Forum


 

Währungsunion: "Der Euro ist so gefährdet wie nie"

Wie schlimm steht es um die europäische Währungsunion? Sehr schlimm, sagt der Ökonom Henrik Enderlein. Im Interview warnt er vor dem Euro-Crash und erklärt, warum nur eine Insolvenz maroder Banken den überfälligen Befreiungsschlag bringen kann.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...732280,00.html
  1. #1

    Vermutlich hat er Recht

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wie schlimm steht es um die europäische Währungsunion? Sehr schlimm, sagt der Ökonom Henrik Enderlein. Im Interview warnt er vor dem Euro-Crash und erklärt, warum nur eine Insolvenz maroder Banken den überfälligen Befreiungsschlag bringen kann.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...732280,00.html
    Er hat wohl Recht. Man muss marode Banken bankrott gehen lassen und vom Markt nehmen. Nur dann kann sich das Finanzsystem überhaupt stabilisieren. Es ist komplett unsinnig, so weiter zu machen, wie bisher. Nur Kommunisten retten Banken.

    Die Banken müssen aus ihren Gewinnen Rücklagen bilden, anstatt das Geld an Management und Aktionäre auszuschütten.

    Außerdem müssen sie einen Rettungsfonds bilden.

    Systemrelevanten Banken gehören in die Hände des Staates und müssen bei einer Pleite kontrolliert abgewickelt werden.

    Aktionäre sollten mit ihren Einlagen für Mißmanagement haften, denn die Aktionäre berufen den Aufsichtsrat und stellen das versagende Management ein. Es kann nicht sein, dass alle Steuerzahler für ein paar Spekulanten einstehen müssen.

    Bankrotte Banken sind aufzulösen und die Valuta unter den Gläubigern zu verteilen.

    Bankverluste dürfen nicht mehr steuerlich geltend gemacht werden.

    Es sollte ein Verbot von Parteispenden eingeführt werden.

    Für alle Bankgeschäfte haftet der Vorstand mit seinem kompletten Privatvermögen. Das garantiert, dass die Risikobereitschaft abnimmt. Kredite sind abzusichern.
  2. #2

    Die Märkte sind nicht irrational

    Wann werden die Politiker (und Spiegel Schreiber) endlich begreifen, dass das Konstrukt 'Euro' nicht funktionieren kann, und nie funktionieren wird. Länder wie Griechenland oder Spanien in einen (Finanz)Topf mit Deutschland, Holland, Österreich zu werfen ist schlichtweg Schwachsinn.

    Die Märkte regieren in keiner Weise irrational - sie haben nur begriffen, was die Politik nach wie vor zu leugnen versucht.

    Der Spuk wird erst vorbei sein, wenn die Südländer aus dem Euro ausgeschert sind, oder wenn Deutschland seinerseits den Euro - der dann zur Schwachwährung wird - verlässt.
  3. #3

    kein titel

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wie schlimm steht es um die europäische Währungsunion? Sehr schlimm, sagt der Ökonom Henrik Enderlein. Im Interview warnt er vor dem Euro-Crash und erklärt, warum nur eine Insolvenz maroder Banken den überfälligen Befreiungsschlag bringen kann.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...732280,00.html

    Das ist doch viel zu pessimistisch gedacht; Theo Waigel hat gesagt, der Euro wird mindestens so stabil wie die DM - wir hätten schließlich unumstößliche Verträge.

    Deshalb wird der Euro als eine der glänzendsten Erfolgsgeschichten der EU in die Analen eingehen und dort seinen hervorragenden Platz neben der Regelung zum Krümmungswinkel von Bananen aus dem Communaute' einnehmen.

    Ich bin zuversichtlich!
  4. #4

    ----

    Zitat von Klo Beitrag anzeigen
    Er hat wohl Recht. Man muss marode Banken bankrott gehen lassen und vom Markt nehmen. Nur dann kann sich das Finanzsystem überhaupt stabilisieren. Es ist komplett unsinnig, so weiter zu machen, wie bisher. Nur Kommunisten retten Banken.

    Die Banken müssen aus ihren Gewinnen Rücklagen bilden, anstatt das Geld an Management und Aktionäre auszuschütten.

    Außerdem müssen sie einen Rettungsfonds bilden.

    Systemrelevanten Banken gehören in die Hände des Staates und müssen bei einer Pleite kontrolliert abgewickelt werden.

    Aktionäre sollten mit ihren Einlagen für Mißmanagement haften, denn die Aktionäre berufen den Aufsichtsrat und stellen das versagende Management ein. Es kann nicht sein, dass alle Steuerzahler für ein paar Spekulanten einstehen müssen.

    Bankrotte Banken sind aufzulösen und die Valuta unter den Gläubigern zu verteilen.

    Bankverluste dürfen nicht mehr steuerlich geltend gemacht werden.

    Es sollte ein Verbot von Parteispenden eingeführt werden.

    Für alle Bankgeschäfte haftet der Vorstand mit seinem kompletten Privatvermögen. Das garantiert, dass die Risikobereitschaft abnimmt. Kredite sind abzusichern.
    Ich dachte mir das schon bei den Fällen Lehman vs. HRE. Die eine ließen die Amis ruck-zuck über die Klinge springen, die andere wird wie ein kleiner Kuckuck gemästet, ohne nennenswerte Wirkung. Ein finanzielles Schwarzes Loch.
    Dagegen: Hat man als Folge der Lehman-Pleite IRGENDETWAS Negatives gehört, außer dass die Wallstreet ABERMILLIARDEN an Boni ausgegossen hat??
  5. #5

    Maastrichtvertrag kündigen! SOFORT!

    Bin gespannt, wann endlich ein ernstzunehmender Politiker der Eurozone die Traute finden wird, zuzugeben, dass das Experiment der den Völkern der EU undemokratisch aufgezwungenen Währungsunion endgültig und unrettbar gescheitert ist.

    Mein Tip: es wird kein Deutscher sein.

    Dabei hätten wir jetzt noch Zeit, aus dieser unseligen Geschichte halbwegs ungeschoren wieder 'rauszukommen. Natürlich wird die Wiedereinführung der DM möglicherweise eine Delle in die deutsche Konjunktur schlagen, aber besser als als alleiniger Zahlesel für die gesamte Eurozone dazustehen ist das allemal.

    Wer hat am Ende mehr in der Tasche - jemand, der 1000 DM einnimmt und sie behalten darf, oder jemand der 10.000 Euro einnimmt, von denen er 9.999,99 Euro zum Durchfüttern von Pleitestaaten sofort wieder hergeben muss?
  6. #6

    Geordnete Insolvenz?

    Der Professor vermeidet zu erklären was er unter einer "geordneten" Insolvenz versteht. Insolvenz ist ein durch das Gesetz definierter Begriff. Kein Gesetz sieht eine "ungeordnete" Insolvenz vor. Der Professor outet sich damit mit seinem Rezept als blosser Scharlatan.

    Im übrigen ist das Problem der Märkte nicht, dass sie "irrational" wären, sondern, dass korrupte Akteure bestimmend sind. Diese Krise ist von solchen Akteuren inszeniert.
  7. #7

    titel

    Zitat von D.Meinung Beitrag anzeigen
    Wann werden die Politiker (und Spiegel Schreiber) endlich begreifen, dass das Konstrukt 'Euro' nicht funktionieren kann, und nie funktionieren wird. Länder wie Griechenland oder Spanien in einen (Finanz)Topf mit Deutschland, Holland, Österreich zu werfen ist schlichtweg Schwachsinn.

    Die Märkte regieren in keiner Weise irrational - sie haben nur begriffen, was die Politik nach wie vor zu leugnen versucht.

    Der Spuk wird erst vorbei sein, wenn die Südländer aus dem Euro ausgeschert sind, oder wenn Deutschland seinerseits den Euro - der dann zur Schwachwährung wird - verlässt.
    Deutschland wird aus dem Euro nicht ausscheren.

    Vielleicht hatten Sie überlesen was der Herr als letztes gesagt hatte:

    "Erst wenn sich die Währungsunion auch zu einer politischen Union entwickelt hat, ist Europa wirtschaftspolitisch handlungsfähig."

    Das heisst, bei einer unabwendbaren Eurokrise, die kommen wird, werden alle einzelenen Regierungen aufgelöst und in eine europäische Zentralregierung umgewandelt.
    Ermächtigung im Schnelldurchlauf...
  8. #8

    labern bis der Arzt kommt

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wie schlimm steht es um die europäische Währungsunion? Sehr schlimm, sagt der Ökonom Henrik Enderlein. Im Interview warnt er vor dem Euro-Crash und erklärt, warum nur eine Insolvenz maroder Banken den überfälligen Befreiungsschlag bringen kann.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...732280,00.html
    Labern bis der Arzt kommt.
    Es sind die Ökonomen, die die Welt an den Abgrund geführt haben. Und genau diese Ökonomen sagen uns, was WIR falsch gemacht haben. Und genau diese Ökonomen haben immer noch ihren Arbeitsplatz und verdienen Hunderttausende bis Millionen im Jahr.

    Es gibt nur eine Rettung.
    Die Spielkasinos = Börsen schließen. Und Europa muss sich vom US-Amerikanischen Markt verabschieden.
    Das Schiff USA geht unter und zieht Europa mit in den Strudel. Die Geschichte zeigt, dass jedes Imperium den Untergag ereilte.

    Wir brauchen die USA nicht, aber die USA braucht die Welt. Erst wenn neue Regeln hierfür aufgestellt sind, kann man mit den USA wieder zusammenarbeiten.
    Und da der längere Arm der USA in Großbritannien sitzt, sollte die EU darüber nachdenken, ob sie Großbritannien nicht ausschließt, das sie mit den USA die Hauptverantwortung für die Finanzbetrugskrise und die aktuelle Schieflage einiger EU Länder trägt.

    Was die EU aber nicht mehr machen sollte, ist solchen Ökonomen Aufmerksamkeit zu schenken, denn diese sehen vor lauter Zahlen den eigentlichen Wald nicht mehr.
    Doch diesen Wald gilt es zu Retten und nicht ein wahnwitziges Zahlengewirr von Spielsüchtigen Ökonomen, Bankstern, Managern und selbst ernannten Reichen.
  9. #9

    Und wie sich..

    [QUOTE=D.Meinung;6726429

    Die Märkte regieren in keiner Weise irrational - sie haben nur begriffen, was die Politik nach wie vor zu leugnen versucht.

    Der Spuk wird erst vorbei sein, wenn die Südländer aus dem Euro ausgeschert sind, oder wenn Deutschland seinerseits den Euro - der dann zur Schwachwährung wird - verlässt.[/QUOTE]

    .. unter den jetzigen Umständen, den ständigen Garantien, dem Nachgeben jeder Erpressung ganz leicht und völlig risikolos Rendite machen läßt. Und das wird sich nicht ändern, solange Hausfrau Merkel weiter glaubt, die Dinge begriffen zu haben. Da aber sei schon Ackermann vor.








TOP



TOP