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Wachstumsdebatte: Protest der Glücksverwöhnten

Niemand lebt gerne in der Einflugschneise eines Flughafens. Seltsam nur, dass in München ausgerechnet die am heftigsten protestieren, die man am häufigsten in der Schlange vor dem Check-in-Schalter sieht - und wissen müssten, dass unser Wohlstand nicht ganz ohne Lärm zu haben ist.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...838824,00.html
  1. #110

    Zitat von aligat Beitrag anzeigen
    Kein Münchner hat einen Vorteil von der neuen Startbahn. Warum dafür stimmen?
    Weil die Zahl der Passagiere jedes Jahr wächst und sie schlicht und ergreifend aus logistischen Grünen benötigt wird.
  2. #111

    Das Kernproblem...

    .. "Jörg" Fleischhauer diesmal sauber herausgearbeitet:

    ".. jetzt aber empört sein CDU-Parteibuch zurückgibt, ...
  3. #112

    Der Polemiker

    Da ist im Grunde schon was dran. Wir erleben derzeit Streit wg. der neuen Startbahn in Frankfurt und auch wg. des Fluglärms in Berlin, mittlerweile fast jeden zweiten Tag hört man etwas in den Medien über die Proteste um Frankfurts Drehkreuz. Ja, und auch die Münchner Flughafenbetreiber wollen etwas von dem Kuchen, der sich Fortschritt nennt- und auch den Bayern geht der Fluglärm und die Bereicherungssucht der Flughafenbetreiber auf die Nerven. Der Unterschied ist nur: Als es um Berlin oder Frankfurt ging, investierte kein Kolumnist 3 Std. wertvoller Zeit, um einen zynischen Beitrag über die angeblich so wohlstandsverwöhnten Anwohner zu schreiben (so als würde er jeden einzelnen der Anwohner persönlich kennen), nur die Bayern sollen g´fälligst´s Mai halten und nehmen, was ihnen vorgesetzt wird. Warum? Warum ist es bei den Hessen oder den Preissn legitim, wenn sich die Betroffenen aufregen, wenn hinter ihrem Rücken nachteilig über deren Zukunft entschieden wird, bei den Bayern aber nicht? Das erklär mir mal bitte einer.
  4. #113

    Zitat von mnbvc Beitrag anzeigen
    Warum kauft man im Kartoffelland D das ganze Jahr über Kartoffeln aus Agypten/ Israel etc.? Warum muss man zum Glücklichsein an den all-inclusive-Pool in der DomRep? Was ist sinnvoll daran, zum Wochendshopping nach New York zu fliegen?
    Gute Fragen, die Sie allerdings den Betroffenen stellen müssen.
    Konsequent zu Ende gedacht, stellt sich natürlich auch die Frage, warum unsere Ur-Vorfahren damals überhaupt aus ihren Höhlen herausgekrochen sind.
  5. #114

    Herr Fleischhauer weiss offensichtlich nicht, dass das ewige Wachstum mit einem permanten Verbrauch und der Zerstoerung der ohnehin begrenzten natuerlichen Resourcen verbunden ist. Das kann auf Dauer nicht gut gehen, weil wir damit unsere Grundlagen, sowie auch die der zukuenftigen Genereationen, zerstoeren .... Das gehoert eigentlich zur Allgemeinbildung. Jedenfalls erwartet man eine deratige Bildungsluecke nicht unbedingt von einem Journalisten ..... Mein Tip: 15 minuetiges Googeln zu Themen wie "Wachstum", "Natuerliche Resourcen", "UN Klimaschutzkonvention", "The Economics of Ecosystems and Biodiversity", etc.

    ..... oder ist das Ganze so primitiv, dass man es eigentlich gar nicht aussprechen mag: Fleischhauer's Thesen sollen die Leser aufzuheizen ….. und damit die Zahl der online-Auftritte erhoehen? Alles nur Geschaeftemacherei ?
  6. #115

    Zitat von bauklotzstauner Beitrag anzeigen
    Deutschlands Flughäfen als Stütze der deutschen Exportindustrie??
    Natürlich.
    Oder glauben Sie, die Flughäfen werden nur von Grauköppen frequentiert, die in den warmen Süden fliegen?
  7. #116

    Hungerdebatte

    Zitat von vaterstochter Beitrag anzeigen
    Es mögen immer mehr Menschen Arbeit haben in D, aber wie leben sie davon? Wie soll man von EUR 6,50 die Stunde (zahlt die Fraport-Tochter APS) im Rhein-Main-Gebiet leben können (ohne Aufstockung vom Amt)? Bin ich ein Wutbürger, wenn ich sage, diese Art von Wachstum hilft nur einigen Wenigen, aber nicht der Masse? Ist es vermessen zu verlangen, dass Menschen für Arbeit ordentlich entlohnt werden sollen, damit sie davon ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten können? Weiß irgend jemand, wie viele Jobs in D durch Aufstockung subventioniert werden? Wie viel die Unternehmen dadurch sparen?

    Man will Wachstum? Dann sollte die Politik einen flächendeckenden, branchenübergreifenden gesetzlichen Mindestlohn von EUR 10,00 die Stunde erlassen. Mindestens für alle! Dann steigt die Kaufkraft, dann wächst alles. Aber aus irgendeinem Grund funktioniert ausgerechnet diese Art von Wachstum angeblich nicht. Unsere ach so schlauen Politiker, die so fachkompetent sind (Augenarzt = Wirtschaftsminister, Physikerin = Kanzlerin etc.), die wissen schon, was sie wem schuldig sind.

    Und ich wage sehr zu bezweifeln, dass ein Herr D'Inka einer einzigen Montags-Demo an FRA beigewohnt hat.
    Ja Sie haben Recht. Mit vollem Magen referiert es sich am besten über Hunger.
    Ich bin überzeugt dass weltweit viele Menschen für unseren Hungerlohn arbeiten würden.
    Leider steht er aber nur uns zu. Leider.
  8. #117

    Kaum zu glauben, aber tatsächlich mal ein Artikel von Jan Fleischhauer, dem ich (bis auf ein paar Nebensätze hier und da) uneingeschränkt zustimmen kann.

    In Berlin das Gleiche: Die betroffenen Gegenden, die jetzt groß zum Protest blasen, sind in erster Linie jene, in denen sich sich ständig um die Welt jettende Professoren, gut betuchte Menschen in Führungspositionen und sicher versorgte Rentner niederlassen.

    Auch die Schließung von Tempelhof fiel zufällig auf die Zeit, in der Neukölln langsam gentrifiziert wurde.
  9. #118

    Tja,

    Zitat von diplodocus Beitrag anzeigen
    wenn natürlich auch ein wenig überspitzt. Gerade in Frankfurt demonstrieren nicht wenige (die Mehrheit?), die erst zu einer Zeit in die Nähe des Flughafens gezogen sind, als dessen Expansion so voraussehbar war wie Weihnachten. Aber günstigesGrundstück, perfekte Verkehrsanbindung und nahe Arbeitsplätze haben wohl den Blick dafür gebtrübt, dass der Fluglärm sich irgendwann einmal verlagern könnte. Dass dieser in Teilen scheinheilige Protest dann auch noch in den Betriebsgebäuden des Flughafens anstatt auf öffentlichem Gelände abgehalten wird, ist schon bemerkenswert.
    wenn FRA ein rein privates Unternehmen wäre, dann könnte ich Ihnen beipflichten, da aber Stadt Frankfurt, Land Hessen und der Bund ordentlich Anteile an FRA halten, ist es ein ÖFFENTLICHTES Gelände und deshalb wurden die Demos dort auch genehmigt. Man kann nicht alles haben: Subventionen der öffentlichen Hand um überhaupt über die Runden zu kommen, aber immer behandelt werden wollen wie ein privatwirtschaftliches Unternehmen. Da könnte man fast den St. Florian hinzuziehen: FRA sorgt für den Lärm (ohne Flughafen keine Flugzeuge), aber demonstrieren sollen die Leute bitte irgendwo anders. Tststs.
  10. #119

    Seit wann schreibt der SPIEGEL bei der Luftfahrtlobby ab?

    Jan Fleischhauers Beitrag ist oberflächlich und enthält vor allem Unsinn. Bedenklich, wenn Jan Fleischhauser bewußt im FRAPORT-Burson-Marsteller-Stil geschrieben hat. Noch bedenklicher, wenn er es nicht einmal merkt.

    http://www.landewahn.de








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