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Vorspiel zum Unistart: Wir wären dann soweit

Bevor*Fabienne, Marc und Larissa*an der Uni starten, müssen sie*lernen, sich zu Hause abzunabeln und woanders zu wohnen. Das bedeutet: Mutter-Tochter-Zwist im Möbelhaus, Sächsisch-Crashkurs im Einwohnermeldeamt -*und Lampenfieber vor dem ersten Hochschul-Tag.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...788910,00.html
  1. #20

    Geisteswissenschaften

    Ja, Geisteswissenschaften sind leichter. Ich studiere Geschichte und Germanistik, diese Studienfächer sind leichter als z.B. Ingenieurswissenschaften. Sind sie neidisch?

    Um auf den Artikel Bezug zu nehmen: Es missfällt mir, dass immer die gleichen Typen dargestellt werden. Können die Spiegel Online-Redakteure nicht mal mit jemandem reden, der ein bisschen aus der Art geschlagen ist und vllt. auch mal andere Ansichten hat?
  2. #21

    http://forum.spiegel.de/newreply.php?do=newreply&p=8870045

    Zitat von lmike Beitrag anzeigen
    Nur, warum werden hier immer wieder Studierende vorgestellt die nicht arbeiten können?
    Ich glaube das sollte eher heißen:
    Nur, warum werden hier immer wieder Studierende vorgestellt die nicht ÜBERLEBEN können?
    Was macht das Mädel bloß wenn Papa+Freund grad mal nicht da sind...

    Denn Nachttisch solange niederdiskutieren bis er sich selbst zusammenbaut
    Zitat von Roque Spiegel Beitrag anzeigen
    Oh je, das wird wieder böses Blut in diesem Forum geben.
    Nicht doch -
    Ich sehe das mehr so als sportliche Herausforderung welche Gruppe Akademiker kann der anderen besser nachweisen, dass sie unnötig ist ;)
  3. #22

    Angebot und Nachfrage

    Zitat von doc_dawson Beitrag anzeigen
    ... und die bessere Bezahlung der Absolventen ist natürlich nur der Diskreditierung der Geisteswissenschaften in der deutschen, technisierten Gesellschaft geschuldet.
    Was ist denn das jetzt bitte schön für ein Argument?
    Halten Sie die Gleichung "je schwerer das Studium, um so besser ist später die Bezahlung" allen ernstes für absolut gültig?
    Das richtet sich einzig und allein nach Angebot und Nachfrage.Je mehr Jobs es pro Absolventen gibt, um so höher wird später sein Gehalt liegen.

    Naja,
    ich klinke mich hier aus der Diskussion aus.Sie ist auch ein wenig off-topic.

    Zum Thema:
    Ich hab´während meines vor drei Jahren beendeten Studiums mehr als die Hälfte der Zeit in `nem spartanisch eingerichten Wohnheimzimmer gewohnt und mich wohlgefühlt.Ich denke nicht, dass heutige Studierende grundsätzlich anspruchsvoller sind als vor 15 oder 20 Jahren.Einzig die heißen Sommertage waren in meinem Wohheimzimmer damals eine absolute Qual und Zimmertemperaturen von 30 Grad keine Seltenheit.Da musste man zum lernen (das machen sogar Geisteswissenschaftler ^^) dann halt in die Bib oder nach draußen gehen.
  4. #23

    Immer der selbe Studententyp

    Zitat von lmike Beitrag anzeigen
    Nur, warum werden hier immer wieder Studierende vorgestellt die nicht arbeiten können?
    Es werden auch immer nur Akademikerkinder wie Ärztetöchter und dergleichen vorgestellt. Hier wird dann meistens alles von den Eltern gesponsort und diese sind dann meistens auch noch so stolz wie selbstständig ihre Kinder doch sind.

    Viele andere Studenten bzw deren Eltern können es sich gar nicht leisten auszuziehen und studieren dann im Heimatort. Katholische Theologie hätte es sicher auch in Stuttgart gegeben und Politikwissenschaft auch in Kassel.
  5. #24

    .

    Zitat von snu99 Beitrag anzeigen
    Es werden auch immer nur Akademikerkinder wie Ärztetöchter und dergleichen vorgestellt. Hier wird dann meistens alles von den Eltern gesponsort und diese sind dann meistens auch noch so stolz wie selbstständig ihre Kinder doch sind.

    Viele andere Studenten bzw deren Eltern können es sich gar nicht leisten auszuziehen und studieren dann im Heimatort. Katholische Theologie hätte es sicher auch in Stuttgart gegeben und Politikwissenschaft auch in Kassel.
    Oh, Sie sprechen mir z.T. aus der Seele, gerade was das "Sponsoring" betrifft. Unmittelbar nach dem Abi, bzw. z.T. schon während der Schulferien habe ich gearbeitet (nicht gejobbt, sondern richtig malocht!), um mir Wünsche zu erfüllen. Eine Abireise just zum Spaß z.B. in die USA war finanziell einfach nicht drin. Ebensowenig die Vollausstattung einer Studentenbude (siehe in beiden Punkten Larissa).
    Marc ist nach meinem Dafürhalten ein wenig verpeilt, aber nicht komplett unsympathisch. Am besten gefällt mir Fabienne (abgesehen vom Studiengang), die wenig Interesse an den gängigen "Ersti"-Standards hat wie ich seinerzeit vor 12 Jahren (dieser belanglose "Was studierst Du?"-Smalltalk, Ersti-Parties, Ersti-Kneipenbummel etc.) und mir dazu am selbständigsten vorkommt.

    Im Übrigen frage ich mich, warum hier drei "Geisteswissenschaftler" (vulgo "Laberköppe") vorgestellt werden und nicht 1 MINT, 1 BWL/VWL/Jura sowie 1 GW und zudem aus möglichst unterschiedlichen Milieus. Das wäre evtl. spannender gewesen. So riecht alles nach bildungbürgerlichem Muff, der unter sich bleiben will.
  6. #25

    Da sich ja hier so einige beschweren,.....

    ....dass es keinen Beitrag über einen Ersti mit naturwissenschaftlich-technischem Studium gibt, mach ich das dann mal ganz kurz.

    Ich habe schon kurz nach dem Zivildienst, während des technischen Vorpraktikums, mit einem Schulfreund (studiert jetzt Mathe) eine nette Wohnung in Aachen gesucht:
    Ergebnis: Wir teilen uns 54 m² Altbau, jeder zahlt ca. 270 €, 15 "Gehminuten" von der Uni entfernt.
    Fertig eingerichtet war sie schon vor mehr als 5 Wochen, als die Mathe-Vorkurse begonnen haben.

    Ich habe ehrlich gesagt ein wenig gepokert, dass ich auch wirklich ne Zulassung für Wirtschaftsingenieurwesen Fachrichtung Maschbau (oder alternativ für reinen Maschinenbau) bekomme - so war die Wohnungssuche und -einrichtung überhaupt kein Stress.

    Hilfe von meinen Eltern habe ich dankend angenommen, allerdings hab ich während der Vorkurszeit schon sehr nette Kommilitonen kennengelernt und bei Problemen helfen wir uns nun stets gegenseitig.

    Mag sein, dass die meisten Studenten wohnungstechnisch einen höheren Standard genießen als die von vor 40 Dekaden, aber ich habe auch keine Lust mich dafür zu schämen.

    Ne ne, so verwöhnt bin ich gar nicht:
    Nach der Uni war mit besagtem Kommilitonen ne Stunde laufen,
    jetzt muss ich die Wohnung mal wieder aufräumen, und danach wird am Praktikumsbericht weiter geschrieben.
    Ab dem dritten Semester werde ich mich um eine Hiwi-Stelle an einem der Institute bemühen.
    Regelmäßig arbeite ich jetzt noch nicht - mir wurde von fast allen empfohlen, mich erstmal ans Studium zu gewöhnen.

    Und da ich ja (mehr oder weniger) so fleißig bin, muss das jetzt auch textmäßig reichen^^

    (Btw: Was den Kampf zwischen Geisteswissenschaftlern und Naturwissenschaftlern/Ings angeht:
    Kommt mal an die RWTH, besucht die Partys der Fachschaft Maschinenbau, und ihr trefft auch viel Bier, viele betrunkene Studenten, von denen (leider) 90% Männer sind.

    Nach solchen Erfahrungen hat man auch nichts mehr gegen Geisteswissenschaftler: Zumindest beneide ich sie um deren Frauenanteil im Studium ;-) )
  7. #26

    kT

    Zitat von Die-extreme-Mitte Beitrag anzeigen
    (Btw: Was den Kampf zwischen Geisteswissenschaftlern und Naturwissenschaftlern/Ings angeht:
    Kommt mal an die RWTH, besucht die Partys der Fachschaft Maschinenbau, und ihr trefft auch viel Bier, viele betrunkene Studenten, von denen (leider) 90% Männer sind.

    Nach solchen Erfahrungen hat man auch nichts mehr gegen Geisteswissenschaftler: Zumindest beneide ich sie um deren Frauenanteil im Studium ;-) )
    Tip aus der Heidelberger Physik: Da waren die Fachschaftsparties Math/Phys/Romanistik....
  8. #27

    .

    Zitat von latinistin Beitrag anzeigen
    jeder fängt mal an, sein leben selbstständig zu leben und da sind so kleine dinge wie möbel aufbauen am anfang eben auch hindernisse. beim zweiten mal ist es dann auch kein problem mehr, zumindest dann nicht, wenn sich mom und dad bereit erklären, ihrem töchterchen das möbel aufbauen zu erklären.
    Klar ist das schwierig. Alles auf die Reihe zu kriegen, die ersten Nebenkostenabrechnungen, Behördenschreiben etc.
    Aber Möbel aufbauen? Das "Möbelhaus" war doch garantiert IKEA. Und die Aufbauanleitungen sind ja nun wirklich DAU-konform.
    Natürlich hatte ich beim ersten Aufbau eines Schrankes auch Hilfe (abgesehen davon, dass es ohne ein zweites Paar Hände sowieso nicht geht), aber den hab ich mitaufgebaut und nicht aufbauen lassen.
    Ich habs auch schon geschafft einen (neuen) Schrank falschrum aufzubauen (aber mein Mitbewohner hats auch verpeilt). Wir mussten halt n paar neue Löcher für die Scharniere und die Einlegböden bohren. Steht wie ne Eins. ;)

    und zu marc: für manch einen ist eben marburg schon eine großstadt und mehr als zwei buslinien gewöhnungsbedürftig.
    Marc kommt aus Kassel! Weiß ja nicht, vllt ist bei ihm Hessisch-Lichtenau oder Witzenhausen auch noch Kassel. Aber selbst wenn...
  9. #28

    ....

    Zitat von Narn Beitrag anzeigen
    Marc kommt aus Kassel! Weiß ja nicht, vllt ist bei ihm Hessisch-Lichtenau oder Witzenhausen auch noch Kassel. Aber selbst wenn...
    ah sorry, ich habe natürlich die relation kassel - marburg nicht bedacht! :-) aber immerhin kann man daraus schließen, dass marc nicht viel erfahrung mit öffentlichen verkehrsmitteln hat! :-)
  10. #29

    .

    Zitat von Medien-Kritiker Beitrag anzeigen
    Da ist es wieder dieses "Ingenieure sind was besseres"-Märchen und Geisteswissenschaftler haben ja eh nichts zu tun.Und die angehenden Ingenieure müssen im Vergleich zu anderen Studis ja soooooooooo viel fürs Studium tun.Ich kenne einige angehende Ingenieure und einige Ingenieure mit Abschluss, die ihr Studium in Regelzeit abgeschlossen haben, siich das Studium selbst finanziert haben und trotzdem mehr feiern waren und häufiger anderen Freizeitbeschäftigungen nachgegangen sind als manch ein Geisteswissenschaftler.
    Work hard, play hard ;)

    Das "Ingenieure sind was besseres"-Märchen wird sicher zu einem großen Teil von entäuschten Geisteswissenschaftlern befeuert. Oder sind Sie Ingenieur? Waurm schreiben Sie dann sowas?

    Als Geisteswissenschaftler kann man selbstverständlich einen super Job machen, nur man braucht einen Plan davon was man kann, wer einen brauch und was man mit seinem Leben anfangen will.
    Wer dagegen nur aus Verlegenheit Slavistik und Finnologie studiert, der rennt natürlich ins Verderben. Solche Verlegenheitstudenten währen sicherlich mit einem Studium/Ausbildung das in einem konkreten Beruf endet besser bedient. Mehr Spass hätten sie sicher auch.


    Der wahre Grund warum bei Uni-Spiegel immer nur Geisteswissenschaftler schreiben wird viel mehr der sein, dass in der Redaktion hauptsächlich Geisteswissenschaftler sitzen. Ingenieure haben nach ihrem Studium häufig einen Job der nur wenig mit Journalismus zu tun hat... Darüber hinaus sie Ingenieure häufig auch nicht ganz so mitteilungsbedürftig, jedenfalls wenn es nicht um Technik geht :-)








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