DPADie anonyme Plagiatsjagd lebt: Der Sprachwissenschaftler KayH untersuchte zu Jahresbeginn die Doktorarbeit von Bundesbildungsministerin Annette Schavan. Im Interview erzählt er, wie viele unsaubere Stellen er und seine Mitstreiter fanden - und warum Schavan zunächst dem Pranger entging.
http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...831439,00.html
was Sie und ihre Bande hier tun kann nur als widerlich bezeichnet werden. Ihnen geht es nur darum Leute fertigzumachen, denn genau das ist es was Sie tun. Ihre Vorwürfe und die Folgen für die Betroffenen sind unverhältnismäßig. Es ist ein "am Pranger stehen" wie im Mittelalter, und das im Jahre 2012. Außerdem untersucht Ihre Bande offensichtlich nur Doktorarbeiten aus dem CDU/CSU/FDP-Lager. Also geht es Ihnen doch gar nicht um die Doktorarbeiten - die sind für Ihresgleichen ja nur ein Vehikel um dem politischen Gegner Schaden zuzufügen.
Wenn es Ihnen wirklich um die Sachen ginge, und nicht darum, Leute an den Pranger zu stellen, dann hätten Sie zunächst Frau Schavan und ihre UNI kontaktiert - so jedenfalls würden kultivierte und wirklich gebildete Menschen die Sache angehen. Das Ihnen Herr KayH dieses Vorgenen fremd ist wundert mich natürlich nicht.
Wen interessieren die Motive. Ist die Schwere einer strafbaren Handlung davon abhängig, welche Motive derjenige hat, der die Handlung öffentlich macht?
Tja, dann mal ran: Sie können jederzeit Dissertationen von Grünen, Linken oder Sozialdemokraten überprüfen, was hindert Sie? Seien Sie übrigens sicher, das wurde und wird getan.
Berechtigte Frage, die Sie allerdings eher den Universitäten oder dem Gesetzgeber stellen müssen.
Was denn nun? Erst fordern Sie Konsequenzen für die Doktorväter und Zweitgutachter und jetzt sind diejenigen, die diese "Schludrigkeiten" - ihre Vokabel - aufdecken "kleine Egomanen"? Naja, wenn es Egomanen wären, würden sie nicht anonym arbeiten.
Wissen Sie, welche Frage ich mir stelle? Wovor haben Sie persönlich Angst? Das Ihr Weltbild zerbricht?
Von mir jedenfalls ein Dankeschön an alle, die sich in ihrer Freizeit hinsetzen und diese Arbeiten übernehmen, damit einige mit ihren Lügen und Unwahrheiten nicht durchkommen. Mir ist es auch egal, welche Motive die haben und wer entdeckt wird.
Um der Wahrheit nicht nur vordergründig auf die Spur zu kommen, wäre die Frage zu stellen und hintergründig zu klären: Was steckt hinter den gezielten Angriffen auf Regierungsmitglieder bzw. warum tauchen keine SPD oder Grüne-Politiker auch auf? Könnte es zufällig damit zusammenhängen, dass die bestehende Regierung bzw. deren Hauptakteure nach amerikanischem Muster verunglimpft werden sollen, damit Wahlen gewonnen werden? Ich erwartete bisher vom Journalismus mehr Unabhängigkeit vom politischen Lager, denn Unrecht bleibt Unrecht, egal von welchem politischen Lager initiiert, oder ist alles nur noch Marketing? Ich finde es halt schlimm, dass wir alle für so dumm gehalten werden, es nicht zu merken. Respekt vor Journalismus? Da arbeiten unsere Freundenmädchen sauberer und ehrlicher! Sie versuchen nicht, sich unter einem Deckmantel der "Ehrlichkeit und Moral" unmoralisches und einseitiges Handeln zu vertuschen. Gibt es einen Begriff der journalistischen Bigotterie? Oder muss jeder nur noch Zeilen/Schlagzeilen liefern, um dem verlockenden Trieb "zu zerstören" nachzugeben. Armselig, aber wahrscheinlich sehr menschlich....vielleicht viel zu sehr...
M.A.
Der Plagiatsjäger muss wie jeder andere auch seiner Impressumspflicht für das nichtprivate Betreiben der Internetplagiatsseite nachkommen. Als Ministerin würde ich mal einfach Anzeige erstatten, mal sehen wer dann dort zum Vorschein kommt.
"Alle Bücher, die Frau Schavan im Literaturverzeichnis aufgeführt hat, mussten digitalisiert werden, sofern sie nicht schon bei Google Books verfügbar waren. Dazu weitere Werke, die thematisch passen und aus denen sich Frau Schavan bedient haben könnte. Dann wurde verglichen."
Als Urheberrechtsjäger sollte man sich selbst auch an das Urheberrecht halten und nicht einfach fremde Texte digitalisieren. Das ist nämlich verboten. Auch hier sollte Anzeige erstattet werden von interessierter Stelle. Das Treiben der Plagiatsjäger dürfte dann bald ein Ende haben.
Es ist gut, dass Plagiatsvorfälle aufgedeckt werden. Ein Doktortitel bringt berufliche und finanzielle Vorteile und wer bei seiner Promotion geschummelt hat, soll auch die Konsequenzen tragen, schon aus Respekt den Doktoranden gegenüber, welche ihre Dissertation hart und ehrlich erarbeiten haben.
Die Aberkennung eines Doktortitels ist mMn zu gnädig. Plagiatsbetrug ist ähnlich wie Urkundenfälschung zu bestrafen.
Uwe Brinkmanns (SPD) Doktortitel wurde auch aberkannt. Insofern liegen Sie mit Ihrer Aussage, dass nur CDU/CSU und FDP-Politiker überprüft werden, völlig falsch.
Jemand, der sich auf über 300 Seiten mit dem Thema Gewissensbildung auseinandersetzt, macht es sich nicht bequem. Die Fundstellen sind in Qualität und Quantität ja nicht mal im Ansatz mit einem Plagiatsfall wie der Guttenberg-Diss vergleichbar. Aber veröffentlicht werden musste natürlich trotzdem - steckt ja viel Arbeit drin, man kann sich wichtig fühlen, und vielleicht stürzt ja sogar eine prominente Person aufgrund Kay'scher Genialität!
Los, KayH, zeig uns Deine Diss!
Die Doktorarbeiten bei den anderen Parteien sind meist naturwissenschaftlicher oder ingenieurwissenschaftlicher Art. Da sind Plagiate von vornherein schon sogut wie ausgeschlossen. Und wie gesagt: Es steht Ihnen frei, jede Dissertation jedes grünen, SPD-, Linken- und Piraten-Abgeordneten zu untersuchen und Ihre Ergebnisse - wenn Sie denn was finden - an die zuständigen Promotionsausschüsse weiterzuleiten. Die Dissertationen sind alle öffentlich und für Jedermann verfügbar ... auch für Sie.
Einfache Antwort: Jeder
Das ist doch gerade das Prinzip dieser Plattformen, dass die Arbeit der Plagiatsjäger in der Öffentlichkeit stafffindet! Jeder einzelne Vorwurf ist dokumentiert und jeder, der die Fähigkeit zu Lesen hat, kann sich sein eigenes Bild machen. Der Beschuldigte hat dadurch auch alle Möglichkeiten, sich mit den Vorwürfen gezielt in der Öffentlichkeit auseinander zu setzen und zu reagieren, falls ein Plagiatsvorwurf zu Unrecht erfolgt sein sollte.
Wenn man als einzigen Grund, sich damit nicht weiter auseinanandersetzen zu können angibt, dass die "Plagiatsjäger" anonym arbeiten, dann darf man sich auch nicht über das Bild wundern, dass man dabei in der Öffentlichkeit abgibt ;-)
Zudem sind diese Plattformen keine Instanz, die über jemanden richtet oder Doktorgrade aberkennt, so dass hier eine besondere Kontrolle von außen ohnehin nicht nötig ist. Diese wäre aber - wie Sie auch selbst festgestellt haben - dringend bei den Instanzen geboten, die die Doktorgrade vergeben.
...sollte bekanntlich nicht mit Steinen werfen. Womit jetzt nicht gesagt werden soll, dass jene anonymen Personen, die sich auf die Suche nach Plagiaten machen, selbst ihre Diplom- oder Doktorarbeiten gefälscht haben...
Es geht doch eher um die Frage des "Maß haltens" - wer noch niemals bei einer offiziellen Aktion in irgendeiner Form unwahr, ungenau oder auch wissentlich (oder unwissentlich)falsche Informationen abgegeben hat, kann bleiben (ich gehe dann mal...)
Da fallen mir Steuererklärungen, Einsprüche gegen Bußgeldbescheide, Schulklausuren, Hausaufgaben, etc. ein - na, niemals irgendwo - mit Absicht oder nicht - danebengelegen?
Selbst wenn hinter den diversen Pltatformen wissenschaftlich tätige Köpfe stecken, frage ich mich, ob ihre Zeit und das Geld, dass sie andere kosten (z.B. Finanzierung ihres Studiums,, Forschungsstelle, etc.) nicht besser investiert werden kann als 30 Jahre alten Kamellen hinterherzujagen...
Und wer dann noch nicht einmal den Mut hat, sich mit seinem Namen hinter seine Arbeit (= Aussage) zu stellen, tut mir wirklich leid...
Andreas Zapf