Niemand lebt gerne in der Einflugschneise eines Flughafens. Seltsam nur, dass in München ausgerechnet die am heftigsten protestieren, die man am häufigsten in der Schlange vor dem Check-in-Schalter sieht - und wissen müssten, dass unser Wohlstand nicht ganz ohne Lärm zu haben ist.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...838824,00.html
.. "Jörg" Fleischhauer diesmal sauber herausgearbeitet:
".. jetzt aber empört sein CDU-Parteibuch zurückgibt, ...
Da ist im Grunde schon was dran. Wir erleben derzeit Streit wg. der neuen Startbahn in Frankfurt und auch wg. des Fluglärms in Berlin, mittlerweile fast jeden zweiten Tag hört man etwas in den Medien über die Proteste um Frankfurts Drehkreuz. Ja, und auch die Münchner Flughafenbetreiber wollen etwas von dem Kuchen, der sich Fortschritt nennt- und auch den Bayern geht der Fluglärm und die Bereicherungssucht der Flughafenbetreiber auf die Nerven. Der Unterschied ist nur: Als es um Berlin oder Frankfurt ging, investierte kein Kolumnist 3 Std. wertvoller Zeit, um einen zynischen Beitrag über die angeblich so wohlstandsverwöhnten Anwohner zu schreiben (so als würde er jeden einzelnen der Anwohner persönlich kennen), nur die Bayern sollen g´fälligst´s Mai halten und nehmen, was ihnen vorgesetzt wird. Warum? Warum ist es bei den Hessen oder den Preissn legitim, wenn sich die Betroffenen aufregen, wenn hinter ihrem Rücken nachteilig über deren Zukunft entschieden wird, bei den Bayern aber nicht? Das erklär mir mal bitte einer.
Herr Fleischhauer weiss offensichtlich nicht, dass das ewige Wachstum mit einem permanten Verbrauch und der Zerstoerung der ohnehin begrenzten natuerlichen Resourcen verbunden ist. Das kann auf Dauer nicht gut gehen, weil wir damit unsere Grundlagen, sowie auch die der zukuenftigen Genereationen, zerstoeren .... Das gehoert eigentlich zur Allgemeinbildung. Jedenfalls erwartet man eine deratige Bildungsluecke nicht unbedingt von einem Journalisten ..... Mein Tip: 15 minuetiges Googeln zu Themen wie "Wachstum", "Natuerliche Resourcen", "UN Klimaschutzkonvention", "The Economics of Ecosystems and Biodiversity", etc.
..... oder ist das Ganze so primitiv, dass man es eigentlich gar nicht aussprechen mag: Fleischhauer's Thesen sollen die Leser aufzuheizen ….. und damit die Zahl der online-Auftritte erhoehen? Alles nur Geschaeftemacherei ?
Kaum zu glauben, aber tatsächlich mal ein Artikel von Jan Fleischhauer, dem ich (bis auf ein paar Nebensätze hier und da) uneingeschränkt zustimmen kann.
In Berlin das Gleiche: Die betroffenen Gegenden, die jetzt groß zum Protest blasen, sind in erster Linie jene, in denen sich sich ständig um die Welt jettende Professoren, gut betuchte Menschen in Führungspositionen und sicher versorgte Rentner niederlassen.
Auch die Schließung von Tempelhof fiel zufällig auf die Zeit, in der Neukölln langsam gentrifiziert wurde.
wenn FRA ein rein privates Unternehmen wäre, dann könnte ich Ihnen beipflichten, da aber Stadt Frankfurt, Land Hessen und der Bund ordentlich Anteile an FRA halten, ist es ein ÖFFENTLICHTES Gelände und deshalb wurden die Demos dort auch genehmigt. Man kann nicht alles haben: Subventionen der öffentlichen Hand um überhaupt über die Runden zu kommen, aber immer behandelt werden wollen wie ein privatwirtschaftliches Unternehmen. Da könnte man fast den St. Florian hinzuziehen: FRA sorgt für den Lärm (ohne Flughafen keine Flugzeuge), aber demonstrieren sollen die Leute bitte irgendwo anders. Tststs.
Jan Fleischhauers Beitrag ist oberflächlich und enthält vor allem Unsinn. Bedenklich, wenn Jan Fleischhauser bewußt im FRAPORT-Burson-Marsteller-Stil geschrieben hat. Noch bedenklicher, wenn er es nicht einmal merkt.
http://www.landewahn.de