Vorstoß von Ministerin Schröder: Oma und Opa sollen gestressten Eltern helfen

CorbisDie Kinder versorgen, dann zur Arbeit, dazu der Haushalt - viele Eltern in Deutschland leiden unter Stress. Ministerin Schröder will die Lasten umverteilen. Berufstätige Großeltern sollen einfacher Erziehungszeiten nehmen dürfen - auch über ein Großelterngeld wird nachgedacht.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...821045,00.html
  1. #60

    Früher waren Kinder Sinn und Erfüllung des Lebens

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Kinder versorgen, dann zur Arbeit, dazu der Haushalt - viele Eltern in Deutschland leiden unter Stress. Ministerin Schröder will die Lasten umverteilen. Berufstätige Großeltern sollen einfacher Erziehungszeiten nehmen dürfen - auch über ein Großelterngeld wird nachgedacht.

    Vorstoß von Ministerin Schröder: Oma und Opa sollen gestressten Eltern helfen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Heute werden sie in erster Linie als Kostenfaktor wahrgenommen und ein Glückwunsch allen Eltern, die sich wider dem Mainstream und der von Jahr zu Jahr schlimmeren Familienpolitik noch Kinder gönnen.
    Diese gestalten wirklich Deutschland Zukunft.
    Die Familienministerin macht eher den Eindruck, als ob sie diese auf billige Weise kaufen oder sollte man besser sagen "leasen" möchte.
  2. #61

    Kinder sind die Rücklage der Rentenversicherung

    Zitat von Duzend Beitrag anzeigen
    ...bei "voller Kinderquote" in Kombination mit dem Eingeständnis, dass 50 % davon als Erwachsene für einen produktive Tätigkeit nach modernem Zuschnitt nicht in Frage kommen (siehe drastische Schilderungen auf dem Forum zu den Schulverlierern) werden, auch nicht besser aus.
    .
    Bei "halber Kinderquote" sind es nach Ihrer Rechnung nur 25 %.
  3. #62

    .

    Zitat von ostfale Beitrag anzeigen
    ...
    Und im Übrigen ist dieses Gejammer über die Belastung der Kindseltern nicht mehr zu ertragen.
    Zig Generationen haben ihre Kinder unter viel strapazöseren Gegebenheiten großziehen müssen. Und das ging auch.
    ...
    Ich denke, das Problem ist die veränderte Einstellung gegenüber Kindern. Noch vor einer Generation haben Kinder viel öfter auch mal alleine gespielt oder sind mit Freunden zusammen gewesen (ohne dass immer Eltern im selben Raum anwesend waren). Auch in recht jungen Jahren. Heute müssen sie ja 24 Stunden am Tag beschäftigt werden. Und der Stress, wenn jemand sein Kind jeden Tag zu einem anderen Frühförderkurs bringen muss...
    Es ist heute leider so, dass Kinder viel zu oft "Projektkinder" sind und fast ein Kult daraus gemacht wird. Und die ganze Industrie, die davon lebt, tut noch ein Übriges, um die Meinung zu bestärken, Kinder wären ein Riesenprojekt, das ein normaler Mensch nicht bewältigen kann. Angeblich gibt es ja immer weniger Kinder, aber dafür sehe ich immer mehr Schwangerschaftsmodeläden, Mutter-Kind-Cafes, Mutter-Kind Kurse, Eltern-Kind Tag hier, Eltern-Kind Tag dort, etc. Vielleicht würde es schon helfen, wenn die Leute wieder eine gesunde Einstellung zum Thema Kind haben würden.
  4. #63

    ...

    .. schön, aber dann auch bitte den Großeltern die Zweitwohnung finanzieren.

    Wir kennen nur vereinzelt Eltern, die nahe genug bei den Eltern wohnen, daß hier Betreuung möglich ist. Und dort passiert die Betreuung ohne Probleme, zumal die Eltern meiner Generation, 70er, grösstenteils die klassische Rollenverteilung lebt, also eh die Oma Zeit hat :-).
  5. #64

    Zitat von testthewest Beitrag anzeigen
    Als ob das Umfeld jemand beim Kinderkriegen interessiert.
    Ich hab 3 Kinder, bin 4 mal umgezogen...meinen sie im Ernst mich interessieren die Nachbarn oder der Job?
    Mich interessiert auch kein Großelterngeld.

    Was mich interessiert ist, dass die Rente nur an Leute mit Kindern geht. Das Leute getrennte Krankenkassen haben, je nach Familienstatus. Das gleiche mit Pflegeversicherung.
    Es würde mir wirklich reichen, wenn einfach jeder seine demographischen Kosten selber trägt.
    Aber gerne - dann zahlen Sie die Schulkosten, Betreuungskosten, Krankenkassenkosten/Gesundheitskosten, Ausbildungskosten etc. für Ihre Kinder alleine. Die Kinderlosen pfeifen auf die Solidarzahlungen und investieren das gesparte Geld in ihre Altersvorsorge und Pflegekosten. Sind Sie sicher, dass Sie da besser fahren als die Kinderlosen?
    Schliesslich bedeuten viele Kinder nicht automatisch auch viele Zahlungen in die Rentenversicherung - bleiben die lieben Kleinen, wenn sie dann mal gross sind, arbeitslos oder bekommen nur einen mies bezahlten Job, sieht es mit den Zahlungen in die Rentenversicherung mau aus.
  6. #65

    Der war gut!

    Zitat von testthewest Beitrag anzeigen
    Und das ist schlecht? Wenn Geringverdiener mal irgendwo profitieren?

    Wenn sie besser verdienen, machen sie es doch wie ich: Lassen sie die Frau zu Hause, 5 Jahre raus aus der Mühle, Kinder versorgen.

    Danach bleiben ihr immernoch mindestens 30 Jahre Maloche! (Wenn sie das Kinderkriegen zwischen 30-35 machen)
    Jo, wenn ich den Vater meiner Tochter dazu bringe seinen Postdegree aufzugeben, 9000 km umzuziehen und daheim Entertainer und Koch zu spielen, wird er es mir sicherlich sehr danken.
    Ihm bleiben vielleicht immer noch gut 35 Jahre Arbeit, aber ob die dann auch auf dem Niveau ist oder er sich nochmals alles aneignen muss, ist dann die Frage.
    Ich muss nach deutscher Formel übrigens auch noch so 24 Jahre arbeiten. Vielleicht will ich es aber auch länger - mir macht mein Job nämlich unheimlich viel Spass.
  7. #66

    Kindergeld und Kindergartengebühr

    Zitat von isses_so Beitrag anzeigen
    ... Wann wird auch bei unseren Politikern endlich ankommen, dass man die nach dem Gießkannenprinzip verteilten Gelder zugunsten von Familien und Kindern besser institutionell anlegen sollte?

    Kindergeld, Elterngeld, Betreuungsgeld ... Was könnte der Staat alles damit finanzieren: kostenlose Kitas, Ganztagsschulen, Schulbücher, Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung, keine Studiengebühren, Stipendien ... wirklich allen wäre geholfen - egal wie jung oder alt die Kinder sind!
    Das Kindergeld zahlen die Eltern bereits als Kindergartengebühr.
    Da ändert Ihr Vorschlag also nichts.
  8. #67

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Kinder versorgen, dann zur Arbeit, dazu der Haushalt - viele Eltern in Deutschland leiden unter Stress. Ministerin Schröder will die Lasten umverteilen. Berufstätige Großeltern sollen einfacher Erziehungszeiten nehmen dürfen - auch über ein Großelterngeld wird nachgedacht...
    Da geistert wohl das uralte Familienbild der zusammenlebenden Großfamilie im Kopf dieses Kohl-Groupies herum? Die Mutter bekommt die Herdprämie, damit die Kinder nicht in staatliche Betreuung müssen - oder aber die Großeltern bekommen einen Zuschuss. Hauptsache der Staat muss seiner teuren Aufgabe, konfessionsfreie Betreuungsangebote bereitzustellen, nicht nachkommen.
  9. #68

    Gesundschrumfung

    [QUOTE Und dabei täte der Republik wie überhaupt dem gesamten Globus nichts so gut wie eine sanfte Gesundschrumpfung der menschlichen Gesellschaft. Das ist, wenn wir schon alle lange gesund leben wollen, nur möglich, wenn die Reproduktionsrate konsequent eher bei eins als bei zwei liegt. In Deutschland tut sie das. Eigentlich läuft alles super, aber Frau Schröder verfolgt offenbar andere Pläne und andere Ideale.

    Ich finde das beängstigend. Es sind eigentlich Kriegsvorbereitungen,
    die sie mit solchen Vorstössen trifft.[/QUOTE]

    Ja, ich finde auch, dass sich insbesondere Deutschland ganz wegschrumpfen sollte! Andere Länder, wie zB. Frankreich machen das zwar anders, die wachsen sogar, und werden uns Deutsche mengenmässig in absehbarer Zeit überholen, aber da ist das Leben halt einfach schöner, die Frauen hübscher, fleissiger, kochen auch besser, und die Männer nicht so träge, faul, und zukunftsängstlich. Ich denke, die Welt kann auf uns ganz gut verzichten, und wir sind einfach konsequent mit unserer eigenen Einstellung. Und wenn einer sich doch vermehren will, dann muss er es aus eigenen Kräften schaffen, und dann gilt Darwin's Regel der Vermehrung der Überlebensfähigen.
    Mir tun halt nur die romantischen jungen Frauen und Männer leid, die trotz allem immer noch Kinder wollen, und sich hin und her überlegen, wie sie das hinkriegen können, in diesem totgeweihten Land -AUSWANDERN!
  10. #69

    Kinder, Kosten und gesellschaftlicher Nutzen

    Zitat von cobaea Beitrag anzeigen
    Aber gerne - dann zahlen Sie die Schulkosten, Betreuungskosten, Krankenkassenkosten/Gesundheitskosten, Ausbildungskosten etc. für Ihre Kinder alleine. Die Kinderlosen pfeifen auf die Solidarzahlungen und investieren das gesparte Geld in ihre Altersvorsorge und Pflegekosten. Sind Sie sicher, dass Sie da besser fahren als die Kinderlosen?
    Schliesslich bedeuten viele Kinder nicht automatisch auch viele Zahlungen in die Rentenversicherung - bleiben die lieben Kleinen, wenn sie dann mal gross sind, arbeitslos oder bekommen nur einen mies bezahlten Job, sieht es mit den Zahlungen in die Rentenversicherung mau aus.
    1) Als Sie Kind waren, haben Sie die Leistungen auch bekommen. Warum sollen heutige Kinder keine kostenlose Schulausbildung, usw. bekommen?
    2) Wieso zahlen weniger Kinder mehr in die Rentenkasse? Ihr Argument ist unlogisch.