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VroniPlag-Rechercheur über Schavan: "Sie hat es sich zu bequem gemacht"

DPADie anonyme Plagiatsjagd lebt: Der Sprachwissenschaftler KayH untersuchte zu Jahresbeginn die Doktorarbeit von Bundesbildungsministerin Annette Schavan. Im Interview erzählt er, wie viele unsaubere Stellen er und seine Mitstreiter fanden - und warum Schavan zunächst dem Pranger entging.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...831439,00.html
  1. #120

    Ach ja, dann nennen Sie doch einige Beispiele aus einem anderen politischen Lager?! Das Problem ist, das Menschen die einem geregelten Arbeitsalltag nachgehen, keine Zeit für solch denunziantischen Aktivitäten haben. Dieses Sammelbecken von politisch Linken hat es leider nicht anders gelernt. Dazu gehört auch die Anonymität des Netzes und der VroniPlag Gesinnungsgenossen, die alles schön aus der Anonymität heraus publizieren. Steht doch zu Euren großartigen Erfolgen!! Warum so Feige?! Weil Ihr es einfach nicht anders gelernt habt!

    Zitat von ecce homo Beitrag anzeigen
    Es werden nicht nur CDU- und FDP-Politiker auf Korn genommen.
    Es geht hier außerdem um Wissenschaft, im Gegensatz zur Politik und Wirtschaft bemüht man sich dort noch um Warhaftigkeit.
    Ein Plagiat ist etwas, was man mit wissenschaftlichen Methoden nachweisen kann.
    Die Mitarbeiter von Vroni Plag sind wissenschaftlich tätig und wenn ihnen deren Ergebnisse nicht gefallen, dann können sie entweder selbst einen wissenschaftlichen Gegenbeweis anstreben oder sie können sich zur Gruppe derjenigen gesellen, die sich der wissentschaftlichen Erkenntnis selektiv verweigern - was natürlich ihr gutes Recht ist.
  2. #121

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die anonyme Plagiatsjagd lebt: Der Sprachwissenschaftler KayH untersuchte zu Jahresbeginn die Doktorarbeit von Bundesbildungsministerin Annette Schavan. Im Interview erzählt er, wie viele unsaubere Stellen er und seine Mitstreiter fanden - und warum Schavan zunächst dem Pranger entging.

    Plagiat-Verdacht gegen Schavan: VroniPlag-Wiki-Mitglied im Interview - SPIEGEL ONLINE
    Mit der Anonymität ist es ja spätestens dann vorbei, wenn Frau Schavan Strafanzeige gegen Unbekannt stellt wegen Verleumdung o.ä. Ich finde es widerlich und moralisch verwerflich, dass jemand - ohne namentlich dazu zu stehen - Frau Schavan öffentlich aus dem Schutz der Anonymität heraus ein Plagiat vorwirft, weil sie 7 Worte in einem Satz genauso aneinander gereiht hat wie ein weiterer Autor vor ihr. Kein Mensch kann ihr da ein Plagiat nachweisen. Zumal zu einem Plagiat schon auch ein gewisses Mindestmaß an Erkenntnis gehört, das plagiiert wird. Wenn man in seiner Dissertation formuliert, dass der Himmel blau sei, dann wird man einige tausend Autoren finden, die diese immens bedeutsame Erkenntnis auch schon formuliert haben. Ein Plagiat ist es dennoch nicht.

    Frau Schavan hat vielleicht eine hervorragende Dissertation geschrieben, mit hervorragenden neuen Gedanken, viel Arbeit und Mühe. Und weil sie im Rahmen dieser hervorragenden Dissertation ein paar banale Gedankengänge vielleicht nicht völlig korrekt zitiert hat, wird diese Arbeit jetzt als Plagiat abgewertet und sie als "Betrüger". Ich finde das wirklich schlimm.
  3. #122

    Nein, eigentlich nicht!

    Zitat von donnerfalke Beitrag anzeigen
    Lieber Mitforist, Sie verwechseln da etwas (unabsichtlich?) Es geht um wissentlisches Abschreiben der Passagen aus den fremden Büchern und nicht um "Vordenken". So einfach ist das.
    Was ich meinte: Bei diesen Themen fällt es schwer, einen eigen Gedanken zu schreiben, den man nicht sehr ähnlich schon mal woanders gelesen hat ...
    Da kann man schon mal den Überblick verlieren, vor allem wenn man keinen PC hat. Diese Plagiatsuche wird bei Geisteswissenschaften wohl immer sehr erfolgreich sein, da kocht zu viel im eigenen Saft. Wenn ich nur an die Theologie denke, da kann man über Dinge promovieren, die es mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht gibt. ;-)))))
  4. #123

    Schadenersatz

    Wer ist eigentlich auf Schadenersatz wegen des geschädigten Rufes zu verklagen (irgendwas bleibt bekanntlich immer hängen), wenn herauskommen sollte, dass die Vorwürfe unberechtigt waren?

    Das Anliegen kann bechtigt sein, wie es will. Das öffentliche an den Pranger stellen aus der Anonymität heraus, bevor ein rechtsgültiges Urteil gefällt wurde hat die Züge von Selbstjustiz und ist mit unserer Demokratie eigentlich nicht vereinbar.
  5. #124

    ...

    Zitat von stagama1 Beitrag anzeigen
    Ach ja, dann nennen Sie doch einige Beispiele aus einem anderen politischen Lager?! Das Problem ist, das Menschen die einem geregelten Arbeitsalltag nachgehen, keine Zeit für solch denunziantischen Aktivitäten haben. Dieses Sammelbecken von politisch Linken hat es leider nicht anders gelernt. Dazu gehört auch die Anonymität des Netzes und der VroniPlag Gesinnungsgenossen, die alles schön aus der Anonymität heraus publizieren. Steht doch zu Euren großartigen Erfolgen!! Warum so Feige?! Weil Ihr es einfach nicht anders gelernt habt!
    Interessante Philosophie die sie da verfolgen. Für sie sind also Zeugen grundsätzlich Denunzianten.
    Wenn jemand Kentniss über Missstände hat dann muss er diese für sich behalten damit die Missstände weiter fortgeführt werden können.
    Spannend in was für einer wunderbaren Gesellschaft von Mitläufern und Obrigkeitstreuen sie gerne leben würden.
    Sowas hatten wir übrigens in Deutschland auch schon mal noch vor dem Denunziantentum der DDR.
  6. #125

    Jetzt bin ich traurig!

    Zitat von horstwende Beitrag anzeigen
    Das ist inhaltlich falsch und einfach widerlegbar: schon mal bei Vroniplag rein geschaut da werden sie ne Menge naturwissenschaftlicher Dissertationen finden, die offensichtlich abgekupfert sind. Nur mal so als Fallbeispiel...
    Sie ignorieren beflissentlich Feldforschung, Sowi/Psycho Experimente usw. etc.
    Klar kann man sich die Welt einfach machen und in gut und böse unterteilen. Mit Wissenschaft hat das aber nichts zu tun. Mit Ihrer Aussage dokumentieren Sie nicht unbedingt wissenschaftliches Allgemeinwissen. Ich zweifle mal stark daran, dass sie sich jemals mit Geistes- oder Gesellschaftswissenschaften befasst haben. Sehr unsaubere + unwissenschaftliche Vorgehensweise...
    Ich hab doch um Nachsicht bei der Bewertung geisteswissenschaftlicher Arbeit gebeten! Wird das nicht klar?? Juristen doktern an Gesetzbüchern herum, die es seit hundert Jahren gibt, da fällt es schwer etwas Neues zu schreiben. Die Doktorarbeiten von vielen Ärzten sind so dünn, da fällt es schwer zu sagen, sie schaffen Wissen.
    Und wenn ich lese, womit sich manche Sozioogen oder Germanisten beschäftigen, na ja. Da ist positiv zu vermerken, diese Forschung kostet zumindest nicht so viel, wie die Nichtbeantwortung der Frage, ob ein Neutrino schneller fliegt als das Licht. Das alles hilft der Menschheit auch nicht weiter. Deshalb ist es auch weniger wichtig, ob es neu ist. Alles halb so dramatisch, weil eh egal! Lachen! ;-)))
    Also, wer sich aufregt
  7. #126

    Zitat von awtwahl Beitrag anzeigen
    wie sonst kaemen wir hinter die grossen und kleinen "betruegereien" unserer selbsternannten Politelite ?
    Achtung! Gefahndet wird von den "üblichen Verdächtigen" ausschlieslich bei sogenannten "konservativen" Politikern (ausschliesslich aus dem Grunde, um diesen zu Schaden). Linke, piratische, grüne Zielpersonen werden dagegen nicht durchleuchtet.

    dank Facebook/twitter & co. werden kuenftig politiker nicht mehr so scheinheilig mitwursteln koennen, den PIRATEN sei Dank ' unter anderen' on verra: schau'n wir mal !
    Wie rührend. Gerade die "geistiges Eigentum ist Diebstahl"-Piraten sorgen sich auf einmal um, äääh, geistiges Eigentum? Aber hey, wenn es doch der GUTEN Sache dient!! Widerwärtige Doppelmoral.
  8. #127

    Na na...

    Zitat von Vergil Beitrag anzeigen
    Mit der Anonymität ist es ja spätestens dann vorbei, wenn Frau Schavan Strafanzeige gegen Unbekannt stellt wegen Verleumdung o.ä. Ich finde es widerlich und moralisch verwerflich, dass jemand - ohne namentlich dazu zu stehen - Frau Schavan öffentlich aus dem Schutz der Anonymität heraus ein Plagiat vorwirft, weil sie 7 Worte in einem Satz genauso aneinander gereiht hat wie ein weiterer Autor vor ihr. Kein Mensch kann ihr da ein Plagiat nachweisen. Zumal zu einem Plagiat schon auch ein gewisses Mindestmaß an Erkenntnis gehört, das plagiiert wird. Wenn man in seiner Dissertation formuliert, dass der Himmel blau sei, dann wird man einige tausend Autoren finden, die diese immens bedeutsame Erkenntnis auch schon formuliert haben. Ein Plagiat ist es dennoch nicht.

    Frau Schavan hat vielleicht eine hervorragende Dissertation geschrieben, mit hervorragenden neuen Gedanken, viel Arbeit und Mühe. Und weil sie im Rahmen dieser hervorragenden Dissertation ein paar banale Gedankengänge vielleicht nicht völlig korrekt zitiert hat, wird diese Arbeit jetzt als Plagiat abgewertet und sie als "Betrüger". Ich finde das wirklich schlimm.
    Wir reden nicht von sieben Worten in einen Satz, sondern ganzen Passagen, von geistigen Diebstahl, von vorsätzlichen Betrug, von Heuchelei, von Lügen...
    Und das diese Neigung zum Betrügen fast ausschließlich von Politikern aus dem konservativen Lagern kommt, sagt schon viel über das Moral- und Rechtsverständnis von Menschen dieser Denke aus.
    Aber dann deren Ankläger zu feigen Tätern umzumünzen ist schon fast pathologisch. Da wird der Täter zum Opfer und der Ankläger zum Täter.
    Und bevor wieder das Totschlagargument kommt, es werde nur in den Arbeiten rechter Politiker gesucht- falsch! Auch bei den Arbeiten von Politikern des linken Spektrums wird gesucht, nur bei denen findet man weniger bis nichts. Kann das sein, dass diese Menschen vielleicht einfach über mehr Anstand verfügen und nicht ihr Ego durch ergaunerte und erkaufte Doktortitel aufpolieren müssen?
    Sie glauben das nicht? Dann sehen sie doch selber nach, Diplom-Master-Doktor-etc.- Arbeiten sind wissenschaftliche Veröffentlichungen und sollten für jedermann einsehbar sein.
    Komisch nur,dass seit Guttenberg zahlreiche "Dissertationen" einiger hochrangigen Politiker vor allem der CDU/CSU plötzlich nicht mehr aufzufinden sind... ein Schelm, wer Arges dabei denkt! ;O)
  9. #128

    ....

    "SPIEGEL ONLINE: Haben Sie eigentlich nichts Besseres zu tun, als anderen Leuten Fehler nachzuweisen?"

    Sowas blödes habe ich schon lange nicht mehr gelesen.
    Wir leben im Informationszeitalter und in dieser ist Überprüfung der erworbenen Informationen auf Fehler wohl die wichtigste Aufgabe.
    Wir generieren innerhalb kürzerster Zeit unglaubliche Mengen an Wissen ohne dieses ordentlich zu überprüfen oder irgendwie zu sichern.
    Es ist offensichtlich das ein gewisser Teil des generierten Wissens falsch ist und die wichtigste Aufgabe für die Zukunft wird sein fundiertes Wissen vom Datenabfall zu trennen.
    Diese Eigenschaft wird bald wichtiger werden als das tatsächlich über Bildung erworbene Wissen.
  10. #129

    Sich über sich selber und nicht über andere schämen

    Zitat von M. Michaelis Beitrag anzeigen

    Ist ja alles gut und schön, aber warum werden immer nur Arbeiten von Politikern untersucht.

    Im Moment müssen sich die Plagiatsjäger gefallen lassen Kampagnen gegen bestimmte Politiker zu initiieren.

    Es wäre an der Zeit einen Qualitätsvergleich mit den Arbeiten nicht Prominenter zu machen um einschätzen zu können ob die kritisierten Arbeiten überhaupt aus den Rahmen fallen oder eher übliche Praxis waren.
    Habe mal in einer Firma gearbeitet in der Kopien von der Chef- Doktorarbeit kursierten.
    Lange hat hat der (ein Ingenieur) sich danach auch nicht mehr gehalten.

    Aber zurück zu den promovierten Theologin, die eine Doktorarbeit mit dem schönen Titel:
    „Person und Gewissen. Studien zu Voraussetzungen, Notwendigkeit und Erfordernissen heutiger Gewissensbildung“
    zusammenschusterte:

    An ihren eigenen Maßstäben sollte sich diese Dame, die sich im Bundesministerium für Bildung und Forschung festgesetzt hat, und ausgerechnet mit einer Arbeit in der es um Gewissensbildung geht, geschummelt hat , nun messen lassen:

    Annette Schavan unter Druck:

    Wochenlang schwieg die Ministerin. Dann sagte sie aber doch den Satz, der den Minister zu Fall brachte: „Als jemand, der vor 31 Jahren promoviert hat und in seinem Berufsleben viele Doktoranden begleiten durfte, schäme ich mich nicht nur heimlich.“ .


    Der Verteidigungsminister trat zurück, und auch ihr wird nix anderes übrig bleiben als möglichst schnell zurückzutreten.


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