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Vortrags-Panne: Uni Trier düpiert renommierten Kriegsforscher

Krieg und Frauen, das ist sein Thema - doch die Uni Trier wusste nicht genau, wen sie sich mit Militärhistoriker Martin van Creveld einlud. Nach seinem ersten Vortrag entließ die Uni ihren berühmten Gastdozenten. Studenten*hatten sich über frauenfeindliche Thesen des Kriegsfachmanns beschwert.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...794094,00.html
  1. #270

    Weisheiten

    Zitat von acitapple Beitrag anzeigen
    und eben das finde ich äußerst fragwürdig. von den kritikern war wohl keiner anwesend, sie haben nur "davon gehört". haben sie den prof zur rede gestellt oder aufzeichnungen/mitschriften verlangt oder haben sie gleich rumgejammert und die freisetzung des mannes gefordert ? das kann doch nicht so einfach sein. sonst könnten sich ja 10 leute zusammentun und von einem x-beliebigen prof behaupten er hätte dies oder jenes gesagt oder getan. ich bin der meinung, gerade in einer bildungseinrichtung sollte sachlichkeit vorrang vor propaganda haben. der dekan sollte sich etwas rückgrat zulegen !!
    Woher haben Sie Ihre Weisheiten? Im SPON Text steht etwas anderes:
    "Zur Beschwerde des Astas meint van Creveld, der Brief sei wohl auf Basis von Gerüchten verfasst worden - schließlich dürfte kaum einer der Unterzeichner seinen Vortrag selbst gesehen haben."
    http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...794094,00.html
    Der Herr Professor meint, es dürfte, ... Mit anderen Worten: Er weiß überhaupt nicht, welcher der Unterzeichner anwesend war. Und ich bezweifle, daß Sie das so genau wissen.
    Kann es sein, daß Sie Ihren eigenen Ansprüchen an Sachlichkeit nicht gerecht werden?
  2. #271

    Was ich hier nicht verstehe

    ...ist, wieso sich die Verfasser des offenen Briefs nicht entblöden, Maulkörbe zu fordern, aber gleichzeitig nicht den Mumm haben, sich dem Herren im Diskurs zu stellen.
    Entweder ist es ja so, dass seine Thesen der wissenschaftlichen Überprüfung nicht standhalten, dann wäre es doch ein leichtes, sie in einer Veranstaltung mal im Sinne eines wissenschaftlichen Diskurses anzugehen.

    Ach ja, erfordert ja Arbeit. Wie schrieb die Foristin doch oben "Ich geh doch nicht zu jeder Zusatzveranstaltung."
    Oder es ist eben nicht so einfach, dann wäre ja der wissenschaftliche Diskurs und die Auseinandersetzung erst recht zu suchen um hier mögliche Ansatzpunkte für weitere Forschungsfragen klar herauszuarbeiten, auch gerne mit dem Ziel, die Thesen des van Crefeld zu widerlegen.

    So wie es der Beschreibung nach abgelaufen ist, macht sich die Universität jedoch ganz klar lächerlich, die Briefschreiber jedoch sollten in dem Zusammenhang gleich mit von der Uni verwiesen werden, sie haben ja klar ersichtlich die nicht Eignung zum kritischen Diskurs der ja gerne als wichtiger Studieninhalt der durch Bachelor und Co. bedroht wird hochgehalten wird.

    "Herr Lehrer ich weiß was..." ist nämlich definitv weder wissenschaftlich noch moralisch ein wünschenswertes Vorgehen.
  3. #272

    Diskriminierung

    Zitat von hjm Beitrag anzeigen
    Wenn man den offenen Brief des ASTA liest, fällt auf, dass unter den Unterzeichnern aus den verschiedenen Gruppen kein einziger Migrant ist. Bei 12 uni-politisch aktiven Gruppen kann man das wohl als statistisch signifikanten Nachweis sehen, dass in diese Gruppen massiv, wenn nicht gar rassistisch motiviert, diskriminiert wird.
    Ich verstehe Ihren Beitrag jetzt mal als Satire.
    Ich habe auch so ein schönes representatives Beispiel:
    http://www.wiwo.de/politik-weltwirts...-roettgen.html
    In der Bilderserie (Offener Brief der Wirtschaft an die Regierung Merkel, Energiepolitik) ist neben der Kanzlerin selbst noch eine Frau zu sehen, mal schauen ob Sie sie entdecken.
  4. #273

    Andersrum wird ein Schuh draus

    Nicht die Uni brüskiert den Militärhistoriker Martin van Creveld. Vielmehr ist's offenbar der Herr van Creveld, der den Rüpel gibt und somit seine Umwelt vor den Kopf stößt.
  5. #274

    Nagel auf den Kopf getroffen!

    Zitat von Parzival v. d. Dräuen Beitrag anzeigen
    Was soll man groß darüber diskutieren? Vielleicht, dass im Laufe der letzten Jahrzehnte links-totalitäre Vertreter die administrativen Strukturen der Unis gekapert haben, während Studenten mehrheitlich an der Asta-Arbeit ....
    Genau so ist es! Ich frage mich schon lange auf welchem Weg wir sind und wohin das führen soll!
    Frauenfeindlich ist heutzutage genau so ein Totschlagargument wie rassistisch!
  6. #275

    Diskovorplatz nachts um halb 2

    Zitat von gorge11 Beitrag anzeigen
    Der wisseschaftliche Punkt ist, dass
    Männer annehmen, dass Frauen es liebten,
    wenn sie den Männer beim abschlachten zugucken,
    nicht ob die Frauen das wirklich lieben.
    Mädels machen ihre Boys drauf scharf, es "dem" da mal richtig zu zeigen, weil "der" sie dumm angemahct hätte und or denn ein Weichei wäre und sie denn überhaupt liebe.

    Alltag in Deutschland und anderswo, wenn man es denn nur sehen will, das tägliche Steinzeitverhalten.
  7. #276

    Armes Deutschland ...

    ... das solche Miss(t)manager in seiner akademischen Führung hat. Auch unabhängig von der Korrektheit des unfassbaren Artikels ("Eine Stunde vor dem Vortrag habe ihm eine Assistentin den Wikipedia-Eintrag des Gastdozenten vorgelegt ..." nebst folgendem Peinlichkeits-Zitat des Herrn Dekans)leider nur ein Beispiel von (zu) vielen.
    Neben Politik und Wirtschaft trägt auch die universitäre Führungsschicht (männer- und komplexdominiert) zum elitären Versagen in diesem Land ihren nicht zu unterschätzenden Teil bei.
    Eine Runde Fremdschämen.
  8. #277

    xxx

    Zitat von billy pilgrim Beitrag anzeigen
    mein Beitrag war einfach nur eine gemeine Polemik ;-)

    Mich stört weniger der kritisierte Wissenschaftler. Dessen Thesen werden vermutlich eine Marginalie bleiben (Trial and Error). Was mich mehr schockiert, sind die Heerscharen selbsternannter Experten hier im Forum, die prinzipiell zu jedem.....
    Jo Volle Zustimmung. Mit welch lächerlichem Triumph man krampfhaft einen solchen Pseudowissenschaftler heranziehen muß, der die eigenen schlichten mechanistisch naturalistischen, sozialdarwinistischen "Thesen" unterstützt, noch dazu Historiker, alles untermalt mit dem einen oder anderen schmierigen Witz.., naka.

    Mir ging es nur darum, daß die Sozialwissenschaften sich anderen Disziplinen wie der Psychologie und den Naturwissenschaften interdiszilpinär öffnen sollen und umgekehrt, und das passiert ja auch.

    Allerdings vielleicht mit anderen Leuten als einem solchen Vulgärwissenschaftler.
  9. #278

    antiisraelisch

    Schön, dass der - deutscher linker Tradition verpflichtet - offen antiisraelitische AStA jemandem latenten Antiisraelismus vorwirft, einfach nur perfide:

    "Am 15. Juni gab es an der Universität Trier folgende Veranstaltung der AStA-Referate für Politische Bildung/Antirassismus und Hochschulpolitik: »REISE IN EIN BESETZTES LAND Dokumentarfilm und poetisches Road-Movie von Babette Herchenröder.(...) Die politische Aktivistin und Filmemacherin Babette Herchenröder dokumentiert ihre Erfahrungen einer siebenwöchigen Reise durch die vom Israelischen Staat und Militär besetzten Gebiete der Westbank und des Gaza-Streifens.(...)Eine schwedische Aktivistin der »Internationalen Solidaritätsbewegung für Palästina« äußert vor laufender Kamera ihren »hatred against the Israeli people« und entlarvt damit den »Antirassismus« dieser Bewegung. In den deutschen Untertiteln wird »hatred« lediglich mit »Abneigung« wiedergegeben.
    Die Mutter des Selbstmordattentäters Jihad Al-Titi erklärt, dass weder ihre Familie noch ihr Sohn fanatisch religiös sind bzw. waren. Warum sie ihren Sohn allerdings Jihad (Heiliger Krieg) genannt hat, erklärt sie nicht.
  10. #279

    .

    Zitat von M. Michaelis Beitrag anzeigen
    Mit stellt sich die Frage ob der Vortrag schlecht oder einfach nur politisch inkorrekt war.

    Ich kenne den Vortrag nicht aber ich habe aufgrund der Presseinformationen den Verdacht dass eher letzteres zutrifft.

    Dann allerdings wären die der Rauswurf ein Armutszeugnis für den Wissenschaftsbetrieb.
    In dem Artikel ist ein Link auf ein ausführliches Interview mit der "Jungen Freiheit". http://www.jungefreiheit.de/Single-N...4d396cb.0.html

    Dieses ist ganz interessant und man bekommt einen wesentlich besseren Eindruck vom Forscher und seinen Thesen.








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