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VroniPlag-Rechercheur über Schavan: "Sie hat es sich zu bequem gemacht"

DPADie anonyme Plagiatsjagd lebt: Der Sprachwissenschaftler KayH untersuchte zu Jahresbeginn die Doktorarbeit von Bundesbildungsministerin Annette Schavan. Im Interview erzählt er, wie viele unsaubere Stellen er und seine Mitstreiter fanden - und warum Schavan zunächst dem Pranger entging.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...831439,00.html
  1. #60

    Sehr aufschlussreich

    Zitat von BigOlogN Beitrag anzeigen
    Mal abgesehen davon, dass das Anprangern an sich eine durchaus legitime Methode ist. Ob jetzt am Marktplatz oder bei SPON, das ist ein wichtiges gesellschaftliches Instrument.
    Also doch Mittelalter. Außerdem sind die eventuellen Folgen im Vergleich zum Vorwurf völlig unverhältnismäßig. Jeder Verbrecher wird genau davor geschützt, dass man ihn öffentlich an den Pranger stellt. Aber eine Horde erfolgloser Geisteswissenschaftler und Studenten glaubt das Recht zu haben, Karrieren wegen irgendwelcher Bequemlichkeiten zunichte zu machen. Wissen diese Leute überhaupt was sie dan tun? Abgesehen davon - der praktische Nutzen vieler Doktorarbeiten hält sich ohnehin sehr in Grenzen. Viel Lärm um nichts.

    Also sollten wir Ihrer Meinung nach lieber stillhalten und Betrug dulden? Wenn etwas nicht astrein war bei Personen von öffentlichem Interesse (Amtsinhaber), dann muss das kommuniziert werden.
    Sie müssen meinen Beitrag sorgfältiger lesen. Mein Vorschlag war, in der Sache die Betroffene und die UNI zu informieren, und die Angelegenheit dort zu regeln - nicht aber Rufmord zu betreiben.


    Wenn das wirklich so wäre, was ich nicht glaube, dann ist es das Versäumnis der CDU/CSU/FDP, dass diese nicht die Arbeiten von SPD/GRÜNEN Politikern untersuchen. Deswegen darf man aber nicht auf vroniplag schimpfen.
    Aha! :-) da muss ich jetzt schon lachen. Also doch nur Politik! Und die Versager von vroniplag sind völlig überparteilich!

    Sie haben es ja gerade schriftlich zugegeben. SPD/Grüne tun es via vroniplag und CDU/CSU/FDP versäumen es, diese eifersüchtigen und missgünstigen Aktionen gegen SPD/Grüne durchzuführen.

    Wissen Sie, es sind genau diese politischen Grabenkämpfe, die den Leuten so was von zum Hals raushängen. Mich wundert deshalb der Erfolg der Piraten kein bisschen.
  2. #61

    Zitat von mocki Beitrag anzeigen
    Da ich als facebookmitglied 1. private Inhalte veröffentliche und 2. diese nichtmal für die Allgemeinheit sichtbar sind, besteht selbstverständlich keine Impressumspflicht.
    Natürlich sind die für die Allgemeinheit sichtbar.

    Zitat von mocki Beitrag anzeigen
    Sobald jemand aber kommerzielle und nicht rein private Inhalte öffentlich macht, besteht diese Pflicht auch bei facebook. Genauso beseht diese Pflicht auch für das nachweisbar nichtprivate wordpress Plagiatsblog.
    Worin liegt denn Ihrer Meinung nach die Komerzialität des Schavan-Blogs? Sagen Sie mal an.

    Zitat von mocki Beitrag anzeigen
    Es geht darum, dass nach dem Gesetz jeder der Plagiatsjäger eine eigene Kopie der Bücher anfertigen (lassen) müsste und nur mit dieser eigenen Kopie arbeitet. Eine gemeinsame Kopie ist natürlich verboten
    Woher wisen Sie denn, dass nicht jeder selbst in der Bibliothek war, um sich die entsprechenden Bücher einzuscannen?

    Zitat von mocki Beitrag anzeigen
    die Bibliothek kann und darf selbstverständlich nicht die Urheberrechte außer Kraft setzen, da sie nicht Urheber der Bücher ist, welche sie verleiht.
    Sie muss die Urheberrechte auch nicht außer Kraft setzen. Dennoch kann man in der Bibliothek für den eigenen Gebrauch scannen und kopieren. Man darf die Ergebnisse nur nicht weitergeben. Und wie gesagt: Woher wissen Sie, dass nicht jeder Bearbeiter selbst in der Bibliothek war?
  3. #62

    Zitat von matthyk Beitrag anzeigen
    Einfache Antwort: Jeder
    Das ist doch gerade das Prinzip dieser Plattformen, dass die Arbeit der Plagiatsjäger in der Öffentlichkeit stafffindet!
    Sie haben den Vorposter nicht verstanden. Er sprach nicht über die "Arbeit" der "Plagiatsjäger", sondern über deren Hintergründe und Motive.

    Zitat von matthyk Beitrag anzeigen
    Wenn man als einzigen Grund, sich damit nicht weiter auseinanandersetzen zu können angibt, dass die "Plagiatsjäger" anonym arbeiten,
    Es gibt mehr als genug andere Gründe, Zweifel an den Motiven dieser Leute zu hegen.

    Zitat von matthyk Beitrag anzeigen
    Zudem sind diese Plattformen keine Instanz, die über jemanden richtet oder Doktorgrade aberkennt,
    Nein, die Plattform ist eine Instanz, die öffentlichen und medialen Druck auf die Promotionsausschüsse der Universitäten ausübt, bis diese am Ende kaum mehr anders können, als im Zweifel gegen die Angeklagten zu entscheiden.
  4. #63

    Sie beleidigen hier ...

    Zitat von fritzkatzfuß Beitrag anzeigen
    Was ist, wenn Düsseldorf zu einem andern Ergebnis kommt als die anonymen Hetzer? Wer zahlt das Schmerzensgeld? Man kann auch eine geniale Argumentation verfolgen, aber schwach zitieren. Die verschwommenen und undurchsichtigen und unlogischen und inkonsequenten Regeln des richtigen Zitierens zu behrrschen, bringt die Wissenschaft kein bisschen weiter.
    Sie beleidigen (strafbar nach § 185 StGB) hier ... selbst "anonym/pseudonym" die Leute, die die Arbeit der Professoren, die versagt haben und dennoch viel Geld kassierten, in öffentlich jederzeit nachvollziehbarer Form an einer öffentlichen Arbeit nachholen.

    Wer hat wohl mehr Schmerzen: Der, der nach Tagen und Stunden des Versuchs der Verwendung einer "Doktorarbeit" feststellen muss, dass darin nichts "Hand und Fuß" hat und er seinen Abgabetermin wegen dieser minderwertigen Dissertation verschieben muss oder der Plagiator, der sich das Leben mit "copy & paste" und einem "verständnisvollen" Professor leicht gemacht hat?
    Sind Sie schon einmal ins Grübeln gekommen, weil ein Buch, was Sie bearbeiten mussten, irgendwie vorne und hinten Unsinn / Flachsinn enthielt, aber doch etwas dran und drin sein musste, weil es schließlich als Dissertation von mindestens zwei Professoren gelobhudelt wurde und seit Langem als wissenschaftliches Werk gilt?

    Wem gebührt das Schmerzensgeld? Dem Plagiatsbetrüger?
  5. #64

    Zitat von Rodelkönig Beitrag anzeigen
    Und Sie können mir ruhig glauben, dass es genug Fanatiker in der Jungen Union und bei den JuLis gibt, die das schon getan haben (kenne selber zwei), nur um ein paar Präzedenzfälle auch mal im anderen Lager aufzudecken ... gefunden haben die allerdings nix. Das könnte aber auch daran liegen, dass im anderen Lager zum großen Teil natur- und ingenieurwissenschaftliche Dissertationen vorliegen und das normal-sterbliche JuLi- oder JungeUnions-Mitglied davon ohnehin keine Ahnung hat.
    ...womit dann auch wirklich jedem klar geworden ist, dass und aus welcher politischen Perspektive Sie die ganze Sache betrachten.
  6. #65

    ...

    Zitat von 2013 Beitrag anzeigen
    Aha! :-) da muss ich jetzt schon lachen. Also doch nur Politik! Und die Versager von vroniplag sind völlig überparteilich!

    Sie haben es ja gerade schriftlich zugegeben. SPD/Grüne tun es via vroniplag und CDU/CSU/FDP versäumen es, diese eifersüchtigen und missgünstigen Aktionen gegen SPD/Grüne durchzuführen.
    Zugeben? Schriftlich? Jemand nicht involviertes? Schnell zur Polizei.

    Sie vermuten nur, dass Grüne und SPD dahinter stecken. Wenn die Vroniplagger eine "linke" politische Gesinnung haben bedeutet das dann, dass die linken Parteien das in Auftrag gegeben haben...

    Gleiche Argumentation, mit der auf den Islam geschimpft wird.
  7. #66

    Nun ...

    Zitat von Pat-Riot Beitrag anzeigen
    Entweder man zitiert oder nicht. Was ist "falsch zititiert"?
    Ergibt sich aus dem Kontext: Wenn man ein Zitat nicht als solches kennzeichnet.

    Zitat von Pat-Riot Beitrag anzeigen
    Im Konjunktiv? Damit können Sie nicht einmal einen Blumenpott gewinnen, geschweige denn einen akademischen Grad.
    Wäre aber traurig, wenn der Konjunktiv in akademischen Kreisen unüblich würde, nur weil man keinen Blumenpott damit gewönne.
  8. #67

    Da sie sich ja nicht beherrschen können

    Zitat von MKasp Beitrag anzeigen
    Sie liegen völlig falsch ...: Es geht überhaupt nicht um die Qualifikation der Plagiatsjäger, die schlicht kostenlos die Arbeit der Professoren, die versagt haben oder versagen wollten (selbe Partei?) nachholen. Frau Schavan hat überhaupt kein Problem damit, wenn sie unbegründet angegangen wurde: Niemand könnte sie zwingen, ihren Dr. zurück zu nehmen, wenn die Arbeit ok wäre. Auch ein anonymer Shitstorm im Internet nicht. DENN: Die Arbeit ist öffentlich, d.h. sie kann von JEDEM - auch von IHNEN - eingesehen werden. Dasselbe gilt für die Plagiatsstellen. Die können sogar Sie selbst überprüfen. Abschreiben bleibt abschreiben, ob als Primaner oder als Professor.
    Bekommen Sie nun Lust, sich Ihres eigenen Verstandes zu bedienen?

    Nein, bitte, sagen Sie jetzt nichts!
    sage ich es mal so: blinde Wut vernebelt denken. Das, was hier stattfindet, ist eine öffentliche Diffamierung einer Person - die Persönlichkeitsrechte hat. Wenn Ihnen das egal ist, haben Sie die Grundlagen unseres Zusammenlebens nicht verstanden. Wer sich dermaßen öffentlich äußert und damit in der Lage ist eine Person zu schädigen, tut dies unter Angabe seines Namens, damit andere nachvollziehen können, welche Motive und Interessen dahinter stecken. Noch einmal: Nennt sich Transparenz. Zu Erinnerung: Das ist das, was die Netzgemeinde immer fordert.
    Natürlich ist jede Arbeit im Netz verfügbar und natürlich sollte jede so weit es geht geprüft werden, aber wenn der Prüfer, der zugleich Ankläger ist, schon anonym bleiben will, dann sollte er wenigstens seinem Gegenüber zugestehen, dass auch sein Name nicht in die Welt hinausposaunt wird.
    Der erste Adressat ist die Uni und nicht das Netz.

    "Bekommen Sie nun Lust, sich Ihres eigenen Verstandes zu bedienen?" (Sie: oben)
  9. #68

    Wo sind Plagiate besonders häufig?

    Medizin und Jura stehen nach Einschätzung von Debora Weber-Wulff (Plagiatsforscherin) ganz oben auf der Liste, wenn es um die Disziplinen geht, in denen wohl am meisten Plagiate zu finden sind. Das war ihre Antwort auf der Re:publica in Berlin zu den "Top-Disziplinen." Ziemlich interessant...
  10. #69

    Zitat von christianschmidt79 Beitrag anzeigen
    Wer überprüft eigentlich die Hintergründe und Motive der selbsternannten, hauptsächlich anonymen "Plagiatsjäger"?
    Ach ja, die Wissenschaft hoch und heilig halten.
    vollkommen irrelevant.... das Volk kontrolliert seine Politiker und das ist gut so...
    deshalb ist auch das wissenschaftliche Arguemnt nur sekundär... in erster Linie geht es um Glaubwürdigkeit derer, die uns den ganzen Tag von ihren tollen Wahlprogrammen erzählen und auf Stimmenfang gehen... da ist es sehr wichtig zu wissen, wer die Blender und Lügner sind...

    man hat jetzt die Instrumente diese Schwätzer und Blender auffliegen zu lassen und das ist gut so....








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