Nun, die Demokraten hatten 2008 mit Clinton und Obama auch eine endlose Vorwahlsaison - unter anderem eben aufgrund der proportionalen Verteilung der Deligierten, während die Republikaner damals noch auf die reine Lehre von The-Winner-Takes-All setzten.
Diesmal haben fast alle republikanischen Staaten die proportionale Verteilung und das Rennen dauert entsprechend länger. Allerdings versagt der Mechanismus, der Kandidaten früher aus dem Rennen gedrängt hat: versiegende Spendeneinnahmen. Die große Last der teuren Fernsehwerbung wird inzwischen von pseudo-unabhängigen Super-PACs getragen, Spendensammelvereinen, die unabhängig von den Partei- und Kampagnenfinanzierungsgesetzen, nicht auf viele Unterstützer angewiesen sind, die jeweils nur 2.500$ geben dürfen, sondern Zigmillionenspenden von einzelnen Gönnern annehmen dürfen.
Wann waren zuletzt Ende März 4 Kandidaten im Vorwahlrennen einer Partei?
Die Pseudo-Unabhängigkeit der Super-PACs führt übrigens auch dazu, dass Inhalte von Werbung mit der Kampagne selbst nicht abgesprochen werden dürfen - stattdessen werden teure Werbespots produziert, in denen dem parteiinternen Gegner möglichst vor breiter Öffentlichkeit ans Bein gepinkelt wird; in einem Maße, in dem Demokraten das untereinander nie getan haben.
Der Sieger dieser Schlammschlacht soll dann im Hauptwahlkampf Obama gegenübertreten und will respektabel genug wirken, um einen halbwegs guten Präsidenten abzugeben!

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