Vorteil Urwahl: Wie die Grünen die Piraten austricksen können

DPADie Grünen wollen ihre Mitglieder entscheiden lassen, wer die Partei in den Bundestagswahlkampf führen soll. Verwunderlich, dass viele mit der Urwahl hadern, sie bringt vor allem eines: politische Profilierung. Die Grünen trauen sich Basisdemokratie, das hilft auch im Kampf gegen die Konkurrenz.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...851674,00.html
  1. #1

    Man stelle sich nur mal vor...

    ...ein CDUler würde so etwas unerhörtes vorschlagen. Die beiden Kauders würden wahrscheinlich in Ohnmacht fallen angesichts dieser seltsamen Auslegung von Demokratie...
  2. #2

    xxx

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Grünen wollen ihre Mitglieder entscheiden lassen, wer die Partei in den Bundestagswahlkampf führen soll. Verwunderlich, dass viele mit der Urwahl hadern, sie bringt vor allem eines: politische Profilierung. Die Grünen trauen sich Basisdemokratie, das hilft auch im Kampf gegen die Konkurrenz.

    Urwahl: Grüne trauen sich Basisdemokratie - SPIEGEL ONLINE
    Es ist ja schön, dass die Grünen diesen Weg einschlagen. Nur spielt das Prozedere nicht zwangsläufig eine so große Rolle, sondern vielmehr die Politik, die Grünen betreiben. Nach außen hin geben alle Kandidaten ein desaströses Bild ab. Auch ist jetzt schon klar, dass der nächste Spitzenkandidat für die Bundestagswahl wohl aus dem Personenkreis (Trittin, Künast, etc.) kommen wird. Ein Außenseiter hat da kaum Chancen. Ich schätze mal, dass die Grünen bei der nächsten Bundestagswahl wohl nicht mehr Stimmen bekommen werden, eher sogar weniger als 2009.
  3. #3

    Hmm

    Wieso "..trauen sich Basisdemokratie.."?? Die haben das früher schon gehabt. Bis sie zu Groß dafür wurden bzw. zu unflexiebel. Basisdemokratie ist schon ne tolle Sache braucht aber mitunter sehr lange um ne Entscheidung zu treffen. Sieht man ja jetzt bei der PP. Allerdings sind mir wohldurchdachte Entscheidungen allemal lieber als welche sie auch das Hüfte geschossen werden.
  4. #4

    Basisdemokratisch

    die Grünen waren doch mal ursprünglich basisdemokraktisch. Ökologisch, sozial, baisidemokratische hieß es damals. Wurde aber aufgegeben damit man besser kungeln kann und sich anpassen kann sprich Posten und Pfründe lockten ansonsten wäre nämlich ein Hartz IV nicht so leicht durchgewunken worden wenn man die Basis befragt hätte. Alles alter Wein in neuen Schläuchen...
  5. #5

    Die Wähler sind für Uhrwahl

    Man kann den Grünen nur gratulieren. Basisdemokratisch haben sie zweifelsohne die größte Erfahrung und den Spitzenplatz. Die Frage wird halt sein, ob dann der Wähler mit seiner Stimme - und die nur entscheidet über politische Macht- das Urwahlergebnis honoriert.
    Wenn die Urwahl für "Renate" ausgeht, werden die Grünen halt 5% verlieren, denn dass sie zwar Krawall aber nicht Politik kann, wissen die Wähler .. Ich-Sucht und Selbstüberschätzung sind nicht gefragt, nirgendwo. Nicht nur in Berlin nicht.
  6. #6

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Grünen wollen ihre Mitglieder entscheiden lassen, wer die Partei in den Bundestagswahlkampf führen soll. Verwunderlich, dass viele mit der Urwahl hadern, sie bringt vor allem eines: politische Profilierung. Die Grünen trauen sich Basisdemokratie, das hilft auch im Kampf gegen die Konkurrenz.

    Urwahl: Grüne trauen sich Basisdemokratie - SPIEGEL ONLINE

    Vielleicht trauen sich die Grünen ja Basisdemokratie - aber wer traut noch den Grünen ? ;)
  7. #7

    Ich sehe die Gruenen nicht...

    ...als Alternative zu den Piraten. Die einzige Alternative sind "Die Linke", die ein von den GRSG-farbigen Parteien echtes alternatives reales Programm haben. Ausserdem hat Sahra Wagenknecht, wie im Spiegel berichtet wurde (Sahra Wagenknechts Konzept zur Euro-Rettung - SPIEGEL ONLINE) ein interessantes Konzept zur Eurorettung vorgeschlagen, das die ewigen Phrasen, die von den anderen Parteien kommen, in den Schatten stellt.
  8. #8

    ...

    Eine Form der Basisdemokratie die einer Urwahl auch nur nahe kommt, betreiben die Piraten nicht. Sie reden nur darüber.
    Und bevor jetzt wieder das ganze Piratenfußvolk kommt und anderes behauptet:
    LiquidFeedback war nie als Abstimmungssystem gedacht sondern als Tool zur Meinungsbildung. Das Grundproblem bei LQFB liegt in den Delegierungen. Dadurch erhalten teilweise Einzelpersonen Stimmgewichte, die ganze Initiativen dominieren/entscheiden können. Das Tool ist so nicht basisdemokratisch.
    Parteitage: Jeder Pirat kann zwar formal auf die für ihn zutreffenden Parteitage bis hin zum Bundesparteitag gehen. Aber er muß es sich zeitlich und finanziell leisten können. Das schließt viele Piraten aus.

    Basisdemokratie geht anders als die Piraten es derzeit praktizieren, insofern wären die Grünen mit der Urwahl besser dran. Besonders wenn sie das öfters praktizieren würden.
  9. #9

    Der Sandmann........

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Grünen wollen ihre Mitglieder entscheiden lassen, wer die Partei in den Bundestagswahlkampf führen soll. Verwunderlich, dass viele mit der Urwahl hadern, sie bringt vor allem eines: politische Profilierung. Die Grünen trauen sich Basisdemokratie, das hilft auch im Kampf gegen die Konkurrenz.

    Urwahl: Grüne trauen sich Basisdemokratie - SPIEGEL ONLINE
    .....kommt und heißt Florian - entweder naiv seitens des Autors oder dreist, angesichts des Werdegangs der Grünen das Wahlvolk zu verschaukeln. Was sich heute als Grün anbiedert ist FDP mit Dosenpfand und hat bis auf ein wenig Makulatur nicht mit dem Gründungsgeist zu tun. Ob einer von denen jetzt intern oder mittels Urwahl erkoren wird, ändert nix an deren massiv vollzogenem Wandel!

    Zur Piraterie noch eine amüsante Klarstellung. Passend auch der Sticker "Vier äntern gar nix".

    QPress | Grüne stellen Anti-Piraterie Konzept vor