DPADie anonyme Plagiatsjagd lebt: Der Sprachwissenschaftler KayH untersuchte zu Jahresbeginn die Doktorarbeit von Bundesbildungsministerin Annette Schavan. Im Interview erzählt er, wie viele unsaubere Stellen er und seine Mitstreiter fanden - und warum Schavan zunächst dem Pranger entging.
http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...831439,00.html
Aha. Wenn also jemand öffentlich
- Passagen einer veröffentlichten Doktorarbeit einer Person A
- gewissen Passagen einer ebenfalls veröffentlichten Publikation einer Person B,
- denen erstgenannte Passagen ähneln oder gar wortgleich sind,
- ohne daß dies in erstgenannter Doktorarbeit nach den Standards wissenschaftlicher Zitierweise kenntlich gemacht wurde,
gegenüberstellt,
dann verletzt dieser Jemand die Persönlichkeitsrechte der Person A? Muß womöglich noch Schadensersatzansprüche fürchten?
Verkehrte Welt bei Ihnen.
Übrigens: Das Wahlrecht darf aus guten Gründen auch in allen Demokratien GEHEIM ausgeübt werden. Anonymität ist nicht immer mit Feigheit gleichzusetzen.
Es ist an Dreistigkeit nicht zu überbieten, nach Guttenberg, Niebel, Westerwelle und anderen Laiendarstellern erdreistet sich eine des wissenschaftlichen Betrugs überführte Bundesbildungsministerin doch tatsächlich im Amt zu bleiben, die Uni mundtot zu machen und bestmögliche Ausreden für ihr Abschreiben zu erfinden von Heerscharen bezahlter Wissenschaftler und Juristen. Merkels Wunschtraum von der "besten Bundesregierung nach der Wiedervereinigung" dürfte eher als verkommenste und degenerierteste Ansammlung unfähigen Regierungspersonal in die Geschichte eingehen. Unser Land hat besseres verdient als diese Totalausfälle am laufenden Band.