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VroniPlag-Rechercheur über Schavan: "Sie hat es sich zu bequem gemacht"

DPADie anonyme Plagiatsjagd lebt: Der Sprachwissenschaftler KayH untersuchte zu Jahresbeginn die Doktorarbeit von Bundesbildungsministerin Annette Schavan. Im Interview erzählt er, wie viele unsaubere Stellen er und seine Mitstreiter fanden - und warum Schavan zunächst dem Pranger entging.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...831439,00.html
  1. #150

    Dr No

    Würde mal bitte endlich jemand das deutsche Namensrecht ändern! Jeder meint, er brauche einen Doktortitel. Bringt ja auch Ansehen und höheres Einkommen, aber wozu braucht ein Politiker, ein Anwalt, ein leitender Angestellter diesen Titel? In Berlin hat gerade sogar ein Verwaltungsbeamter, der in einer Partei Karriere macht, zugeben müssen, sich den Titel ergaunert zu haben. Der Typ hat seine Arbeit sogar eine halbe Ewigkeit unter Verschluss gehalten, weil er anscheinend wusste, dass die Arbeit a) kein großes Erkenntnispotential besitzt und b) teilweise mit Copy and Paste entstanden ist.
  2. #151

    Doch!

    Zitat von MKasp Beitrag anzeigen
    Die Unis als einzige Instanz in Bezug auf Verfehlungen, die - zum Großteil - jeder Viertklässler beurteilen kann? Abschreiben bleibt Abschreiben.

    Ihr Wunsch, die Sache wieder (!) in die Hände der Uni zu geben, mag sonstwie motiviert sein, jedenfalls nicht von Effektivität. Die Uni "hat doch schon einmal geprüft" würde dieselbe gelangweilt antworten, gäbe es nicht Vroniplag!

    Dieselbe Uni hat sich bereits einmal täuschen lassen - oder hat "kooperiert" bzw. "ein Auge zugedrückt", aus welchen Gründen auch immer.

    Meinen Sie, die hätte ein Interesse ihr Versagen durch Prüfung publik zu machen?

    In welchem Wolkenkuckuksheim leben Sie?

    Es geht hier um die Dr.-Arbeiten von mächtigen Politikern.

    Da reicht ein "Bitte, bitte, wir wollen doch alle vernünftig ssssein, gell?!" nicht aus.

    Nein, bitte, sagen Sie jetzt nichts!
    Es ist und bleibt Rufmord. Im Übrigen überbewerten Sie den Dr.-Titel total. Wenn Frau Schavan gegen Gesetze verstoßen haben sollte, dann ist die Justiz die richtige Adresse, aber keinesfalls die Öffentlichkeit. Nehmen Sie das einfach zur Kenntnis.

    Ihre Motive und die von Vroniplag sind doch eindeutig - Schaden anrichten, Neid und Eifersucht, dass andere etwas geschafft haben, endlich mal Aufmerksamkeit erregen in ihrem kleinen Leben uvm.

    Sie tun mir einfach nur Leid.
  3. #152

    Zitat von mocki Beitrag anzeigen
    Es wird an einer GEMEINSAMEN Kopie gearbeitet, was nach Urheberrecht unzulässig ist.
    Ich finde es immer sehr interessant, das Urheberecht zu bemuehen, um Aufklaerung von Urheberrechtsverstoessen zu verhindern.
    Ist in etwa so, wie Wasser predigen, und Wein trinken.
  4. #153

    GRÜNE/SPD/LINKE: dümmer?!

    Zitat von frankworker Beitrag anzeigen
    Das hauptsächlich CDU und FDP Politiker auffallen, liegt einfach daran, dass bei den SPDlern und Grünen ein Dr.-Titel eher selten ist. Da kann man höchstens die Abitur-Arbeit untersuchen, falls es dafür gereicht hat. (...)
    Wissen Sie, es ist einfach wirklich Unfug eine Diss zu schreiben, wenn man eh in die Politik gehen will und es ernst meint. Eine Diss soll nämlich die Befähigung zu wissenschaftlicher Arbeit nachweisen und die Forschung bereichern. Das ist in der Politik völlig fehl am Platz.

    Es ist also völliger Quatsch eine Diss anzustreben, wenn man in die Politik will. Daher auch diese dämlichen Dissertationsthemen DIESER Spezie, die nur auf Deko-Titel aus ist.

    Sie sehen, es ist tatsächlich ein Beweis an Ehrlichkeit, keine Diss zu haben. Als Politiker. Da die CDU/CSU aber vorwiegend im ländlichen Bereich erfolgreich ist und sein muss, gelten dort andere Regeln. Auf den Dörfern gilt bis heute, dass ein "Doktor" und der "Herr Pfarrer" über alles am besten Bescheid weiß. Da ist ein Dr-Titel das Entscheidende "Bling-Bling" ....
  5. #154

    Nun ja,

    Zitat von M. Michaelis Beitrag anzeigen
    Es geht um die Relevanz. Wenn die Arbeiten der prominenten Schummler letztlich einer bislang übliche Praxis kann man dies nicht mehr verwenden um daraus politische Konsequenzen zu fordern.

    Dann stünde das System der Titelvergabe primär am Pranger und nicht die einzelnen Doktoranten.
    Das heißt sie fordern das nur noch nichtprominente Schwindler entlarvt werden? Wie wollen sie das ausgestalten, so im Detail? Der Sohn eines einfachen Bürgers darf dann beim Studium nicht abschreiben, der Sohn eines Berühmten schon, weil er ja auch prominent ist?

    Wäre interessant ein solches System auf den Rest unseres Rechtsstaats auszudehnen. Haben sie vor irgendeine Grenze zu ziehen an der selbst für Prominente das Recht wieder gilt?
  6. #155

    Ein "Doch!" ....

    Zitat von 2013 Beitrag anzeigen
    Es ist und bleibt Rufmord. Im Übrigen überbewerten Sie den Dr.-Titel total. Wenn Frau Schavan gegen Gesetze verstoßen haben sollte, dann ist die Justiz die richtige Adresse, aber keinesfalls die Öffentlichkeit. Nehmen Sie das einfach zur Kenntnis.

    Ihre Motive und die von Vroniplag sind doch eindeutig - Schaden anrichten, Neid und Eifersucht, dass andere etwas geschafft haben, endlich mal Aufmerksamkeit erregen in ihrem kleinen Leben uvm.

    Sie tun mir einfach nur Leid.
    Ein "Doch!" .... reicht mir nicht.

    Im Übrigen hat sich Schavan & Co mit dem Dr-Titel und mit der Dissertationsschrift an die Öffentlichkeit gewandt.

    Die Arbeit und der Titel sind öffentlich - immer.
    Sind werden dafür gemacht, sind dafür gedacht.

    Das ist immer so: Der Titel wird gemacht, UM ihn öffentlich zu nutzen. Wir sind die Adressaten bzw. diejenigen, die den Trägern dieser Titel ca. 10-20 % mehr Gehalt versprechen.

    Ich bleibe dabei: Wer seinen Dr-Titel erschwindelt hat durch Plagiate, hat die Wähler bzw. seinen Arbeitgeber betrogen über seine Qualifikation. Eigentlich einfach, oder?

    Und bei einem Politiker ist es das Selbstvertändlichste der Welt, dass das auch öffentlich diskutiert wird. Das Forum ist kein Gericht, sondern ein Ort, an dem man seine freie Meinung äußern und seine Meinung diskutieren kann. Deshalb ist auch die Behauptung, hier würde "Rufmord" veranstaltet oder gegen den Grundsatz der Unschuldsvermutung verstoßen, Unfug.

    Fassen Sie wieder Mut, sich Ihres eigenen Verstandes zu bedienen!

    Nein, sagen Sie jetzt nichts.
  7. #156

    Dieser "Verwaltungsbeamte" ist sogar Fraktionsvorsitzender...

    Zitat von cm1 Beitrag anzeigen
    Würde mal bitte endlich jemand das deutsche Namensrecht ändern! Jeder meint, er brauche einen Doktortitel. Bringt ja auch Ansehen und höheres Einkommen, aber wozu braucht ein Politiker, ein Anwalt, ein leitender Angestellter diesen Titel? In Berlin hat gerade sogar ein Verwaltungsbeamter, der in einer Partei Karriere macht, zugeben müssen, sich den Titel ergaunert zu haben. Der Typ hat seine Arbeit sogar eine halbe Ewigkeit unter Verschluss gehalten, weil er anscheinend wusste, dass die Arbeit a) kein großes Erkenntnispotential besitzt und b) teilweise mit Copy and Paste entstanden ist.
    ...im Berliner Abgeordnetenhaus - eigentlich fast überflüssig zu sagen, für welche Partei (irgendwas mit C, glaube ich...)

    Und wie er als Verwaltungsbeamter überhaupt in die Verlegenheit kommen konnte, zu promovieren, ist auch noch irgendwie ein Buch mit gewissen Siegeln!
  8. #157

    Sie haben ganz Recht ...

    Zitat von westpfälzer Beitrag anzeigen
    -------------------
    machen es sich etwas zu einfach. Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit des Anderen beeinträchtigt. Dies gilt auch für die Meinungsfreiheit, gerade in einem Rechtsstaat!!
    Sie haben ganz Recht, aber wo beinträchtige ich oder Schavanplag oder andere Foristen die Freiheit der Frau Schavan?
    Ich bilde mir eine Meinung anhand von Schavanplag, weil ich den Plagiatsjägern vertraue und aber auch der Tatsache, dass längst aufgeflogen wäre, wenn

    a) dort nicht tatsächlich der Text der Diss von Schavan untersucht würde und
    b) die Quelltexte gar nicht (so) existierten (und also auch der Prof., der dazu sich im Interview öffentlich geäußert hat, gelogen hätte).

    Im Übrigen haben die Plagiatsjägern nun bei einer ganzen Reihe trotz widriger Umständ eine nahezu fehlerfreie, hervorragende Arbeit geleistet, ohne dafür das Gehalt der Professoren einzufordern, deren Aufgabe es zuvörderst gewesen wäre.

    Würden die Plagiatsjäger sich den Piraten anschließen, hätten wir erstmals seit Bestehen der Bundesrepublik glaubwürdige, wenn auch nicht auf allen Gebieten kompetente, Politiker!
  9. #158

    Plagiate

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die anonyme Plagiatsjagd lebt: Der Sprachwissenschaftler KayH untersuchte zu Jahresbeginn die Doktorarbeit von Bundesbildungsministerin Annette Schavan. Im Interview erzählt er, wie viele unsaubere Stellen er und seine Mitstreiter fanden - und warum Schavan zunächst dem Pranger entging.

    Plagiat-Verdacht gegen Schavan: VroniPlag-Wiki-Mitglied im Interview - SPIEGEL ONLINE
    Schoenes Zitat:Allgemein verlangt der Umfang des Themas ein häufiges Abstellen auf andere Arbeiten.Bloße Übereinstimmung in einzelnen Stücken ( etwa mit dem interessanten Buch von S.Potter - ich zitiere hier aus dem Vorwort von zu Ernst Leisi: Das heutige Englisch 1955) bedeutet freilich nicht Übernahme; denn man kann auch unabhängig voneinander zu den gleichen Formulierungen kommen, was für die Objektivität unserer Wissenschaft tröstlich ist. Immerhin sucht man die Originalität ...nicht so sehr in den Einzelheiten als vielmehr in deren Auswahl, Deutung und Verknüpfung.
    Heisenberg und Planck haben absolutes Neuland entdeckt, eine "geisteswissenschaftliche" Arbeit ist überwiegend kompilieren und neu strukturieren.
    Also liebe abgebrocheneSoziologen,- päden, pathen und sonstwas; laßt die Kirche im Dorf.
  10. #159

    Eigenplagiat

    Zitat von MKasp Beitrag anzeigen
    Fassen Sie wieder Mut, sich Ihres eigenen Verstandes zu bedienen!

    Nein, sagen Sie jetzt nichts.
    Oh ja, das sollten sie auch mal beherzigen...

    Aber davon mal ab und wieder hin zu unseren selbsternannten Wächtertypen: Wo ist denn eigentlich das Problem, dass die nicht mit Klarnamen arbeiten? Wenn das alles so 100% sicher ist, dann können die Plagiatswächter sich doch locker outen mit aller Konsequenz. Oder haben die Angst, dass ihre Arbeiten mal genau beleuchtet werden oder etwa vor dem Shitstorm?








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