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Vorwurf der Tierquälerei: Schweizer Supermärkte boykottieren Wiesenhof

Nach der ARD hat nun auch das Schweizer Fernsehen einen Film über Arbeitsmethoden beim Geflügelproduzenten Wiesenhof ausgestrahlt.*Darin zu sehen: üble Tierquälerei.*Laut einem Pressebericht haben*die größten Supermärkte in der Schweiz nun reagiert - mit einem Boykott.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...786329,00.html
  1. #20

    Zitat von Pandora0611 Beitrag anzeigen
    Die bösen Schweizer boykottieren also hochwertie deutsche Qualitätsprodukte.
    Da sollte Deutschland, wie damals schon Steinbrück forderte, die Kavallerie hinschicken.
    Es kann .....
    Warum dieser Sarkasmus? Was haben Sie an dem Verhalten der Schweizer und der Fernsehsender auszusetzen? Ich bin der Meinung, das Verhalten der Akteure ist nach den Nachrichten absolut verständlich und richtig.

    Oder wendet man Sarkasmus neuerdings auch schon als verbale Form der Zustimmung an?
  2. #21

    Schlaglicht Wiesenhof

    Unkaufbare Ware, das Zeug. Diese zweifelhaften Denaturierungsprodukte der Lebensmittelmafiosi fuellen allerdings auch unter anderen Labels die Supermarktregale.
    Aber nun hat hat so eine Antiware wenigstens mal einen Festmachnamen bekommen. Werden sich vermutlich umetikettieren und weitermachen wie bisher.
    Und die Kaeufer werden weiterkaufen wie bisher.

    Unfassbar, was fuer ein Schrott so den Regalen liegt. Haferflocken aus dem tschernobilverseuchten Finnland (Herkunftsland muss nicht angegeben werden), Caesium 137-Pilze aus den Ostlaendern (deutsche Steinpilze duerfin nicht in den Verkehr gebracht werden), Billigwurst aus Abfaellen zusammengeklebt, totgekochter Honig, karzinogene Backwaren ohne Ende, mit Zucker vergiftete Tiernahrung, phosphorisierte Limonaden, nur noch chemobehandeltes Gemuese und Obst, versalzene Fertiggerichte, die unendlich Durst auf die Chemolimonaden machen sollen
    (aber wg. des Zuckers darin Durst noch verstaerken), endlos fortsetzbare Beispiele.
    Da ist WIESENHOF allenfalls ein Schlaglicht auf die Branche.
  3. #22

    Keine Panik

    Zitat von NixNutzt Beitrag anzeigen
    Warum dieser Sarkasmus? Was haben Sie an dem Verhalten der Schweizer und der Fernsehsender auszusetzen? Ich bin der Meinung, das Verhalten der Akteure ist nach den Nachrichten absolut verständlich und richtig.

    Oder wendet man Sarkasmus neuerdings auch schon als verbale Form der Zustimmung an?
    Der überspitzte Kommentar sollte die Richtigkeit des Handelns der schweizer Unternehemn herausstreichen.

    Zumal wenn man im Artikel liest, dass das Unternehmen gegen die Veröffentlichung des TV Beitrages klagt. Also einfach die Wahrheit unterdrücken will um des lieben Profites willen.
  4. #23

    Zitat von gaga007 Beitrag anzeigen
    Der deutsche Verbraucher hat durchaus Macht - er muß sie nur ausüben und sein Kaufverhalten entsprechend steuern.

    Selbst, wenn ein Lebensmittelanbieter weiterhin Wiesenhof-Produkte im Angebot hat, so muß niemand diese Produkte kaufen.
    Leider sind aber die meisten Verbraucher zu träge, um entsprechend zu handeln.
    Immer dieselbe Leier ... "Der Verbraucher hat es in der Hand, ...". Nichts hat er, und in den Augen von Wiesenhof etc. ist das auch gut so. Die meisten, die da im Supermarkt vor dem Geflügelregal stehen, haben diesen Beitrag nicht gesehen oder bereits wieder vergessen. Das Thema steht eben nicht wie EHEC, Schweinegrippe, Rinderwahn zum jeweiligen Zeitpunkt täglich auf der Agenda der Mediengesellschaft, damit es sich in das Bewußtsein der Menschen einbrennen kann. Und da finde ich es gut, wenn diese Entscheidung, die Sie da vom Einzelnen fordern, vom Management der Schweizer Handelsketten getroffen wird.
  5. #24

    Zitat von HansC Beitrag anzeigen
    ...das ist keine naive Entscheidung für die Tierliebe, die die Schweizer Unternehmen dort treffen, sondern fürs Business.

    Zum einen gibt es auf dem Weltmarkt sicherlich noch mehr Billiganbieter von Geflügel(die Regale bleiben bestimmt nicht leer). Zum anderen wird es nach dem Bericht wohl vermehrt Proteste von Kunden gegeben haben. Und dann wird einfach hoch-gerechnet. Kundenboykott gegen Umsatz mit Billiggeflügel.

    Salve.
    Interessanterweise ist es laut unserer Konsumentensendung Kassensturz (www.kassensturz.sf.tv) im Schweizer Fernsehen eben nicht nur Billigware, die aus dem Ausland kommt.

    Bei der Migros (Grösster Einzelhändler der Schweiz) kommt das M-Budget (Billig-Hausmarke) Poulet (Hähnchen) aus der Schweiz, während die Standard-Hähnchenbrüstchen aus Deutschland (Wiesenhof) oder Ungarn stammen.

    Man darf auch nicht vergessen, dass die Wiesenhof Produkte nur einen sehr kleinen Teil des Sortiments von Migros und Coop ausmachen.

    Produkte wie Bruzzler (Wiesenhof) oder Curry King und Deutschländer (Meica) gabs hier früher gar nicht. Die wurden ins Sortiment genommen weil sie Von unseren immer zahlreicher werdenden Deutschen Mitbürgern nachgefragt werden.
  6. #25

    Ich finde die Reaktionen der Schweizer Lebensmittelhändler gut!

    Auch bei artgerechter Aufzucht von Schlachttieren muss ein Hähnchenschlegel keine 10 Euro kosten, wie ein Forist meint.
    Es wäre wirklich an der Zeit, von unabhängigen und sachverständigen Organisationen Informationen über den finanziellen Mehraufwand für tiergerechte Aufzucht zu erhalten. Bis jetzt hört und liest man nur Wischiwaschi, lanciert von irgendwelchen Interessengruppen.

    Da es in meiner Wohnumgebung keinen Betrieb oder Laden gibt, der Fleisch aus artgerechter Haltung anbietet, verzichte ich bereits seit einigen Jahren weitgehend auf Fleisch. Und siehe da: Ich fühle mich genauso gesund und leistungsfähig wie vorher, obwohl ich ganz genre wieder ein schönes, marmoriertes Steak essen würde!
  7. #26

    Nicht vergessen, Afrika.

    "Es wird so kalkuliert, dass mit dem Brustfilet bereits
    40% der Erlöse erzielt werden, obwohl das
    Filet lediglich 14 % des Fleisches eines Huhns
    erbringt. Nach dem meistbietenden Verkauf weiterer
    Teile des Huhns wird das Kilo Rest-
    Hühnerfleisch zu einem Dumping-Preis von 1,44€
    nach Afrika verschifft.
    Dagegen haben die einheimischen ZüchterInnen
    mit einem Kilopreis von 2,40€ keine Chance."
    http://www.brot-fuer-die-welt.de/dow...huhn_final.pdf
  8. #27

    Verbraucher auch Schuld

    Man muss Wiesenhof allerdings zugutehalten, dass sie in der Vergangenheit bereits versucht haben, Geflügel artgerechter und aufwändiger zu produzieren. Die entsprechend teureren "Weidehähnchen" blieben allerdings damals in den Regalen liegen. Insofern ist so mancher Schrei der Empörung heute ziemlich scheinheilig.
  9. #28

    .

    Zitat von gaga007 Beitrag anzeigen
    Der deutsche Verbraucher hat durchaus Macht - er muß sie nur ausüben und sein Kaufverhalten entsprechend steuern.
    Macht er aber nicht.
    Oder glauben Sie der Harzer wird freiwillig auf die vier Billigschnitzel zum täglichen Sky Bundesligapaket verzichten?
    Arme Leute essen dann nur noch Nudeln und Kartoffeln, der Mittelstand nur noch einmal die Woche Fleisch vom Biohof?
    Kaufverhalten ohne finanzielle Zwänge steuern können eigentlich nur die Besserverdiener.
    Unsere Konsumgesellschaft und finanzielle Zwänge verhindern also effektiv einen Boykott und dass sich was ändern kann.
    Zitat von gaga007 Beitrag anzeigen
    Selbst, wenn ein Lebensmittelanbieter weiterhin Wiesenhof-Produkte im Angebot hat, so muß niemand diese Produkte kaufen.
    Leider sind aber die meisten Verbraucher zu träge, um entsprechend zu handeln.
    Wie gesagt, was ist die Alternative?
    Viel zahlen für Fleisch direkt vom Erzeuger oder Körnerknabberer werden. Denn das Billigprodukt von Wiessenhof beim Boykott durch das Billigprodukt von Quälhof XY zu ersetzen bringt exakt den Nuller.
  10. #29

    Leider wahr

    Zitat von uh17 Beitrag anzeigen
    Wiesenhof? Aus Niedersachsen.
    Diese Fettfirma, die mal eben ein paar Tonnen Industrieabfallfett in unser Essen mischt? Aus Niedersachsen.
    EHEC? Aus Nidersachsen....
    Wer Schweinefleisch fuer 2.99 kauft, Schmierwurst frisst und seine eier per 30 Stueck fuer 2.29 bei Aldi kauft waehlt auch CDU ?
    Wenn Tier KZ, korrupte politiker a la grotelueschen, unfaehige politiker a la wulf ( hat die grosse lusche ernannt )mit dem geiz und der bequemlichkeit der bevoelkerung zusammentreffen, kommt halt nur guelle heraus.
    Die Loesung ist dabei so einfach:
    Fast kein Fleisch mehr, oder wenn dann nur noch in Demeter Qualitaet. Alle anderen tierischen erzeugnisse auch in Demeter quali. Auch wegen des preises gibt es dann 1 - 2 mal die woche fleisch.
    Bleibt mir allerdings auch nicht im Hals stecken wie der Tier KZ frass.
    Was denken sich leute eigentlich, wie fuer 2.99 Kilo schweinefleisch produziert wird ???
    Wer an Tierhaltung etwas aendern will, fange mit dem Mensch im Spiegel vor sich an.








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