Zahlungsbilanzüberschüsse haben und warum das so ist.
  7. #236

    Schluss mit Euro und EU-Regierung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Standard & Poor's hat Recht. Ich rede nicht von der*Benotung Frankreichs, sondern von ihrer Begründung. Europa leidet nicht an zu hohen Haushaltsdefiziten, sondern an den krassen Unterschieden in der*Leistungsfähigkeit der einzelnen Staaten.

    S.P.O.N. - Die Spur des Geldes: Wir bekämpfen die falsche Krise - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Das ist doch die Quintessenz aus Ihrem Artikel, dazu hätte auch ein einziger Satz gereicht. Ich habe das schon zu ECU-Zeiten gesagt, nur Herr Kohl wollte es ja nicht wahrhaben.
  8. #237

    guckt mal

    Ich sage euch jetzt mal was: Die Europakrise wäre so oder so gekommen, auf welchem Weg auch immer. Nun ist sie über Ungleichgewichte, Zögerlichkeit und Trügereien gekommen. Fakt ist aber: Das schöne und schützenswerte soziale und gerechte System, welches wir in Europa schon lange kennen, ist nicht mehr wettbewerbsfähig. Weshalb? Weil ja z.B. "soziale Kassen", welche das Leben gerechter machen sollen, auch kosten. Und so siehts auch mit Krankentaggeldversicherung, PK und und und aus. Schlussendlich sind ja diese Kosten im Produkt oder Dienstleistung irgendwie eingepricet. Kommen nun aber Staaten daher, die auf soziale Gerechtigkeit pfeiffen und darüber hinaus ebenso gute "Ware" anbieten wie wir, dann haben diese ja Kostenvorteile! Und genau diese Kostenvorteile führen dazu, dass plötzlich unsere Maschinenindustrie stockt, weil halt andere günstiger sind im Welthandel. Fakt ist auch: Ein so gerechtes und soziales System wie in Europa gibts nirgendwo auf der Welt. Es kommen nun härtere Zeiten auf uns zu, und ist nicht zu verhindern. Die Gangart wird ruppiger, das Motto "help yourself" feiert Hochkonjunktur. In Europa steigt die Armut und Ungerechtigkeiten. Hinzu kommen noch all die Probleme aus der steten Völkerwanderung andersgesinnter. Alles in allem, echt Scheisse im wahrsten Sinne des Wortes was auf uns zukommt. Sorry, bin ja nicht ein pessi, dafür ein realist. Und so sieht's halt leider aus...








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