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Währung: Shoppen gegen die Angst

Die Finanz- und Schuldenkrise verunsichert viele Menschen. Sie sorgen sich um ihre Ersparnisse - und geben ihr Geld lieber aus.

http://www.spiegel.de/0,1518,806887,00.html
  1. #1

    *

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Finanz- und Schuldenkrise verunsichert viele Menschen. Sie sorgen sich um ihre Ersparnisse - und geben ihr Geld lieber aus.

    http://www.spiegel.de/0,1518,806887,00.html
    Der in dem Artikel zitierte Kauf von Gold (d.h. der Tausch von Papiergeld gegen das einzig echte Geld) ist allerdings das schiere Gegenteil von "Geld ausgeben" und "shoppen"...
  2. #2

    Spare jederzeit, dann hast Du immer Not

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Finanz- und Schuldenkrise verunsichert viele Menschen. Sie sorgen sich um ihre Ersparnisse - und geben ihr Geld lieber aus.

    http://www.spiegel.de/0,1518,806887,00.html
    Omas Weisheit, leicht abgewandelt.
    Sparen bedeutet eben sparsam leben. Entgegen dem, was uns Banker eingeflüstert haben, hat das sinnfreie Ansammeln von Geld nicht wirklich etwas mit sparen zu tun, sondern im Gegenteil mit raffen!

    Habgier gilt in unserer christlichen Leitkultur als Todsünde - und so wird Sparen um des Sparens Willen zum Gegenteil seines ursprünglichen Zwecks. Ob ich meines Nächsten Hab und Gut begehre, oder nur dessen Geld, macht keinen Unterschied.
    Nichts gegen einen "Notgroschen", nichts gegen einen gewissen Vorrat fürs Alter - aber zuviel ist zuviel. Maßlosigkeit ist ebenfalls eine Todsünde.
    Wer mehr hat, als er braucht, ist in unserer Gesellschaft zum Abgeben angehalten. Und wer nicht abgeben möchte, könnte eben auch zurücktreten und weniger arbeiten und dadurch weniger ansammeln.
    Ein Staat, der seine Bürger zu "richtigem" verhalten anleitet, würde, gerade in Anbetracht der Finanzkrise, auch hierzu etwas sagen. Das Schweigen unserer Regierigen zeugt aber davon, wie wenig sie die ethischen Wurzeln jeder Gesellschaft verstanden haben, oder wie unreflektiert sie selbst schon im Hamsterrad der Erwerbsarbeit eingespannt sind.

    Merke: Dagobert Duck ist arm - hat nur viel Geld!
  3. #3

    Zitat von geroi.truda Beitrag anzeigen
    d.h. der Tausch von Papiergeld gegen das einzig echte Geld
    Weshalb ist Ihrer Meinung nach nur Gold Geld?
  4. #4

    Nun..

    Zitat von muellerthomas Beitrag anzeigen
    Weshalb ist Ihrer Meinung nach nur Gold Geld?
    ..schon Voltaire wusste "Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück – Null“.
    Das ist bei Gold die letzten viertausend Jahre nicht passiert.
  5. #5

    Zitat von frank_drebin Beitrag anzeigen
    ..schon Voltaire wusste "Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück – Null“.
    Das ist bei Gold die letzten viertausend Jahre nicht passiert.
    Also definieren Sie Geld als etwas, dessen Kaufkraft niemals auf Null sinkt? Dann wäre ein Stück Land für Sie also auch Geld?
  6. #6

    Reisen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Finanz- und Schuldenkrise verunsichert viele Menschen. Sie sorgen sich um ihre Ersparnisse - und geben ihr Geld lieber aus.

    http://www.spiegel.de/0,1518,806887,00.html
    Statt sich sinnlosen Tand zu kaufen sollte man vielleicht Reisen.
    Ein unbezahlte Auszeit kostet auch Geld, aber diese Zeit kann einem niemand mehr nehmen.
  7. #7

    lieber nichts glauben

    "Noch lässt sich der Trend nicht in Zahlen fassen".
    Heutzutage lässt sich jeder Trend in Zahlen fassen, also gibt es ihn nicht.
  8. #8

    Glaubensfrage??

    Zitat von zudummzumzum Beitrag anzeigen
    Omas Weisheit, leicht abgewandelt.
    Sparen bedeutet eben sparsam leben. Entgegen dem, was uns Banker eingeflüstert haben, hat das sinnfreie Ansammeln von Geld nicht wirklich etwas mit sparen zu tun, sondern im Gegenteil mit raffen!

    Habgier gilt in unserer christlichen Leitkultur als Todsünde - und so wird Sparen um des Sparens Willen zum Gegenteil seines ursprünglichen Zwecks. Ob ich meines Nächsten Hab und Gut begehre, oder nur dessen Geld, macht keinen Unterschied.
    Nichts gegen einen "Notgroschen", nichts gegen einen gewissen Vorrat fürs Alter - aber zuviel ist zuviel. Maßlosigkeit ist ebenfalls eine Todsünde.
    Wer mehr hat, als er braucht, ist in unserer Gesellschaft zum Abgeben angehalten. Und wer nicht abgeben möchte, könnte eben auch zurücktreten und weniger arbeiten und dadurch weniger ansammeln.
    Ein Staat, der seine Bürger zu "richtigem" verhalten anleitet, würde, gerade in Anbetracht der Finanzkrise, auch hierzu etwas sagen. Das Schweigen unserer Regierigen zeugt aber davon, wie wenig sie die ethischen Wurzeln jeder Gesellschaft verstanden haben, oder wie unreflektiert sie selbst schon im Hamsterrad der Erwerbsarbeit eingespannt sind.

    Merke: Dagobert Duck ist arm - hat nur viel Geld!
    Ich weis nicht ob Sie auf die Idee schon gekommen sind, aber vielleicht gibt es Leute auf dieser Welt die eine "christliche Leitkultur" nicht mal mehr peripher tangiert (wenn sie verstehn was ich damit umschreiben möchte).
    Ausserdem gibt es eine ganze Menge die sich seit der Erstellung der Bibel und der Weltansichten der katholischen Kirche geändert haben, worauf eben jene keine Antwort haben.
    Ich sehe nichts verwerfliches darin mein Geld zu sparen wenn ich das möchte, deswegen ist es ja MEIN Geld.

    Abgesehen davon hat in unserer Gesellschaft annähernd jeder "mehr als er braucht." Darf ich mir deswegen keinen Mercedes mehr kaufen? Müssen wir alle auf das gleiche finanzielle Niveau (von Ackerbau und Viehzucht) zurück fallen? Nix gegen soziale Systeme, Abgaben sind durchaus gerechtfertigt, aber man kann auch über das Ziel hinausschiessen...

    Und was genau haben Sie mit Leuten denen Ihre Arbeit Spass macht und die keine Lust auf "eine Auszeit" haben? Zwingen wir die zur Untätigkeit weil sonst zu viel "Vermögen" angehäuft wird?

    vielleicht sollten Sie sich darin üben etwas zu tun was die Christenheit grundsätzlich nicht kann: Horizont erweitern, über den Tellerrand sehen und akzeptieren dass es Leute gibt die anders denken, anders glauben und deswegen anders handeln, und dass daran (ausser dass es IHREM Glauben widerspricht) nichts verwerfliches ist.

    MEIN Gott sagt ich soll tun was ich für sinnvoll halte ohne andere zu schädigen! :D
  9. #9

    Quatsch

    Menschen geben ihr Geld aus, wenn sie Hoffnung haben.

    Und sie haben die Hoffnung. Weil der Export gut läuft, die Stellen besetzt werden und die berufsmässigen Weltuntergangsmaler nur noch als Narren belächelt werden. So etwas nennt man einen selbsttragenden Aufschwung. Weil es den nun seit fast 30 Jahren durch eine grottenschlechte Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik nicht mehr gab, heisst das nicht, dass solches nicht unabsichtlich passieren kann.

    Trotz aller Anstrengungen der Politik, die Löhne zu senken und das Leben in dieser Republik immer schwieriger zu gestalten.


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