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W-Lan-Mitschnitte bei Street View: Europa gegen Google

DPAVorsatz statt Versehen: Neue Details über Googles W-Lan-Mitschnitte verärgern europäische Datenschützer. Doch sie können wenig tun, viele Verfahren sind abgeschlossen. Nun hoffen Datenschutzbeauftragte auf Ermittlungen in Hamburg - und strengere Bußgeldregeln der EU.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...831174,00.html
  1. #10

    Zitat von Zorpheus Beitrag anzeigen
    Vergesst mal nicht, dass das ganze nur durch Google selbst bekannt gemacht wurde.
    Bei den Raktionen kann die Lehre aus der ganzen Sache nur sein, dass sie sowas das nächste Mal für sich behalten.
    Eine Lehre, die man jedem Unternehmen - und jedem Politiker - nur ans Herz legen kann: Nie mehr zugeben als das, was zweifelsfrei nachgewiesen werden kann. Mehr zu sagen bringt nur Nachteile. Ehrlichkeit wird niemals honoriert. Das sage ich ohne jede Ironie!
  2. #11

    Zitat von polyphemos Beitrag anzeigen
    dass ein vs-amerikanischer Konzern Daten über uns nur so "aus Versehen", völlig ohne jede Absicht sammelt, dann ist derjenige entweder bemitleidenswert dumm,...
    Sie haben noch nie in einem Großunternehmen gearbeitet, oder? Meinen Sie, die Softwareentwickler eines solchen würden sich immer an Datenschutzbestimmungen halten, auch wenn das Konzernvorschrift ist? Zum Beispiel Logs mit sensiblen Daten sicher verschlüsseln, die für die schnelle Fehleranalyse nützlich sein könnten? Da baut sich fast jeder eine Hintertür ein. Was der Vorstand nicht wissen darf, das erfährt er auch nicht. So einfach ist das.
  3. #12

    Natürlich kann man sich ....

    Zitat von sunhaq Beitrag anzeigen
    Und in wiefern hat der User jetzt unrecht? Wenn man im WLAN Verschlüsselung und den Zugangsschutz manuell deaktiviert (dies ist standardmässig aktiviert) und das unverschlüsselte/nicht zugangsgeschützte Signal dann in die Öffentlichkeit strahlt, kann man schwerlich von einer nichtöffentlichen Datenübermittlung ausgehen. Und bei dem Thema "elektromagnetischen Abstrahlungen" geht es nicht ums WLAN. Warum also nennen Sie diesen Paragraphen?
    Zum einen vergessen Sie, dass eben nicht schon immer alle funkweisen Übertragungstechniken "standardmäßig verschlüsselt" waren, auch WLAN-Router nicht. Das sind Sie etwas zu modern.
    Sogar heute existieren sicherlich noch WLAN-Router von technikfernen Menschen (unschuldig!), die nicht verschlüsselt sind und es nie waren.

    Natürlich kann man .... bauernschlau sagen: Aber ist denn nicht alles, was ich empfangen KANN auch für mich bestimmt?! Darf man mir denn wirklich verbieten, etwas zu tun was SSSSOOOO leicht ist?

    Antwort: Ja.

    Auch auf dem Wochenmarkt wird es ihnen leicht gemacht, eine Gurke zu klauen. Sie dürfen es nicht. Im Internet wird es ihnen leicht gemacht, ein Bild/Musik/Videos/Spiele/Software zu kopieren und dann weiter zu verbreiten. Sie dürfen es dennoch nicht. Es ist sogar leicht, mit einem Auto einen Menschen zu überfahren. Strafbar ist es ... dennoch.

    Nein, bitte, sagen Sie jetzt nichts!
  4. #13

    Erzählen Sie mal nicht so ...

    Zitat von pescador Beitrag anzeigen
    Eine Lehre, die man jedem Unternehmen - und jedem Politiker - nur ans Herz legen kann: Nie mehr zugeben als das, was zweifelsfrei nachgewiesen werden kann. Mehr zu sagen bringt nur Nachteile. Ehrlichkeit wird niemals honoriert. Das sage ich ohne jede Ironie!
    ...nen Zeugs:

    1. Google hat zunächst geleugnet. ("Google hatte zunächst angegeben, die für den Kartendienst StreetView eingesetzten Autos würden die SSID von WLAN-Routern, den Grad der Verschlüsselung sowie die MAC-Adressen der Zugangspunkte erfassen. Später musste man allerdings eingestehen, dass auch Teile von E-Mails und von den Nutzern aufgerufenen Internet-Seiten protokolliert wurden.", Chip Online, 19.04.12

    2. Wie lange hat Google denn gebraucht, um die aufgenommenen Daten der zuständigen Aufsichtsbehörde zwecks Prüfung zuzuleiten? Monate. Haben sogar eine gesetzte Frist ignoriert. Aus "Datenschutzgründen". Lachhaft. Lächerlich ohne Ende.

    3. Dann nennen Sie es "Versehen" und jetzt stellt sich heraus: Absicht.
    Und sogar: "Das Bußgeld muss Google zahlen, weil die Firma die Ermittlungen der Behörde behinderte. So habe Google etwa verhindert, dass die Angestellten des Konzerns aussagen, die tatsächlich die Daten sammelten.", Chip Online, 19.04.12

    Nein, sagen Sie jetzt nichts. Es gilt offiziell das Folgende als Unternehmensmaxime:

    Google: Zitate von Eric Schmidt - SPIEGEL ONLINE - Wirtschaft
  5. #14

    Zitat von _unwissender Beitrag anzeigen
    Wenn 2 das Gleiche tun, ist es lange noch nicht dasselbe.
    Wer z.B. einen Sniffer einsetzt, um zu untersuchen, was die Software alles an andere Firmen sendet, der ist kriminell - gemäß Antihackerparagraph.
    Nein, st er nicht. Nur wenn Sie sich die Tools mit dem Vorsatz, eine rechtswidrige Handlung z begehen, beschaffen, dann ist das strafbar. Dazugibst genug Grundsatzurteile. Alle diesbezüglichen Selbstanzeigen sind abgewiesen worden.

    Zitat von _unwissender Beitrag anzeigen
    Wenn aber Google so etwas tut, ist das sicher im Interesse der Regierenden - und somit geschützt. Ich finde das interessant.
    Nö, wieso? Unter den gegebenen Umständen dürfte eine Klage gegen die Verantwortlichen Entwickler durchaus erfolgreich sein.

    Zitat von _unwissender Beitrag anzeigen
    Aber heutzutage sieht man das ja alles etwas eigen. Wenn Sony einem ein Rootkit einbaut, ist das normal und gesetzeskonform.
    Soweit mir bekannt ist wurde Sony zumindest in den USA verurteilt, bzw. es gab einen Vergleich.
  6. #15

    WLAN <> Radio

    Die Aufregung ist einer allgemeinen Empörungskultur geschuldet. Auslöser ist das allgemeine technische Unverständniss der Empörten.
    Nimmt man einen WLAN-Router in Betrieb und macht ihn mit einer SSID zuortbar, sende ich ähnlich einem kleinst-Rundfunksender über meine Grundstücks- Hausflur- und Wohnungsgrenzen hinweg. Das können andere hören/sehen! Wer das nicht möchte: kein WLAN. Wer dann auch noch unverschlüsselt sendet tut es dem öffentlichem Rundfunk gleich und kann sich am Ende nicht beschweren, wenn ander "Hörer" seine Aussendung mitschneiden.
  7. #16

    Irgendwnn

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Vorsatz statt Versehen: Neue Details über Googles W-Lan-Mitschnitte verärgern europäische Datenschützer. Doch sie können wenig tun, viele Verfahren sind abgeschlossen. Nun hoffen Datenschutzbeauftragte auf Ermittlungen in Hamburg - und strengere Bußgeldregeln der EU.

    Google Street View: Datenschützer zu W-Lan-Mitschnitten - SPIEGEL ONLINE
    wid es uns auch offiziell gesagt werden, dass die amerikanischen Softwarefirmen eng mit den dortigen Geheimdiensten zusammenarbeiten.
  8. #17

    Zitat von Wilhelm Klaus Beitrag anzeigen
    WLAN <> Radio

    Die Aufregung ist einer allgemeinen Empörungskultur geschuldet. Auslöser ist das allgemeine technische Unverständniss der Empörten.
    Nimmt man einen WLAN-Router in Betrieb und macht ihn mit einer SSID zuortbar, sende ich ähnlich einem kleinst-Rundfunksender über meine Grundstücks- Hausflur- und Wohnungsgrenzen hinweg. Das können andere hören/sehen! Wer das nicht möchte: kein WLAN. Wer dann auch noch unverschlüsselt sendet tut es dem öffentlichem Rundfunk gleich und kann sich am Ende nicht beschweren, wenn ander "Hörer" seine Aussendung mitschneiden.
    In der Überschrift hatten Sie es doch richtig beschrieben, in Ihrem eigentlichen Beitrag widersprechen Sie sich doch selbst.
  9. #18

    es ist mehr Bussgeld möglich

    Es sind 300.000 Euro bei Vorsatz möglich.
    Wenn man aber jede einzelne Aufzeichnung als einzelnen fall wertet, dann kann man daraus sehr schnell 30 Milliarden machen.
  10. #19

    Zitat von MKasp Beitrag anzeigen
    ...nen Zeugs:
    1. Google hat zunächst geleugnet. ...
    Richtig, aber zu kurz gesprungen. Als mein ehemaliger Arbeitgeber vor vielen Jahren in eine ähnliche Situation kam, hat er das auch gemacht. Dann wurden die Daten gelöscht. Gab ein wenig Ärger, aber das war's dann auch.

    Zitat von MKasp Beitrag anzeigen
    2. Wie lange hat Google denn gebraucht, um die aufgenommenen Daten der zuständigen Aufsichtsbehörde zwecks Prüfung zuzuleiten? Monate. Haben sogar eine gesetzte Frist ignoriert. Aus "Datenschutzgründen". Lachhaft. Lächerlich ohne Ende.
    Genau, das ist lächerlich. Offenbar war man bei Google unfähig, die Daten in dieser Zeit so weit zu manipulieren, dass sie weitestgehend harmlos aussahen. Es wäre ziemlich simple gewesen, die Pakete nachträglich zu verschlüsseln und nur einige unbedeutende Schnipsel unverschlüsselten Kram übrig zu lassen. Das ist schlicht Amateurniveau.


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