Nachdem das Glück vieler deutscher Politiker mehr mit den lobbygetriebenen Eingängen auf ihren Konten verbunden ist, darf man diesen Ansatz wohl eher als eine Art von besonderem Zynismus verstehen!
Wann geht es dem Land gut? Wenn die Wirtschaft um drei Prozent wächst - oder wenn alle Menschen morgens mit einem Lachen ins Büro gehen? Eine Gruppe von*Bundestagsabgeordneten will prüfen, ob in das Bruttoinlandsprodukt künftig auch ein Glücksfaktor einberechnet wird.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...740032,00.html
Nachdem das Glück vieler deutscher Politiker mehr mit den lobbygetriebenen Eingängen auf ihren Konten verbunden ist, darf man diesen Ansatz wohl eher als eine Art von besonderem Zynismus verstehen!
Die gnädigen Herrlichkeiten mögen vielleicht einen wesentlichen Faktor berücksichtigen:
Newspeak vs Reality
Der Mensch ist NICHT glücklich wenn ihm von Politikern oder "Experten" oder "Fachleuten" oder Journalisten etwas als Realität eingetrichert wird was im alltäglichen erleben KOMPLETT ANDERS IST. Das wäre zum Beispiel:
Wenig Inflation max. 2,2% vs. Supermarktkasse/Tankstelle/Gebühren
Aufschwung vs. Lohnzuhälterei
Nahende Vollbeschäftigung vs. Notwendigkeit von Mindestlöhnen
Fachkräftemangel vs. Prädikatsabsolventen in Call-Centern
Es ist im ureigenen Interesse der Vorgenannten ENDLICH mit den Lügen aufzuhören denn allzulang wird das nicht mehr gut ausgehen. Der deutsche Michel mag eine dozile Rinderherde sein, wehe aber wenn die Herde "in Fahrt" kommt durch beispielsweise die Transferunion und starke Steuererhöhungen dafür ODER die komplette Freizügigkeit ab 01.04.2011 ODER Finanzmraktcrash ODER Krawalle migrantischer Jugendlicher ODER ODER ..
Je genauer man hinschaut umso mehr Landminen findet man.
Die haben wahrlich nichts Besseres zu tun!
Die Steuerzahler bezahlen diese Volksvertreter um sich anzustrengen und alles in die Wege zu leiten, dass den Menschen im Lande besser geht, und die Abgeordnete wollen <Glücksniveau des Volkes> prüfen, als ob alles bereits gemacht wurde.
Man kann nur den Kopf schütteln, und sich fragen: was ist es für eine Clique?
Hinter der Frage steckt ja weit mehr als der Artikel zur Sprache bringt.
Es sollte auf der Hand liegen, daß der Peak of quantitativem Verbrauch pro Kopf hinter uns liegt. Es sollte akzeptiert sein, daß es zwar unbegrenzt viele Innovationsmöglichkeiten gibt und daher immer - auch bei begrenzten Ressourcen - Möglichkeiten, eine Kennzahl wie das BIP zu erhöhen, daß gleichwohl der Verbrauch von Ressourcen nicht beliebig und unendlich gesteigert weden kann. Und es sollte auf der Hand liegen, daß bei weltweit mehr Gleichheit (und die Annäherung daran ist das implizite Ergebnis aller Poltiken und aller Ökonomie) bei gleichzeitigem Wachstum der Zahl der Menschen auf der Welt die Frage nicht mehr sein kann, wie man den Verbrauch pro Kopf erhöht, sondern wie man das, was vorhanden ist und das, ws erzeugt werden kann, verteilt.
Das läuft ja vor unseren Augen ab: Verteilungskämpfe im globalem Maßstab. Und das wird sich steigern.
Da im besten Fall diese Verteilungskämpfe in der Sphäre der Ökonomien stattfinden (Geldmärkte, Warenmärkte, Arbeitsmärkte) und nicht auf dem, was früher "Schlachtfeld" hieß, muß ebenfalls gefolgert werden, daß am Ende pro Kopf der Bevölkerung weniger (Güter, Geld, Ressourcenverbrauch..) stehen wird. Daß daher auch in der deutschen / europäischen Gesellschaft weniger pro Nase zur Verfügung steht.
Nun hat aber jede Poltik der letzten 60 Jahre (wahrscheinlich noch viel länger) auf Wachstum gebaut - jedenfalls auf das, was man als Wachstum bezeichnete.
Es gibt aber kein Land, keine Gesellschaft, die ein Konzept für eine Ökonomie / eine Wirtschaftsordnung im Krebsgang hat.
Ich kenne einzig die englischen Trotzkisten der 80er Jahre, die sich darüber Gedanken gemacht haben.
Wenn nun über eine andere Definiton des zentralen Indikators nachgedacht wird (Herr Sarkozy war es wohl, der das in der Hauptsache losgetreten hat) dann deute ich das mal als Vorzeichen. Helmut Schmidts Appel an die Wissenschaft vor einigen Tagen kann garnicht weit genug verbreitet werden: Es wird höchste Zeit, daß die so genannte "Wissenschaft" der Ökonomen sich von ideologischem Ballast befreit und damit beginnt, sich den Fragen einer Wirtschaft / einer Welt im Krebsgang zu stellen, statt Glaubenskämpfe auszufechten und Prämienjäger auszubilden.
Wie kann man sich das vorstellen: Wie kann eine Welt funktionieren, in des weniger für jeden gibt?
Antworten erwünscht.
Der Steuerzahler täte gut daran, sich selbst anzustrengen, das es ihm besser geht (ohne dem Mitbürger über Gebühr 'auf die Füße zu treten'), anstatt sich auf die Anstrengungen der Volksvertreter zu verlassen. Aber es ist natürlich bequemer, die Verantwortung für das eigene Wohl auf die Volksvertreter abzuwälzen. Schließlich bezahlt man ja dafür. Genau diese erbärmliche Einstellung ist für viele Mißstände in Deutschland verantwortlich.
...sprüht man eben Chanel No.5 drüber.
Vielleicht machen wir uns mal Gedanken darüber, wie lange wir diese Regierungskasper noch ertragen wollen.
Anstatt über etwas Subjektives wie Glück und Zufriedenheit zu debattieren, sollten die Damen und Herren mal zusehen, dass unser Land endlich wieder funktioniert und die Kleinen nicht weiter gemolken werden, damit die Großen süße Milch saufen können.
Wenn das erreicht ist, stellt sich das Glück von selbst ein.